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| Threadstarter Registriert seit: 24.11.2011
Beiträge: 3
| Hallo und danke für die schnelle Antwort. Die offenen Fragen: 1. Die Gebäude sind etwa 50 Meter voneinander entfernt Was bringt eine Glasfaserverbindung? 2.Wir befinden uns im Burgenland, an der ungarischen Grenze. In DVB-T werden die ORF Programme empfangen, keine ausländischen. 3.Die Flat´s sind ohne Tuner, soviel ich weiß. Mein Vater legte, wie immer, auch hier keinen Wert auf "Extras". 4. Die DVB-T Programme werden mit DVB-T Receivern empfangen und dann in die Anlage eingspeist. 5. Zum älteren Gebäude führt ein Kabael, von diesem werden dann die TV´s versorgt. Ich glaube unterm Dach ist noch eine Art Verstärker. 6. Die verlegten Kabel sind bereits doppelt geschirmt. Ich bedanke mich bereits im Voraus für die Antwort, Grüsse aus dem Bgld, Sepp |
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| | # 5 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| So ist es. Bei einer herkömmlichen Koax-Verbindung müßten auch die Fundamenterder beider Gebäude blitzstrom-tragfähig miteinander verbunden werden. Auf gut Deutsch: Es wäre ein 16 mm² Kupfer-Erdkabel zu verlegen. Bei Glasfaser entfällt diese Verbindung, zumindest dann, wenn das Glasfaser-Kabel nicht stahlarmiert ist, d.h. wenn keine leitende Verbindung für den Blitzstrom besteht. Nun sind aber die Glasfaser-Komponenten (noch) relativ teuer. So kostet z.B. das optische Invacom-LNB allein bereits 200€, während für ein gutes herkömmliches Pendant nur ca. 30€ zu berappen sind. Innerhalb der einzelnen Gebäude müssen die optischen Signale wieder in elektrische Signale zurückverwandelt werden, damit sie mit einem herkömmlichen Multischalter verteilt werden können. Auch diese Wandler sind alles andere als billig. Hinzu kommt noch die Arbeit, den Boden auf eine Länge von 50m aufzugraben. Ich bin zwar ein Freund neuer Technik und stehe der Glasfasergeschichte grundsätzlich nicht ablehnend gegenüber, in deinem Fall kann der Rat aber nur lauten: Vergiß es. Bleiben noch drei realistische Möglichkeiten: 1) Versorgung des 2. Objekts über Koaxleitungen und einen Multischalter vom 1. Objekt aus. Vorteile: Keine neue SAT-Anlage erforderlich, überall Vollbandempfang. Nachteile: Es müssen 4 Koaxial-Erdkabel (also 200m) zwischen den Gebäuden verlegt werden. Zusätzlich muß noch als Blitzschutz das 16 mm² Kupferkabel mit einem Sicherheitsabstand von mindestens 50 cm verlegt werden. 2) Versorgung des 2. Objekts per Unicable vom 1. Objekt aus. Vorteile: Der Unicable-Router befindet sich im 1. Objekt, von dort aus geht nur ein Koax-Kabel in das 2. Objekt. Es werden 150m Koax-Erdkabel eingespart. Überall Vollbandempfang. Der Router ist zwar etwas teurer, als ein Multischalter, das eingesparte Kabel macht den Mehrpreis aber wieder wett. Nachteile: Der Arbeitsaufwand ist nahezu der gleiche, auch jetzt ist das Blitzschutzkabel erforderlich. Eine Unicable-Anlage erfordert Teilnehmerdisziplin. Ein einziger falsch konfigurierter oder auch böswillig verstellter Receiver oder Fernseher kann den kompletten Strang paralysieren. Es sind unicable-taugliche Receiver bzw. Fernseher erforderlich. 3) Versorgung des 2. Objekts über eine eigene Anlage. Vorteile: Keine Erdarbeiten erforderlich, eventuelle Störungen beschränken sich immer nur auf ein Objekt, Vollband-Empfang + DVB-T ist kein Problem. Vom Preis her kein oder nur geringer Nachteil gegenüber den beiden anderen Möglichkeiten. Nachteil: eine Antenne auf dem Dach des 2. Objektes. Die 3. Möglichkeit verdient m.E. eindeutig den Vorzug. An deiner Stelle würde ich deshalb einfach eine weitere SAT-Anlage installieren, so daß jedes Objekt separat versorgt wird. Dazu brauchst du: 1 Antenne 1 LNB 1 Dachsparrenhalter * 1 Dachpfanne * 1 Mastdichtung. * 1 DVB-T Antenne, je nach Bedarf und örtlichen Empfangsverhältnissen. Ein paar Meter gutes Koax-Kabel und passende Stecker dazu. Alles in allem sollten bis hierher ca. 300€ an Materialkosten ausreichen, auch wenn Material guter Qualität eingesetzt wird. Bei der zentralen Versorgung fällt aufgrund der Entfernung allein an Kabelkosten ungefähr der gleiche Betrag an. Zudem ist eine SAT-Antenne deutlich schneller installiert, als 50m Erdreich aufgegraben. Fazit: Alles andere als eine dezentrale Versorgung über 2 getrennte Anlagen und SAT-Vollbandempfang in jedem Zimmer ist nur die zweitbeste Lösung. Nehmen wir also mal an, es seien 2 Antennen installiert. Dann ist bei der bestehenden Anlage eventuell das LNB zu wechseln, falls noch kein Quattro-LNB vorhanden ist. Von den LNB's geht es auf je einen Multischalter und von dort aus weiter in die einzelnen Zimmer. Als Multischalter eignen sich insbesondere die Produkte von Jultec, wegen der hohen Qualität und des äußerst geringen Stromverbrauchs. Dieser hier bedient 8 Anschlüsse, dieser hier 12. Eine Stromversorgung ist für die Schalter nicht erforderlich. Das DVB-T-Signal kann in die Schalter eingespeist werden, bei Bedarf nach vorhergehender Verstärkung. Der Schalter verteilt die Signale dann einfach mit und die Antennensteckdosen trennen die Signale wieder. So steht in jedem Zimmer sowohl das Vollband des Astra-Satelliten zur Verfügung, wie auch das DVB-T Signal. In den Zimmern müssen Geräte für DVB-S und DVB-T vorhanden sein. Am einfachsten ist es, die stromfressenden Röhren-TV's durch Flachfernseher zu ersetzen, die über einen Triple-Tuner verfügen. Die Firma Dyon bietet solche Geräte an, zu einem durchaus bezahlbaren Preis, siehe hier. Ich kann aus eigener Erfahrung bestätigen, daß die Fernseher tadellos funktionieren und bestens mit den Jultec-Schaltern harmonieren. Für den Gast haben diese Fernseher den Vorteil, daß er es nur mit einer Fernbedienung zu tun hat und daß sich im Zimmer kein Receiver befindet. Für dich hat es den Vorteil, daß nicht "zufällig" mit dem Gast auch der Receiver abreist. ![]() * je nach örtlichen Gegebenheiten könnten hier u. U. auch andere Komponenten nötig sein.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! |
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| Team SAT-Technik Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
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Womit kein EMV-Problem besteht. Welches System am zweckmäßigsten ist, hängt in erster Linie davon ab, wie viele Programme gewünscht werden. Aus meiner langjährigen Erfahrung im Hotel-TV-Bereich musste ich lernen, dass nicht jedes Haus Vollbandempfang von ASTRA und womöglich EUTELSAT oder gar ASTRA 28,2°/EUROBIRD 28,5° braucht und will. An anderer Stelle haben wir schon die urheberrechtlichen Probleme erschöpfend diskutiert. So lange die EU-Novelle über den freien Warenverkehr nicht verabschiedet ist, bleibt auch die Einspeisung fremdsprachlicher EU-Programme ohne Einspeisevertrag widerrechtlich. Als verantwortungsbewusster Anlagenplaner weise ich alle Hotel-Betreiber darauf hin, dass das Urheberrecht erst nach 75 Jahren verjährt und die Kabelweiterleitung ohne Einspeisevertrag erhebliche Risiken beinhaltet. Deutsche Hoteliers werden von mehreren Seiten in die Kostenzange genommen, immerhin die astronomischen Vergütungsforderung von CNN wurden gerichtlich relativiert. Siehe auch: http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&...66Jyaw&cad=rja Im Gegensatz zu King W. halte ich Flats mit einem echten Hotel-Mode und insbesondere Copy-Stick für umso wichtiger, je mehr Programme empfangen werden. Die Vielfalt der Sat.-ZF-Einspeisung ist nicht nur Segen, sondern auch Fluch. Für über hundert TV-Programme + noch mehr Radiosender ist eine Programmliste auf Papier zwecklos. Meine Hotelbetreiber mit Sat.-Receiverempfang haben bislang alle aus Gründen der Übersicht und Schonung der Fernbedienungen eine Begrenzung der Programmanzahl gewünscht. Dies auch insbesondere aus Jugendschutzgründen wegen der vielen Ruf-mich-an-Sender. Zug um Zug werden Anlagen die ursprünglich mit Röhren-TV + Satellitenreceiver ausgestattet waren auf Flats mit integriertem DVB-S-Tuner umgestellt. Haben die Betreiber von Anlagen mit Sat.Receivern einstens die Upgrads der Software und Transponderänderungen von einem Master-Receiver aus überspielt, erfolgt das heute sehr viel einfacher mit einem USB-Stick. Man muss kein Prophet sein um vorherzusagen, dass Besitzer von noch so günstigen Flats mit Triple-Tuner aber ohne Copy-Funktion irgendwann ziemlich genervt sein werden. Da kommt spätestens am 30.04.2012 wenig Freude auf, wenn es im Zuge der Analogabschaltung durch die Aufschaltung weiterer Digitalprogramme zu Transponderwechseln kommt. Ich kann die Qualität des Dyon-Flachbildfernsehers nicht beurteilen, aber es ist auffällig, dass keiner der mir bekannten Hotel-TV-Anbieter dieses Fabbrikat anbietet. PS: Ich erwarte demnächst Bilder einer Antennenanlage, welche diverse Einfamilienhäuser über Glasfaser-Freileitungen versorgt und werde die hier einstellen. Die Empfangsstelle liegt auf der anderen Straßenseite, weil nur dort Satellitenempfang möglich ist. | |||||
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| Threadstarter Registriert seit: 24.11.2011
Beiträge: 3
| Hallo. Danke für deine ausführliche Antwort. Ich melde mich wieder, wenn ich mich mit meinem Satmontuer, mit dem ich die Anlage gemeinsam umbauen werde, auf die weitere Vorgangsweise bzw. System geeinigt habe. Wir werden natürlich die hier gemachten Vorschläge verarbeiten und berücksichtigen. Grüsse aus dem Bgld, Sepp |
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| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
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Ob man darüber die Programmlisten neu einspielen kann, weiß ich nicht, denn ich habe es nicht ausprobiert. Ich denke, das kann man aber leicht in Erfahrung bringen. Über einen "echten" Hotelmode verfügen die Fernseher nicht, wohl aber über eine Kindersicherung. Damit lassen sich schon mal das Einstellmenü und auch bestimmte Programme (die "Ruckelsender") sperren. Das ist natürlich kein vollwertiger Ersatz für einen echten Hotelmode, aber zumindest ein Hindernis, welches die meisten Gäste vom Herumspielen abhält. Ich widerspreche Dipol nur ungern, denke aber, hier sollte man die Kirche im Dorf lassen. Es sind zwei Häuser mit 8 bzw. 10 Betten, also vom Aufwand her nicht viel mehr, als jeweils ein größeres Wohnhaus. Da gehört je eine Antenne drauf, vernünftig geerdet, versteht sich, und ein Multischalter, der die SAT-ZF verteilt. Ob es nun Dyon-Fernseher werden, oder aber Geräte eines anderen Anbieters und ob man das Programmangebot begrenzt oder nicht, ist ja nicht unbedingt von der Signalverteilung abhängig. Ich finde jedenfalls den Aufwand, 50m Glasfaser zu verlegen, für ein solch kleines Objekt einfach zu hoch. Machbar ist es aber.
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| Team SAT-Technik Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
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Nachstehend ein Auswahlbouquett für eine DVB-T-Versorgung, die durch vier DVB-S/QPSK und OFDM Twin-Umsetzerkassetten in der STC 1200 ergänzt wird: DVB-T Mux A: ORF 1, ORF 2, ATV DVB-T Mux B: Standortabhängig siehe klick! TP 51, 10744 MHz H: Arte, PHOENIX, 1 Extra, 1 Festival, 1 Plus TP 07, 11836 MHz H: Das Erste + 5 x dritte Programme TP 77, 11945 MHz H: ZDF, 3-sat, KiKa, ZDF Info, ZDF Neo, ZDF Kultur TP 82: 12051 MHz H: Pro 7 A, sat 1 A, Kabel 1 A + 3 Regio-Ausgaben TP 85: 12110 MHz H: RBB, NDR, MDR + 3 Regio-Ausgaben TP 87: 12148 MHz H: VIVA A, Nick A/Comedy Central A TP 91: 12188 MHz H: RTL A, RTL 2 A, Super-RTL A, EUROSPORT D, EURONEWS in mehreren Sprachen TP 93: 12266 MHz H: SR, BR @, ARD Radios | ||
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