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| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
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| Sorry, für die Verzögerung. Die letzten Tage waren etwas stressig bei mir und eine 5-Minuten-Antwort wollte ich dir nicht geben. Deine Fragen beantworte ich aber gern. 1) Sowohl Astra wie auch Eutelsat geben als Schüsselgröße 60 cm an. Das bezieht sich aber auf eine Einzelanlage. Bei mehreren Teilnehmern würde ich zu 80 bis 90 cm raten. Eine größere Antenne liefert eine höhere Signalstärke und hat eine bessere Schlechtwetterreserve. Du schreibst, günstig sollte es sein. Zu einer ausgesprochenen Billiglösung möchte ich dennoch nicht raten, da hast du auf Dauer wenig Freude dran. Recht gute und haltbare, dabei aber auch bezahlbare Antennen liefern z.B. Alcan-Gilbertini oder Triax. Letztere sind von ihrer Qualität so sehr überzeugt, daß sie gleich 5 Jahre Garantie gewährleisten. 2) Einen LNB mit 6 Anschlüssen gibt es nicht, sondern nur mit einem, zwei, vier oder acht Anschlüssen. Leider schreibst du nicht genau, was du möchtest: Nur den Astra-Satellit, oder den Hotbird ebenfalls. Auf dem Astra sind die gewohnten deutschen Sender zu finden, während der Hotbird Sender aus ganz Europa und darüber hinaus zur Verfügung stellt (z.B. auch den arabischen Al Jazeera). Da beide Satelliten bequem mit einer Antenne zu empfangen sind und eine kleine Astra-Hotbird Anlage (so ca. bis 12 Anschlüsse) auch nicht allzu viel teurer ist, als Astra allein, würde ich an deiner Stelle auf den Hotbird nicht verzichten. In diesem Fall benötigst du für deine Schüssel eine Schielhalterung und zwei Quattro-LNB's. 3) Du benötigst Receiver mit einem Common-Interface Anschluß. Bei Bedarf wird dort ein Entschlüsselungsmodul eingeschoben und dort hinein kommt deine Abo-Karte. Mit einem solchen Receiver und entsprechendem Modul wäre auch ein Premiere- oder Arena-Empfang möglich. Derartige Receiver sind ab ca. 100 zu bekommen. Für Kinder- und Schlafzimmer genügen eventuell einfache Analogreceiver. Die meisten deutschen Programme werden auch analog abgestrahlt. Eine Verschlüsselung dieser Programme ist nicht vorgesehen (Macht auch keinen Sinn, denn alle bisher bekannten analogen Verschlüsselungsverfahren sind längst geknackt). 4) Ja, brauchst du. Ein Multischalter empfängt vom Receiver über das Antennenkabel Schaltsignale, womit er auf den zu empfangenden Bereich bzw. Satellit umschaltet. Ein solcher Multischalter verbraucht etwas Strom, am Montageort sollte deshalb eine Netzsteckdose vorhanden sein. 5) Radio ist kein Problem, jeder moderne Digitalreceiver ist in der Lage, auch digitale Radioprogramme zu empfangen. Auch analoge Radioprogramme gibt es noch, die gegebenenfalls mit einem Analogreceiver empfangen werden können. 6) Ist ebenfalls problemlos möglich. Ich habe mal eine Komplettanlage für dich zusammengestellt und dabei deine Vorgaben und (hoffe ich zumindest) Preisvorstellung berücksichtigt. 1 Antenne, 45 1 zweifach LNB-Halter dazu, 13,90 2 Quattro-LNB's, Grundig, 36 1 Multischalter NT 155 CP, 109 2 Rollen Kabel, 75 1 Päckchen F-Stecker, 15 Ein paar Bemerkungen hierzu: Die Kombination aus der Triax-Antenne und dem Halter habe ich deshalb empfohlen, weil die Montage und Einstellung sehr einfach ist. Hast du den Astra erst einmal eingestellt, stimmt die Einstellung für den Hotbird auch automatisch. Die lange Garantiezeit von 5 Jahren ist auch nicht zu verachten. Die Grundig-LNB's bieten, trotz ihres vergleichsweise sehr niedrigen Preises, eine überzeugende Empfangsleistung für Digitalprogramme (selbst ausprobiert). Falls du jedoch auch Analogreceiver betreiben möchtest, würde ich dir zu den (etwas teureren) MTI-Blueline raten. Diese LNB's haben eine besonders gute Kreuzpolarisation, d.h. Trennung der horizontalen und vertikalen Signalebene. Das verhindert bei Analogempfang störende Schatten und Geisterbilder, ist für reinen Digitalempfang aber belanglos, da solche Störungen prinzipbedingt nicht auftreten können. Der Multischalter hat 8 Ausgänge, d.h. du kannst 8 Receiver (gleichgültig ob analog oder digital) oder 4 TWIN-Receiver oder eine entsprechende Kombination daran unabhängig voneinander betreiben. Das ist zwar etwas mehr, als du unbedingt brauchst, damit bist du aber auf jeden Fall zukunftssicher, wenn du mal erweitern willst. Wenn du schon Kabel in den Leerrohren liegen hast, benötigst du nur eine Rolle, für die Verbindungen von den LNB's zum Schalter. Da bleibt dann wahrscheinlich etwas übrig, beim Kauf von Meterware zahlst du aber drauf, denn diese ist deutlich teurer als ganze Rollen. Erfahrungsgemäß benötigt man auch immer mehr, als man vorher ausgerechnet oder abgemessen hat. Das trifft auch für die F-Stecker zu. Einfach auch hier ein ganzes Päckchen bestellen. Bleibt nur noch die Frage nach den Receivern: Hier würde ich dir den Technisat MF4-S empfehlen. Der Receiver ist recht klein (paßt auf ein DIN-A5 Blatt), aber trotzdem sehr leistungsfähig. Conax und Cryptoworks-Entschlüsselung ist eingebaut, für andere Verschlüsselungsverfahren kann ein CI-Modul verwendet werden. Drei Highlits sind besonders hervorzuheben: AutoInstall, das eine schnelle und problemlose Installation ermöglicht, SiehFern INFO, die "elektronische Programmzeitschrift" von Technisat und ISIPRO, die automatische Kanalaktualisierung. Besonders letzteres ist eine enorme Vereinfachung, da der Receiver nicht mehr programmiert werden muß, wenn sich irgendetwas ändert, z.B. eine Transponderfrequenz. Abgerundet wird das Ganze durch einen niedrigen Stromverbrauch von weniger als 5W und - natürlich - die Dolby-Digitalfähigkeit. Von der Stiftung Warentest wurde der Receiver "Gut" getestet (Heft 11/2005), bei "Sehr gut" für Bild- und Tonqualität. All das noch einmal nachzulesen auf der Seite von Technisat. Ich hoffe, du kannst mit meinen Angaben etwas anfangen. Wann soll es denn losgehen? Bitte, poste mal zurück, wie du dich entschieden hast und natürlich auch, wenn es irgendwelche Schwierigkeiten geben sollte. Viel Erfolg beim Hausbau allgemein und bei deiner SAT-Anlage im Besonderen. - W.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! |
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| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
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| Hi musy, schön, mal wieder von dir zu hören. Freut mich, daß alles noch klappt. In diesem Fall ist es aber etwas anders, als bei euch. Die beiden Satelliten Astra und Hotbird liegen nur 6° auseinander, der Empfang mit einer normalen Parabolantenne ist problemlos möglich. "Eure" Antenne, nämlich die Wave-Frontier, kann er natürlich auch nehmen, das ist in diesem Fall aber gar nicht nötig, sondern Geldverschwendung. Bei euch sind die äußeren Satelliten ja 29° auseinander, da hattet ihr gar keine andere Wahl, außer 2 Antennen aufzustellen. Die kleinen 2x1 Schalter braucht er auch nicht. Eine Anlage nur für Astra/Hotbird ist auf jeden Fall einfacher, als wenn noch der Türksat empfangen werden soll. Deine Antwort, was den Receiver betrifft, stimmt natürlich. Ein TWIN-Receiver ist zwar eine praktische Sache, aber so richtig Sinn macht es erst, wenn er eine eingebaute Festplatte und einen USB- oder WLAN-Anschluß hat. Dann kann man direkt mit der Box aufnehmen und die Daten mit dem PC austauschen. Auf dem PC kann man die Aufnahme dann weiter verarbeiten, z.B. die Werbeblöcke entfernen, eine DVD brennen, die DVD über die Schnittstelle mit Hilfe der Box auf den Fernseher bringen usw. Dann sind wir aber bei den Boxen mit Linux-Betriebssystem, also bei den DREAM-Boxen. Die kosten dann aber auch mal eben gut 500. Hier zum Beispiel ist so ein Receiver. Die Vorgabe war aber: Günstig. Und ich kenne auch keinen Bauherren, der nicht doch irgendwo mit dem Geld knausern muß ... Jeder Fall ist halt ein wenig anders. Bei euch war der subventionierte Humax-Receiver optimal, wegen Premiere und LIG-TV. Hier ist es der Technisat-Receiver, weil er Conax und Cryptoworks Entschlüsselung bereits eingebaut hat und mit einem Moduleinschub jederzeit bei Bedarf auf Premiere erweitert werden kann. Daß der Receiver "made in Germany" ist und hier in Deutschland Arbeitsplätze sichert, kommt auch noch hinzu, auch wenn es nicht kaufentscheidend ist. Die übrigen Eigenschaften habe ich schon beschrieben. Und die Bildqualität wird von anderen guten Receivern bestenfalls erreicht, ich kenne aber keinen, der den MF4-S übertrifft. @ weisnix69: Mein Tip wäre, fürs Kinderzimmer, Schlafzimmer und 2x Wohnzimmer den MF4-S zu nehmen. Im Wohnzimmer schließt du einen Receiver an den Fernseher und Videorecorder (bzw. DVD-Recorder) an, den anderen an den Fernseher und die Stereoanlage. Dann kannst du damit fernsehen und gleichzeitig aufnehmen, Radio hören und gleichzeitig aufnehmen und auch fernsehen und gleichzeitig Radio hören ist möglich (ob es Sinn macht, ist eine andere Sache). Wenn du dich dann irgendwann später doch für einen TWIN-Receiver entscheidest, nimmst du einfach einen der beiden MF4-S für den Speicher und den anderen zum Radio hören. Wenn das für dich eine Option ist, lege aber bitte drei Kabel ins Wohnzimmer. Anschlüsse genug hast du dann ja. Zwei Sachen noch: 1) du kannst in einem Zimmer bis zu drei Technisat-Receiver gleichzeitig betreiben, ohne daß die sich gegenseitig beeiflussen. Bei Technisat stehen für Receiver und Fernbedienung drei Kanäle zur Verfügung. 2) Ich weiß nicht, ob du für dein neues Haus schon Telefone hast. Wenn nein, und du eine Anschaffung planst, nimm bitte nicht eins von den Siemens Gigaset Modellen. Grund: Diese Funktelefone strahlen auf einer Frequenz, die mit der Transponderfrequenz von SAT-1, DSF, Kabel1, Pro7 und 9live Interferenzen bildet. Dann sind hartnäckige Empfangsstörungen auf diesen Sendern vorprogrammiert. Abhilfe ist dann nur noch durch die Verwendung von 4-fach abgeschirmtem (sehr teurem) Kabel und F-Steckern mit ebensolcher hohen HF-Abschirmung möglich. Um nicht mißverstanden zu werden: Die genannten Telefone sind natürlich nicht schlecht - ganz im Gegenteil, aber eben nur schwer verträglich mit einer digitalen Satellitenanlage.
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