Zusammenstellung einer SAT Anlage

Alt 06.01.2012, 22:42   # 1
fyodos
 
Registriert seit: 06.01.2012
Beiträge: 2
Hallo,

Ich versuche mir gerade eine SAT Anlage zusammenzustellen.
Möchte Astra 19 und Hotbird 13 auf 4 Fernsehern empfangen (in Wien).
Dabei ist mir sehr gute Empfangsqualität, gute Qualität der Anlage und Zukunftssicherheit wichtig, dafür investier ich gern auch ein paar Euro mehr.

Hab bisher noch nix mit SAT zu tun gehabt, hoffe Ihr könnt mir ein bissl helfen, ob meine Internet Recherchen auch gut waren

Frage 1: welche Antenne würdet Ihr empfehlen:
- Fuba DAA 850 (zu der tendier ich am meisten)
- Technisat SATMAN 850
- Hirschmann FESAT 85 HQ
- Kathrein CAS 80
- oder eine andere?

Stimmt das, das für Monoblock bzw. Multifeed die Antennengrösse 80-85cm sein sollte? Und somit z.B. die Hirschmann FESAT 85 HQ (75x80cm) oder die Kathrein CAS 80 (75cm) nicht geeignet wäre?

Frage 2: welchen LNB?
Ich würde mir einen Monoblock anschaffen (weil einfachere Handhabung und DiSEqC schon dabei), oder gibts irgendwelche Nachteile gegenüber separaten LNBs?
Der Inverto Monoblock Quad LNB (0,2dB, 23mm) ist Nr 1 in Satvision Bestenliste, oder würdet Ihr einen anderen empfehlen?

Frage 3: lohnt es sich einen eigenen Receiver zu kaufen, wenn man einen Fernseher mit eingebautem SAT Receiver hat?

Frage 4: welches Zubehör ist noch sinnvoll, z.B. braucht man wirklich eine Heizfolie für die Antenne im Winter?


Hoffe Ihr habt den einen oder anderen Tipp für mich

Danke schon mal,
Fyodos
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Alt 07.01.2012, 13:54   # 2
raceroad
Team SAT-Technik
 
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Beiträge: 623
Zitat:
Zitat von fyodos Beitrag anzeigen
Frage 1: welche Antenne würdet Ihr empfehlen:
[...]
Stimmt das, das für Monoblock bzw. Multifeed die Antennengrösse 80-85cm sein sollte? Und somit z.B. die Hirschmann FESAT 85 HQ (75x80cm) oder die Kathrein CAS 80 (75cm) nicht geeignet wäre?
Die genannten Antennen sind alle nicht schlecht. Nur zum Empfang von Astra 19,2° bieten mMn 75er Antennen den besseren Kompromiss aus Empfangsleistung und unauffälliger Optik, umgekehrt finde ich die CAS 80 für die Kombination 19,2°+13° wegen ihrer Größe nicht optimal.

Aber: Selbst wenn der Reflektor einer Antenne exakt 80 cm breit ist, wäre es reiner Zufall, wenn man mit einem Monoblock die Empfangsleistung der Antenne voll ausnutzen könnte. Denn der nötige LNB-Abstand ist ortsabhängig. Außerdem bietet es sich an, die beiden gleich starken Satelliten symmetrisch schielend zu empfangen, was ohne weiteres Zubehör (abgesehen vom grundsätzlich zur Nutzung eines Fremd-LNBs an einer CAS-Antenne nötigen Adapters) nur mit der CAS 80 ginge.

Da die Frage nach der Antenne und die ausgewählten Typen einen doch schon etwas höheren Qualitätsanspruch vermuten lassen, passen zum Vorhaben eine variable Multifeedschiene und separate LNBs einfach besser als ein Monoblock.

Alternative zu den genannten Antenne wäre eine der FESAT 85 HQ sehr ähnliche Gibertini SE 85 (Reflektormaß 85x90 cm²) oder eine noch etwas stabilere QSD 85 von Preisner (> Datanblatt, Reflektormaß 85x95 cm²), jeweils kombiniert mit einem variablen Multifeedhalter wie MPF 2-40.

Separate LNBs machen die Sache natürlich aufwändiger und teurer: Entweder müsste man zwei Quad-LNBs mit zwei 4in2 DiSEqC-Schaltern wie z.B. SAR 422 von Spaun kombinieren, oder zwei Quattro-LNBs einen Multischalter nachschalten, der es dann auch gestatten würde, mehr als nur vier Singlereceiver zu versorgen.

Die Frage nach dem möglichen Sinn eines ext. Receivers trotzt TV mit Tuner für DVB-S kann man pauschal nicht beantworten: Im Bedienkomfort unterscheiden sich die TVs mit integriertem Tuner sehr voneinander. Hier können gute ext. Receiver im Vorteil sein. Außerdem kommt es auf Sonderwünsche an. So gestatten es auch Fernseher mit integr. Tuner teils, Sendungen auf ext. USB-Medien aufzuzeichnen. Das geschieht aber meist in einem eigenen Format bzw. auf speziell formatierten Medien, so dass diese Aufnahmen nur am jeweiligen Fernseher nutzbar sind .

Die Antenne so zu montieren, dass man ggf. mit Besen / Handfeger an sie herankommt, erspart die Heizung . Diese ist zwar sicher sehr komfortabel, aber nicht gerade billig.

Zum Zubehör die Standardbemerkung, dass die Hinweise zu Erdung und Potenziallausgleich (siehe gepinnter Beitrag) zu beachten sind.
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Alt 08.01.2012, 11:26   # 3
King W.
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Zitat:
Zitat von raceroad Beitrag anzeigen
Alternative zu den genannten Antenne wäre eine der FESAT 85 HQ sehr ähnliche Gibertini SE 85.
Sorry, wenn ich widerspreche. Die Gibertini SE entspricht von der Größe her der Hirschmann FESAT 95 HQ, die FESAT 85 ist kleiner und entspricht der Gibertini SE 75. Die genannten Antennen sind, bis auf den Hirschmann-Aufkleber und andere Schrauben (Hirschmann: Edelstahl, Gibertini: feuerverzinkt), baugleich. Die Hirschmann ist dafür merklich teurer. Ob der Aufpreis berechtigt ist, möge jeder für sich entscheiden, meiner Meinung nach ist er es nicht. In Verbindung mit diesem Halter ist die Montage und genaue Ausrichtung zweier LNB's möglich.

Natürlich ist auch die Preisner-Antenne eine gute Alternative und auch die Fuba ist nicht übel. Bei letzterer läßt sich der Feedhalter aber nicht (oder nur mit massivem Werkzeugeinsatz) in der Höhe verstellen. Außerdem befindet sich ein großer Plastik-Klotz hinten als Teil der Befestigung an der Antenne. Zu Kunststoff als tragendem Teil im Außenbereich habe ich ein etwas gestörtes Verhältnis, auch wenn es sich bei Fuba zweifellos um hochwertiges Material handelt.

Wenn es eine Kathrein-Antenne sein soll, dann bitte die CAS90, die CAS80 ist von der Qualität her nicht ganz auf dem Niveau, wie man es eigentlich von Kathrein erwartet.

Meiner Meinung nach sollte die Entscheidung zwischen der SE und der Preisner fallen.

Zitat:
Separate LNBs machen die Sache natürlich aufwändiger und teurer: Entweder müsste man zwei Quad-LNBs mit zwei 4in2 DiSEqC-Schaltern wie z.B. SAR 422 von Spaun kombinieren, oder zwei Quattro-LNBs einen Multischalter nachschalten, der es dann auch gestatten würde, mehr als nur vier Singlereceiver zu versorgen.
Vollkommen richtig. Den Mehrkosten stehen aber auch handfeste Vorteile gegenüber:
  • Man kann Alps-LNB's einsetzen, deren Qualität über jeden Zweifel erhaben ist. Monoblocks werden von Alps nicht angeboten - und der Hersteller weiß auch, warum.
  • Man kann die Antenne so ausrichten, daß beide Satelliten exakt fokussiert werden. Bei der Gibertini SE ist es durch unterschiedliche Langlöcher in der Multifeed-Halterung möglich, sowohl beide LNB's symmetrisch anzuordnen (bei Astra/Hotbird empfehlenswert), wie auch einen Satelliten in die Mitte zu nehmen und auf den anderen zu schielen. Die Möglichkeit, für beide Satelliten eine unterschiedliche Elevation einzustellen, ist ebenfalls gegeben, in deinem Fall jedoch nicht nötig. Der rechnerische Wert für die Schrägstellung der Multifeedschiene ist in Wien lediglich 0,3°.

Das relativiert, nebenbei gesagt, auch den prinzipiellen Nachteil der Fuba-Halterung, jedenfalls an deinem Standort und auch an allen anderen Standorten auf dem 16. Längengrad bei Astra/Hotbird-Empfang.

Als DiSEqC-Schalter wären, außer den SAR 422 z.B. auch diese hier geeignet. Hierbei handelt es sich um 2 Schalter 2 auf 1 in einem Gehäuse. Der Wetterschutz erlaubt es, die Schalter außen am Mast anzubringen, so daß nur 4 Kabel ins Hausinnere geführt werden müssen. Das erspart Kabelsalat.

Falls die Anlage mal über 4 Anschlüsse hinaus erweitert werden soll, ist diese, relativ preisgünstige Lösung jedoch nicht mehr möglich. Dann sind Quattro-LNB's und ein geeigneter Multischalter zu verwenden.

Zitat:
Die Antenne so zu montieren, dass man ggf. mit Besen / Handfeger an sie herankommt, erspart die Heizung . Diese ist zwar sicher sehr komfortabel, aber nicht gerade billig.
Na ja. Man kann z.B. diese Flächenheizfolien auf der Rückseite der Schüssel ankleben ( die Dinger kleben "wie Sau", man hat nur einen Versuch! ). Davon drei Stück und mit einem 110W Halogentrafo angesteuert, wird die Schüssel um ein paar Grad erwärmt, genug jedenfalls, um den Schnee anzutauen, so daß er von der Antenne abrutscht.

Pollin hat auch 220V Heizfolien im Programm. Das würde zwar den Trafo einsparen, aber 220V sind alles andere als harmlos. Diese Folien ohne die schützende 12V Kleinspannung bitte nicht verwenden!

Ich gebe allerdings gern zu, daß ich in unserer schneearmen Gegend die Low-Tech Lösung mit dem Besen bevorzuge.
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Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
Albert Einstein


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Alt 14.01.2012, 08:51   # 4
fyodos
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Registriert seit: 06.01.2012
Beiträge: 2
Hi,
Vielen Dank für Eure Tipps.
Werde mir einzelne LNBs und die Gibertini nehmen (die kannte ich noch gar nicht .
lg fyodos
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Alt 28.05.2012, 09:23 # --
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