| | # 1 |
| Registriert seit: 09.01.2012
Beiträge: 4
| Hallo zusammen, nachdem ich mich schon einige Stunden durch dieses Forum "gewühlt" habe, sind dennoch ein paar ungekläre Fragen offen: Ich benötige in 4 SAT-Dosen (eine davon als Twin), also insgesamt 5 Anschlüsse. Vielleicht kommt noch ein SAT Kabel in den Keller. Ich habe mir aufgrund dieser Vorgaben und einiger Threads hier im Forum folgende Komponenten ausgesucht die ich dann bei SEH bestellen möchte: Schüssel Gibertini SE LNB Alps Quattro. Multischalter Jultec JRM0508 Aussenkabel Hirschmann Koka 110 HD Innenkabel Hirschmann Koka 110 HD Und meiner Meinung nach noch 2 hiervon: Erdungsblock 4-fach Sind diese Komponenten soweit in Ordnung? Oder lieber etwas anderes. 85cm Schüssel sind ausreichend, oder? Jetzt die leidige Frage der Erdung. Basierend auf folgendem Dokument: http://www.netzwelt.de/forum/attachm...-antenne28.pdf Ich habe bis jetzt verstanden, das die Schüssel mit 16mm² geerdet und der Multischalter mit 4mm² auf die Potentialausgleichssschiene gelegt werden muß. Im Keller habe ich so etwas ähnliches: Schiene Läuft darüber die Erdung und der Potentialausgleich? Muss ich 2 Kabel auf den Dachboden ziehen (16mm² und 4mm²). Das habe ich leider noch nicht so ganz verstanden. Kann ich die Kabel (auch mit SAT-Kabel) zusammen vom Keller auf den Dachboden ziehen oder muß das 16mm² getrennt verlegt werden was ja kaum möglich ist? Vielen Dank für eure Hilfe. Gruß Scubydoo |
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| | # 2 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Hallo und ![]() Die Komponenten sind gut gewählt und ergeben eine langlebige und tadellos funktionierende Anlage. In Verbindung mit einem Jultec JRM nimmt man am besten Stichdosen, vorzugsweise diese hier. Gute Twin-Dosen sind rar, eine davon wäre z.B. die Hirschmann EDS 322 F. Die sind bei SEH zwar nicht gelistet, zur Zeit sind aber nach Auskunft von Herrn Hampel ein paar auf Lager. Am besten telefonisch bestellen (02323/61887). Der Antennendurchmesser ist für einen Mehrteilnehmerempfang in deiner Größenordnung genau richtig. Kleinere Antennen ergeben weniger Schlechtwetterreserve, größere Antennen bringen nicht mehr viel, jedenfalls dann nicht, wenn nur Astra empfangen werden soll. Als Nachteil einer allzu großen Antenne handelst du dir aber eine höhere Windlast ein, die einen deutlichen Mehraufwand für die Befestigung erfordert und bei Sturm den Dachstuhl unnötig belastet. Ein vorschriftsmäßiger Potentialausgleich wird so aufgebaut, daß er auch beim Ausbau einer einzelnen Komponente (in deinem Fall der Multischalter) erhalten bleibt. Du benötigst also mindestens zwei 4er und einen 1er Erdungsblock. Es ist aber sicher eine gute Idee, anstelle des 1er ebenfalls einen 4er zu verwenden, denn das ermöglicht später mal die problemlose Erweiterung der Anlage. Von der Qualität her noch besser als die Erdungsblocks, allerdings auch etwas teurer, wäre dieser Erdungswinkel. Er hat genügend Anschlüsse für sämtliche Ein- und Ausgänge und verfügt über Klasse A Schirmungsmaß. Beim Einsatz dieses Winkels ist nur ein Potentialausgleichskabel erforderlich (2,5 oder besser 4 mm², ein- oder mehrdrähtig), welches einmal an die vorgesehene Klemme und zum anderen an der Antenne bzw. der Halterung zu befestigen ist. Dieses Kabel kann (und sollte auch) gemeinsam mit den Antennenkabeln geführt werden, z.B. durch ein Leerrohr. Das eigentliche Blitzschutzkabel muß ein eindrähtiges 16 mm² Kupferkabel sein, welches auf möglichst kurzem Weg mit der Erdungsschiene im Keller zu verbinden ist. Dieses Kabel muß im Falle eines Falles den Blitzstrom aufnehmen - etliche tausend Ampere - und in den Fundamenterder ableiten. Es muß zur Vermeidung von Überschlägen getrennt von den übrigen Kabeln geführt werden, wobei ein Sicherheitsabstand von 50 cm zu anderen metallischen Installationen einzuhalten ist. Idealerweise wird der größte Teil dieses Kabel außen verlegt und nur in der Nähe der Erdungsschiene in den Keller geführt - denn wer holt sich schon gern den Blitz ins Haus? SEH führt übrigens neuerdings 16 mm² Erdkabel mit einer dicken schwarzen wetterfesten PE-Außenisolierung, das sich für diesen Zweck besonders gut eignet und notfalls sogar direkt im Erdreich verlegt werden kann. Erfreulich: Dieses Kabel ist nicht teurer, als die Standard-Ware mit normaler grün-gelber Isolierung.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! |
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| | # 3 |
| Threadstarter Registriert seit: 09.01.2012
Beiträge: 4
| Hallo und vielen Dank für die schnelle und ausführlich Antwort. Erdungskabel außen entlang und dann von unten in den Keller auf die Schiene. Das habe ich soweit verstanden. Aber: Ist die Erdungsschiene = Potentialausgleicheschiene im Keller? Sprich das hier: http://www.netzwelt.de/forum/newrepl...te=1&p=1474582 Da kommt dann also beides dran? 4mm² vom Multischalter usw. und 16mm² von der Antenne direkt ?!? |
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| | # 5 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Indirekt ja. Der richtige Anschlußpunkt für den PA ist oben, an der Antenne, dort, wo auch das Erdkabel angeschlossen ist. Die Verbindung zu der Erdschiene erfolgt also über die 16 mm² Leitung. Das hat den Vorteil, daß auf dem PA-Leiter im Moment eines Blitzeinschlags das gleiche Potential herrscht, wie auf den Antennenkabeln. Auf diese Weise kann es nicht zu Überschlägen kommen.
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| | # 6 | |
| Threadstarter Registriert seit: 09.01.2012
Beiträge: 4
| Zitat:
Unten im Keller ist der PA mit dem Erdanschluß. Dort müssen jetzt von wo welche Kabel hin? 2x 16mm² (einmal von außen nach oben und einmal nach oben zum Multischalter ) ? Ein 16mm² direkt an die Antenne und der unter Putz an den Erdungsblock und von dort mit 4mm² an die Antenne und zum Multischalter. Ich bin verwirrt. Sorry wenn die Frage daher etwas merkwürdig erscheint. Gruß Scubydoo | |
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| | # 7 | |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.145
| Zitat:
Den Erdleiter mit mind. 16 mm² Cu-Draht auf Trennungsabstand auf der Fassade zur Haupterdungsschiene führen und den 4 mm² Cu-Potenzialausgleichsleiter zusammen mit den Antennenkabel (innen oder außen, aber mit Abstand zum Erdleiter) führen, aber nur am Mast anschließen. Ein von einer Blitzschutzfachkraft mit etwas Wandabstand auf der Fassade verlegter 50 mm² Draht ist besser als 16 mm² Cu-Draht ohne Wandabstand. Der PA-Leiter kann offen, im Kabelkanal oder eingeputzt verlegt werden, hingegen sind Antennenkabel nach DIN 18015 zugfähig in Leerrohren oder Kabelkanäles zu verlegen. Nach EN 60728-11 entspricht eine konventionelle Antennendirekterdung noch den Anerkannten Regeln der Technik, der sichere Stand der Technik ist ein Isolierter Blitzschutz bzw. eine getrennte Fangeinrichtung. Nur damit bekommen die Kabel bei einem Direkteinschlag keine Teilblitzströme ab. | |
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