| | # 5 | |
| Threadstarter Registriert seit: 09.10.2011
Beiträge: 10
| Übrigens Dipol, Ist es ein großes Windlast-Risiko an einen Dach-Stahl-Mast (Durchmesser 6 cm, zweifach fixiert) zwei 90iger SAT-Schüsseln zu hängen? Für die zweite Schüssel würde ich einen zusätzlichen Arm an den Mast anbringen? Oder würdest Du empfehlen einen zweiten Mast zu errichten? Dies wäre natürlich aufwendiger. Gruß, KW ---------- Doppelpost zusammengeführt ---------- Zitat:
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| | # 6 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
| Es darf weder das max. zulässige Biegemoment des Mastes, noch nach EN 60728-11 ein max. nachweisfreies Biegemoment von 1.650 Nm mit einem Mast überschritten werden. Als noch deutlich größere Antennendurchmesser üblich waren, ist es schon hin und wieder "gelungen" einen Dachstuhl wegen fehlender Windrispen umzuklappen. Wann die Satelliten hin und her verschieben werden weiß ASTRA auch erst, wenn neue Satelliten nicht durch Fehlstarts verloren gehen. Keiner bekommt out-of-footprint einen Persilschein, dass seine Investition später nicht mal für die Katz war. |
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| | # 7 | ||
| Threadstarter Registriert seit: 09.10.2011
Beiträge: 10
| Zitat:
Eine 90'iger SAT-Schüssel knapp an der Dachoberkante montiert, erzeugt wieviel Nm Biegemoment bei einer Windlast der Windstärke von X? Zitat:
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| | # 8 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Das Biegemoment wird genau so berechnet, wie jedes andere Drehmoment auch: Kraftarm * Kraft. Kathrein gibt für seine CAS 90 eine Windlast von 730N an, bei einer Montagehöhe < 20m über Grund und einer max. Windgeschwindigkeit von 130 km/h. Bei einer Montagehöhe > 20m über Grund wären es 1000N bei max. 150 km/h. Als "Kraftarm" zählt die senkrechte Entfernung vom oberen Einspannpunkt zum Mittelpunkt des Reflektors. Die oberen Befestigungsschrauben dürften ungefähr in der Mitte des Reflektors sitzen, du liegst also gar nicht falsch, wenn du von der Unterkante der Schüssel bis zum oberen Einspannpunkt des Mastes mißt und 70 cm addierst. Beispiel: Von der Unterkante der Schüssel mögen es 50 cm bis zum Einspannpunkt sein, dann ergibt sich 1,20m * 730 N = 876 Nm. Bei der zweiten Schüssel, direkt über der ersten, dabei aber so tief wie möglich angebracht, hättest du mindestens einen Meter mehr bis zum Einspannpunkt. Jetzt ergibt sich die Rechnung: 2,20m * 730N = 1.606 Nm. Zusammen mit der (geringen) Windlast des Mastes erreicht diese eine Antenne bereits die zulässigen 1.650 Nm. Beide Antennen zusammen + Mast ergeben in dem Beispiel eine Windlast von nahezu 2.500 Nm. Das überschreitet selbst die zulässige Belastung des ZAS 04, des stärksten Mastes, den Kathrein anbietet. Neben der Schwierigkeit, einen ausreichend stabilen Mast zu finden, müßtest du dir, gemäß EN 60728-11, von einem Statiker bescheinigen lassen, daß dein Dach diese Belastung aushält. Ich glaube, zwei Masten aufzustellen ist die bessere und billigere Lösung.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! |
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| | # 9 | |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
| Zitat:
Der Reflektor ist knapp 1,00 m hoch, die Mastschelle befindet sich bei Elevationseinstellung für Deutschland nur max. 0,25 m über der Reflektor-Unterkannte. Das Masteigenmoment muss mit dem (Angst-)"Beiwert" von 1,2 (der cw-Wert beträgt nur 1,0) berechnet werden, da kommt schon auch etwas zusammen. Anbei eine Exel-Grafik mit alter Maßeinheit, muss ich mal auf Newton umändern. | |
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| | # 10 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Richtig, genau so ist es. Deshalb habe ich auch nicht dazu geraten, irgendwo an der Mastschalle zu messen, sondern an der tiefsten Stelle der Schüssel, das wäre bei der CAS 90 die Unterkante des Feedarms. Wenn man zu diesem Wert ca. 70 cm addiert, landet man ziemlich genau in der Tellermitte.
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| | # 11 |
| Threadstarter Registriert seit: 09.10.2011
Beiträge: 10
| Ich habe da noch eine Frage: Wie hoch ist eigentlich der Einfallswinkel vom Satelliten auf die SAT-Schüssel. Ich habe gehört der wäre so bei ca. 30°. Kann das jemand bestätigen? Ich frage nur, da ich gerne meine SAT-Schüssel am Mast tiefer setzen würde. Meine Dachkante verläuft von Nord nach Süd. Die SAT-Schüssel ist in der Mitte auf der Ost-Dachhälfte, ca. 2m von der Dachkante entfernt, an einem Mast befestigt. Sie ragt nun ca. einen Meter hoch hinaus (gemessen vom Dachziegel direkt unten beim Mast bis zur Halterung/Mittelpunkt der Schüssel) Würde ich meine SAT-Schüssel am Mast nun tiefer schrauben und der Satelliten Einfallswinkel wäre sehr niedrig, könnte dann theoretisch der SAT-Beam an der Dachkante "hängen" bleiben? Ich habe unter anderem auch meine SAT-Schüssel so hoch setzen müssen, da das im Haus verlegte Koaxkabel zu kurz war (es verläuft durch den Schüssel-Mast). Wenn ich es mit einem Koaxkabelverbinder verlängern würde, könnte dies dann zu einer schlechteren Verbindung führen? Wäre dies eine Schwachstelle? Oder sind Koaxkabelverbinder so gut gemacht, dass so eine Schnittstelle kein Hemmnis darstellt? Ich würde nämlich gerne das Kabel verlängern und dann die Schüssel bis kurz vor Beginn der Dachziegel heruntersetzen. Das wäre, die Dachschräge mitbetrachtet, einen halben Meter tiefer und würde so die Windlast deutlich senken. |
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| | # 12 |
| Threadstarter Registriert seit: 09.10.2011
Beiträge: 10
| Zum Beitrag oben habe ich noch vergessen zu erwähnen: Meine SAT-Schüssel ist natürlich in Richtung Süden ausgerichtet, mit einem leichten Schwenk Richtung West (ca. 9°). Ich bestimme hierbei meine Dachkante als "korrektes" Nord-Süd-Maß. D.h. meine SAT-Schüssel schielt nicht über die Dachkante, aber fast Spitz auf das Süd-Ende der Dachkante zu. Diese Info nur zum Thema, ob der Satelliten-Beam an der Dachkante "hängen" bleiben könnte. |
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| | # 13 | ||
| Team SAT-Technik Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
| Zitat:
An deinem Standort: EUROBIRD auf 28,5° = 32,2° HotBird auf 13° Ost: 34,9° Zitat:
Aber wenn die Hilflosigkeit einen bestimmten Punkt überschreitet, nagt der Zweifel, ob die Beratung noch angebracht ist. Sorry, aber ich glaube nicht, dass du nach all deinen Posts für eine Antennenanlage dieser Komplexität ohne fachkundige Hilfe vor Ort auskommst. Damit meine ich keinen Gelegenheitsantennenbauer ohne Digitalmessgerät, sondern einen echten Antennenprofi, der sich ausnahmsweise auch in Sachen Blitzschutz, Erdung und PA auskennt. Bei DishPointer.com kannst du mit der Hindernisfunktion nachsehen, ob der Dachfirst einen deiner gewünschten Satelliten verschattet. Jede Kabelverbindung ist eine Schwachstelle. Die Auswirkungen von F-Buchsen oder Erdblöcken für den PA sind in der robusten Sat.-ZF aber selbst bei asiatischen Hinterhofprodukten mit schlechter Rückflussdämpfung meistens erträglich. | ||
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| | # 14 | |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Zitat:
30° gelten für Astra ungefähr hier im Ruhrgebiet. An der Waterkant ist es weniger, im tiefen Süden mehr. Als Faustregel für Astra in Deutschland kann man rechnen: Elevation = 82 - Breitengrad des Aufstellungsortes. Sehr weit im Osten, also in etwa östlich einer Linie Rostock - Dresden nimmt man 83°, sehr weit im Westen, also in der Gegend um Aachen, wären es 81°.
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