GP 31 D Einkabelsystem auf Unicable umrüsten, aber wie???

Alt 18.12.2011, 20:19   # 1
tossibaer
 
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Hallo liebes Forum,

ich bin neu bei Euch und habe in der Suche nicht das gefunden, was ich mir erhoffe. Nun frage ich mal hier und bitte um Eure Hilfe, bin aber ein Neuling in Sachen Unicable.

Ich bin nicht direkt vom Fach (nur E-techniker), glaube aber nach erstem Einlesen zu verstehen wie die Unicable-Technik funktioniert. Allerdings hapert es an der Umsetzung meines Vorhabens, weil mir kein Mensch erklären kann, wie ich meine Umrüstung angehen soll, und welche Komponenten ich kaufen soll.

Was ist das Problem?
Die umzubauende Anlage ist in einem 7-Familienhaus. Es ist schon eine vorhandene digitale Einkabellösung über einen Multischalter im Keller. Diese speist aber leider nicht alle Programme ein. Das möchten wir gerne ändern. Auch HD-Empfang wäre toll. Das Haus (und damit auch die SAT-Kabel) ist jetzt sieben Jahre alt. Wir haben aber keine Lust jedes mal wenn wieder die Frequenzen umgestellt werden eine neu "Weiche" zu kaufen. Deshalb jetzt die Umstellung auf Unicable. Es wäre auch toll, wenn die, die sich keinen neuen Unicable-Empfänger kaufen wollen, einen normalen SAT-Empfänger weiterbenutzen könnten. Geht das?

Was ist installiert?
Es kommen zwei Kabel vom LNB plus die Antenneleitung (analog) im Keller an. Von der "Sat-Weiche" im Keller geht in jede Wohnung ein separtes Satellitenkabel. Dort sind pro Wohnung bis zu 5 Satellitendosen installiert (in Reihe). Es würden aber zukünftig auch 4 pro Wohnung reichen. Auf dem Dach scheint nur ein Twin-LNB installiert zu sein. Die SAT-Dosen kann ich nicht identifizieren es steht nur "SAT DD3 UK" drauf.

Was glaube ich tun zu müssen?
Die zwei Kabel vom LNB werden wohl nicht reichen. Also sind zwei zusätzliche Kabel vom Dach in den Keller zu verlegen. Einen Quad LNB werde ich dann logischerwiese auch brauchen. Mehr weiß ich nicht!
- Brauche ich neue Dosen? Soviel ich weiß brauche ich Durchgangsdosen, die die Schaltspannung durch lassen.
- Welchen LNB brauche ich?
- Welchen Switch (oder Weiche) brauche ich?
- Sind die Kabel zu verwenden?

Es wäre nett, wenn mir jemand dazu was sagen könnte. Die Komponenten sollten gut und zuverlässig sein (kein e...ay Schrott). Für gute Qualität zahlt man zwar seinen Preis, kauft es dann aber meist nur ein Mal! (Marktgesetz)

Ich hoffe es fällt Euch was ein. Das wäre toll!

Gruß Tossibaer
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Alt 19.12.2011, 00:35   # 2
King W.
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Ein freundliches Hallo zurück und
nw welcome

Zunächst mal dein Schlußsatz:
Zitat:
Für gute Qualität zahlt man zwar seinen Preis, kauft es dann aber meist nur ein Mal! (Marktgesetz)
Wie wahr.
Gute Qualität hat nun mal ihren Preis und nicht nur aber besonders auch in der SAT-Technik gilt: Wer billig kauft, kauft doppelt. Ich gehe deshalb mal davon aus, ihr wollt Spitzenqualität, ohne Wenn und Aber. Schließlich soll die gesamte Anlage ja viele Jahre lang zuverlässig funktionieren.

Nun zu deinen Fragen:

1) Ja, du benötigst neue Dosen.

Bei der statischen (technisch veralteten und nur noch in Ausnahmefällen sinnvollen) Einkabellösung bekommt jeder Receiver ein Einheitsband, von dem er empfangen kann. Dabei wird eine SAT-Ebene als Basis genommen, gewisse Frequenzbereiche dort ausgeschnitten und durch andere ersetzt. Dabei ist auch bei sorgfältigem Aufbau weniger als 1/4 der Kapazität des Satelliten tatsächlich nutzbar. Da kein Receiver ein individuelles Band anfordern kann, muß die vom Receiver abgegebene Schaltspannung blockiert werden. Dosen für eine statische Einkabellösung haben deshalb keinen Gleichspannungsdurchlaß.
Für eine Unicable-Lösung müssen aber von den Receivern Schaltspannungen abgegeben werden können, damit eine Programmumschaltung durchgeführt werden kann. Ein Gleichspannungsdurchlaß ist deshalb unabdingbar. Empfehlenswert sind die Dosen von Axing, die es mit verschiedenen Auskoppeldämpfungen gibt. Das erlaubt auch bei einem längeren Strang gleichmäßige Pegel an allen Dosen.

2) Es ist ein Quattro-LNB erforderlich. Aus Qualitätsgründen empfehlen wir hier gern dieses Alps. Es ist empfangsstark, verbraucht wenig Strom und hat sich im Laufe der Zeit den Ruf erworben "unkaputtbar" zu sein. Der zwar etwas fummelig zu montierende, aber perfekt funktionierende Wetterschutz für die Verschraubungen ist ein weiterer, durchaus nicht unwichtige Vorteil. Zudem ist der Preis nicht so hoch, als daß es sich überhaupt lohnt, darüber nachzudenken, auf die Alps-Qualität zu verzichten. Je nach Antenne benötigt ihr eventuell einen Adapter (z.B. diesen hier für Kathrein-Antennen).

3) Du benötigst einen oder mehrere Unicable-Router. Zweifellos die besten Geräte baut Jultec, allerdings sind diese fast ausschließlich zu je 3 oder 6 Kanälen organisiert, zudem gibt es die 6er seit einiger Zeit nur noch in der Ausführung JPS0502-6, d.h. mit 2 Ausgängen zu je 6 Kanälen. Mit 3 Kanälen ist die Auswahl größer: Es gibt die Ausführungen JPS0502-3, JPS0504-3, JPS0506-3 und JPS0508-3. Früher waren auch noch JPS0503-6 und JPS0504-6 auf dem Markt. Warum es die nicht mehr gibt, weiß wohl nur Jultec allein. Vielleicht kann SEH aber noch einen dieser Schalter beschaffen. Ein Anruf (02323/61887) verschafft Klarheit.

Wenn 5 Anschlüsse pro Wohnung gebraucht werden, wären die 6er aber richtig und bieten sogar noch einen Kanal als Reserve. Wenn in einzelnen Wohnungen auch 3 Kanäle reichen, wird es deutlich günstiger. Eine wohnungsübergreifende Installation ist zwar auch möglich, sollte aber, wenn es geht, vermieden werden. Der Grund: Mit einem untauglichen oder falsch konfiguriertem Receiver kann der gesamte Strang, wo er angeschlossen ist, paralysiert werden. Innerhalb einer Wohnung ist das egal, denn wer sich selbst austricksen will, möge es ruhig tun. Wenn aber ein anderer Teilnehmer in Mitleidenschaft gezogen wird, ist der Ärger vorprogrammiert.

Wichtig ist auf jeden Fall, daß vor dem Umbau der exakte Bedarf pro Wohnung festgestellt wird.

Die an der neuen Anlage zu betreibenden Receiver müssen unicable-tauglich sein. Ob eine Neuanschaffung nötig ist, hängt davon ab, ob Unicable-tauglichkeit gegeben ist, oder z.B. durch ein Firmware-Update hergestellt werden kann.

4) Die Kabel von den Routern in die Wohnungen sind auch weiterhin verwendbar, soweit sie mindestens doppelt geschirmt sind, d.h. über eine Abschirnfolie und ein Geflecht verfügen.

Die Kabel vom LNB in den Keller sollten erneuert werden. Zwei müßtet ihr ja ohnehin nachziehen und ob es dann Sinn macht, die alten Kabel, die ja schon viele Jahre bei Wind und Wetter draußen gehangen haben, zu belassen, ist mehr als zweifelhaft. Sie eignen sich aber gut, um die neuen Kabel daran zu befestigen, um sie damit einzuziehen. Zweckmäßigerweise verwendet ihr für diesen Zweck das besonders wetterfeste, PE-isolierte KOKA 110. Wenn euch eine Rolle zu viel ist, könnt ihr das Kabel gegen einen geringen Aufpreis auch meterweise bekommen.

Ich füge mal eine Zeichnung an, wie es funktionieren würde. Dabei gehe ich von einem 6er Strang pro Wohnung aus. Bei anderem Bedarf muß man entsprechend modifizieren.
Angehängte Dateien
Dateityp: pdf Antenne39.pdf (44,7 KB, 41x aufgerufen)
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Alt 19.12.2011, 14:00   # 3
tossibaer
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Hallo ihr lieben,

so hatte ich mir das gedacht! Vielen Dank, dass ist mal eine Aussage mit der ich (unwissender) was anfangen kann. Echt super!!!!!!

Noch mal zu den Komponenten: Uns ist klar, dass gute Ware auch seinen Preis hat, hatte ich ja geschrieben. Wenn aber mit akzeptabelem Abstrichen auch günstigere Hersteller in Frage kämen, ist das eine Option. Damit meine ich z. B. dass das Gehäuse anders ist, aber trotzdem bei der Funktion und Verlässlichkeit des anderen Hersteller ebenfalls keine Einbußen zu verzeichenen sind. Gibt es da Alternativen? Dann könnte ich zumindest abwägen, ob der preisliche Vorteil in technischer Hinsicht hinzunehmen wäre.

Ich habe mir gerade die Kabel angesehen und ja, sie sind doppelt abgeschirmt. Allerdings kann ich die alten Kabel vom Dach nicht raus ziehen, die sind verputzt! Dann muss ich halt vier neue ziehen, sicher ist sicher. Ich meine auch daran sollte man nicht sparen, da gebe ich Euch recht.

Die Anzahl der Dosen werde ich auch noch einmal genau raussuchen. Mal sehen, ob wir auch mit 3 pro WE zurecht kommen. Wenn nicht, dann nehmen wir die 6er Variante.

Eine grundsätzliche Frage hätte ich noch....kann ich zwei LNB an einer Schüssel betreiben? Dann könnte ich zu der vorhandnen Anlage parallel die neue aufbauen. Damit sind alle im Haus flexibel - alte Anlage keine Kostenbeteiligung, oder neue Anlage mit Umbau der Dosen und Neukauf der Receiver. Oder kann an der neuen Einkabel Anlage auch der alte Receiver weiter betrieben werden, mit den bekannten Einschränkungen?

Ich telefoniere jetzt mal mit SEH wegen der Unicable Router. ....ach so....habe ich das richtig verstanden, die Router kommunizieren mit den Receivern, nicht der LNB?

Gruß und Dank

Tossibaer
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Alt 19.12.2011, 19:52   # 4
Dipol
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Zitat:
Zitat von tossibaer Beitrag anzeigen
Gibt es da Alternativen? Dann könnte ich zumindest abwägen, ob der preisliche Vorteil in technischer Hinsicht hinzunehmen wäre.

Eine grundsätzliche Frage hätte ich noch....kann ich zwei LNB an einer Schüssel betreiben? Dann könnte ich zu der vorhandnen Anlage parallel die neue aufbauen.
Zwei LNB kann man schon betreiben, aber nicht für den gleichen Satelliten. Stattdessen kann man aber die Signale eines Quatro-LNB auf die Matritzen und die Einkabelanlage splitten und bei zentraler Matritzenanordnung die statische Einkabelanlage auch aus den Stammleitungsausgängen der letzten Kaskadenmatrix speisen. Die wird dann anstatt der terminierten T(N)-Endmatrix eingesetzt und der bzw. die freien Ausgänge mit DC-getrennten Abschlusswiderständen terminiert.
Zitat:
Zitat von tossibaer Beitrag anzeigen
Damit sind alle im Haus flexibel - alte Anlage keine Kostenbeteiligung, oder neue Anlage mit Umbau der Dosen und Neukauf der Receiver. Oder kann an der neuen Einkabel Anlage auch der alte Receiver weiter betrieben werden, mit den bekannten Einschränkungen?
Nein, da die statische Einkabellösung die Sat.-ZF von 950 bis 2.150 MHz bereits komplett belegt, ist für die teilnehmergesteuerten Einkabel-Userbänder kein Platz mehr frei.
Zitat:
Zitat von tossibaer Beitrag anzeigen
Ich telefoniere jetzt mal mit SEH wegen der Unicable Router. ....ach so....habe ich das richtig verstanden, die Router kommunizieren mit den Receivern, nicht der LNB?
Richtig!

Die JULTEC-Matritzen regeln den Eingangs-Summenpegel nach und haben Konstant-Routerpegel. Im Gegensatz zu anderen Matritzen werden die Dämpfungen der Zuleitungen vom LNB und die Durchgangsdämpfungen der Kaskadenmatrizen ausgeregelt.

Die Pegel des statischen Einkabelsystems werden aber um die Verteildämpfung der Splitter bzw. die Durchgangsdämpfungen der Kaskadenmatritzen reduziert. Für sieben Wohnungen mit so vielen Steckdosen gibt es kein statisches Einkabelsystem (bauseitige Type?) am Markt, das ohne Zusatzverstärkung auch noch die hinteren Dosen mit normgerechten Pegeln versorgt. Man merkt es oft nicht, weil viele Receiver auch noch mit Unterpegeln < 47 dB(µV) funktionieren. Schon ein unzeitgemäßes statisches Einkabelsystem gehört mit einem Antennenmessgerät kontrolliert. Und für eine Unicable-Anlage gilt das noch viel mehr!

EDIT: Schon mal in den festgepinnten Erdungsthread rein gesehen?
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Alt 19.12.2011, 20:13   # 5
raceroad
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Zitat:
Zitat von tossibaer Beitrag anzeigen
Oder kann an der neuen Einkabel Anlage auch der alte Receiver weiter betrieben werden, mit den bekannten Einschränkungen?
Dipol hat das wohl so verstanden, als solle das Ausgangssignal der alten Einkabelanlage in die neue Anlage eingespeist werden. Das geht wie geschrieben nicht.

Mir scheint es darum zu gehen, ob die vorhandenen Receiver auch an der neuen Unicable-Anlage funktionieren würden: Da von "der alte Receiver" (Singular) die Rede ist: Ein konventioneller Receiver kann an jedem Ausgang der Jultec-Bausteine im sog. Legacy-Mode auch ohne die von der alten, ungesteuerten Anlage her bekannten Einschränkungen betrieben werden. Für den zeitgleichen Betrieb mehrerer Receiver wären - etwa mit Beschränkung auf die Sender der Signalebene high-horizontal – die Einschränkungen im Vergleich zum Angebot der meisten EKLs, die neben der Ebene high-horizontal nur zwei weitere Transponder einspeisen, nur wenig größer als bisher. Die Auslegung des Netzes innerhalb der Wohnungen wird wegen des im Legacy-Modes 10 db niedrigeren Ausgangspegels aber schwieriger, 6 Dosen in Reihe sind kaum zu schaffen.

Edit: Aber Achtung: Es geht nur Legacy oder Unicable! Der Weiterbetrieb eines oder mehrerer nicht kompatibler Bestandsreceiver parallel zum Einsatz von Unicable-Receivern ist nicht möglich!
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Alt 19.12.2011, 20:26   # 6
Dipol
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Zitat:
Zitat von raceroad Beitrag anzeigen
Dipol hat das wohl so verstanden, als solle das Ausgangssignal der alten Einkabelanlage in die neue Anlage eingespeist werden. Das geht wie geschrieben nicht.
Exakt so habe ich es gedeutet!
Zitat:
Zitat von raceroad Beitrag anzeigen
Mir scheint es darum zu gehen, ob die vorhandenen Receiver auch an der neuen Unicable-Anlage funktionieren würden: Da von "der alte Receiver" (Singular) die Rede ist: Ein konventioneller Receiver kann an jedem Ausgang der Jultec-Bausteine im sog. Legacy-Mode auch ohne die von der alten, ungesteuerten Anlage her bekannten Einschränkungen betrieben werden.
Das galt noch für die alten 6er Matritzen, wobei auch da je nach Kabeldämpfung der niedrigere Legacy-Pegel bereits an der zweiten Durchgangsdose zu gering sein konnte.
Zitat:
Zitat von raceroad Beitrag anzeigen
..die Auslegung des Netzes innerhalb der Wohnungen wird wegen des im Legacy-Modes 10 db niedrigeren Ausgangspegels aber schwieriger, 6 Dosen in Reihe sind kaum zu schaffen.
Deshalb ist die Legacy-Funktion nur noch bei den 2er- und 3er-Matritzen auf dem Routerausgang implementiert. Die aktuellen JULTEC 6er-Typen haben stattdessen einen separaten Legacy-Ausgang.
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Alt 19.12.2011, 20:50   # 7
raceroad
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Uppps, separater Ausgang bei den 6ern war mir noch gar nicht aufgefallen. Macht aber Sinn...

Damit könnte man Wohnungen, deren Besitzer mit einem Receiver auskommen, sogar "so nebenbei" anbinden. Das Problem, eine größere Anzahl von Dosen im Hinblick auf die Unicable-Nutzung vorab so zu installieren, dass auch Legacy-Betrieb möglich wäre, bleibt aber leider.

Insgesamt macht ein Prallelangebot alte/neue Technik die Umsetzung schwieriger.
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Alt 19.12.2011, 23:53   # 8
tossibaer
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Zitat:
Zitat von raceroad Beitrag anzeigen
Mir scheint es darum zu gehen, ob die vorhandenen Receiver auch an der neuen Unicable-Anlage funktionieren würden: Da von "der alte Receiver" (Singular) die Rede ist
...auch wenn ich von dem was Dipol geschrieben hat auch nach zweimaligem lesen nicht alles verstanden habe - (das liegt an den Begriffen die verwendet werden, und die für mich absolut neu sind...erst mal danach googlen) - genau das wollte ich ausdrücken.

Eventuell möchte sich nicht jeder einen neuen Receiver kaufen und wäre auch mit nur einem Receiver in der Wohnung zu frieden. Ich gehe mal davon aus, dass die anderen Dosen in der Wohnung dann nicht mehr funktionieren und dass man einen Anschluss in der Wohnung fest legt.

Wenn in diesem Fall nur EIN Receiver im Strang benötigt und betrieben wird, kann ich diesen auch direkt an dem Multischalter betreiben, habe ich das jetzt richtig verstanden? Und dafür gibt es sogar einen eigenen Ausgang, je nach dem welchen Multischalter man verwendet.

Ich kann mir damit pro Strang aussuchen, ob ich mehrere Dosen (=Receiver) per Unicable betreibe (mit Unicable-Receivern), oder ob ich EINE Dose (=Receiver) mit alter Dose und Receiver betreibe? Das wäre ja sehr flexibel.

Zudem lese ich unterm Strich heraus, dass ein Parallelbetrieb von zwei unterschiedlichen Einkabellösungen nicht ratsam ist. Gut, dann überlege ich noch mal.

...auch wenn ich es schon mal gesagt habe...VIELEN DANK für Eure Hilfe, Ihr seit klasse hier!
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Alt 20.12.2011, 00:54   # 9
tossibaer
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...ein dumme Frage: Was ist Legacy-Betrieb?

Gruß Tossibaer
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Alt 20.12.2011, 01:22   # 10
raceroad
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Da gilt es technische Möglichkeiten / Einsparpotenzial einerseits und administrativen Aufwand andererseits gegeneinander abzuwägen:

Entscheiden sich z.B. zwei Wohnungsnutzer für eine große Lösung mit je 6 Unicable-Frequenzen (immer bedenken: Ein Twinreceicer belegt zwei!), müsste man aus dem Programm von Jultec einen JPS0502-6 wählen. Der böte (Das war der Punkt, der mir bis dato entgangen war) noch zwei separate Legacy-Anschlüsse *), die – quasi als Zugabe - zwei weitere Wohnungen konventionell versorgen könnten. **)

Dabei wäre man nicht mal auf nur eine Dose pro Wohnung beschränkt. Etwa drei sind (hängt im Detail von den Distanzen und der Kabelqualität ab) auch mit dem schwächeren Legacy-Signal noch machbar. Vielen reicht zwar nicht ein Receiver, wohl aber, dass zeitgleich nur ein Receiver uneingeschränkten Zugriff auf das komplette Programmangebot hat.

Das klingt erst einmal verlockend . Nur: Interessenlagen ändern sich. Und dann muss man wieder auch in den Wohnungen aktiv werden. Denn die Wohnungen vorausschauend generell großzügig mit 5-6 Anschlüssen auszustatten, was auch Kosten verursacht, auf die Leitungen teils aber nur das Legacy-Signal der Jultec-Bausteine funktionstüchtig aufzuschalten, ist kaum zu schaffen. "Wieder aktiv" deshalb, weil es jetzt aller Wahrscheinlichkeit nach Dosen ohne Gleichspannungsdurchlass gibt, man aber selbst für nur einen Receiver, soll der vollen Programmzugriff haben, wie eingangs angesprochen ein Netz mit Gleichspannungsdurchgang braucht. Ich würde da eher zu Hopp oder Top tendieren: Pro Wohnung entweder eine vorausblickende/große Unicable-Lösung, oder Abfinden mit dem beschränkten Programmangebot der statischen Einkabelanlage – also Parallelbetrieb. Dabei gäbe es kein prinzipielles Technik-Problem. Es macht halt ein wenig Aufwand, beide Systeme eingangsseitig unter einen Hut zu bringen.


*: Legacy = Englisch für Altlast. "Veraltete" Receiver, die noch kein Unicable können, sind im Legacy-Modus bzw. am Legacy-Anschluss so zu nutzen, wie an einem konventionellen, spannungsgesteuerten Multischalter. Das bedeutet im Gegensatz zum Betrieb an der vorhandenen statischen Einkabelanlage zwar den Zugriff auf das komplette Programmangebot, beschränkt aber auf nur einen Receiver mit vollem Zugriff pro Kabel.

**: Bei den 3er Matrizen sieht das anders aus: Für die gilt, was ich oben zu verallgemeinernd geschrieben habe: Es gibt nur Kombiausgänge für drei Unicable-kompatible (Single)Receiver oder alternativ einen konventionellen.
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Alt 20.12.2011, 01:37   # 11
King W.
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Unter "Legacy-Betrieb" versteht man die Standard-Bertiebsart eines Receivers, d.h. ohne Unicable. Legacy-Betrieb ergibt sich immer dann, wenn ein Receiver direkt am (nicht-unicable)LNB oder an einem herkömmlichen Multischalter angeschlossen ist. Bei einigen Herstellern, z.B. Jultec, wird bei Routern, die mehr als 3 Kanäle pro Ausgang haben, zusätzlich zu jedem Strang auch ein Legacy-Ausgang angeboten.

Der JPS0502-6 beispielsweise liefert 2 Stränge zu je 6 Teilnehmern und hat zusätzlich 2 Ausgänge für herkömmliche Receiver.

Das bietet übrigens die Möglichkeit, auf einen der 4 Router zu verzichten und stattdessen eine Wohnung über die Legacy-Ausgänge zu versorgen. Allerdings müßten in diesem Fall neue Kabel in diese Wohnung gezogen werden, für jeden Receiver eins. In dieser Wohnung würden dann auch die alten Receiver ausreichen, Unicable-Funktionalität wäre nicht nötig.


Edit: Da war mal wieder jemand schneller als ich.

Egal, jetzt hast du 2 Antworten, die sich aber gar nicht so sehr unterscheiden. Der Legacy-Ausgang hat aber m.E. zu wenig Signalpegel, als daß ich dort einen längeren Strang anschließen würde, um dort mehr als einen Receiver im Entweder-Oder Modus zu betreiben.

Die bessere Lösung, falls die Legacy-Ausgänge genutzt werden sollen, wäre m.E. mehrere dieser Ausgänge für eine Wohnung zu nehmen. Es stünden ja bei 3 Geräten 6 Ausgänge zur Verfügung. Es wäre dann zu überlegen, was günstiger ist: Ein JPS0502-6 oder ein paar zusätzliche Kabel in die nächstgelegene Wohnung zu ziehen.

Es gäbe übrigens noch eine weitere Lösung: Ihr könntet im Prinzip jeden JPS0502-6 durch einen deutlich günstigeren JPS0501-8 ersetzen. Dann habt ihr einen Ausgang zu 8 Kanälen und könntet das Signal mittels eines simplen Splitters an zwei Wohnungen verteilen. Das widerspricht zwar dem Prinzip, wohnungsübergreifende Installationen möglichst zu vermeiden, aber bei je 2 Wohnungen ist das Risiko überschaubar und ein Fehler durch einen falschen oder falsch eingestellten Receiver schnell gefunden.

Wichtig ist aber auf jeden Fall, daß ihr vorher den genauen Bedarf pro Wohnung ermittelt und eventuell auch feststellt, ob noch in eine einzelne Wohnung Kabel nachgezogen werden können. Nur dann kann man auch eine fundierte und in jeder Weise tragfähige Planung durchführen.

Zu der Frage nach Alternativen: Früher haben wir auch gern die TechniRouter von TechniSat empfohlen. Die gibt es in der Ausführung 1x8 und 2x4. Sie sind etwas billiger als die Jultec-Produkte, haben aber zwei Nachteile:
1) Das Gehäuse ist nur aus Weißblech anstatt aus Alu-Guß
2) Die Geräte haben nur eine feste Verstärkung, eine ein- und ausgangsseitige Pegelregelung fehlt.
Zudem scheint es in letzter Zeit Qualitätsprobleme mit diesen Teilen zu geben. Es ist jedenfalls hier schon mehr als einmal von Schwierigkeiten mit diesen Routern berichtet worden.
Von Axing gibt es noch den SES 56-09, aber der verfügt nur über einen Ausgang zu 6 Kanälen und kostet fast genau so viel, wie der JPS0501-8. Ich denke, das ist schon vom Preis her kaum eine echte Alternative.

Dann gibt es natürlich noch ein paar Produkte unter verschiedenen Labeln auf dem Markt aus fernöstlicher "Qualitäts"produktion. Bitte nicht kaufen, gibt nur Ärger.

Noch ein Tip:
Eine gemischte Verteilung des SAT-Signals macht wenig Sinn. Wegen gut drei Monaten würde ich mir diesen Aufwand nicht antun. Zur Erinnerung: Ende April werden die analogen Programme abgeschaltet, dann beginnt auf Astra das große Frequenzrücken. So viele neue Kassetten könnt ihr gar nicht installieren, daß ihr dann immer noch alle Programme empfangen könnt. Spätestens dann landet eure Alt-Anlage sowieso auf dem Müll oder bestenfalls bei ebay. Und spätestens dann sollte eure neue Anlage fertig sein - und zwar für alle. Bitte, wartet nicht bis auf den "letzten Drücker"!

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Alt 20.12.2011, 13:43   # 12
Dipol
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Zitat:
Zitat von tossibaer Beitrag anzeigen
Eventuell möchte sich nicht jeder einen neuen Receiver kaufen und wäre auch mit nur einem Receiver in der Wohnung zu frieden. Ich gehe mal davon aus, dass die anderen Dosen in der Wohnung dann nicht mehr funktionieren und dass man einen Anschluss in der Wohnung fest legt.
Das Pegelfenster in der Sat.-ZF beträgt 47 - 77 dB(µV), wobei man planungstechnisch jeweils 3 oder besser 6 dB Abstand halten sollte. Selbst bei hyperdämpfungsarmen Kabeln reicht die Verstärkung von ca. 15 - 20 dB handelsüblicher statischer Einkabelsysteme niemals aus um 7 WE (über einer 8-fach-Verteiler?) mit normgerechten Pegeln zu versorgen.

Die Frage nach der Type der statischen Einkabellösung ist noch offen. Ein Bild der Unterverteilung (8-fach-Verteiler?) wäre auch hilfreich.

Immerhin sind in dieser Anlage separate Wohnungszuleitungen vorhanden. State of the Art sollte bei Neuinstallationen auch wohnungsintern eine Sternverteilung sein und selbst nach den Specs der BK-Netzbetreiber sind wohnungsinterne Reihenverteilungen auf max. 3 Steckdosen beschränkt. Lindwurm-Reihenschaltungen mit 6 Dosen in Reihe sind nicht mehr fachgerecht. Ist die Vermutung, dass es für diese Anlage kein Messprotokoll gibt richtig?

Schaltungsbeispiele mit JULTEC-Matritzen sind hier bei Jultec GmbH nachzusehen. Bei hoher Netzdämpfung kann Legacy-Betrieb die Überbrückung von Durchgangssteckdosen und im Extremfall wie bei normalen Multischalter-Sternverteilungen auch eine pegelfreundliche Stichdose erfordern.
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Alt 20.12.2011, 14:52   # 13
tossibaer
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Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Noch ein Tip:
Eine gemischte Verteilung des SAT-Signals macht wenig Sinn. Wegen gut drei Monaten würde ich mir diesen Aufwand nicht antun. Zur Erinnerung: Ende April werden die analogen Programme abgeschaltet, dann beginnt auf Astra das große Frequenzrücken. So viele neue Kassetten könnt ihr gar nicht installieren, daß ihr dann immer noch alle Programme empfangen könnt. Spätestens dann landet eure Alt-Anlage sowieso auf dem Müll oder bestenfalls bei ebay. Und spätestens dann sollte eure neue Anlage fertig sein - und zwar für alle. Bitte, wartet nicht bis auf den "letzten Drücker"!

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...das ist ein heißer Tip! Daran hatte ich ja noch garnicht gedacht! Dann ist es proktisch so, dass wir um eine komplette Unicable-Installation nicht herum kommen, zumindest lohnt der Aufwand eines "Mischbetriebs" auch aus meiner Sicht nicht. Das ist ein starkes Argument. Danke!

Zum "Legacy-Betrieb": Danke, das habe ich verstanden.

Die Alternative JPS0501-8A ist wirklich eine. Ich gebe zu, dass es immer ungünstig ist, wenn zwei WE an einem Ausgang hängen (also Wohnungsübergreifend). Aber wie ihr schon geschrieben habt, wenn einer von den beiden eine fehlerhafte Inbetriebnahme eines Receivers vornimmt, tangiert das lediglich genau den einen zweiten und der sollte bekannt sein.

Ich möchte Euch noch einmal recht herzlich danken. Mir ist nun klar, welche Teile ich brauche und welche Vorgehensweise vorteilhaft ist. Jetzt muß ich nur noch mit allen Beteiligten die Lage diskutieren und eine Umsetzung empfehlen.

Gruß Tossibaer
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Alt 20.12.2011, 15:21   # 14
Dipol
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Zitat:
Zitat von tossibaer Beitrag anzeigen
Dann ist es proktisch so, dass wir um eine komplette Unicable-Installation nicht herum kommen, zumindest lohnt der Aufwand eines "Mischbetriebs" auch aus meiner Sicht nicht. Das ist ein starkes Argument. Danke!
Ach wenn man doch manchen Usern die erbetenen Angaben nicht wie Würmer aus der Nase ziehen müsste. Es sollte auch für einen Laien nachvollziehbar sein, dass es einen Riesenunterschied macht, ob noch analoge oder schon digitale Receiver in Betrieb sind.

Meine Schaltungsempfehlungen für den Parallelbetrieb bezogen sich selbstverständlich nicht auf eine "Analoge Einkabellösung" mit Restlaufzeit zum 30.04.2012, sondern auf digitale Einkabelsysteme. Aber die Type oder ein Foto war ja nicht zu entlocken.
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Alt 20.12.2011, 15:54   # 15
raceroad
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Nichts gegen einen kompletten Schnitt. Der ist besser, als Gefahr zu laufen, doch wieder nachbessern zu müssen. Aber ich verstehe das mit dem unvermeidbaren Umstieg nicht. Im Eingangsbeitrag klang das - bis auf die Sache mit dem Multischalter - ziemlich eindeutig:
Zitat:
Zitat von tossibaer Beitrag anzeigen
Die umzubauende Anlage ist in einem 7-Familienhaus. Es ist schon eine vorhandene digitale Einkabellösung über einen Multischalter im Keller. Diese speist aber leider nicht alle Programme ein. Das möchten wir gerne ändern. Auch HD-Empfang wäre toll.
Wenn so etwas wie ZDF neo oder zig Varianten vom WDR zu empfangen sind, läuft das über Digital-TV, und die bevorstehende Analogabschaltung hätte keine direkten Konsequenzen. Wenn man jetzt, wenn auch nicht bewusst sondern irrtümlich, sagen würde, dass umgestellt werden muss, und sich das im Nachhinein als falsch herausstellt, kann das zu Verärgerung führen.

Im Falle einer "analogen" Einkabelanlage fehlten vermutlich die Endgeräte, aber empfangstechnisch stünden die ör-HD-Programme Das Erste, ZDF und arte zur Verfügung.
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Alt 20.12.2011, 16:01   # 16
tossibaer
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Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Ach wenn man doch manchen Usern die erbetenen Angaben nicht wie Würmer aus der Nase ziehen müsste. Es sollte auch für einen Laien nachvollziehbar sein, dass es einen Riesenunterschied macht, ob noch analoge oder schon digitale Receiver in Betrieb sind.

Meine Schaltungsempfehlungen für den Parallelbetrieb bezogen sich selbstverständlich nicht auf eine "Analoge Einkabellösung" mit Restlaufzeit zum 30.04.2012, sondern auf digitale Einkabelsysteme. Aber die Type oder ein Foto war ja nicht zu entlocken.
Bitte nicht missverstehen....ich rede selbstverständlich ebenfalls von einer digitalen Einkabellösung die wir installiert haben. Ich hatte es zumindest so verstanden, dass der Wegfall des analogen Satelllitenempfangs ggf. eine Neuausrichtung auf dem Astra Satelliten zur Folge hätte, sodass neben den zur Zeit bereits nicht zu empfangenen Programmen (z. B. Eurosport) noch weitere dazu kommen. Das ist zumindest ein starkes Argument, die Teilnehmer die bisher nicht bereit waren Geld in eine neue Satellitenanlage zu investieren (es klappt ja alles und mir reichen die Programme) doch davon überzeugen zu können, dass es sich hierbei um eine gute und zukunftsorientierte Investition handelt.

Das eine zwingende Umstellung aus technischen Gründen nicht notwendig ist, ist klar. Die Frage ist, inwieweit man bereit ist mit den Einschränkungen zu leben.

Das weitere Angaben erwünscht waren, habe ich scheinbar überlesen. Das möchte ich gerne nachholen. Die installierte Weiche ist eine smart GP 31 d. Hier ein Link zum Datenblatt: http://www.produktinfo.conrad.com/da...stem_GP31D.pdf
Wie bereits geschrieben, wird diese Weiche von einer horizontalen und einer vertikalen Leitung vom LNB gespeist und nach der Weiche über Verteiler auf die jeweiligen Wohnungen verteilt. Ich hoffe das war verständlich.

Gruß Tossibaer
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Alt 20.12.2011, 16:06   # 17
raceroad
Team SAT-Technik
 
Registriert seit: 18.12.2011
Beiträge: 623
Da liegt aber scheinbar ein Missverständnis vor:
Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Wegen gut drei Monaten würde ich mir diesen Aufwand nicht antun. Zur Erinnerung: Ende April werden die analogen Programme abgeschaltet, dann beginnt auf Astra das große Frequenzrücken. So viele neue Kassetten könnt ihr gar nicht installieren, daß ihr dann immer noch alle Programme empfangen könnt.
Damit ist gemeint, dass mit der Analogabschaltung im Tiefband Transponder frei werden, die für die Ausweitung des HD-Angebots genutzt werden. An Anlagen, die mehr bieten als die GP 31, könnte man diesem erweiterten Angebot durch Auf-/Umrüstung hinterherlaufen.

Aber: Alle bisher zu empfangenden Sender funktionierten auch ohne Nachrüstung. Änderungen sind also nicht unvermeidbar. Die GP 31 ist auch innerhalb der Gattung der statischen Einkabelanlagen ein Fossil. Die Einschränkungen sind schon lange nicht mehr zeitgemäß. Es wird höchste Zeit für einen Wechsel. Nur: Man kann die Notwendigkeit dazu nicht mit der Analogabschaltung begründen.
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Alt 20.12.2011, 16:13   # 18
tossibaer
Threadstarter
 
Registriert seit: 18.12.2011
Beiträge: 9
Zitat:
Zitat von raceroad Beitrag anzeigen
Änderungen sind also nicht unvermeidbar.
...moment, nicht unvermeidbar bedeutet ....vermeidbar, richtig? Wir müssen also nicht zwingend umbauen?

Ok! Danke!

Gruß

tossibaer
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Alt 20.12.2011, 16:24   # 19
raceroad
Team SAT-Technik
 
Registriert seit: 18.12.2011
Beiträge: 623
Wie sag' ich's meinen lieben Nachbarn

Aus meiner Sicht müsste zwingend umgebaut werden, weil ich nicht auf Dauer von Programmen, die mich interessieren (z.B. ARD Spartenkanäle, arte - wobei hier natürlich jeder andere Prioritäten setzt) und einer deutlich besseren Bildqualität (HDTV) ausgesperrt bleiben wollte. Es gibt sehr gute Gründe für einen Umbau!

Nur hat die Analogabschaltung keine Auswirkungen auf den Ist-Zustand und taugt daher nicht als Argumentationshilfe.
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Alt 20.12.2011, 16:54   # 20
Dipol
Team SAT-Technik
 
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Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von tossibaer Beitrag anzeigen
Die installierte Weiche ist eine smart GP 31 d. Hier ein Link zum Datenblatt: http://www.produktinfo.conrad.com/da...stem_GP31D.pdf
Warum nicht gleich so?

Dieses Bauteil mit schwächlichen 15 dB Verstärkung gleicht gerade mal die Dämpfung des Wohnungsverteilers aus. Welche messgerätelose Installateurskoryphäe ist denn auf die Idee gekommen, dass man damit so viele Steckdosen ohne Unterpegel speisen kann?

HF-technische Inkompetenz ist meistens gepaart mit Sicherheitsmängeln. Ich unke mal blind, dass die Antenne nicht oder nicht normgerecht geerdet ist und dass auch der Potenzialausgleich fehlt.
Zitat:
Zitat von tossibaer Beitrag anzeigen
Wie bereits geschrieben, wird diese Weiche von einer horizontalen und einer vertikalen Leitung vom LNB gespeist und nach der Weiche über Verteiler auf die jeweiligen Wohnungen verteilt. Ich hoffe das war verständlich.
Jetzt schon! Somit ist es auch durchaus möglich, dass einzelne Digitalreceiver bereits Unicable-ready sind oder per Upgrade dafür tauglich gemacht werden können.

Ich sehe nicht viel fern, aber auf den Transponder von EUROSPORT/EURONEWS würde ich ebensowenig verzichten wollen wie auf die ARD-Transponder mit arte, PHOENIX, 1 Extra etc. oder den ARD-Radios, alle mit diesem Einkabelsystem allererster Generation nicht empfangbar.
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Alt 28.05.2012, 14:06 # --
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