Problem mit einem WISI OR 294

Alt 09.01.2012, 15:15   # 1
goldencore
 
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Hallo erstmal!

Ich habe folgendes Problem.

Bei uns im Haus wurde eine SAT-Anlage vom Fachhändler installiert. Es ist eine Unicable-Lösung. Im Keller hängt ein Multischalter von Technisat (TechniSwitch 5/8 G2 DC-NT (Grundeinheit mit NT) [3234/3259] - TechniSat Digital) so wie der aus dem Link (es ist kein G2, sondern nur G, scheint wohl der Vorgänger zu sein), der ein eigenes Netzteil hat.

Der WISI OR 294 ist ein unicable-tauglicher Twin-Tuner. Die SCR Sachen sind korrekt an allen Geräten eingestellt (es gibt zwei weitere Fernseher in einem anderen Stockwerk).

Folgendes Phänomen: Beim Einschalten zeigt der WISI die Meldung "Kurzschluss/Überlast am Antenneneingang" und kein Bild. Manchmal erledigt sich das nach einigem Hin- und Herschalten oder wenn man eine zeitlang eine Aufnahme von der (externen) Festplatte laufen lässt, aber manchmal passiert auch eine halbe Stunde nix.

Im Herstellerforum wurde vermutet, dass die Kiste beim Einschalten zu viel Strom zieht und zu einem anderen Multischalter geraten. Das kommt für mich aber nicht in Frage.

Ein weiterer Lösungsvorschlag war mit einem Unicable-Splitter das Kabel direkt vor dem Receiver auf beide Eingänge aufzusplitten (ansonsten loopt der intern von Tuner 1 auf 2), aber auch das hat nichts gebracht.

Ich habe jetzt noch festgestellt, dass sofort ein Bild erscheint, wenn ich einen der anderen Fernseher (mit eingebautem Sat-Tuner) einschalte.

Gibt es da irgendeine (einfache) Lösung? Alternativ nehme ich auch eine Empfehlung für einen günstigen HD-Twin-Tuner, der auf externer Festplatte aufzeichnen kann. Dann kommt der WISI zu ebay. Ich habe nämlich langsam die Nase voll!

Danke im voraus!
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Alt 09.01.2012, 15:46   # 2
Dipol
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Hallo und nw welcome


Zitat:
Zitat von goldencore Beitrag anzeigen
... (es ist kein G2, sondern nur G, scheint wohl der Vorgänger zu sein), der ein eigenes Netzteil hat.
Beide Versionen hatten ein Steckernetzteil, G mit Wechselspanung, G2 mit Gleichspannung.
Zitat:
Zitat von goldencore Beitrag anzeigen
Ich habe jetzt noch festgestellt, dass sofort ein Bild erscheint, wenn ich einen der anderen Fernseher (mit eingebautem Sat-Tuner) einschalte.
Die DiSEqC-Einkabelbefehle können nur auf einer 13 V-Trägerspannung übermittelt werden. Wenn die fehlt oder zu niedrig ist gibt es ein Problem. Entweder ist die LNB-Spannung des WISI zu weich, oder im Netz liegt noch ein Fehler vor.
Zitat:
Zitat von goldencore Beitrag anzeigen
Gibt es da irgendeine (einfache) Lösung? Alternativ nehme ich auch eine Empfehlung für einen günstigen HD-Twin-Tuner, der auf externer Festplatte aufzeichnen kann. Dann kommt der WISI zu ebay. Ich habe nämlich langsam die Nase voll!
Da die eigentliche Ursache offen ist, würde ich den Receiver vor der Reise zu WISI noch an einem anderen Anschluss testen. Welche Steckdosentype ist denn installiert?
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Alt 09.01.2012, 16:00   # 3
goldencore
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Danke erstmal!

An einem anderen Anschluss, damit meinst du einfach im Haus an eine andere Antennenbuchse?

Was meinst du genau mit "Steckdosentype"?

Dass im Netz ein Fehler vorliegt, halte ich für unwahrscheinlich, aber ganz ausschließen kann ich es natürlich nicht. Wie gesagt, die ganze Anlage wurde von einem Fachbetrieb installiert, aber natürlich können die auch was vermurksen, das ist mir klar.
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Alt 09.01.2012, 16:16   # 4
Dipol
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Zitat:
Zitat von goldencore Beitrag anzeigen
An einem anderen Anschluss, damit meinst du einfach im Haus an eine andere Antennenbuchse?
Ja! Falls der Anschluss am Ausgang einer anderen UnCable-Matrix hängt, müssen der dort zugeteilten Routerkanal und ID eingestellt werden! Umgekehrt kann man auch einen anderen Receiver an Deiner Dose testen.
Zitat:
Zitat von goldencore Beitrag anzeigen
Was meinst du genau mit "Steckdosentype"?
Na welcher Hersteller und Type mit oder ohne Schutzschaltung? Deckel abnehmen, dann kann man die Type erkennen. Bei wohnungsübergreifender Installation mit 8 Routerkanälen sollten das Dosen mit Schutzschaltung sein
Zitat:
Zitat von goldencore Beitrag anzeigen
Dass im Netz ein Fehler vorliegt, halte ich für unwahrscheinlich, aber ganz ausschließen kann ich es natürlich nicht. Wie gesagt, die ganze Anlage wurde von einem Fachbetrieb installiert, aber natürlich können die auch was vermurksen, das ist mir klar.
Ein Installateur der die Anlagenfunktion mit einem Antennenmessgerät mit nachvollziehbaren Pegelwerten und Stromaufnahmen belegt, flößt mir mehr Vertrauen ein als einer der nur eine oberflächliche Funktionsprüfung mit einem Receiver machen kann.
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Alt 10.01.2012, 18:09   # 5
goldencore
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Also, meine Versuche haben folgendes ergeben.

An einem Anschluss ein Stock tiefer zeigt der Receiver das gleiche Problem, wenn man (wie für Unicable vorgesehen) nur ein Kabel an den einen Tuner anschließt (heißt dort Eingang B, die Tuner sind wohl intern verbunden), allerdings geht es problemlos, wenn man das eine Kabel von der Dose mit einem Unicable Splitter (ich habe diesen hier 2-Wege Verteiler, 2x DC-Durchlass, Diodenentkoppelt [0000/3220] - TechniSat Digital ) auf beide Eingänge am Tuner legt und im Menü entsprechend umstellt, geht es ohne Probleme.

Die Dose am Originalplatz ist diese hier: Kathrein ESU 34 - 3-Lochdose - Einzelanschlu

Gibt es nun noch etwas, das ich tun/verändern kann? Was mir aufgefallen ist, dass am normalen Standort des Receivers ein sinnlos langes Antennenkabel von der Dose zum Tuner führt (war wohl keine anderes zur Hand).
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Alt 10.01.2012, 20:13   # 6
Dipol
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Zitat:
Zitat von goldencore Beitrag anzeigen
An einem Anschluss ein Stock tiefer zeigt der Receiver das gleiche Problem, wenn man (wie für Unicable vorgesehen) nur ein Kabel an den einen Tuner anschließt (heißt dort Eingang B, die Tuner sind wohl intern verbunden), allerdings geht es problemlos, wenn man das eine Kabel von der Dose mit einem Unicable Splitter (ich habe diesen hier 2-Wege Verteiler, 2x DC-Durchlass, Diodenentkoppelt [0000/3220] - TechniSat Digital ) auf beide Eingänge am Tuner legt und im Menü entsprechend umstellt, geht es ohne Probleme.
Womit ein Netzdefekt an der eigenen Antennendose nicht mehr auszuschließen ist.
Zitat:
Zitat von goldencore Beitrag anzeigen
Die Dose am Originalplatz ist diese hier: Kathrein ESU 34 - 3-Lochdose - Einzelanschlu
KATHREIN achtet bei BK-Anschlüssen peinlichst auf die Grundsätze normgerechter Teilnehmerentkopplung. Bei der Port-to-Port-Entkopplung von Multischaltern und insbesondere bei UniCable-Schaltungen nimmt man das -vorsichtigt ausgedrückt- leider nicht mehr so genau.

Immerhin wehrt man sich bei diesem Hersteller noch gegen Stich-/Einzeldosen am Ende einer Stammleitung, weil dies durch Stehwellen Pegeleinbrüche an allen vorgeschalteten Durchgangsdosen verursacht.
Zitat:
Zitat von goldencore Beitrag anzeigen
Gibt es nun noch etwas, das ich tun/verändern kann? Was mir aufgefallen ist, dass am normalen Standort des Receivers ein sinnlos langes Antennenkabel von der Dose zum Tuner führt (war wohl keine anderes zur Hand).
Erst mal ein sinnvoll kurzes Antennenkabel anschließen. Dann feststellen ob die ESU 34 bereits fachwidrig als einzige Dose nach einem Verteiler, oder fachlich inakzeptabel als letzte Dose einer Stammleitung eingebaut wurde.

Die fachliche Todsünde einer Stichdose am Stammende allein erklärt nicht die Receiveranzeige "Kurzschluss/Überlast am Antenneneingang". Am Ende einer Stammleitung hat die auch bei knappen Pegeln nichts zu suchen und gehört obligatorisch gewechselt. Ist sie als Einzeldose nach einem Verteiler geschaltet, kommt als Ursache ein Defekt in der Dose oder dem Verteiler in Betracht. Die Ermittlung der Fehlerursache sollte für einen fachkundigen und mit Messgerät ausgerüsteten Antennenprofi eine lösbare Aufgabe sein.

Zu den UniCable-Tücken gehört auch, dass die Software mancher Receiver die DiSEqC-Befehle entgegen der EN 50494 zu oft wiederholt, womit die Schutzschaltung der ESU-Dosen nach 400 Millisekunden den Receiver vom Netz trennt.

Im Anhang meine Standard-Folien zur Entkopplung und Stehwellen, die ich nochmals überarbeitet und um die neueren KATHREIN-Verteiler ohne Dioden ergänzt habe.
Angehängte Dateien
Dateityp: pdf Baumnetze und Stammleitungsabschluss[5Fo_rmm].pdf (814,1 KB, 8x aufgerufen)
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Alt 10.01.2012, 23:14   # 7
goldencore
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Erstmal Danke!
Trotz Physikstudium ist mir die technische Seite der ganzen SAT-Verkabelung ziemlich fremd, insofern kann ich dir nicht in allen Punkte folgen. Kannst du mir eventuell noch etwas genauer beschreiben, wie ich an der Verkabelung sehen kann, ob eine der von dir genannten technischen "Todsünden" begangen wurde?
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Alt 28.05.2012, 09:25 # --
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