Hallo,
soeben habe ich mich in diesem Forum angemeldet.
Schon in den vergangenen Jahren habe ich sporadisch in diesem Forum mit gelesen und einige Anregungen aufgegriffen.
Seit etwa 1 Jahr fällt der Fernsehempfang bei stärkerem Regen aus. Ich vermute, das sich die Ausrichtung der 80cm Huth Schüssel verändert hat (War seinerzeit ein Angebot mit 4 Analog Receivern). Also bin ich auf das Dach und wollte die Antenne neu justieren. Leider musste ich feststellen, das alle Befestigungsschrauben stark angerostet bzw festgerostet waren. Dazu kommt, dass die Kunststoffteile an der Rückwand der Schüssel Risse zeigen und bei dem Versuch die Ausrichtung zu korrigieren sicher ausbrechen.
Also habe ich mich jetzt entschlossen eine hier mehrfach empfohlene Antenne Gibertini 85 cm Alu Anthrazit XP - Profi - Serie Premium mit einem neuen LNB von Alps (Alps Uni Quattro LNB 0,4 dB) zu installieren. Hinter dem jetzigen Baumarkt Quatro LNB gibt es einen Multischalter von Hirschmann( SE 4058 ) und in 2 abgehenden Leitungen In-Line Verstärker (morgans Ant 18db 950-2050 MHZ REC).
Von den 8 Abgängen sind 7 mit Receivern belegt.
Im Wohnzimmer steht evtl. die Ersatzbeschaffung der jetzt vorhandenen D-Box an. Twin Receiver wäre eine Idee. Ein zweites Kabel ins Wohnzimmer zu ziehen bereitet durch bereits volle Leerrohre Schwierigkeiten und ist nicht gewollt. Auf der anderen Seite ist auch die Idee mit einem Twin Receiver kein Muß.
Die Antennen-Kabel der Sternverteilung liegen meines Wissen seit ca. 1980, als die Terrestischen Antennen installiert wurden. Eine Kabelbezeichnung habe ich nicht gefunden. Hinweis: In 5 von 7 Fällen sind die abgehenden Kabel direkt ohne Dosen an die Receiver angeschlossen.
Fragen:
1.) Reicht evtl. der Austausch der Schüssel und des LNB aus um eine bessere Schlechtwetterleistung zu bekommen?
2.) Sollte auch der Multischalter durch einen hier empfohlenen Jultec ersetzt werden?
3.) Und wenn ja, sollte im Zuge der Erneuerung dann die Möglichkeit des Einsatzes von Twin Receivern vorgesehen werden bei der Schalter Auswahl?
4.) Wie auf dem Foto zu sehen, ist der Antennenmast, der über den Dachfirst hinaus steht mit einem 16 qmm geerdet. Ist das noch ausreichend? Von einem Potenialausgleich ist nichts zu erkennen.
Ich bedanke mich schon jetzt für kritische Anmerkungen und Empfehlungen zu meinem Vorhaben
25.10.2011, 21:31
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2
Isotrop
Team SAT-Technik
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Beiträge: 1.289
Hallo,
in erster Linie schätze ich, dass es reichen würde, die vorhandene Schüssel korrekt zu justieren.... Geht aber nicht wie du geschrieben hast, also muss was neues her. Klar hat man dann nach Austausch und korrekter Ausrichtung wieder mehr Reserve
Wenn zu zuviel Kohle übrig hast, kannst du freilich alles austauschen. Ich würde lediglich mit der Ausseneinheit (Schüssel + LNB) beginnen und den Poti Ausgleich ausführen. Wir empfehlen zumeist aber die Gibertini SE, nicht die XP. Dazu ein Quattro LNB von Alps. Die Leitungen zum LNB dürften ja passen? Ansonsten die 4 Leitungen auch bei der Gelegenheit mit tauschen
Gibts noch terrestrische Antennen an dem Mast? Dann runter damit bzw Mast kürzen oberhalb der Satantenne. Unnötige Windlast, wenn eh nicht genutzt
Wenns wirklich ein Twin Receiver werden soll -> Technisat MiniRouter, dann muss der Receiver aber SCR/Unicable tauglich sein. Dann kann man zwei Ausgänge des Multischalters auf 1 Leitung legen und damit den Twin Receiver versorgen
Sind die Inliner wirklich erforderlich? Sind an diesen 2 Ausgängen des Multischalter derart lange Leitungen?
Sind die Inliner wirklich erforderlich? Sind an diesen 2 Ausgängen des Multischalter derart lange Leitungen?
Mal wieder jemand der meint, dass viel Verstärkung auch viel hilft? Bei 20 dB Inline-Verstärkung ist man geneigt zu wetten, dass der zulässige Receiver-Max.-Pegel überschritten wird.
25.10.2011, 23:58
#
4
comd
Threadstarter
Registriert seit: 25.10.2011
Beiträge: 4
Hallo Isotop,
danke für die Antwort. Ich werde dann nur die Schüssel (Gibertini SE )und das LNB (Alps Uni Quattro LNB 0,4 dB) austauschen.
Es sind keine terristischen Antennen mehr am Mast und die Satantenne sitzt am tiefst möglichen Punkt. Ich möchte bei der Gelegenheit auch eine DVT Antenne installieren, weil über DVBT bei Schlechtwetter wenigstens die öffentlichrechtlichen zu sehen waren. Wenn durch neue Schüssel und LNB aber das schlechte Wetter nicht mehr zu Ausfällen führt, dann ist DBVT nicht nötig.
Die Kabel zwischen LNB und Schalter möchte ich auch auf den aktuellen Stand bringen.
Die Inline Verstärker sind vor langer Zeit montiert worden, weil der Empfang an diesen Leitungen nicht Störungsfrei war. Die Leitungslänge beträgt bei einem etwa 20 m und bei dem anderen ca. 25 m. Ich kann die mal entfernen und sehen ob es auch ohne geht. Momentan zeigt der Receiver bei dem 25 m Anschluss lediglich 40 % an. Bei kürzeren Anschlüssen ohne den Inline Verstärker liegt der Pegel bei ca 50%. Es wird wohl vieles an der fehlerhaften Ausrichtung und preiswerten alten Hardware liegen.
Wenn ich den alten Multischalter nicht ersetze, sollten dann wenigsten die Schraubverbindungsstücke erneuert werden oder ist das nur Aktionismus? und welche Verbindungsstücke sollte ich dann kaufen (Potiausgleich)?
Danke Comd
26.10.2011, 00:23
#
5
Isotrop
Team SAT-Technik
Registriert seit: 27.08.2010
Beiträge: 1.289
Bei einer gut justierten Antenne und Multischalter sind bei einigermassen brauchbaren Leitungen Längen von 20 und 25m kein Thema für einen Inline Verstärker. Das müssten schon wirklich schlechte Leitungen sein, die einiges wegdämpfen. In Zusammenspiel mit der wahrscheinlich nicht perfekt justierten Schüssel natürlich nur grobe Fehlerbeseitigung bzw Eingrenzung. Nach Austausch und guter Ausrichtung sollten diese überflüssig sein
Wenn die vom Multischalter abgehenden Leitungen nicht getauscht werden, kannst du diese Schraubstecker auch belassen. Evtl lediglich neu montieren nach heutigem Standard würde nicht schaden, ich meine da bei manchen die Folie rausblitzen zu sehen
Für den Potiausgleich der 4 vom LNB kommenden Leitungen und der 7 abgehenden Leitungen vom Multischalter bietet sich ein Erdungs F-Winkel an. Z.B. so etwas hier: http://www.hedresel.de/images/fe-11-200.jpg
Dieser Winkel wird direkt mit dem Mast verbunden (gelb/grün 4mm² starr)
Bei den nach aussen (zum LNB) verlegten Leitungen würde ich als Mindeststandard eine Koaxleitung vom Typ Kathrein LCD95 (oder ähnlich), und dazu passende F-Kompressions bzw F-Selfinstall Stecker verwenden. Nicht mehr die alten Schraub F-Stecker. Wenn die Leitungen zu den Endgeräten wirklich so alt sind, machts hier nicht unbedingt viel Sinn
Wenn die Leitungen zu den Endgeräten wirklich so alt sind, machts hier nicht unbedingt viel Sinn
Zumal kaum ein Laie die passende Version der beiden RG 6 Steckervarianten treffsicher findet.
26.10.2011, 01:17
#
7
King W.
Team SAT-Technik
Registriert seit: 01.01.2006
Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
Du kannst dir auch von SEH 4 Kabel Hirschmann KOKA 110 in der erforderlichen Länge fertig mit passenden Kompressionssteckern und - beim Kauf eines Alps-LNB mit aufgestecktem Wetterschutz - konfektionieren lassen. Dann hast du es ordentlich, ohne die passenden Stecker suchen zu müssen und ohne daß Werkzeug gekauft werden muß.
Da die Länge individuell verschieden ist, können diese Fertigkabel nur telefonisch unter Angabe der Länge bestellt werden (02323/61887). Die Erdwinkel für den Potentialausgleich hat SEH mittlerweile auch, wenngleich noch nicht gelistet. Auch das Kabel für den PA kannst du dort bekommen.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein
Nokia? Nein danke!
26.10.2011, 11:02
#
8
comd
Threadstarter
Registriert seit: 25.10.2011
Beiträge: 4
Danke für Eure Hinweise,
Ich habe mir die Videos über die Montage der F Stecker soeben angesehen. Wie auf meinem Foto zu sehen ist, ist sowohl das Drahtgeflecht als auch die Folie umgeschlagen worden.
1.) Wenn ich die Kabel neu absetze, soll ich dann nur das Drahtgeflecht umlegen oder wie im Video nichts umlegen und so aufschrauben?
2.) @Isotop Wird der PA Winkel direkt an den Antennenmast geschraubt? und die Kabel vom LNB enden auf dem PA Winkel? und neue Kabelstücke gehen von der Rückseite dann zum Multischalter?
3.) wenn bei den Leitungen zu den Receivern wird ebenso verfahren wird, Ist es dann nicht sinnvoll, das ich mir neben den 4 Kabeln vom Alps LNB zum PA Winkel auch diese kurzen Verbindungsleitungen vom PA Winkel zum Multischalter auch fertig konfektionieren lasse?
4.) Bisher werden die 4 Kabel vom LNB durch ein in den Mast in Höhe des Schüssel Unterrand gebohrtes Loch in den Mast geführt. Sind die Stecker bei den von King W empfohlenen konfektionierten Kabeln nicht zu dick um sie durch die Bohrung zu bekommen?
5.) Von der Bohrung bis zum Austritt aus dem Mast beträgt die Entfernung ca 1,2 m. Wie lang sollte ich die konfektionierten Kabel bestellen?
Danke für den Super Service.
comd
26.10.2011, 13:18
#
9
Isotrop
Team SAT-Technik
Registriert seit: 27.08.2010
Beiträge: 1.289
1) Nicht umlegen, nur Stecker aufschrauben. Der Sitz des Steckers muss vom Mantel der Leitung kommen
2) Den kannst du freilich auch direkt an den Mast schrauben, wenn durch die Schraube ein vernünftiger Kontakt zum Mast (ähnlich einem 4mm²) gewährleistet ist
3) Durchaus, so hättest zumindest hier eine gute und v.a. gleichbleibende Qualität des Materials
4) Daher halte ich nix von konfektionierten Leitungen, die Stecker tragen durchaus etwas auf. Zur Not die Bohrung etwas aufweiten und danach abdichten
5) Glaskugel sag mir die Wahrheit. Bitte Zollstock und Meterstab zur Hand nehmen und die Länge von LNB/Schüssel inkl. Verlegung bis zum PA Winkel abmessen. Lieber 50cm lass es nen Meter zuviel sein, als zu wenig
1.) Wenn ich die Kabel neu absetze, soll ich dann nur das Drahtgeflecht umlegen oder wie im Video nichts umlegen und so aufschrauben?
Über die richtige Montage von F-Aufdrehsteckern wurde einstens heftig gestritten. Die Diskussion ist durch den technischen Fortschritt in Form von Crimp-, Kompressions- und Self-Install-Steckern überholt.
WISI hat vor Jahren mit den damals üblichen Messmethoden nachgewiesen, dass sich ohne Schirmumschlagen ein besseres Schirmungsmaß ergibt. Diese Aussage gilt aber nur für die konisch ausgeformten WISI DV-Stecker. Leider hat WISI keinen messtechnischen Vergleich der Rückflussdämpfung durchgeführt.
Auch mit exakt auf den Kabeldurchmesser abgestimmten F-Steckern kommt es insbesondere bei dürftigem Geflecht mit dünnen Drähtchen bei der Umschlagmethode zu Durchschneidungen.
Keinesfalls darf man Bestandsstecker für die Umschlagmethode durch Geflechtverdrillung "passend" machen. Ohne Umschlagen sind neue Stecker erforderlich!
05.11.2011, 18:04
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11
comd
Threadstarter
Registriert seit: 25.10.2011
Beiträge: 4
Hallo,
danke für die gute Hilfe!
Habe heute meine Sat Antenne mit den neuen Komponenten auf dem Dach installiert.
Die Anzeige bei dem schwächsten zu empfangenen Sender ist jetzt von 40% auf 78% gestiegen. Wie sich die Schlechtwetterleistung verbessert hat, muss ich abwarten. Bin aber jetzt guter Hoffnung, dass die meissten stärkeren Schauer den Empfang nicht mehr verhindern werden.
Folgende Hardware habe ich jetzt installiert:
1. Gebertini 85 SE
2. Quatro LNB von Alps
3. fertig nach Mass konfektionierte Profi-PE-Koaxkabel 110db HD
Herr Hampel hat mich mit dem LNB und den Kabeln versorgt. Hat alles wunderbar geklappt.
Die Stecker der abgehenden Leitungen habe ich noch nicht angerührt, erfolgt evtl. später falls doch noch Störungen auftreten.
Danke nochmal für die gute und schnelle Hilfe bei der Lösung meines Problems.