| Liebe Antennen-Spezis,
von diesem Forum habe ich profitiert und möchte deshalb etwas zurückgeben.
Hier mein Problem, an der Lösung wird immer noch gearbeitet:
Umstellung von Kabel auf SAT,
neue Komplett-Anlage Fuba DAA850 mit Fuba-Quadd-LNB.
Ort südlich von Cuxhaven.
Standort der Schüssel an der Nord-Ost-Ecke des Hauses unterm Dachüberstand,
Ausrichtung der östlichen 12 m langen Wand ca. 3 Grad nach Ost.
Wert für Bremen 167 Grad = 13 Grad, Winkel somit ca. 10 Grad.
Der „Empfangskanal“ geht also ein kurzes Stück an der Hauswand vorbei und dann höhenmäßig frei.
Die Einstellung erfolgte jedes Mal vor Ort: TV und Sat-Empfänger in unmittelbarer Nähe auf Tisch, keine Schwierigkeit Astra 1 und die Sender zu finden.
Wandhalter 50 cm, Höhe 1,6 m :
Empfangs-Qualität 54 bis 57%,
wahrscheinlich Beeinträchtigung durch Überstand von 0,76 cm mit Höhe 2,5 m.
(Am Nebenhaus unter den gleichen Bedingungen hängt eine 70 cm-Schüssel, der Nachbar hat damit einwandfreien Empfang.)
Pfahl in 80 cm Entfernung von der Hauswand, unterschiedliche Höhen 1,6 bis 2 m: Qualität 60%, freie Bahn in Richtung Astra 1,
Pfahl 2m Entfernung vom Haus, Höhe 2 m: Qualität 62 bis 65%,
freie Bahn in Richtung Astra 1,
In der Annahme etwas Grundsätzliches falsch gemacht zu haben, wurde ein Techniker bestellt:
Anlage und Verkabelung waren aus seiner Sicht qualitativ hochwertig und in Ordnung,
die Richtung zu Astra 1 durch nichts versperrt.
Durch hin und herdrehen der Anlage wollte er mir dann zeigen, wie man das Optimum herausholt. Seinen Vortrag unterbrach er dann jedoch, weil er meine Werte nicht übertraf.
Sein mitgebrachter LNB brachte keine besseren Ergebnisse.
„Das Glück dieser Erde, liegt auf dem Rücken der Pferde.“
Ich war der Meinung das Glück für einen besseren Empfang „liegt in der Höhe“.
An der Schuppenwand hinterm Haus 5-Meterrohr angebracht.
Direkt am Haus 1,2 m über der Dachrinne Gesamthöhe ca. 3,6 m: 60%,
1,8 m über der Dachrinne Gesamthöhe ca. 4,2 m: 62%.
freie Bahn in Richtung Astra 1 übers Dach.
An der gleichen Schuppenwand in ca. 3 m Entfernung vom Haus (zum Norden)
in 3,6 m Höhe: 62% und in 4,2 m Höhe 65%.
freie Bahn in Richtung Astra 1 kaum noch übers Dach.
65% wurde schon in 2 m Entfernung vom Haus am Pfahl mit einer Höhe von 2 m erreicht.
Fazit: Nicht die Höhe, sondern die Entfernung vom Haus bringt mehr Empfangs-Qualität.
Der „Höhenrausch“ wurde abgebrochen, stattdessen:
Pfahl in 2,5 m Entfernung von der Hauswand in die Erde gerammt.
Ergebnis in 2 m Höhe: 68%.
Zusammenfassung
Zwei identische Walmdachhäuser (Bj. 1974) stehen parallel (mit gleicher Ausrichtung zum Süden) nebeneinander.
Und wie erwähnt hat der Nachbar mit einer 70 cm-Schüssel an einem Wandhalter von 45 cm problemlosen Empfang.
Die Unterschiede zwischen den Häusern:
1. Im Gegensatz zum Nachbarhaus wurde mein Haus energetisch nachgerüstet.
Das Dach hat einen U-Wert von 0,18, erzielt durch ein Maco-Dach:
12 cm Hartschaum (besser bekannt als Steropur) liegen wie eine Kappe auf dem Dach.
(Nur für die Techniker, die mit spitzem Bleistift nachrechnen: Der U-Wert berücksichtigt die bei der Nachrüstung schon vorhandene Isolierung.)
2. Während beim Nachbarn eine Plastik-Dachrinne ihre Arbeit verrichtet, befindet sich bei mir rundherum eine 12“ Kupfertraufe.
Dabei fällt mir ein:
Der Handy-Empfang im Haus lässt sehr zu wünschen übrig.
Lieferanten, die mittels Kartenzahlung per Funk abbuchen wollen, müssen das Haus verlassen und in den Garten gehen.
Hat jemand Erfahrungen mit dem, was ich geschildert habe?
Ich bin dankbar für jeden Hinweis, mag er noch so geringfügig sein! |