| | # 3 | |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Zitat:
Klar, von der Installation her wäre das eine einfache Sache: Das Signal in die Dose oben rechts einspeisen (das müßte dann eine ose mit hoher Auskoppeldämpfung und niedriger Durchgangsdämpfung sein, also z.B. eine Axing SSD 5-18. Dann wird dieser Strang quasi rückwärts durchlaufen. Als 2. Dose kommt wieder eine 5-18 zum Einsatz und von dort geht es über das Bestandskabel in den Keller. Dort wird ein 2 auf 1 Verteiler gesetzt und die beiden anderen Stockwerke daran angeschlossen, jeweils mit einer 5-10 und einer 5-07 in Reihe - fertig. Das Ganze scheitert, wie schon vollkommen zutreffend festgestellt, am fehlenden Stromanschluß. Falls in jeder Wohnung nur zwei Kanäle nötig sind, wäre ein JRS0504-2T das geeignete Gerät. Durch den Einsatz moderner Schaltregler und das Absenken der Betriebsspannung für das LNB auf 8V wird eine so große Stromeinsparung erreicht, daß die Receiver allein Schalter und LNB speisen können. Der Router kommt zweckmäßigerweise in den Keller und wird mit 4 Leitungen vom LNB angefahren. Der ankommende Pegel ist dabei ziemlich egal, er kann zwischen 68 und 98 dBµV liegen. Eine gute 85er Antenne, z.B. die Gibertini SE liefert in Verbindung mit einem Alps-LNB einen Pegel von ca. 80 dBµV. Bis zum Router könnten demnach 12 dB "verheizt" werden. Gutes Antennenkabel schluckt ca. 1 dB auf 3m bei der höchsten vorkommenden Frequenz. Macht rechnerisch eine Maximallänge von 36m zwischen LNB und Router, deine 25m sind kein Problem. Vom Keller aus geht es mit einem konstanten, durch den Router geregelten Pegel von 70 dBµV weiter. Am Receiver müssen nach Norm 47 dBµV ankommen. Eine gute Planung sieht hier 3-5 dB Reserve vor, ca. 20 dB beträgt hier das Budget. Mit je einer SSD 5-10 als Durchgangs- und einer SSD 5-07 als Enddose paßt es, auch im obersten Stock. Bei höherem Bedarf an Kanälen stehen JPS0504-3 oder JPS0504-6 zur Verfügung. Der Anschluß erfolgt ebenfalls im Keller, zur Speisung des LNB ist aber bei diesen Geräten ein kleines Netzteil erforderlich. Alle Komponenten können z.B. bei SEH bezogen werden, entweder direkt ab Lager, oder kurzfristig beschaffbar.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! | |
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| | # 4 |
| Threadstarter Registriert seit: 09.01.2012
Beiträge: 5
| Danke für die Antworten und besonders an King W. für die Berechnungen und die Komponentenvorschläge - werde mich dazu mal umschauen. Zu euren Fragen: Die Koaxkabel sind alle identisch, ca. 20 Jahre alt, aber bereits doppelt geschirmt und ca. 6,5mm im Durchmesser. Den genauen Typ habe ich leider nicht. Ich könnte, alledings mit gewissem Aufwand, Strom auf dem Dachboden nachrüsten und an die letzte jetzige Enddose im 2. Stock zu kommen wäre vermutlich auch möglich - würde das die Installation wesentlich verbessern/erleichtern? Dann müsste doch die erste Lösung von King W. funktionieren, oder müsste ich dann noch irgendwo zwischenverstärken? Ich vermute mit Kanälen ist die Anzahl der angeschlossenen Sat-Receiver gemeint, ich benötige hier 4 einfache und 1 Twin-Receiver für TV und DVD-Recorder. |
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| | # 5 | |
| Registriert seit: 22.11.2011
Beiträge: 140
| Zitat:
Das müsste dann mit dem Jultec oder Technirouter funktionieren. Aber bitte nicht den Hinweis von raceroad zur Erdung und PA ausser Acht lassen | |
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| | # 6 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Wenn das Nachrüsten und das Erreichen der letzten Dose funktioniert, müssen keine 4 Kabel vom Dach in den Keller gezogen werden. Ob der zusätzliche Stromanschluß und das Kabel zur letzten Dose oder die 4 Kabel in den Keller (die könntest du übrigens auch außen verlegen, wenn du dich für das besonders wetterfeste KOKA 110 PE entscheidest) mehr Arbeit verursachen, kann ich von hier aus nicht entscheiden. Allgemein gilt, daß man bei Unicable möglichst kleine "Cluster" haben sollte. Der Grund: Ein einziger, falsch konfigurierter oder untauglicher Receiver kann den gesamten Strang, an dem er hängt, paralysieren. Wenn du nun einen Strang mit 8 Kanälen hast, sind von einem "falschen" Receiver auch alle anderen betroffen, bei 3 Strängen zu je 2 Kanälen kann ein untauglicher Receiver nur seinen Nachbarn beeinträchtigen. Alle anderen Receiver sind nicht betroffen. Innerhalb einer Wohnung ist dieses "Problem" natürlich weniger gravierend - wenn du dich selbst austricksen willst, wird dich niemand daran hindern. Die Pegelrechnung ist bei einem 8er Strang allerdings etwas komplizierter. Bei den vorhandenen Kabeln und bei Längen von insgesamt ca. 30 m spielt bei dieser Topologie schon die Kabelqualität eine Rolle. Du schreibst "ca. 20 Jahre alt und doppelt geschirmt". Wie sieht denn der Innenisolator (das Dielektrikum) aus? Wenn er glasig-trübe ist, mußt du mit einer hohen Kabeldämpfung rechnen, bis zu 50 dB /100m bei den höchsten Frequenzen. Älteres, aber mit geschäumtem Dielektrikum (das sieht weiß aus und ist nicht so hart) aufgebautes Kabel dämpft um ca. 35 dB /100m. Ich will mal überschlägig mit dem schlechten Wert rechnen: Der JPS0501-8 liefert einen geregelten Ausgangspegel von 95 dBµV. Davon kommen, je nach Kabellänge vom Router zur letzten Dose im OG, dort ungefähr 90 dBµV an. Die SSD 5-18 Dose hat eine Durchgangsdämpfung von 2,2 dB, mit den unvermeidlichen Verlusten an den Kabelanschlüssen kann man ruhig mit 3 dB rechnen. Macht für 2 Dosen 6 dB und für die 15 m Kabel in den Keller noch einmal 7,5 dB. Das Signal kommt also über die Bestandsleitung mit einem Pegel von 76,5 dB im Keller an. Dort wird ein Verteiler gesetzt, um die beiden verbliebenen Etagen zu versorgen. Dieser dämpft bei hohen Frequenzen um bis zu 6,5 dB. 1 "Dezibelchen" geht wieder an den Anschlußstellen verloren, d.h. es stehen noch 69 dBµV zur Weiterleitung bereit. Bis in die erste Etage sind es 12m oder 6 dB Dämpfung. Macht also 63 dBµV. Die erste Dose in diesem Strang, eine SSD 5-10 dämpft um 3,7 dB, so daß an der letzten Dose, eine SSD 5-07, wieder unter Berücksichtigung der Anschlußverluste, noch ca. 58 - 59 dBµV anliegen. Die Durchgangsdämpfung dieser letzten Dose ist nun 7 dB, wie die Typbezeichnung verrät, also stehen noch etwas mehr als 50 dBµV zur Verfügung. 47 dBµV sind erforderlich, es reicht also. Das Ganze war jetzt "Worst Case" gerechnet, also für die am weitesten entfernte Dose und das Ganze mit der höchsten Frequenz. Natürlich wird man die hohen Frequenzen, bei Jultec wären das 1790 und 1688 MHz, den ersten Receivern nach dem Router zuordnen und die niedrigsten Frequenzen dort anwenden, wo die Kabelstrecke am längsten ist. Dann ist auch die Kabeldämpfung geringer und die Situation wird weiter entschärft. Ich hätte jedenfalls keine Bedenken, den JPS0501-8TN für deine Zwecke zu verwenden. Zwei kleine Hinweise noch: 1) Die Abbildung auf der Seite von SEH stimmt nicht, es ist ein ähnlicher Jultec-Schalter abgebildet. Selbstverständlich wirst du korrekt beliefert, wenn du den Schalter bestellst. 2) Jultec hat mal wieder Lieferprobleme. Es ist zweckmäßig, vor der Bestellung die aktuelle Situation zu klären. Einfach mal bei SEH anrufen (02323/61887) und fragen.
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| | # 7 | |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 18.12.2011
Beiträge: 623
| Zitat:
. Man könnte dafür (wenn das kabeltechnisch einfacher wäre) auch an die Dose links oben herangehen (z.B. unter Verwendung eines Abzweigers JPT01-17). Alternative zu Netzstrom auf dem Dachboden wäre die Verlegung eines Niederspannungskabels parallel zur Antennenleitung (Netzteil für den Unicable-Router abgesetzt montiert). War jetzt auch parallel... | |
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| | # 8 | |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Zitat:
Das Niederspannungskabel würde dann normalerweise auch ein Stück Antennenkabel sein, aber Bei Jultec sind sämtliche Anschlüsse, also auch der für das Netzteil in F-Technik ausgeführt. Es besteht somit Verwechslungsgefahr. Bitte für die Stromzufuhr ein Kabel verwenden, welches sich vom übrigen Kabel deutlich unterscheidet. Dieses Kabel wäre z.B. geeignet, in Verbindung mit 2 F-Steckern und einer Kupplung. Aufgrund des Durchmessers ist dann die Verwechslung mit den anderen Kabeln nahezu ausgeschlossen.
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| | # 9 |
| Threadstarter Registriert seit: 09.01.2012
Beiträge: 5
| Wunderbar, nochmals vielen Dank für die große Hilfe und die viele Mühe, die Ihr euch gegeben habt um mein Problem zu lösen - ich werde dieses Forum weiterempfehlen. Das Dielektrikum ist (leider) klar, also nicht geschäumt. Muss daher wohl von einer größeren Dämpfung ausgehen. Aber nach der ausführlichen Berechnung von King W. müsste das ja trotzdem hinhauen. Werde daher vermutlich den Weg über die letzte Dose im Obergeschoß wählen und im Keller den Verteiler für die anderen beiden Stränge setzen, wenn das mit dem Strom auf dem Dachboden klappt. Ist übrigens ein Einfamilienreihenhaus also keine anderen Mietparteien betroffen. Vielen Dank auch nochmals für den Hinweis mit der Erdung - das schaue ich mir nochmals genau im Forum an. Eigentlich dachte ich darauf verzichten zu können, da die Sat-Antenne und Mast zwar aufs Dach kommt, aber nicht über den First hinausragen wird. |
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Bei Jultec sind sämtliche Anschlüsse, also auch der für das Netzteil in F-Technik ausgeführt. Es besteht somit Verwechslungsgefahr. Bitte für die Stromzufuhr ein Kabel verwenden, welches sich vom übrigen Kabel deutlich unterscheidet.