Umstieg von Kabel auf Sat in EFH


Alt 24.03.2007, 13:05   # 1
mabog
 
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Hallo,

ich bin ein absoluter Neuling, was SAT-TV angeht. Ich habe vor einiger Zeit ein EFH gekauft (gebaut 1990) und möchte die vorhandene Kabel-TV Anlage gerne in SAT-TV umrüsten. Allerdings möchte ich dabei keine Wände aufstemmen oder unzählige neue Kabel verlegen; von daher ist meine erste Frage, ob ich das vorhandene "Kabel-Netz" auch für SAT-TV nutzen kann?
Die Kabelverteilung ist folgendermaßen: Anschluss im Keller, dort auch Antennenverstärker und (vermutlich) der Verteiler. Von dort gehen 5 Kabel weg ins Haus.

Die Antennendosen sind folgendermaßen verteilt:
Keller 1 (dort auch sämtliche Hausanschlüsse): 1 Dose mit 1 Kabel
Keller 2: 1 Dose mit 1 Kabel
EG: 1 Dose (Anzahl der Kabel habe ich nicht nachgeschaut, da hinter Schrank)
1. OG links: 1 Dose mit 2 Kabeln
1 OG Mitte: 1 Dose mit 1 Kabel
1. OG rechts: 1 Dose mit 2 Kabeln
DG links: 1 Dose mit 2 Kabeln
DG rechts: 1 Dose mit 2 Kabeln

Wie die Kabel sonst laufen, also welche Dose wohin durchgeschleift wird, weiß ich leider nicht.

Insgesamt müssten Anschlüsse für 8 Receiver (bzw. 7 und 1 Doppelreceiver) ausreichen. Außerdem ist das "Standard-Fernsehprogramm" ausreichend, also keine exotischen Sender erforderlich.

Ich habe mal die Anschlüsse im Keller fotografiert, das Bild ist unter
www.mboeger.de/Schaltbild.jpg
zu finden.

Soweit erstmal & schon mal besten Dank um voraus!!
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Alt 24.03.2007, 23:38   # 2
King W.
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Das sieht ja gar nicht mal so schlecht aus. Du benötigst folgende Teile:

1 Antenne
1 Twin-LNB
1 Einschleusverstärker
7 Antennendosen 1-fach
1 Antennendose 2-fach

Darüber hinaus benötigst du noch Montagematerial für die Antenne, z.B. diesen Dachsparrenhalter, wenn die Antenne auf das Dach soll und das Dachgeschoß ausgebaut ist. Eine Kunststoff-Dachpfanne und eine Kunststoffmanschette brauchst du ebenfalls.

Alternativ ist auch eine Wandmontage möglich, z.B. mit dieser Wandhalterung. Voraussetzung wäre eine freie Wand in Süd- bis Südostrichtung, wo die Montage stattfinden kann. In jedem Fall ist freie Sicht auf den Satelliten erforderlich.

Darüber hinaus brauchst du noch 1 Rolle Kabel und 24 F-Stecker (ich hoffe, ich habe richtig gerechnet). Nimm die vergoldeten, sie sind glatter, lassen sich leichter montieren und geben besser Kontakt - und viel teurer sind sie auch nicht. Die hohe Anzahl der F-Stecker erklärt sich dadurch, daß du noch Anschlußkabel für die Receiver brauchst. Einfach ein passendes Stück Kabel von der Rolle abschneiden und an beiden Seiten einen F-Stecker montieren.

Wahrscheinlich bleibt von dem Kabel etwas übrig, in der Regel ist es aber günstiger, eine komplette Rolle zu nehmen. Du mußt mindestens mit zwei Kabeln von der Antenne zum Einschleusverstärker. Wenn du auch Radioprogramme empfangen willst, sind es sogar drei. Eine passende UKW-Antenne bekommst du z.B. bei Conrad. Sie wird an den Eingang "Ter." des Einschleusverstärkers angeschlossen und das Signal mit verteilt. Es kann dann an den einzelnen Dosen abgegriffen werden.

Der Hausanschlußverstärker entfällt und wird durch den Einschleusverstärker ersetzt. Die beiden Abgänge des LNB werden mit den Eingängen des Einschleusverstärkers verbunden, dessen Ausgang mit dem Verteiler.

Noch ein Hinweis zu den Antennensteckdosen: Diese gibt es in verschiedenen Ausführungen. Beim Bestellen unbedingt darauf hinweisen, daß es Steckdosen ohne Gleichspannungsdurchlaß sein müssen. Am besten, telefonisch bestellen und darauf hinweisen, daß sie für eine Einkabellösung sein müssen. Dann bekommst du automatisch die richtigen.

Hier ist eine Tabelle mit den Astra-Programmen, die mit der Einkabellösung empfangen werden können. Es sind alle gängigen deutschen Programme darunter, auch Premiere.

Darüber hinaus brauchst du noch passende Receiver. Hier ist der Markt so umfangreich und unübersichtlich, daß man, ohne deine Anforderungen genau zu kennen, kaum zu etwas raten kann. Wenn du hier einen Tip brauchst, einfach nochmal melden. Die Einstelldaten kann ich dir auch gern berechnen, wenn du mir sagst, wo die Antenne aufgestellt werden soll. Nächste größere Stadt genügt.

Wenn du alle Teile zusammen bei SEH bestellen möchtest, vergiß nicht, nach dem Rabatt zu fragen, den es auf Komplettanlagen für Netzwelt-Leser gibt.
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Alt 25.03.2007, 14:24   # 3
mabog
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Super! Danke für die schnelle Antwort!

Das hört sich ja so an, als ob das wirklich ohne immens großen Aufwand zu realisieren wäre.

Dann macht es wahrscheinlich Sinn, den Einschleuseverstärker irgendwo unter dem Dach in der Nähe der Antenne zu platzieren, damit ich die beiden Kabel vom LNB nicht so weit zu ziehen brauche. Und dann muss ich von da aus nur noch irgendwie mit einem Kabel zu dem Verteiler (der ja leider im Keller sitzt), oder? Könnte ich dafür evt. eines der Kabel nutzen, die schon zu den TV-Dosen im Dachgeschoss gehen?
Ist das Kabel, was du aufgeführt hast, ein besonderes füt SAT oder ist das nicht anders, als die "normalen" Kabel, die ich jetzt für Kabel-TV auch habe?

Wie viele verschiedene Programme kann ich denn dann gleichzeitig schauen?
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Alt 25.03.2007, 23:54   # 4
King W.
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Das ist schon richtig. Du benötigst aber dann unter dem Dach einen Stromanschluß. Der Einschleusverstärker macht seinem Namen alle Ehre - er verstärkt, und das nicht zu knapp. Wenn du vom Dach aus mit einem Kabel zum Verteiler willst, sollte dieses Stück Kabel schon von sehr guter Qualität sein. Am besten wäre dieses hier mit 110 dB Abschirmdämpfung.

Dieses Kabel vom Dach bis in den Keller zu verlegen, ist leider notwendig. Ein vorhandenes Kabel aus einer Dose dafür zu nehmen, halte ich für keine gute Idee.
  • man weiß nicht, ob die Qualität, besonders die Abschirmung, ausreicht (wenn nicht, hast du einen Störsender allererster Güte)
  • man weiß nicht, ob das Kabel irgendwo durchgeschleift wurde.
  • es besteht die Schwierigkeit, das Kabel unten zu identifizieren.
Vielleicht gibt es im Haus einen "toten" Kamin? Der eignet sich ideal, um ein Kabel darin zu verlegen. Hier ist sinngemäß beschrieben, wie man es macht. Das Kabel unter den Dachpfannen zu verlegen, in der Nähe eines Regenfallrohres herauskommen und dann das Kabel hinter dem Regenfallrohr zu "verstecken" ist ebenfalls möglich.

Zu deiner Frage, wieviel Programme gleichzeitig zu empfangen sind ist folgendes zu sagen: Das hängt davon ab, wieviele Receiver angeschlossen werden. Jeder Receiver kann unabhängig von den anderen das komplette Spektrum (siehe Tabelle) empfangen. Der Empfang bei einer Einkabellösung gestaltet sich ähnlich, wie beim Kabelempfang.
Der Unterschied:
  • du benötigst an jeder Empfangsstelle einen Receiver
  • es gibt mehr Programme, und die normalerweise auch in besserer Bildqualität
  • die Kabelgebühr entfällt
Besonders der letzte Punkt dürfte entscheidend sein: Durch die eingesparte Kabelgebühr amortisiert sich eine SAT-Anlage normalerweise in recht kurzer Zeit.
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Alt 27.03.2007, 18:17   # 5
mabog
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Okay, macht also Sinn, das Kabel vom LNB Verstärker zum Verteiler neu zu verlegen. Einen toten Kamin haben wir nicht, also bleibt wohl nicht viel mehr, als es außen am Regenrohr zu "verstecken".

Zu den Receivern: Ich habe schon vor, an jeder Empfangsstelle (also überall dort, wo eine Dose in der Wand sitzt) auch einen Receiver anzuschließen. Mir ging es dann nur darum, ob es irgendwas zu beachten gibt, wenn ich überall (also an 8 Anschlüssen) gleichzeitig ein anderes Programm sehen möchte (okay, vielleicht ein theoretisches Problem, aber ich möchte die Möglichkeit nicht verbauen, die Anlage überall uneingeschränkt nutzen zu können).

Habe jetzt gelesen, dass es LNB's mit 1, 2 oder 4 Anschlüssen gibt - wo ist denn da der Unterschied? Du hattest geschrieben, dass ich einen mit 2 Anschlüssen benötige, was ist denn bei den anderen Varianten anders?

Ich überlege nämlich, dann auch den Empfangsverstärker ebrenfalls in den Keller zu setzen (wenn ich eh ein neues Kabel ziehen muss). Müsste ich dann zwei Kabel vom LNB dorthin legen? Oder in wiefern wäre ich eingeschränkt, wenn ich einen LNB mit nur einem Anschluss habe?

Dann noch zu dem Twin-Receiver: Brauche ich da zwingend zwei Anschlüsse in der Wand? Es geht ja nur ein Kabel dorthin, könnte ich das dann an beide Anschlüsse in der Dose anschließen? Sorry, aber wie du siehst, bewege ich mich auf absolutem Neuland...
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Alt 28.03.2007, 07:24   # 6
King W.
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Ein LNB mit einem Anschluß funktioniert nicht. Du benötigst zwingend eins mit 2 oder 4 Anschlüssen. Du hast insgesamt auf jedem Satellit 4 Empfangsbereiche: Horizontal / Hochband, Vertikal / Hochband, Horizontal / Tiefband und Vertikal / Tiefband. LNB's mit nur einem Anschluß oder zwei Anschlüssen werden durch eine Steuerspannung vom Receiver auf das erforderliche Band umgeschaltet, bei Quattro-LNB's (mit 4 Anschlüssen) ist dies nicht der Fall. Für den digitalen Empfang der deutschen Programme werden nur Teile der beiden Hochbänder genutzt. Wenn du nun einen Quattro-LNB hast, müßtest du die beiden richtigen Bänder in das Gerät einspeisen, d.h. du darfst die Kabel nicht verwechseln. Bei einem Twin-LNB ist ja jeder Ausgang schaltbar und der Einschleusverstärker gibt an Stelle des Receivers die nötigen Schaltimpulse ab. Welcher Anschluß nun welches Empfangsband liefert, ist dabei ziemlich egal. Vorteil für dich: Einfach die beiden Kabel anschließen - und fertig. Deshalb ist es günstiger, ein Twin- als ein Quattro LNB zu nehmen. Preislich tut sich da auch nichts.

Die beiden zu emfangenden Teilbänder müssen auf jeden Fall immer zur Verfügung stehen, genau aus diesem Grund geht ja auch ein Single-LNB nicht. Das Umschalten eines Single-LNB ist bei einer Einkabellösung, so wie du sie möchtest, nicht möglich. Der Konflikt wird sofort klar, wenn beispielsweise im Wohnzimmer ARD geschaut werden soll (Hochband / Horizontal) und im Kinderzimmer Pro7 angesagt ist (Hochband / Vertikal). Dann versucht natürlich jeder Receiver, das LNB auf "sein" Band umzuschalten. Das führt notwendigerweise zum Konflikt auf der Leitung. Genau aus diesem Grund benötigst du ja auch zwingend die speziellen Antennensteckdosen ohne Gleichspannungsdurchlaß. Damit werden die Schaltanforderungen des Receivers abgeblockt.

Die beiden Bänder kannst du aber trotzdem empfangen (oder zumindest den relevanten Teil davon): Der Einschleusverstärker versetzt die Frequenz der "vertikalen" Programme und packt sie praktisch oberhalb der "horizontalen" Programme auf die Leitung. Damit kannst du die Programme dann empfangen, wenngleich nicht auf der angestammten Frequenz.

Du siehst, es ist einiges an technischem Aufwand nötig, um eine Einkabellösung zu realisieren. Aus diesem Grund ist der Einschleusverstärker mit über 100€ auch nicht gerade ein Sonderangebot. Immerhin funktioniert die Technik einwandfrei und erlaubt es, die vorhandenen Kabel weiter zu nutzen.

Der Anschluß ist ganz einfach: Das Fuba-Teil durch den Einschleusverstärker ersetzen, dessen Ausgang weiterhin mit dem Verteiler verbinden, dabei kannst du die vorhandene Leitung weiter nutzen und die beiden Eingänge mit dem Twin-LNB verbinden. Dann noch die Antennensteckdosen wechseln, Receiver anschließen - und fertig.

Ein Twin-Receiver wird bei einer Einkabellösung auch nur mit einem Kabel angeschlossen. Die beiden Eingänge werden entweder extern mit einem Stückchen Kabel, oder intern per Software (je nach Receiver) miteinander verbunden.
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Alt 30.03.2007, 22:23   # 7
mabog
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Danke! Denke, das müsste sich in absehbarer Zeit realisieren lassen.

Also brauche ich bei dieser Einkabellösung dann überhaupt keine 2-fach-Antennendose, auch wenn ich Twin-Receiver anschließe?

Und noch eine Frage: Ist der Empfang von Programmen aus den USA auch möglich? Wie groß wäre der Aufwand dafür?
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Alt 31.03.2007, 00:29   # 8
King W.
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Ja, du hast Recht. Eine Twin-Steckdose wird bei einer Einkabellösung nicht benötigt. Sorry, da habe ich mich vertan. **schäm** Manchmal ist man halt ein bißchen betriebsblind.

Der Empfang einiger USA-Programme ist wohl möglich, der Aufwand dafür aber beträchtlich. Du müßtest eine komplett neue Schüssel installieren (1,10m mindestens) und sie dann auf Intelsat (ich glaube 907) ausrichten. Der Satellit steht mitten über dem Atlantik und sendt u.a. Voice of America. Außerdem brauchst du noch ein C-Band LNB. Ein normales LNB funktioniert, wegen des komplett anderen Frequenzbereichs nicht.

Etwas einfacher sieht die Sache mit lateinamerikanischen Programmen aus (allerdings auf Spanisch!): Der Hispasat auf 30° West ist recht gut zu empfangen und bietet da einiges an Auswahl.
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Alt 31.03.2007, 14:39   # 9
mabog
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Dann werde ich es wohl lassen mit den USA-Programmen, dafür lohnt sich der ganze Aufwand dann wohl doch nicht.

Dann müssten wohl alle meine Fragen geklärt sein - Besten Dank nochmal für die Infos!!!! Falls doch noch mal Schwierigkeiten auftauchen sollten, werde ich mich vertrauensvoll an dich wenden!
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Alt 31.03.2007, 16:39   # 10
King W.
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Na klar, mach das.

Ich hoffe, daß alles so klappt, wie du dir das wünscht.
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Alt 10.04.2007, 13:33   # 11
mabog
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So, jetzt habe ich doch noch eine Frage:
Einige von den jetzigen Dosen sind ja Durchgangsdosen, das Signal wird also in andere Räume weitergeleitet. Muss ich beim Austausch der jetzigen Kabel-TV-Dosen gegen die Sat-Dosen irgendetwas beachten?
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Alt 10.04.2007, 18:50   # 12
King W.
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Ja, mußt du. Ich habe noch einmal recherchiert, es gibt da leider noch ein - allerdings lösbares- Problem.

Dose 1 ist eine ganz normale SAT-Dose. Da führt nur ein Kabel hinein - und fertig. Für Dose 2 müßtest du normalerweise eine Durchgangsdose verwenden. Diese Dosen werden im SAT-Bereich jedoch ausschließlich für Einkabellösungen verwendet und hergestellt. Deshalb blockieren sie die Steuersignale vom Receiver, damit kein Konflikt auf der Leitung entsteht, wenn mehr als ein Receiver in Betrieb ist. Da du aber keine echte Einkabellösung hast, müssen die Steuersignale vom Receiver zum LNB übertragen werden. Dabei ist auch ein Gleichspannungsanteil von 14 - 18V. Dieser darf nicht an die dritte und vierte Dose gelangen. Als Dose 2 mußt du aber, wegen der Steuersignale, auch eine normale SAT-Dose verwenden. Diese SAT-Dose hat aber nur eine Klemme für ein Kabel. Lange Rede, kurzer Sinn: Du benötigst noch ein T-Stück (das kann so ein billiges Teil vom Flohmarkt sein mit einem Eingang und zwei Ausgängen. Eingang vom Keller, Ausgang 1 direkt zur Dose 2, Ausgang 2 zur Dose 3. Zwischen das T-Stück und die Dose 3 wird noch ein DC-Blocker vorgesehen. Der ist recht klein und paßt in eine Schalterdose. Im Prinzip sieht er so aus, wie diese Kupplung. Eingebaut ist ein Kondensator, der den Gleichspannungsanteil blockt. Fehlt dieser Blocker, würde die Dose 3 den Gleichspannungsanteil kurzschließen - und dann raucht es irgendwo. Der Mehraufwand besteht nun in einem T-Stück, einem DC-Blocker und 5 F-Steckern. Eventuell mußt du die Schalterdose, in der die Antennensteckdose sitzt, nach hinten etwas aufarbeiten, damit die Teile noch da reinpassen, oder eine neue Schalterdose setzen.

Sorry - ich hätte da auch eher dran denken können. Normalerweise wird ja eine SAT-Anlage als Ersatz für das Kabelfernsehen genommen, einen Fall, daß die SAT-Anlage zusätzlich zum Kabelfernsehen installiert werden soll, hatte ich bislang noch nie. Mit dem Blocker und dem T-Stück wird es aber funktionieren.

P.S. Zumindest der Blocker ist, wenngleich nicht gelistet, auch bei SEH zu bekommen. Nach dem T-Stück könntest du auch fragen, das gibt es aber auch auf jedem Flohmarkt.
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Alt 10.04.2007, 19:16   # 13
mabog
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Jetzt bin ich ein bisschen verwirrt. Ich denke, ich habe eine Einkabellösung - das hattest du doch vorher auch geschrieben, oder habe ich das falsch verstanden? Es gehen vom Verteiler 5 Kabel zu insgesamt 8 Anschlüssen im Haus verteilt; einige eben direkt (also eine Enddose) und einige werden durchgeschleift. Warum ist denn da dann keine Durchgangsdose möglich? So wie ich das verstanden hatte, müssen doch die Steuersignale vom Receiver geblockt werden, deswegen auch die Dosen ohne Gleichspannungsdurchlass.

Vielleicht hatte ich mich auch falsch ausgedrückt - ich möchte nicht Kabel und Sat zusätzlich, sondern nur Sat und dafür die vorhandenen Leitungen nutzen.
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Alt 11.04.2007, 00:07   # 14
King W.
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Ich habe jetzt noch einmal alle Beiträge durchgelesen. Tut mir leid, diesesmal war ich auf dem Holzweg, nicht umgekehrt. War heute Nachmittag in Zeitdruck und habe praktisch drei Anfragen gleichzeitig bearbeitet, ich habe dabei deine mit einer anderen Anfrage verwechselt. **schäm**

Es stimmt ja, du warst das mit der Einkabellösung. Du brauchst nur einen Twin LNB und den Einschleusverstärker. An SAT-Dosen für Einkabellösung gibt es nur einen Typ, nämlich die Durchgangsdosen. Der Grund: Diese Dosen haben nur eine kleine Durchgangsdämpfung, so daß man mehrere Dosen hintereinander schalten kann, aber eine vergleichsweise hohe Abzweigdämpfung. Diese wird durch die Verstärkung des Einschleusverstärkers wieder ausgeglichen. Fehlt nun diese Abzweigdämpfung, wie es bei einer Enddose der Fall ist, so bekäme der Receiver ein viel zu hohes Signal, er würde hoffnungslos übersteuert und wäre nicht mehr in der Lage, ein einwandfreies Bild zu liefern. Aus diesem Grund muß als letzte Dose in einem Strang auch solch eine Dose verwendet werden. Man kann den Ausgang dieser Dose mit einem 75 Ohm Widerstand abschließen, unbedingt notwendig ist das nicht.

Nochmals ein riesengroßes "Sorry" für die Verwirrung durch meinen letzten Beirag. Vergiß ihn einfach.
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Alt 11.04.2007, 13:16   # 15
mabog
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Kein Problem, du hast mir sehr geholfen - und jetzt sind ja auch alle Unklarheiten beseitigt! Also werde ich mir dann nur Durchgangsdosen besorgen!
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Alt 11.04.2007, 17:24   # 16
King W.
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Alles klar. Ich denke mal, das wird alles gut funktionieren. Viel Erfolg!
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Alt 12.04.2007, 19:37   # 17
VanDon
 
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Hallo King W.

mit Begeisterung habe ich deine Beiträge gelesen, ich stehe nämlich vor einem ähnlichen Problem:

Vorgeschichte:
Bin neu zugezogen in ein 3 FH, DG sitzt ein Mieter mit eigener Schüssel. OG Sitzt der Vermieter [mit 3 Anschlüssen] und EG sitze nun ich mit noch einem Anschluss. Zur Zeit liegt ein sehr sehr dünnes Coax-Kabel vom Keller aus in EG und OG über das der Kabelanschluß läuft.

Wandarbeiten sind unmöglich [haben erst vor 3 Wochen tapeziert und meine Frau würde mich umbringen]

Mit Zustimmung des Vermieters ist es mir möglich durch einen alten Kamin beliebig viele Kabel vom Dach in den Keller zu bringen [okay, ab 20 wirds wohl eng werden ]. Im Dachgeschoss befindet sich zudem eine Steckdose.

Aufgrund von 18€ monatlichen Kabelgebühren und einer ungenutzten analogen Twin-Sat-Anlage im Arbeitszimmer [originalverpackt im Karton] bin ich zu der Überzeugung gekommen auf Sat umzusteigen. Auf dem Dach is bereits ein Mast montiert auf dem die alten Rechen noch montiert sind. Diese darf ich auch abmontieren, somit wäre die Montage der Schüssel kein Problem.

Nun meine eigentliche Frage:

Bei dem von dir beschriebenen Einkabel-System wäre ein uneingeschränkter Betrieb [Nutzung aller Sender und Radio-Programme] auf allen Teilnehmern möglich?

Mein Vermieter [mit dem alles steht und fällt] hat nur eine Zuleitung und möchte dort einen Twin-Receiver [Fernseh und Videorekorder analog], ein Radio und ein Fernseher im Schlafzimmer betreiben. Der Fernseher im Schlafzimmer wird über einen Y-Stecker vom Wohnzimmer gespeist, in dessen Anschluß-Dose auch das Radio steckt. Kann ich dieses Kabel im OG dann splitten so das ich an die eine Zuleitung 2 Receiver [1X Twin Wohnzimmer 1X normal Schlafzimmer] anklemmen kann [die gleichzeitig alle Programme nutzen können] und zudem dann im Keller abgreifen kann und eventuell mit 2 getrennten Kabeln zwei Geräte im EG ansteuern die wiederum alles gleichzeitig nutzen können...


Fazit:
Schüssel aufm Dach, [Steckdose in der Nähe verhanden]
Kamin bis in den Keller nutzbar.
2 getrennte Leitungen vom Keller zum OG und EG.
Zuleitung OG mit 1 Twin-Receiver und 1 Normal-Receiver
Zuleitung EG 1X Receiver für Fernseh
2.te Zuleitung in Planung für EG für Fernseh im Schlafzimmer

Ich hoffe das meine Planung so machbar ist mir der von dir vorgeschlagenen Möglichkeit.
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Alt 16.04.2007, 09:56   # 18
King W.
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Hallo VanDon,

sorry, so ganz verstehe ich die Sache nicht. Oben schreibst du, der Vermieter habe drei Anschlüsse, weiter unten schreibst du, er habe nur eine Zuleitung. Wenn ich dich richtig verstehe, willst du den Vermieter in die Planung mit einbeziehen.

Als Einkabellösung läßt sich deine Vorstellung durchaus realisieren. Der Einschleusverstärker käme dann in die Nähe der Steckdose. Dort wird der Twin-LNB angeschlossen. Von da aus geht es dann mit einer Leitung weiter, z.B. in den Keller, wo die vorhandenen Leitungen angeklemmt werden, z.B. mit einem Verteiler. In der Wohnung selbst müßten die Steckdosen durch satellitentaugliche Steckdosen ohne Gleichspannungsdurchlaß getauscht werden. Diese Steckdosen können in Reihe geschaltet werden. An allen Steckdosen können, unabhängig voneinander, Receiver betrieben werden. Ebenfalls kann eine Radio- oder herkömmliche Fernsehantenne oder sogar Kabelfernsehen an den Einschleusverstärker angeschlossen werden. Dieser verstärkt das Signal und gibt es mit auf das Kabel. Die Antennensteckdosen trennen es wieder.

Vielleicht wäre eine andere Lösung sinnvoller: Ersatz des vorhandenen LNB's an der Schüssel deines Vermieters durch dieses Double-Quad (auch Octo genannt) LNB.

Daran können 8 Receiver, 4 Twin-Receiver oder eine entsprechende Kombination von beiden angeschlossen werden.

Das Verlegen des Kabels durch den Kamin in die Wohnungen ist auch kein Problem: Du benötigst nur ein relativ kleines Loch (10-12 mm), was du hinterher mit einem Stückchen Tapete wieder verschließen kannst. Einfach eine Maurerschnur nehmen, einen großen Nagel daran binden, das Ganze durch das Loch stecken und im Keller aus der Revisionsklappe wieder herausholen. Dann das Kabel von oben auf ca. 30 cm abisolieren, aus dem Innenleiter eine Schlaufe bilden, die Maurerschnur daran befestigen und aus dem Loch wieder herausziehen. Dann hast du das Kabel in der Wohnung. Ideal wäre es natürlich, wenn der Kamin vom Schlafzimmer aus erreichbar ist. Dann könntest du das Kabel direkt dort annehmen und z.B. hinter einem Schrank o.ä. bis zum Receiver führen.

Diese Lösung ist günstiger und es ergeben sich keinerlei Einschränkungen hinsichtlich der empfangbaren Programme.

Poste mal zurück, wie du dich letztendlich entscheidest. Es interessiert mich.
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Alt 17.04.2007, 12:47   # 19
VanDon
 
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Hallo King,

zur Zeit wird das Haus über Kabel Deutschland versorgt und es gibt keine bestehende Sat-Anlage. Daher hat mein Vermieter, über Kabel Deutschland nur eine Zuleitung, aber 3 Geräte, die angeschlossen sind. Die Einführung von kabel Deutschland befindet sich im Keller wo momentan einfach ein Flohmarkt-Y-Stecker sein unwesen treibt und den Kabelanschluß in meine EG Wohnung und in dem Vermieter seine OG Wohung verteilt.

Eine Anbindung der Wohnungen über den Kamin ist nicht möglich da dieser durch die Badezimmer verläuft welche gefliest sind. Ich muss also die einfache Zuleitung des alten Kabelanschlusses im Keller übernehmen.

Wenn ich jetzt im Keller einen Verteiler montiere mit der Zuleitung des Einschleuseverstärkers, kann ich dann von dort mit 3 verschiedenen Kabel abgehen und diese dann als Sternverkabelung benutzen? Mit verschiedenen Anzahlen von Geräten pro Strang und dort alle Receiver uneingeschränkt verwenden?

Die Lösung mit dem Octo-LNB fällt leider aus da ich nicht vom Kamin aus in die Wohnungen komme.

Greetz VD
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Alt 18.04.2007, 03:16   # 20
King W.
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Ja, das geht. Das Kabel hinter dem Einschleusverstärker kannst du genau so verteilen, wie das Kabelfernseh-Kabel. Ob aber der Flohmart-Verteiler die hohen SAT-Frequenzen mitmacht, müßte ausprobiert werden. Eventuell müßtest du den durch einen Technisat-Verteiler ersetzen. Der ist auf jeden Fall geeignet. Diese Verteiler gibt es von 2 - 8 Anschlüssen. Einfach telefonisch bestellen und sagen, wiviel Anschlüsse du brauchst. Danach geht es mit der Verteilung, wie gesagt, genau so weiter, wie beim Kabelfernsehen auch.

Ich fasse noch einmal zusammen: Antenne montieren mit dem Twin-LNB und ausrichten. Einfach einen Receiver direkt anschließen und die Antenne so lange drehen, bis ihr einwandfreien Empfang habt. Dann den Twin-LNB an den Einschleusverstärker anschließen. Bei Bedarf auch noch eine Radioantenne anschließen. Den Ausgang des Einschleusverstärkers mit dem Verteiler im Keller verbinden. Nimm dazu bitte hochwertiges Kabel, z.B. dieses hier.
Anschließend noch in den Wohnungen die Antennensteckdosen durch satellitentaugliche ohne Gleichspannungsdurchlaß austauschen, Receiver anschließen - und das war's. Das Ganze ist nicht besonders schwierig.
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