Sat, DVBT und Radio mit Integration bestehender Anlage - geht das?

Alt 19.12.2011, 21:28   # 1
gede
 
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Hallo zusammen,

ich stelle von Kabel auf Sat um und möchte an einigen Dosen ausschließlich DVBT / Radiosignal verfügbar haben, an anderen Dosen SAT / DVBT / Radio.
Dazu hatte ich die Idee meine bestehende Verkabelung wie folgt zu verändern bzw. zu ergänzen:

Geplant ist den Verwendung des Hirschmann Multischalters CKR 5121. An den terrestrischen Eingang möchte ich eine DVBT- und eine Dipol-Antenne anschließen, die auch die bestehende Anlage speist.

Kann mir bitte jemand sagen, ob das geht und welche Weiche /Verteiler sinnvoll ist. Zur Verdeutlichung habe ich meine Vorstellung skizziert.

Herzlichen Dank schon mal und Grüße aus München
Gerhard
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Alt 20.12.2011, 14:04   # 2
Dipol
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Hallo Gerhard nw welcome

Zitat:
Zitat von gede Beitrag anzeigen
Kann mir bitte jemand sagen, ob das geht und welche Weiche /Verteiler sinnvoll ist.
Die Zusammenschaltung der DVB-T und UKW-Antenne erfolgt am besten mit einer Antennenweiche mit einem gemeinsamen VHF/UHF-UHF-Eingang und einem für UKW. Und die Aufteilung auf den Multischalter und den Verstärker mit einem hundsgewöhnlichen BK-Zweifachverteiler.

Zur Vermeidung von Übersteuerungen der DVB-T-Signale vom Oly, ist von einer aktiven DVB-T-Antenne abzuraten. Unnötige Verstärkung ist sowohl für den aktiven terrestrischen Pfad des Multischalters, wie auch einen nachgeschalteten Verstärker (?) für die Restanlage Gift. In München kann man die 4 Steckdosen mit UKW und DVB-T wahrscheinlich auch passiv ohne Verstärker speisen.

Nachdem der VHF-Kanal 10 abgeschaltet wurde ist eine kleine passive UHF-Antenne die bessere Lösung, alternativ auch eine Logper-Antenne wenn noch DAB gewollt ist. Die brauchen keine Stromversorgung und es sind auch keine Übersprecheffekte auf UKW zu befürchten. Bei den hohen Ortssenderpegeln kann trotzdem noch eine Pegelabsenkung durch Dämpfungssteller, Festdämpfungsglieder oder einen Abzweiger erforderlich sein.

HINWEIS: Dachantennen sind erdungspflichtig und die Kabel sind in den Potenzialausgleich einzubeziehen. Siehe festgepinnten Erdungsthread.
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Alt 20.12.2011, 16:03   # 3
gede
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Hallo Dipol,

herzlichen Dank für die schnelle und umfassende Antwort. Umso besser, dass eine passive Antenne ausreicht. Dann brauch ich auch nicht mehr DEN besagten Multischalter (hatte ihn wegen der integrierten Spannungsversorgung ausgewählt). Werde mich noch mal auf die Suche nach den passenden Komponenten machen. Zu Multischaltern gibt es ja ausreichend Beiträge. Hast Du zur Antenne eine Empfehlung? Evtl eine die für UKW und DVBT gut ist. Dann könnte ich mir die Weiche sparen. Übrigens hast du richtig geahnt, in der Restanlage befindet sich ein Verstärker. Hätte ich auch dazu schreiben können.

Danke auch für den Hinweis zur Erdung. Wird natürlich der Norm entsprechend ausgeführt. Ich komme über einen Schacht im Schornstein vom Dach in den Keller und dort problemlos zum PA.

Viele Grüße
Gerhard
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Alt 20.12.2011, 17:43   # 4
Dipol
Team SAT-Technik
 
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Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von gede Beitrag anzeigen
Hast Du zur Antenne eine Empfehlung? Evtl eine die für UKW und DVBT gut ist.
Für eine so große Spreizung der Wellenlängen gibt es keine Antennen die das Attribut gut verdienen. Da landest du wieder bei aktiven DVB-T-/UKW-Kombiantennen.

Also besser richtig, oder gleich ganz exotisch. Ich habe im Stuttgarter Westen bei einer Sat.-Anlage in knapp 5 km Sichtlinie zu den Sendern Frauenkopf und Fernsehturm mal unverlangt und spasseshalber den terrestrischen Multischalter-Eingang mit einer ct-Antenne (Kabelstummel, mein Absetzmaß 12,5 cm für Mittelleiter und Schirm) beschaltet und mit dem Messgerät optimal ausgerichtet. Ob dir das auch an deinem Standort mit vertikaler Polarisatíon genügt, kannst du ja mal austesten. Das Kabel muss in München senkrecht stehen. Den ORF kann man damit aber nicht vom Gaisberg empfangen.

Lass dich von den vielen Mythen über den unterschiedlichen Längenabgleich der Kabelseele und des Schirms aber nicht zu sehr beeinflussen, die meisten dieser Aussagen haben meinen messtechnischen Nachprüfungen für den Bereich von K 23 bis K 50 nicht stand gehalten.
Zitat:
Zitat von gede Beitrag anzeigen
Danke auch für den Hinweis zur Erdung. Wird natürlich der Norm entsprechend ausgeführt. Ich komme über einen Schacht im Schornstein vom Dach in den Keller und dort problemlos zum PA.
Das ist besser als ungeerdet, aber damit sind meist Unterschreitungen der Trennungsabstände und gefährliche Näherungen unvermeidlich. Außenableitung ist eindeutig besser!
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