vorhandene Kabel: Umbau Kabel/Antenne auf Digi-Sat

Alt 11.11.2011, 15:23   # 1
WernerHo
 
Registriert seit: 11.11.2011
Beiträge: 4
Hallo zusammen
ich fange gerade an mich mit einer eventuellen Installation einer SAT-Anlage zu befassen und bin dabei auf dieses Forum gestoßen.
Wir hatten bis vor kurzem Kabel jetzt DVB-T und IP-TV, was mich aber alles nicht überzeugt hat und laufende Kosten verursacht, daher mein Interesse.
Jetzt am Anfang dieses "Projektes" habe ich erst einmal eine entscheidende Frage:
Es geht hier um ein Zweifamilienhaus (Wohnungen übereinander) in dem in jeder Wohnung 4-5 Antennenanschlüsse in den Zimmern sind.
Das Haus ist alt und wurde vor etwa 20 Jahren komplett saniert. Dabei hat der Elektriker eben auch die Antennnenkabel neu gemacht und uns gesagt,
er habe alles so verlegt, dass wir irgendwann von Kabel auch auf SAT umsteigen könnten.
Es liegen also im Keller die Anschlüssel für Kabel und auf dem Dachboden ein weiteres, "loses Ende" für eine (damals...) Dachantenne oder aber auch für SAT.
Frage ist jetzt, wie wahrscheinlich es ist, dass diese Kabel nach heutigem Stand überhaupt noch für Digi-SAT nutzbar sind, bzw. woran man das überhaupt erkennen kann.
Das Kabel ist ca. 6-7mm dich und der Innenleiter ca. 1mm, leider gibt es keine Beschriftung auf dem Kabel.
Das ganze Thema sthet und fällt allerdings mit diesen Kabeln, da eine komplette Neuverlegung kaum finanzierbar sein wird.
Bevor ich mich also weiter in die Materie vertiefe wären ein paar Tipps hierzu echt genial.
Anschließend werden sich sicher noch viele Fragen eröffnen (welche Schüssel, welches LNB .....Multischalter und was weiß ich noch alles.
Aber ohne passendes Kabel wird's wohl eh nix.
Vielleicht kann ja jemand eine Aussage treffen oder sagen, wie man ev. messen kann, ob das Kabel passt.
Wäre, wie gesagt, für jeden Tipp dankbar.
Gruß
Werner
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Alt 11.11.2011, 16:13   # 2
Dipol
Team SAT-Technik
 
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Beiträge: 4.147
Hallo Werner, nw welcome

Zitat:
Zitat von WernerHo Beitrag anzeigen
Es geht hier um ein Zweifamilienhaus (Wohnungen übereinander) in dem in jeder Wohnung 4-5 Antennenanschlüsse in den Zimmern sind.
Das Haus ist alt und wurde vor etwa 20 Jahren komplett saniert. Dabei hat der Elektriker eben auch die Antennnenkabel neu gemacht und uns gesagt,
er habe alles so verlegt, dass wir irgendwann von Kabel auch auf SAT umsteigen könnten.
1991 reichte die Sat.-ZF gerade mal von 950 bis 1.750 MHz und damals waren die meisten Elektriker noch auf sog. Einkabellösungen gepolt. Heute geht die Sat.-ZF bis 2.150 MHz und man braucht Vollbandempfang mit 4,1 GHz Bandbreite statt damals nur 0,8 oder 1 GHz bei Einkabellösungen .
Zitat:
Zitat von WernerHo Beitrag anzeigen
Es liegen also im Keller die Anschlüssel für Kabel und auf dem Dachboden ein weiteres, "loses Ende" für eine (damals...) Dachantenne oder aber auch für SAT.
Vom Dach in den Keller ist ein Kabel zu wenig. Als Zuführung zu einer Einkabelmatrix wären 4 Kabel pro Satellit und eines für UKW und DVB-T sinnvoll.
Zitat:
Zitat von WernerHo Beitrag anzeigen
Frage ist jetzt, wie wahrscheinlich es ist, dass diese Kabel nach heutigem Stand überhaupt noch für Digi-SAT nutzbar sind, bzw. woran man das überhaupt erkennen kann.
Das Kabel ist ca. 6-7mm dich und der Innenleiter ca. 1mm, leider gibt es keine Beschriftung auf dem Kabel.
Wenn man bei dir nicht Uraltkabel verarbeitet hat müssten bereits doppelt geschirmte Kabel mit einer Folie eingebaut sein. Auch wenn die Kabel kein geschäumtes Dielektrikum und somit eine hohen Dämpfung haben, ist das nur eine Pegelfrage.
Zitat:
Zitat von WernerHo Beitrag anzeigen
Das ganze Thema sthet und fällt allerdings mit diesen Kabeln, da eine komplette Neuverlegung kaum finanzierbar sein wird.
Es ist wahrscheinlich weniger eine Frage der Kabelgüte, als der Kabelstruktur.
Zitat:
Zitat von WernerHo Beitrag anzeigen
Bevor ich mich also weiter in die Materie vertiefe wären ein paar Tipps hierzu echt genial.
Wir sind aber nicht so genial, dass wir aus der Glaskugel die Verteilnetzstruktur erahnen können. Wir müssen insbesondere wissen wie viele Stammleitungen vorhanden sind und auch wieviele Single- oder Twin-Receiver an den einzelnen Steckdosen betriebem werden sollen.

Ich weise mal gleich vorab darauf hin, dass Dachantennen erdungspflichtig sind und die Kabel in den Potenzialausgleich einzubeziehen sind. Siehe festgepinnten Erdungsthread.
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Alt 11.11.2011, 17:19   # 3
WernerHo
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Registriert seit: 11.11.2011
Beiträge: 4
Zitat:
Hallo zusammen
ich fange gerade an mich mit einer eventuellen Installation einer SAT-Anlage zu befassen
Hallo Dipol
zunächst vielen, lieben Dank für die ausführliche Antwort .
Eines meiner Probleme ist das Zitat siehe oben und, insofern habe ich nicht einmal geahnt wie viele 'Fachausdrücke' überhaupt auf mich einstürzen könnten ,
finde es aber durchaus faszinierend wie viele solcher Ausdrücke in einem einzelnen Post vorkommen können.
Problem ist eben, dass ich bisher absolut keine Ahnung habe von SAT-ZF, Einzelkabelmatrix, Kabelstruktur und dergleichen.
Ich weiß, dass das denkbar schlechte Voraussetzungen sind, aber ich dachte eben laienhaft: Warum intensiv damit beschäftigen, wenn es schon am Ansatz (Kabel) scheitert.
Das einzige, was ich sagen kann ist, dass es sich um ein Koax-Kabel handelt, wie ich es aus dem Baumarkt kenne, d.h. Innenleiter mit Kunststoff ummantelt,
dann ein Geflecht drumherum dann eine Folie und wieder eine Kunststoff-Außenummantelung.
Da ich leider auch keine Glaskugel besitze und auch keine Röntgengerät um das Haus zu durchleuchten , werde ich einfach mal versuchen den damaligen Elektriker meines Vertrauens ausfindig zu machen und eventuell näheres zu erfahren.
Bis dahin ziehe ich mich und meine Frage eben erstmal zurück
und bevor ich mich ggf. zurückmelde werde ich mir lieber zuerst ein Lexikon der SAT-Wissenschaften besorgen .
Gruß
Werner
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Alt 11.11.2011, 21:23   # 4
King W.
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Es muß ja nicht gleich scheitern, nur weil ein paar Schwierigkeiten auftauchen.

Wenn ein Kabel vom Dachboden zum Keller liegt, und von dort aus weiter verteilt wird, wäre es immerhin noch möglich, einen Einkabelrouter, und zwar diesen hier unter dem Dach in der Nähe der Antenne anzubringen. Du müßtest dann lediglich 4 Kabel von der Antenne bis zum Schalter verlegen und von dort aus über das Bestandskabel in den Keller. Im Keller kann dann die weitere Verteilung vorgenommen werden. Wie genau das zu geschehen hat und welche Teile gewechselt werden müssen, richtet sich nach der Kabelstruktur, die vorher ermittelt werden muß.

Kleines Problem allerdings: Mit dieser Unicable-Matrix stehen insgesamt 8 Kanäle zur Verfügung, für jede Wohnung also nur 4.
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Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
Albert Einstein


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Alt 12.11.2011, 18:30   # 5
WernerHo
Threadstarter
 
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Beiträge: 4
Hi King W.
Du hast natürlich recht, dass es nicht durch erste Schwierigkeiten scheitern muss, mich hat eben im Moment die Flutwelle an Begriffen überrollt mit denen ich so gar nichts anfangen kann.
Daher bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass ich mich eventuell doch erst mit der Materie befassen sollte, bevor ich mir bei den 'Profis' Rat hole.
Ich kenne das durchaus von anderen Seiten, bei denen vielleicht ich derjenige bin, der "Profi" ist.
Ist eben schwierig einem absoluten Newie Grundlagen zu erklären, wenn der gerade weiß, dass es sowas wie SAT-Schüsseln gibt.
Zum eigentlichen:
Unicable-Matrix klingt gut. Vier Leitungen von der Schüssel zum Dachboden zu verlegen wäre machbar. Und vom Keller aus muss ja zwangsläufig eine Verteilung vorhanden sein,
da wir ja überall Antennendosen haben mit denen man Kabel-TV und Radio empfangen konnte.
Inwieweit das alles tauglich ist gilt es zu ermitteln. Muss ich sehen, wie ich das mache.
Wenn die 4 "Kanäle" je Wohnung bedeuten, dass wir je Wohnung 4 'Empfangspunkte' mit jeweils einem unabhängigen Receiver haben könnten wäre das absolut ausreichend, sogar eigentlich optimal.
Wenn es allerdings heißt, dass wir nur 4 TV-Kanäle empfangen können (wie gesagt, absoluter Laie bisher, sorry ), dann wäre das etwas dünn.
Werde mal "die Jungs von Goggel" durch's Internet schicken, um vielleicht etwas zu schlauer zu machen,
damit ich dann auch die 'richtigen' Fragen stellen kann. Außerdem werde ich versuchen die Leitungswege im Keller zu analysieren.
Melde mich dann gern wieder, wenn ich darf....
Bis denn
Gruß Werner
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Alt 14.11.2011, 13:00   # 6
Alumini
 
Registriert seit: 19.05.2011
Beiträge: 89
Da ich gerade mitlese, kann ich kurz die eine Frage beantworten:

King W. meint 4 Teilnehmeranschlüsse (USER-IDs) pro Wohnung. Ein Receiver mit Single-Tuner verwendet 1 USER-ID. Du kannst also max. 4 einzelne Single-Receiver gleichzeitig verwenden. Jeder Receiver hat Vollbandempfang, kann also alle TV-Programme des Satelliten empfangen.

Ein eventueller Receiver mit Twin-Tuner (mit dem man 1 Programm sehen, gleichzeitig ein anderes Aufnehmen kann) verbraucht 2 Teilnehmeranschlüsse (USER-IDs), wird aber auch nur mit einem (1) Kabel an einer (1) Antennendose angeschlossen.
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Alt 14.11.2011, 18:24   # 7
WernerHo
Threadstarter
 
Registriert seit: 11.11.2011
Beiträge: 4
Hallo Alumini
Danke für die Aufklärung, das schränkt natürlich doch etwas ein, aber mal sehen.
Bis denn
Gruß Werner
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Alt 28.05.2012, 13:55 # --
News Flash
 
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