Hallo erstmal.
Ich bin neu hier (schreibend), aber lesen tu ich schon seit Tagen / Wochen. Das Forum ist schon sein Geld wert
Nun bin ich aber an dem Punkt, wo die Projektplanung kurz vor Abschluß steht, und auch die Forensuche (weder hier noch anderswo) nicht mehr weiterhilft.
Das Projekt besteht aus einer größeren, aus technischen Gründen ausschließlich auf unicable Komponenten umzurüstenden Hausverteilanlage in einem Mehrfamilienhaus, mit diversen Abgängen in die Wohnungen. Die vorhandene Verkabelung sieht mit LCD 90 noch recht brauchbar aus (Haus Baujahr 1997).
An jedem Abgang hängen, nach dem Ausbau aller vorhandenen Verteiler, und Verlängerung von Kabeln im Keller, am Ende unteilbar 3 bis 4 Wohnungen, je exakt 1 Dose pro Wohnung.
Aus Gründen des Schutzes einzelner Nutzer vor falsch konfigurierten Receivern anderer Mieter habe ich schon die programmierbaren JAP-Dosen von Jultech eingeplant, mit je 2 freigeschalteten IDs pro Wohnung. Sollte erstmal reichen. Mehr macht bei der Verkabelung eh keinen Sinn. Schließlich wollen wir nicht für jeden Störfall für viel Geld den Fachmann rufen müssen ... daß die Mieter sich untereinander über die Kanäle absprechen, ist in diesem Haus unrealistisch bis unmöglich.
Was nun noch fehlt, ist die richtige Aufteilung der Kaskade aus ca. 6 - 10 Stück unicable-Matritzen (mit 4, 6 oder 8 userbands pro Leitung). JESS-Schalter von Jultec scheiden leider mangels breiter Unterstützung durch die Receiverindustrie aus, auch wenn sie evtl. das idealste für diese Anlage wären.
Ich hoffe, die Profis hier teilen gerne ihre Erfahrungen mit mir ...
Nun die Fragen:
1)
Gibt es Anhaltswerte, wieviele Schalter, fabrikatsabhängig, ohne Zwischenverstärker maximal kaskadiert werden dürfen ?
Kathrein's Datenblatt vom 1581 schreibt z.B. was von 8
Der unicable Eintrag von Wiki erzählt, daß zwischen je 3 ein Verstärker soll.
Axing hat einen Schalter mit Verstärker (SES 56-09), der mit 13dB eigentlich in der Lage sein sollte, schon mal mit gutem Gewissen 5-6 Stück SES556-09 in Reihe zu versorgen (je 1.5dB Durchgangsdämpfung). Hier gibts jedoch keine maximal-Angaben.
Die Technirouter haben, nach allem was ich gefunden habe, einen recht niedrige empfohlene Kaskadenlänge.
Und die Jultec Doku ist auch eher dürftig, auch wenn die Geräte noch so gut sind.
Pegelrechnung kann ich, ich entwickle selbst Sendeanlagen im GHz Bereich, jedoch eher im Hochleistungsbereich.
Eine schnelle Pegelrechnung ergibt, zumindest bei den AGC-geregelten Geräten mit ihrem ca. 30dB breiten Eingangsfenster, doch theoretisch recht große Kaskadenlängen.
Ok - Theorie und Praxis, Schlechtwetterreserven, etc.
Die Digitaltechnik gibt ja, soweit aus der 50494 (Google sei dank, auf einem China-Server kann man die englische Fassung komplett lesen), kein Limit auf der Trunk vor, aber mir ist klar, daß natürlich das Rauschen durch beliebig viele Verstärker in der Kaskade irgenwann der Qualität ein Ende setzt.
Der Handwerker, der ein Angebot erstellt hat, hat für nur 4 Stück EXR 2542 den passiven Kathrein Splitter EBX 2520 (mit je 5dB Dämpfung pro Seite) in die Stammleitungen eingeplant, und danach je 2 EXR Geräte in Reihe.
Ist dies technisch durchaus sinnvoll, oder eher nur ein Symmetrie-Gag (weil das Haus und die Verteilung recht symmetrisch ist) ?
Klar, wenn ein Startverstärker (oder ein Axing 56-09 als erster Schalter) vornedran wäre, wäre es die ideale Voraussetzung zum nachträglichen Erweitern der Kaskade, da sie ja gleich nur noch halb so lang würde wie ohne Split.
2)
Kathrein bietet zum Kaskadieren 5-fach-F-Verbinder am Stück (EMU 250) für viel Geld an. Gibt es irgendeinen Grund (außer ca. 1 Minute Arbeitszeit zum Stecken pro Kaskadenabschnitt zu sparen), diese anstatt 5 Stück normale Quick-F Verbinder zu verwenden ? Oder hat das eher mit dem Verdienst am Material zu tun ?
Danke vorab
Gruß
Georg