Mäßige Empfangsqualität

Alt 02.01.2012, 21:11   # 1
Stepphuhn
 
Registriert seit: 02.01.2012
Beiträge: 2
Liebe Antennen-Spezis,
von diesem Forum habe ich profitiert und möchte deshalb etwas zurückgeben.
Hier mein Problem, an der Lösung wird immer noch gearbeitet:

Umstellung von Kabel auf SAT,
neue Komplett-Anlage Fuba DAA850 mit Fuba-Quadd-LNB.
Ort südlich von Cuxhaven.

Standort der Schüssel an der Nord-Ost-Ecke des Hauses unterm Dachüberstand,
Ausrichtung der östlichen 12 m langen Wand ca. 3 Grad nach Ost.
Wert für Bremen 167 Grad = 13 Grad, Winkel somit ca. 10 Grad.
Der „Empfangskanal“ geht also ein kurzes Stück an der Hauswand vorbei und dann höhenmäßig frei.
Die Einstellung erfolgte jedes Mal vor Ort: TV und Sat-Empfänger in unmittelbarer Nähe auf Tisch, keine Schwierigkeit Astra 1 und die Sender zu finden.

Wandhalter 50 cm, Höhe 1,6 m :
Empfangs-Qualität 54 bis 57%,
wahrscheinlich Beeinträchtigung durch Überstand von 0,76 cm mit Höhe 2,5 m.
(Am Nebenhaus unter den gleichen Bedingungen hängt eine 70 cm-Schüssel, der Nachbar hat damit einwandfreien Empfang.)

Pfahl in 80 cm Entfernung von der Hauswand, unterschiedliche Höhen 1,6 bis 2 m: Qualität 60%, freie Bahn in Richtung Astra 1,

Pfahl 2m Entfernung vom Haus, Höhe 2 m: Qualität 62 bis 65%,
freie Bahn in Richtung Astra 1,

In der Annahme etwas Grundsätzliches falsch gemacht zu haben, wurde ein Techniker bestellt:
Anlage und Verkabelung waren aus seiner Sicht qualitativ hochwertig und in Ordnung,
die Richtung zu Astra 1 durch nichts versperrt.
Durch hin und herdrehen der Anlage wollte er mir dann zeigen, wie man das Optimum herausholt. Seinen Vortrag unterbrach er dann jedoch, weil er meine Werte nicht übertraf.
Sein mitgebrachter LNB brachte keine besseren Ergebnisse.

„Das Glück dieser Erde, liegt auf dem Rücken der Pferde.“
Ich war der Meinung das Glück für einen besseren Empfang „liegt in der Höhe“.
An der Schuppenwand hinterm Haus 5-Meterrohr angebracht.
Direkt am Haus 1,2 m über der Dachrinne Gesamthöhe ca. 3,6 m: 60%,
1,8 m über der Dachrinne Gesamthöhe ca. 4,2 m: 62%.
freie Bahn in Richtung Astra 1 übers Dach.

An der gleichen Schuppenwand in ca. 3 m Entfernung vom Haus (zum Norden)
in 3,6 m Höhe: 62% und in 4,2 m Höhe 65%.
freie Bahn in Richtung Astra 1 kaum noch übers Dach.

65% wurde schon in 2 m Entfernung vom Haus am Pfahl mit einer Höhe von 2 m erreicht.
Fazit: Nicht die Höhe, sondern die Entfernung vom Haus bringt mehr Empfangs-Qualität.
Der „Höhenrausch“ wurde abgebrochen, stattdessen:
Pfahl in 2,5 m Entfernung von der Hauswand in die Erde gerammt.
Ergebnis in 2 m Höhe: 68%.


Zusammenfassung

Zwei identische Walmdachhäuser (Bj. 1974) stehen parallel (mit gleicher Ausrichtung zum Süden) nebeneinander.
Und wie erwähnt hat der Nachbar mit einer 70 cm-Schüssel an einem Wandhalter von 45 cm problemlosen Empfang.

Die Unterschiede zwischen den Häusern:
1. Im Gegensatz zum Nachbarhaus wurde mein Haus energetisch nachgerüstet.
Das Dach hat einen U-Wert von 0,18, erzielt durch ein Maco-Dach:
12 cm Hartschaum (besser bekannt als Steropur) liegen wie eine Kappe auf dem Dach.
(Nur für die Techniker, die mit spitzem Bleistift nachrechnen: Der U-Wert berücksichtigt die bei der Nachrüstung schon vorhandene Isolierung.)
2. Während beim Nachbarn eine Plastik-Dachrinne ihre Arbeit verrichtet, befindet sich bei mir rundherum eine 12“ Kupfertraufe.

Dabei fällt mir ein:
Der Handy-Empfang im Haus lässt sehr zu wünschen übrig.
Lieferanten, die mittels Kartenzahlung per Funk abbuchen wollen, müssen das Haus verlassen und in den Garten gehen.

Hat jemand Erfahrungen mit dem, was ich geschildert habe?
Ich bin dankbar für jeden Hinweis, mag er noch so geringfügig sein!
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Alt 02.01.2012, 22:16   # 2
Dipol
Team SAT-Technik
 
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.145
Hallo und nw welcome

Zitat:
Zitat von Stepphuhn Beitrag anzeigen
In der Annahme etwas Grundsätzliches falsch gemacht zu haben, wurde ein Techniker bestellt:
Anlage und Verkabelung waren aus seiner Sicht qualitativ hochwertig und in Ordnung,
die Richtung zu Astra 1 durch nichts versperrt.
Durch hin und herdrehen der Anlage wollte er mir dann zeigen, wie man das Optimum herausholt. Seinen Vortrag unterbrach er dann jedoch, weil er meine Werte nicht übertraf.
Sein mitgebrachter LNB brachte keine besseren Ergebnisse.
Was hat der Techniker denn gemessen? Nur den Pegel oder auch das Bitfehlerverhältnis?
Zitat:
Zitat von Stepphuhn Beitrag anzeigen
„Das Glück dieser Erde, liegt auf dem Rücken der Pferde.“
Ich war der Meinung das Glück für einen besseren Empfang „liegt in der Höhe“.
Bei einem Signalweg von grob 38.000 km vom Satelliten zur Antenne kommt es nicht auf einige Meter Höhenunterschied an.
Zitat:
Zitat von Stepphuhn Beitrag anzeigen
Hat jemand Erfahrungen mit dem, was ich geschildert habe?
Nein und ich behaupte du wirst auch niemand finden. Ob die quasifreie Sicht auf den Satelliten durch dichte Baumbelaubung, einen Strauch, einen Baum, eine Wand mit WDS oder eine ungedämmte Wand verschattet wird, mach keinerlei Unterschied.

Stahlbeton kann sich als faradayscher Käfig für den Mobilfunkempfang im Inneren, aber nicht außenseitig auswirken. Bei den Zentimeterwellen des Satelliten ist kann sich auch der Fresnel-Effekt nur sehr beschränkt auswirken.

Ein echter Antennenprofi hat ein Digitalmessgerät und kann die BER messen. Mit einem Analogmessgerät geht das natürlich nicht. Deshalb können wir aus der Ferne auch nicht beurteilen, ob die Receiveranzeige von einem Fehler im Receiver selbst herrührt.

TIPP: Schließ den Receiver beim Nachbar an und du weißt mehr. Und künftig besser keinen Gelegenheits-Antennenbauer ohne Digitalmessgerät rufen.
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Alt 20.01.2012, 19:47   # 3
Stepphuhn
Threadstarter
 
Registriert seit: 02.01.2012
Beiträge: 2
Hallo Team Dipol,
ihr habt den Nagel auf den Kopf getroffen:
1. Die Anzeigen der beiden Receiver, Comag HD25, waren zu träge und zeigten ca. 25% zu wenig an.
2. Die vermeintliche Verbesserung der Anzeigen mit weiterer Entfernung vom Haus erwies sich als Trugschluss.
Bei evtl. weiter auftauchenden Problemen schau gerne wieder bei Euch rein.

Zwischenzeitlich hatte der kleine Orkan die Solarkollektoren vom Garagendach gerissen,
deshalb die späte Antwort.

Alles Gute
Stepphuhn
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Alt 28.05.2012, 09:21 # --
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