Signalstärkenprobleme neue Sat-Anlage mit alter Verkabelung

Alt 22.10.2011, 22:07   # 1
Leviathan72
 
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Beiträge: 1
Hallo alle miteinander.

Was Sat-Technik angeht bin ich ein ziemlicher Noob, über die grundlegenden Prinzipien der Funktionsweise hinaus besteht kein wirkliches Detailwissen. Das vorausgeschickt besteht folgendes Problem:

In meinem Haus hat der Erbauer (Baujahr 2004) eine Verkabelung für Kabelfernsehen verlegt. Soweit ich das erkennen kann, ist ein ziemlich "normales" Koaxkabel (geschirmt mit Draht und Folie) im Haus verlegt. Sämtliche Leitungen aller mit Kabeln versehenen Zimmer enden zentral im Keller. Dort sind diese einzelnen Kabel mittels Verteilern an einem Hausanschlussverstärker angeschlossen und ermöglichen so Fernsehempfang via DVB-C.

Hierbei ist zu erwähnen, dass das Kabel von UnityMedia betrieben wird und kein Internetanschluss durch UM (technisch) möglich ist. Der Fernsehempfang auf den analogen Kanälen des Kabelanschlusses funktionierte problemlos, bei den digitalen Kanälen gab es bei den HD-Sendern relativ häufig Empfangsstörungen, die sich in teiwleise großflächigen Bildstörungen äußerten.

Aus diesem Grunde habe ich mir eine neue Sat-Anlage zugelegt. Folgende Komponenten sind Bestandteil der Anlage:

1. Spiegel Fuba 80 cm FU80/85
2. LNB Fuba Quatro Universal DEK400
3. Multischalter Fuba OSP904

Die Anlage ist als Multifeed ausgelegt, nutze ich aber nicht. Der Spiegel ist mit nur einem LNB zentriert bestückt. Die Einstellung des Spiegels ist mittels "Sat-Finder" vorgenommen worden (try and error). Skew des LNB wurde nicht verändert (also senkrecht eingebaut). Nachdem die Einrichtung soweit nach meinem Dafürhalten erfolgt war, Spiegel fixiert, Multischalter ans LNB angeschlossen und Empfang an einem Fernseher mit DVB-S2 Tuner getestet. Einwandfreies Bild, alles störungsfrei im Versuchsaufbau.

Nun wurden die Zuleitungen zum LNB (beschädigungsfrei) in den Keller gelegt (ca. 10 Meter Kabellänge) und an den dort montierten Multischalter angeschlossen. An den Multischalter wurden die vier Ausgänge mit den vorhandenen und fest im Haus installierten Kabeln verbunden.

Fernseher eingeschalten, Sendersuchlauf auf Astra 19.2 und im Ergebnis ganze 4 Kanäle erhalten. Erster Schock :-/ Also Verkabelung überprüft und neben Astra 19.2 noch den 23. und28. mit dazu genommen. Ergebnis waren nun 37 Kanäle.

Nun kam bei mir der Verdacht auf, dass die Hausverkabelung möglicher Weise nicht funktioniert, also kurzerhand einen Ausgang des MS direkt mit einem 0815 - 10 Meter langem Koaxkabel verbunden und siehe da: nur auf Astra 19.2 rund 1200 Kanäle empfangen (alle Kanäle sind störungsfrei empfangbar, auch alle freien HD). Die Kanäle gespeichert und sodann wieder den Fernseher an der Dose angeschlossen. Ergebnis: Manche Kanäle funktionieren, andere wieder nicht:

Beispiel:

"Das Erste HD" funktioniert mit direkter Verkabelung, nicht aber mit dem Hauskabel

"Das Erste" (normal, nicht HD) funktioniert mit direkter Verkabelung und auch mit dem Hauskabel.

Die Signalstärke, die mir mein Fernsehgerät anzeigt, liegt bei "Das Erste" mit direkter Verkabelung bei 46 von 100 und bei Hausverkabelung bei 43 von 100. Beim Kanal "Das Erste HD" liegt die Signalstärek bei Direktverkabelung ebenfalls bei 46 von 100 und bei der Hausverkabelung bei 0 (null) von 100.

Transponder "Das Erste" ist 11836 MHz, H/L
Transponder "Das Erste HD" ist 11361 MHz, H/L

Für mich (als technischen Laien) ist das nicht nachvollziehbar, dass mache Kanäle funktionieren, andere wieder nicht. Vielleicht kann mir hier jemand auf die Sprünge helfen, wäre wirklich dankbar. Auch wenn weitere Angaben erforderlich sind, bitte kurz Bescheid geben.

Es wäre ein ziemlicher Horror, wenn die vorhandene Hausverkabelung nicht verwendet werden könnte, da ich keine neuen Kabel im Haus verlegen kann. Bin daher wirklich für jeden Tipp dankbar.

Tausend Dank schon mal im Voraus
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Alt 23.10.2011, 12:12   # 2
Dipol
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Hallo undnw welcome

Zitat:
Zitat von Leviathan72 Beitrag anzeigen
Für mich (als technischen Laien) ist das nicht nachvollziehbar, dass mache Kanäle funktionieren, andere wieder nicht.
Digital-TV kennt nur zwei Zustände: Es geht, oder es geht nicht. Darüber entscheidet ein Bit hin oder her.
Zitat:
Zitat von Leviathan72 Beitrag anzeigen
Es wäre ein ziemlicher Horror, wenn die vorhandene Hausverkabelung nicht verwendet werden könnte, da ich keine neuen Kabel im Haus verlegen kann.
Aus der Ferne sind noch keine Glaskugelmessungen möglich, hier ist ein Vorort-Einsatz eines Antennenprofis mit Messgerät erforderlich.

Mögliche Fehlerquellen:
  • Absolutes Katastrophenkabel mit einer hyperextremen Dämpfung (sehr selten)
  • Im Leitungsstrang sind noch verdeckt nicht sat.-taugliche Verteilbausteine oder BK-Steckdosen installiert
  • Das Kabel wurde entgegen DIN 18015 nomwidrig mit Knickstellen eingeputzt oder z. B. durch einen Nagel oder Dübel beschädigt.
Normwidrige Kabelverlegung ohne Leerrohr rächt sich oft.
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Alt 31.10.2011, 17:50   # 3
Pahargang
 
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Beiträge: 1
Mehr über Koaxialkabel !!
http://www.satshop-wo.de/info/Rysskoe-TV.html
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Alt 01.11.2011, 04:14   # 4
King W.
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Der verlinkte Beitrag ist zwar nett zu lesen, aber etwas verworren geschrieben und nur teilweise richtig.
Dort steht z.B.
Zitat:
Je höher das Schirmungsmaß des Kabels ist, desto besser ist sein Qualität.
Die Aussage ist, mal vom fehlerhaften Deutsch abgesehen, schlicht und ergreifend falsch und beweist nur, daß der Autor dem blöden Gesülze der Werbefuzzis aufgesessen ist und die Aussage "Hohes Schirmungsmaß = gute Qualität" glaubt.

Dabei beginnt Klasse A bereits bei einer Schirmdämpfung von 85 dB. Mehr braucht man nicht und es ist allenfalls dann von Vorteil, wenn das Kabel in einer elektrisch extrem gestörten Umgebung verlegt wird. Als Qualitätskriterien sind andere Eigenschaften viel wichtiger: Ein Innenleiter aus massivem Kupfer, ein physikalisch (nicht chemisch) geschäumtes Dielektrikum, eine mit dem Dielektrikum verklebte Abschirmfolie und ein Geflecht aus blankem oder verzinntem Kupfer. Als Außenisolierung ist für die Verlegung im Freien das besonders wetterfeste PE dem PVC vorzuziehen.

Dieses Kabel hat zwar "nur" 110 dB Schirmungsmaß, schlägt das abgebildete "Qualitätskabel" aber um Längen. Es ist folgerichtig auch etwas teurer, aber richtige Qualität hat nun mal ihren Preis.

Die Beschreibung der Steckermontage ist - man verzeihe mir den Ausdruck - für den A....

Einerseits beschwört der Autor die in seinen Augen hohe Qualität - nämlich das Schirmungsmaß, macht sich diese "Qualität" aber gleich wieder zunichte, indem minderwertige Stecker an das Kabel montiert werden.

Tatsache ist jedenfalls: Selbst die besten Aufdrehstecker scheitern kläglich an der Klasse A Norm und bringen selbst bei sachgerechter Montage allenfalls eine Abschirmwirkung von 80 dB zustande, verschlechtern also den Wert des "Qualitätskabels" um nicht weniger als 40 dB!

So etwas zu propagieren beweist lediglich die mangelhafte Kenntnis des Autors von der Materie.

Dein Link ist zwar gut gemeint, leider aber wenig hilfreich. Das muß dich natürlich nicht davon abbringen, weitere Beiträge zu schreiben, wenn du willst.
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Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
Albert Einstein


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Alt 01.11.2011, 09:45   # 5
Isotrop
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Beiträge: 1.289
Ich sehe in diesem Posting bzw. dem Link lediglich eine plumpe, indirekte Werbung für einen Shop, der nach Betrachtung der Artikel keine einzige Qualitätskoaxleitung im Sortiment hat und eine dilettantische Anleitung zur F-Stecker Montage propagiert
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Alt 01.11.2011, 16:38   # 6
Dipol
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So ist es, Pahargang verlinkt nicht nur in diesem Forum auf seinen Shop! Hier ist Eigenwerbung naheliegend, mit besserem Material wäre sie erträglicher.
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Alt 01.11.2011, 22:42   # 7
King W.
Team SAT-Technik
 
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Manchmal geht solch ein Schuß aber auch nach hinten los. Nahezu alle User hier sind qualitätsbewußt und werden nicht irgendwelchen Mist kaufen, nur weil es billig ist. Das war auch der Grund, warum ich mich mit dem Link auseinandergesetzt habe, anstatt einfach zu löschen.

Natürlich war mir klar, daß es sich bei dem Beitrag nur um Spam handelt.
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