Sat-Anlage mit 14 Anschlüssen

Alt 30.11.2011, 13:30   # 1
*TomTom*
 
Registriert seit: 30.11.2011
Beiträge: 9
Hallo zusammen,

zuerst einmal ein großes Lob an alle hier im Forum! Ich muss sagen, dass ich selten so ein fachlich fundiertes und sachlich geführtes Forum gesehen habe! Weiter so!

Nun zu meinem Anliegen:

Ich plane grade die Sat-Anlage für ein größeres Zweifamilienhaus. Benötigt werden insgesamt 14 Anschlussmöglichkeiten. Schüssel und LNB kommen auf das Dach, erster Multischalter (5x4) auf den Dachboden (für die DG-Verteilung) und zweiter Multischalter (5x12) in den Keller (für die EG- & KG-Verteilung).

Vorübergehend soll noch das Signal vom Kabelfernsehen über den terrestrischen Eingang des Multischalters eingespeist werden.

Zum Verständnis anbei eine kleine Skizze.

satschema

Mich interessiert nun in erster Linie, welche Bauteile für meine Konfiguration am empfehlenswertesten sind und ob das alles so möglich ist, wie ich es mir vorstelle.

Die Bauteile sollen keine Billigware sein, aber auch ihr Geld wert sein, also nicht unnötig überteuert sein. Momentan schweben mir als 5x4-Multischalter der Axing SPU 54-09 und als 5x12-Kaskadenglied der Axing SPU 5512-09 vor. Hat jemand eine bessere Idee, gerade im Bezug auf die von mir genannte Konfiguration?

Als Anschlussdosen denke ich über die Axing SSD 5-00 nach. An jedem Kabel soll nur eine Dose hängen, d.h. Stichdose, diese aber die Möglichkeit zum Anschluss von Radio, Kabelfernsehen und Satellitenfernsehen haben. Hat ein anderer Hersteller „bessere“ Dosen, z.B. Hirschmann/Triax, etc.? Wie hat es sich hier mit dem S02/03-Problem? Welche Dosen kommen damit klar?

Welches LNB ist empfehlenswert? Habe jetzt öfters in meinen Internetrecherchen vom Inverto Black Ultra Quattro gelesen?! Alternativvorschläge?

Und als erstmal letzten Punkt für heute zurück zur kombinierten Einspeisung von Sat und Kabelfernsehen am Multischalter und den damit verbundenen Anforderungen. Geht es hier einzig und allein um Ingress? Lässt sich dieser mit einer ordnungsgemäßen Erdung und auch entsprechendem Potentialausgleich komplett verhindern oder sind noch Zusatzmaßnahmen nötig?

Vielleicht in die Leitung vom Verstärker zum Multischalter noch eine Rückkanalsperre, oder einen terrestrisch aktiven Multischalter mit vorgeschalteter Rückkanalsperre, dann ohne den alten Verstärker?

Vielen Dank schon mal im Voraus für eure Mühen mir zu antworten!
  Mit Zitat antworten
Alt 30.11.2011, 18:21   # 2
Isotrop
Team SAT-Technik
 
Benutzerbild von Isotrop
 
Registriert seit: 27.08.2010
Beiträge: 1.289
Der SPU 54-09 wird, wenn ich mir den Katalog zu Gemüte führe, nicht funktionieren, da keine Stammleitungsausgänge vorhanden. Wenn dann müsste man zum SPU 56-09 greifen fürs DG

Unten kann dann der SPU 5512-09 eingesetzt werden. Hier bitte F-DC Abschlusswiderstände auf den Stammleitungsausgängen verwenden

Inverto Black Ultra Quattro? Will man einen besonders schwer zu empfangenden Satelliten anvisieren? Lange Leitungswege sehe ich in der Skizze nicht nicht wirklich, wenn ich mir die 2m von LNB bis zum ersten Multischalter anschau und 28m bis zur entferntesten Dose...

In Verbindung mit einer guten Schüssel (ab 85cm Durchmesser) und einem ALPS Quattro LNB hat man normalerweise genug Pegel für so eine Anlage

Kabel TV soll nur eingespeist werden? Nicht aber der Rückweg genutzt? Dann wäre sicher ein Rückkanalsperrfilter mit hoher Sperrtiefe bei 5-65MHz eine saubere Lösung, vollkommen unabhängig von einer ordnungsgemäßen Antennenerdung/Potentialausgleich

Die Axing Dosen sind breitbandig, somit sollte eine S02/03-Problematik entfallen, solang UKW vom Pegel her nicht stört
__________________
DM8000 - GI50-120 - TriaxTDS110 - GI 201 PlatinumX [85,2°E - 45°W]
DM8000 - V-BoxIII - ZAS 05/M - Kathrein CAS018 - Inverto IDLP-S Flange [66°E - 45°W]
more technical equipment
  Mit Zitat antworten
Alt 30.11.2011, 18:57   # 3
Dipol
Team SAT-Technik
 
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von *TomTom* Beitrag anzeigen
Vorübergehend soll noch das Signal vom Kabelfernsehen über den terrestrischen Eingang des Multischalters eingespeist werden.
Womit eine normgerechte Antennenerdung und ein normgerechter Potenzialausgleich von Satellitenantenne und BK-Anschluss zu beachten sind.

Im Klartext: Sollte wie so oft bislang der PA am WISI VX 64 fehlen, sollte man den nachrüsten und ein galvanisches Trennglied zwischen HÜP und den VX 64 setzen.

Der VX 64 müsste aus den 90er Jahren stammen und im Hinweg noch das Band I übertragen und im Rückkanal passiv sein. Wenn ich mich somit richtig erinnere und der VX 64 keinen Rückkanalverstärker hat, kann das RK-Sperrglied entfallen.
  Mit Zitat antworten
Alt 01.12.2011, 15:24   # 4
*TomTom*
Threadstarter
 
Registriert seit: 30.11.2011
Beiträge: 9
Hallo,

vielen Dank erstmal für die Antworten!

Da mir das mit dem Blitzschutz zu umständlich geworden ist habe ich mich noch mal nach einer alternativen Montageposition für die Sat-Schüssel umgesehen und habe eine im geschützten Bereich gefunden. In diesem Zusammenhang hat sich auch noch mal die Multischalter-Konfiguration geändert. Der erste Multischalter kommt jetzt ins Kellergeschoss, der zweite ins Dachgeschoss. Letzter aber erst in noch nicht absehbarer Zeit, nämlich dann, wenn das Dachgeschoss ausgebaut wird. D.h. jetzt wird erstmal nur ein 5x12-Multischalter benötigt.

Da hier im Forum die Geräte von Jultech so oft angepriesen wurden habe ich mir diese mal genauer angeschaut und den JRM0512A in die Planung aufgenommen. Spricht was dagegen, bei der unten abgeänderten Konfiguration?

satschema2forum

@Isotrop:

1. Nein, kein besonderer Satellit. Ganz primitiv nur der Astra 19,2. Habe jetzt das Alps Quattro dafür eingeplant. Übrigens danke für den Hinweis mit den Abschlusswiderständen. Nach neuer Planung sind zwar alle Stammleitungsausgänge belegt, dafür werde ich bis zum DG-Ausbau aber die Kaskadenausgänge terminieren.

2. Der Rückkanal im BK-Netz wird hinter den Multischaltern nicht benötigt. Falls ich doch mal ein Kabelmodem installieren sollte, dachte ich das vor dem alten Wisi-Verstäker abzuzweigen. Ich denke das ist so möglich!?

3. Die S02/03-Problematik SOLLTE entfallen? Das klang noch nicht sooooo überzeugend Laut technischen Angaben von Axing splittet die SSD 5-00 das Signal im Bereich 87,5-108 MHz für das Radio, im Bereich 125-862 MHz für Kabelfernsehen und im Bereich 950-2200 MHz für Sat-TV. Sagt das was aus im Bezug auf das Problem? Und was ist mit „solange UKW vom Pegel her nicht stört“ gemeint?

@Dipol:

Ich habe jetzt mal den kompletten Potentialausgleich mit in den Schaltplan übernommen. Wäre das jetzt so eine saubere Lösung, oder hast Du Verbesserungsvorschläge, auch im Bezug auf die gesamte Konfiguration?

Der VX 64 ist tatsächlich schon mind. 20 Jahre alt, Angaben zu einer Rückkanaltauglichkeit sind nicht zu erkennen. Ich denke bei diesem Alter auch gar nicht denkbar!? Also lasse ich die Rückkanalsperre weg, gut

Wozu ist das galvanische Trennglied? Ist das eine Art Sicherung die im Falle eines Blitzeinschlages „durchknallt“ und die Netzebene 3 schützt? Da die Antenne ja nun im geschützten Bereich liegt, kann dieses wegfallen? Oder vorsichtshalber trotzdem einbauen?

Das war es erstmal wieder. Vielen Dank noch mal für die Hilfe bisher, und die die noch kommt
  Mit Zitat antworten
Alt 01.12.2011, 18:44   # 5
Isotrop
Team SAT-Technik
 
Benutzerbild von Isotrop
 
Registriert seit: 27.08.2010
Beiträge: 1.289
Kommando zurück mit breitbandig, mein Fehler! Wie du korrekt recherchiert hast, sind die Anschlüsse der Axing Dose selektiv, nicht wie von mir beschrieben breitbandig

Digitale Mitte von S02 = 113MHz, S03 = 121MHz

Somit könnte die Dose durchaus Probleme bei den untersten BK Frequenzen bereiten, wenn TV Out von 125-862MHz geht und relativ steilflankig ist

Daher gleich von mir als Empfehlung hinterher die Kathrein ESD30

Ich meinte damit, was aber erst eine Pegelmessung bestätigen kann, wenn relativ viel Dampf über UKW hereinkommt, dass der Kanal S02 in Mitleidenschaft gezogen werden kann. Kann, muss aber nicht

Genau, die Stammausgänge sind sowohl beim Haupt/Systemmultischalter als auch bei der Kaskade zu terminieren, wenn sie nicht benutzt sind. Je nachdem halt, welche...

Sollte mal der Rückweg genutzt werden, muss ja dann eh ein neuer RW-tauglicher HAV verbaut werden, statt dem betagten Wisi. Ob jetzt dort das Kabelmodem montiert werden kann, wird sicher Dipol noch zu beantworten wissen
__________________
DM8000 - GI50-120 - TriaxTDS110 - GI 201 PlatinumX [85,2°E - 45°W]
DM8000 - V-BoxIII - ZAS 05/M - Kathrein CAS018 - Inverto IDLP-S Flange [66°E - 45°W]
more technical equipment
  Mit Zitat antworten
Alt 01.12.2011, 19:15   # 6
Dipol
Team SAT-Technik
 
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von *TomTom* Beitrag anzeigen
2. Der Rückkanal im BK-Netz wird hinter den Multischaltern nicht benötigt. Falls ich doch mal ein Kabelmodem installieren sollte, dachte ich das vor dem alten Wisi-Verstäker abzuzweigen. Ich denke das ist so möglich!?
Nein, selbst wenn örtlich keine Verstärkung der RK-Signale erforderlich sein sollte, muss wie Isotrop schon festgestellt hat ein neuer Hausanschlussverstärker ohne Band I-Verstärkung und mit auf 68 MHz erweitertem Rückkanal eingebaut werden. Wie passt diese Absicht zu einer Übergangslösung?
Entbündelte interaktive RK-Signale wird dein BK-Netzbetreiber sicherlich nur den Abonennten, aber nicht allen 12 Sternleitungen zuführen. Der stellt dann auch den neuen HAV in einem abgeschlossenen Breitbandverteilerschrank zur Verfügung.
Zitat:
Zitat von *TomTom* Beitrag anzeigen
Ich habe jetzt mal den kompletten Potentialausgleich mit in den Schaltplan übernommen. Wäre das jetzt so eine saubere Lösung, oder hast Du Verbesserungsvorschläge, auch im Bezug auf die gesamte Konfiguration?
Wenn du am BK-Netz von Kabel BW angeschlossen bist, muss zwischen HÜP und HAV ein galvanisches Trennglied rein. Der HÜP darf dann natürlich nicht mehr geerdet werden.

Ansonsten gelten die Dibkom-Specs bei allen Kabelnetzbetreiber, wonach der PA vor und hinter dem HAV auszuführen ist. Die Erdschiene vor dem Multischalter stellt legt zawr auch den HAV-Ausgang auf Erdpotenzial, bei 13 m Entfernung wäre aber ein weiterer Erdblock sinvoll.

Die Antennenmontage im Schutzbereich der Fassade vereinfacht den PA ungemein. Das umgeht die bei konventioneller Antennenerdung nach EN 60728-11 geforderte schleifenfreie P-Erdung am Antennenmast.
Zitat:
Zitat von *TomTom* Beitrag anzeigen
Wozu ist das galvanische Trennglied? Ist das eine Art Sicherung die im Falle eines Blitzeinschlages „durchknallt“ und die Netzebene 3 schützt? Da die Antenne ja nun im geschützten Bereich liegt, kann dieses wegfallen? Oder vorsichtshalber trotzdem einbauen?
Das bewirkt, dass sich keine Potenzialdifferenzen als Brummstörung auswirken können. Zum Blitzschutz taugt dieses Bauteil allerdings nicht. Ich habe sogar in städtischen Gebieten im tiefsten Winter schon mehr als lauwarme Erdkabel erlebt. Das Zangenamperemeter zeigt 7 A an!

Ein galvanisches Trennglied ist daher in den Breitbandverteilerschränken von KBW aus guten Gründen Pflicht, in den BVTs der KDG entgegen den Dibkom-Vorgaben untersagt.

Ansonsten ist die Konfiguration so perfekt wie die Grafik, meinen Respekt dafür!
  Mit Zitat antworten
Alt 01.12.2011, 20:42   # 7
*TomTom*
Threadstarter
 
Registriert seit: 30.11.2011
Beiträge: 9
Nabend

@Isotrop:

Danke für die Empfehlung der Kathrein ESD 30. Aber würde die Hirschmann EDA 302 F deutliche Nachteile mit sich bringen? TV geht von 5-862 MHz, Radio von 5-118 MHz und Sat von 950-2150 (2400) MHz. Bei der ESD 30 sieht es wie folgt aus: TV & Radio 5-862 MHz, Sat 950-2400 MHz. Ich frage deswegen, weil die Hirschmann 35 % günstiger zu bekommen ist und sich das bei der entsprechenden Menge an Dosen ja doch bemerkbar macht. Ich will aber auch nicht am falschen Ende sparen, daher noch mal die Nachfrage

@Dipol

War vielleicht nicht ganz klar ausgedrückt. Ich beabsichtige momentan nicht, ein Breitbandmodem installieren zu lassen. Momentan läuft Internet über DSL und dabei soll es auch erstmal bleiben. Aber man weiß ja nie was kommt… Ich behalte mir gerne alle Optionen offen, bzw. versuche zukünftige Umbauarbeiten auf ein Minimum zu reduzieren. Deswegen wollte ich nur mal wissen, ob ich mir mit meiner Planung da irgendwas verbaue.

Also noch mal: Sollte irgendwann mal ein Breitbandmodem installiert werden sollen, fliegt der alte Wisi VX 64 raus und wird gegen einen neuen, rückkanalfähigen Verstärker ausgetauscht. Von dort geht ein Kabel zum Breitbandmodem (evtl. dazwischen geschaltete Multimediadose) und eins zu meinem Multischalter. Letzteres sollte dann wahrscheinlich eine Rückkanalsperre bekommen, um Ingress zu vermeiden. So richtig?

So, und nun zum nächsten Punkt: Ich bin bei Kabel Deutschland. Dann also jetzt doch kein galvanisches Trennglied zwischen HÜP und Wisi VX 64, sondern HÜP mit an die PAS?

Und als letztes für heute: Was ist eigentlich diese „schleifenfreie P-Erdung am Antennenmast“? Das hab ich noch nicht so ganz verstanden… Dass ich den Antennenmast trotzdem mit in den Potentialausgleich eingebunden habe wie in der Zeichnung ist doch aber richtig?

Einen schönen Abend noch!
  Mit Zitat antworten
Alt 01.12.2011, 22:27   # 8
Dipol
Team SAT-Technik
 
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von *TomTom* Beitrag anzeigen
So, und nun zum nächsten Punkt: Ich bin bei Kabel Deutschland. Dann also jetzt doch kein galvanisches Trennglied zwischen HÜP und Wisi VX 64, sondern HÜP mit an die PAS?
Nach Dibkom und zur Vermeidung von Brummstörungen gehört das Teil rein, in BVTs von KDG dürfen die nicht rein. Nicht logisch aber Realität.
Zitat:
Zitat von *TomTom* Beitrag anzeigen
Und als letztes für heute: Was ist eigentlich diese „schleifenfreie P-Erdung am Antennenmast“? Das hab ich noch nicht so ganz verstanden… Dass ich den Antennenmast trotzdem mit in den Potentialausgleich eingebunden habe wie in der Zeichnung ist doch aber richtig?
Du hast es für eine nicht erdungspflichtige Antenne im Schutzbereich der Fassade korrekt dargestellt.

Der schleifenfreie PA betrifft dich nicht, der ist bei einer konventionell geerdeten Antenne außerhalb des Schutzraumes einer Fassade oder getrennten Fangeinrichtung gefordert.

Die Normenkunde für Blitzschutz, Erdung und Potenzialausgleich nach EN 62305 und 60728-11 erschließt sich nur noch wenigen Experten, bei der Flut an Normänderungen sind auch die meisten Installateure hoffnungslos mit der Materie überfordert. Wie soll es da noch ein Laie begreifen.
  Mit Zitat antworten
Alt 03.12.2011, 16:07   # 9
*TomTom*
Threadstarter
 
Registriert seit: 30.11.2011
Beiträge: 9
Hallöchen =)

Danke Dipol für Deine erneute Hilfe. Sobald sich Isotrop noch mal wegen meiner Frage zu den Dosen gemeldet hat werde ich die Änderungen in den Plan übernehmen und diesen in finaler Version hoch laden. Vielleicht hilft er ja wem mit ähnlicher Konfiguration in naher Zukunft mal weiter

Meine Erfahrungen was das Nichtbeachten geltender Normen oder anerkannter Regeln der Technik betrifft sind übrigens ähnlich den von Dir geschilderten. Nur das ich mehr aus dem Bereich Bauingenieurwesen komme. Leider gibt es diese Probleme wohl in allen Bereichen, und auch im Baubereich tut die Flut an neuen Normen oder Änderungen nicht immer ihr Gutes… Aber das würde jetzt irgendwann philosophisch werden!

@Isotrop: Wenn Du dann noch mal so nett wärst

Ein schönes restliches Wochenende noch!
  Mit Zitat antworten
Alt 03.12.2011, 16:15   # 10
Isotrop
Team SAT-Technik
 
Benutzerbild von Isotrop
 
Registriert seit: 27.08.2010
Beiträge: 1.289
Zitat:
Aber würde die Hirschmann EDA 302 F deutliche Nachteile mit sich bringen?
Nö, die gehn auch...
  Mit Zitat antworten
Alt 07.12.2011, 17:09   # 11
*TomTom*
Threadstarter
 
Registriert seit: 30.11.2011
Beiträge: 9
So, nun endlich die hoffentlich finale Version meines Sat-Schemas. Folgende Änderungen wurden übernommen:

1.) Axing SSD 5-00 gegen Hirschmann EDA 302 F getauscht (wegen S02/03-Problem)
2.) HÜP vom PAS getrennt, dafür galvanisches Trennglied Wisi DL 20 A eingebaut
3.) 1er-Masseblock für BK-Anbindung nach „vorne“ in die Nähe der PAS geholt
4.) 4er-Masseblock weg vom Multischalter und hin zur Antenne, sodass dieser auch gleich als Übergang vom LCD 111 auf LCD 115 „missbraucht“ werden kann
5.) LCD 115 für die letzten 2 Meter zur Schüssel eingeplant, wegen UV-Beständigkeit

satschema3forum

Hat jetzt jemand noch Vorschläge/Einwendungen/Anregungen? Dipol? Isotrop? Eigentlich sollte ja nun alles optimiert sein. Danke euch beiden noch mal!

Zwei allerletzte letzte Fragen noch:

Hat jemand das Hirschmann Kompressionsstecker-Set schon mal für das Kathrein LCD 111 und LCD 115 benutzt? Sind die dazugehörigen Hirschmann-Stecker CMP 6-51 für das Kabel geeignet?

Und was ist mit Teilnehmerentkopplung gemeint? Irgendwie ist mir dieser Begriff immer mal begegnet wenn es um die Kombination von BK und Sat in einer Anlage geht. Sind hier die Anforderungen bei meiner Konfiguration erfüllt?
  Mit Zitat antworten
Alt 07.12.2011, 17:51   # 12
Dipol
Team SAT-Technik
 
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
Einfach perfekt!

Jetzt aber bitte auch noch die Erdwinkel so setzen, dass man die Patchkabel zu Messzwecken leicht abnehmen kann. Somit entweder als Schleife oder als Bogen ausbilden.
Zitat:
Zitat von *TomTom* Beitrag anzeigen
Zwei allerletzte letzte Fragen noch:

Hat jemand das Hirschmann Kompressionsstecker-Set schon mal für das Kathrein LCD 111 und LCD 115 benutzt? Sind die dazugehörigen Hirschmann-Stecker CMP 6-51 für das Kabel geeignet?
Es gibt zwei RG 6-Normen. KATHREIN, TRIAX-HIRSCHMANN oder WISI usw. stellen die Kabel nicht selbst her, die kommen zumeist aus Italien.

Und so kommt es auch mal vor, dass unter gleicher Type verschiedene Kabel geliefert werden. Letzten Monat wurde auf einem Seminar gesagt, dass dies bei einem KATHREIN-Kabel der Fall gewesen sei und der KATHREIN-/Cablecon-Stecker nicht gepasst hätte.
Zitat:
Zitat von *TomTom* Beitrag anzeigen
Und was ist mit Teilnehmerentkopplung gemeint? Irgendwie ist mir dieser Begriff immer mal begegnet wenn es um die Kombination von BK und Sat in einer Anlage geht.
Nach Norm sind zwischen zwei Teilnehmeranschlüssen folgende Mindestwerte gefordert:
  • UKW + VHF (7 MHz) = 42 dB
  • VHF + UHF = 36 dB
  • Sat.-ZF = 30 dB
Zitat:
Zitat von *TomTom* Beitrag anzeigen
Sind hier die Anforderungen bei meiner Konfiguration erfüllt?
In dieser Anordnung mit dem JULTEC Multischalter ja.
  Mit Zitat antworten
Alt 07.12.2011, 21:25   # 13
*TomTom*
Threadstarter
 
Registriert seit: 30.11.2011
Beiträge: 9
Danke Dipol für den Hinweis mit den Schlaufen. Werde ich beachten!

Na toll, was macht man denn, wenn an ein Kathrein-Kabel der passende Kathrein-Stecker nicht passt? Ich hab ja hier keine Sammlung von verschiedenen Steckern verschiedener Hersteller liegen um dann rumzuprobieren…

Mein Plan war ja eigentlich für das LCD 111 die CMP 6-51-Stecker aus dem Hirschmannset zu nehmen. Aber eine kleine Internetrecherche hat gezeigt, dass sich da Leute da streiten ob das nun geht oder nicht. Also werde ich hier keine Experimente machen und es sein lassen…

Auf der Kathrein-Webseite habe ich jedoch dieses Dokument gefunden: http://www.kathrein.de/de/sat/produk...11635_0111.pdf Demnach sind für das LCD 111 die EMK-12-Kompressionsstecker und die EMK-20-Self-Install-Stecker gedacht.

Wenn ich die EMK-12-Stecker nehme kann ich dazu für 124,08 € dieses Set hier kaufen: Kathrein Kompressions-Stecker-Set ZAH 12

Oder bei Verwendung der EMK-20-Stecker dieses Set für 56,60 €: Kathrein Stecker-Set ZAH 15

Für das zuletzt genannte Set braucht man natürlich keine Zange, was man ja am Preis auch sieht. Aber wie ist der Qualitätsunterschied zwischen beiden Steckern? Ich brauche ca. 80 Stecker und danach würde die Zange wahrscheinlich nur noch rum liegen. Ich will aber auch keine Qualitätseinbußen haben. Lt. Kathrein-Angabe sollen ja beide Stecker das gleiche Schirmmaß haben. Also könnte ich doch eigentlich die EMK-20-Stecker nehmen!?

Oder hat jemand eine ganz andere Idee?
  Mit Zitat antworten
Alt 07.12.2011, 21:32   # 14
King W.
Team SAT-Technik
 
Benutzerbild von King W.
 
Registriert seit: 01.01.2006
Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
Das Hirschmann-Set eignet sich leider nicht für das LCD 111. Die Stecker sind beim besten Willen nicht auf das Kabel zu bringen. Offensichtlich unterscheiden sich KOKA 110 und LCD 111 ganz geringfügig in den Abmessungen. LCD 115 kann ich nicht beurteilen, ich kenne das Kabel zwar, habe aber noch nie versucht, einen Hirschmann-Stecker dort anzubringen.
__________________
Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
Albert Einstein


Nokia? Nein danke!
  Mit Zitat antworten
Alt 07.12.2011, 21:35   # 15
Dipol
Team SAT-Technik
 
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von *TomTom* Beitrag anzeigen
Lt. Kathrein-Angabe sollen ja beide Stecker das gleiche Schirmmaß haben. Also könnte ich doch eigentlich die EMK-20-Stecker nehmen!?
Kannst du! Allerdings muss die Kabelabsetzung bei Self-Install-Steckern absolut maßgerecht erfolgen, damit das Dielektrikum weder vor- noch zurück steht.

Bei Kompressionssteckern kann man vor dem Verpressen noch etwas korrigieren, bei Self-Install-Steckern aber nicht. Die Kompressionsstecker sind übrigens auch am Kabelanschluss vakuumdicht.
  Mit Zitat antworten
Alt 07.12.2011, 22:13   # 16
*TomTom*
Threadstarter
 
Registriert seit: 30.11.2011
Beiträge: 9
In dem Self-Install-Set ist das Absetzwerkzeug ZAW 16 mit bei. Sollte es damit nicht sehr gut funktionieren? Oder ist die Installation damit immer noch anfällig für Fehler?

Wie wichtig ist denn die luftdichte Kompression von der Du gesprochen hast? Bei internen Installationen und am Alps-LNB nicht sooo sehr, denke ich!?
  Mit Zitat antworten
Alt 07.12.2011, 22:29   # 17
King W.
Team SAT-Technik
 
Benutzerbild von King W.
 
Registriert seit: 01.01.2006
Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
Stimmt.
Der perfekte Wetterschutz des Alps macht eine luft- und wasserdichte Verbindung entbehrlich. Der Wetterschutz verhindert sehr zuverlässig jedes Eindringen von Regenwasser. Im Inneren, also ohne Wettereinfluß, ist es ohnehin nicht so wichtig.
__________________
Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
Albert Einstein


Nokia? Nein danke!
  Mit Zitat antworten
Alt 07.12.2011, 22:35   # 18
Dipol
Team SAT-Technik
 
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von *TomTom* Beitrag anzeigen
Sollte es damit nicht sehr gut funktionieren? Oder ist die Installation damit immer noch anfällig für Fehler?
Dieses Absetzwerkzeug hat zwei Messer mit den exakten Abständen, damit ist es problemlos.
Zitat:
Zitat von *TomTom* Beitrag anzeigen
Wie wichtig ist denn die luftdichte Kompression von der Du gesprochen hast? Bei internen Installationen und am Alps-LNB nicht sooo sehr, denke ich!?
Die von KATHREIN vertriebenen Cabelcon-Stecker sind Nitin-beschichtet und korrosionssicher. Vakuumdicht = wasserdicht, ist bei ALPS-LNB verzichtbar.
  Mit Zitat antworten
Alt 08.12.2011, 12:26   # 19
*TomTom*
Threadstarter
 
Registriert seit: 30.11.2011
Beiträge: 9
Okay, dann werde ich es wohl mit den Self-Install-Steckern probieren.

Nun noch vier allerletzte Fragen:

1.) Für die 5 Kaskadenausgänge Widerstände mit DC-Blockern und für freie Multischalterausgänge Widerstände ohne DC-Blocker? Richtig? Gibt es eine kurze Erklärung wieso die einen die DC-Trennung brauchen und die anderen nicht!?

2.) Ein am Multischalter angeschlossenes Kabel was am anderen Ende vorerst keine Dose und keinen F-Stecker hat (also einfach nur abgeschnitten ist): Einfach so lassen, oder am Multischalter abklemmen und terminieren?

3.) Ist mit den Hirschmann EDA 302 F eigentlich an einer Dose UKW- und Sat-Empfang parallel möglich?

4.) Da der Jultec-MS kein Netzteil hat ist das Alps-LNB ja receivergespeist. Sollte da ein im LCD-TV integrierter DVB-S2-Receiver Probleme machen? Oder macht es keinen Unterschied ob interner oder externer Receiver?!

Vielen Dank nochmal für die Hilfe und Geduld bis hierher
  Mit Zitat antworten
Alt 08.12.2011, 16:24   # 20
Dipol
Team SAT-Technik
 
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von *TomTom* Beitrag anzeigen
1.) Für die 5 Kaskadenausgänge Widerstände mit DC-Blockern und für freie Multischalterausgänge Widerstände ohne DC-Blocker? Richtig? Gibt es eine kurze Erklärung wieso die einen die DC-Trennung brauchen und die anderen nicht!?
Richtig, auf den Stammausgängen liegt Gleichspannung.
Zitat:
Zitat von *TomTom* Beitrag anzeigen
2.) Ein am Multischalter angeschlossenes Kabel was am anderen Ende vorerst keine Dose und keinen F-Stecker hat (also einfach nur abgeschnitten ist): Einfach so lassen, oder am Multischalter abklemmen und terminieren?
Da ein Multischalterport mit einem schaltbaren Stichabzweiger vergleichbar ist und die Signale einen Richtkoppler durchlaufen, passiert sowenig wie bei einem nicht terminierten Sternleitungsausgang, nämlich meistens nichts. Die Geräteanschlüsse einer Stich- oder Durchgangsdose macht ja auch niemand dicht
Zitat:
Zitat von *TomTom* Beitrag anzeigen
3.) Ist mit den Hirschmann EDA 302 F eigentlich an einer Dose UKW- und Sat-Empfang parallel möglich?
Wenn genug Pegel ankommt sogar paralleler DVB-T-Empfang.
Zitat:
Zitat von *TomTom* Beitrag anzeigen
4.) Da der Jultec-MS kein Netzteil hat ist das Alps-LNB ja receivergespeist. Sollte da ein im LCD-TV integrierter DVB-S2-Receiver Probleme machen? Oder macht es keinen Unterschied ob interner oder externer Receiver?!
Die Gesamtstromaufnahme von LNB + Schalter beträgt < 200 mA, damit sind nicht mal schwachbrüstige TV-Karten für PCs zu beeindrucken.
  Mit Zitat antworten

Alt 28.05.2012, 14:02 # --
News Flash
 
Benutzerbild von News Flash
 
 
 
   
Antwort
Themen-Optionen



Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 14:02 Uhr.