Freiraum um Parabolantenne und Kabelverlegung an Außenwand

Alt 01.10.2011, 17:33   # 1
Pandemiac
 
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Hallo zusammen!

Ich bin gerade mitten in den Planungen für eine SAT-Anlage für's Haus. Auf absehbare Zeit soll nur Astra 19,2° empfangen werden, der laut Berechnung hier bei etwa 171° steht. Die Südseite des Hauses bietet genügend Platz für die Parabolantenne und durch einen Erker auch noch Wetterschutz (siehe Skizze).

Meine Frage ist nun, ob ich irgendwelche Abstände von dieser Wand einhalten muß bzw. wie nach ich die Antenne an den Erker heranrücken kann. Natürlich darf der Satellit nicht abgeschattet sein. Dazu habe die Zeit berechnet, zu der die Sonne an der (berechneten) Satellitenposition steht. Der kleine Teil der Wand, der dann (vom Erker) beschattet ist, fällt weg dazu noch etwas "Luft". Braucht es aus bestimmten Gründen noch mehr an Abstand?

Der Multischalter soll auf den Dachboden. Ich würde also die Kabel an der Außenwand entlang legen und dann unter den Dachziegeln hindurch. Die Frage ist, wie ich die 4 Koaxkabel am besten an der Wand entlang verlege. Das Kabel ist für die Außenverlegung geeignet und UV-stabil. Lohnt sich da trotzdem ein Kabelkanal bzw. Verlegerohr?


Ich bin dankbar für alle Hinweise. Falls noch (technische) Details fehlen, kann ich die gerne nachliefern.
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Alt 01.10.2011, 19:40   # 2
Dipol
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Beiträge: 4.147
Hallo und nw welcome

Zitat:
Zitat von Pandemiac Beitrag anzeigen
Meine Frage ist nun, ob ich irgendwelche Abstände von dieser Wand einhalten muß bzw. wie nach ich die Antenne an den Erker heranrücken kann.
Braucht es aus bestimmten Gründen noch mehr an Abstand?
Der sog. Fresnel-Effekt wirkt sich auf diesen Entfernungen nicht aus. Mit 10 cm Abstand wird sich auch kaum Schnee ansammeln.
Zitat:
Zitat von Pandemiac Beitrag anzeigen
Der Multischalter soll auf den Dachboden. Ich würde also die Kabel an der Außenwand entlang legen und dann unter den Dachziegeln hindurch.
Die Antenne also im nicht erdungspflichtigen Bereich > 2 m Abstand zur Dachkante montiert und die Kabel werden durch die einschlagbdrohte Gefahrenzone geführt?

Ein Blitz wird die Kabel sicherlich nicht deswegen verschonen, nur weil die Antenne im Schutzbereich installiert ist. Wenn es da reinknallt hat das die gleiche Wirkung wie bei einer ungeerdeten Dachantenne.
Zitat:
Zitat von Pandemiac Beitrag anzeigen
Lohnt sich da trotzdem ein Kabelkanal bzw. Verlegerohr?
Auch uv-beständige Kabel haben eine Halbwertszeit. Die ist allerdings relativ groß, das ist m. E. eher ein optisches Problem.
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Alt 01.10.2011, 20:16   # 3
Pandemiac
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Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Der sog. Fresnel-Effekt wirkt sich auf diesen Entfernungen nicht aus.
Sehr gut, danke! Ich dachte es mir fast, wollte aber lieber auf Nummer sicher gehen, ehe ich die Antenne dann nochmal umhängen darf. Man weiß ja nie was bei diesen absurd hohen Frequenzen noch alles reinspielt...

Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Die Antenne also im nicht erdungspflichtigen Bereich > 2 m Abstand zur Dachkante montiert und die Kabel werden durch die einschlagbdrohte Gefahrenzone geführt?
Ja
Allerdings fehlt momentan dem gesamten Haus (Altbau) eine Blitzschutzanlage, die den Namen verdient. Natürlich könnte ich von der Schüssel einen Ableiter in den Boden drunter führen und einen Erdanker reinklöppeln. Die Frage ist, ob sich das wirklich lohnt, wenn man bedenkt, dass auf absehbare Zeit sowieso eine komplette Blitzschutzanlage nötig ist.

Oder andersrum: Überlebt die Elektronik (Matrix, Receiver, LNB) allen ernstes einen Einschlag, wenn die Antenne richtig geerdet ist?

Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Auch uv-beständige Kabel haben eine Halbwertszeit. Die ist allerdings relativ groß, das ist m. E. eher ein optisches Problem.
Mir geht es generell um eine gute Idee für die Verlegung/Befestigung. Was nimmt man da üblicherweise?
Auch wenn ich Kabelkanäle an die Wand schraube, müßte ich doch das Kabel da drin irgendwie fixieren, damit nicht die gesamte Last nur von der Halterung auf dem Oberboden getragen wird. So zumindest meine naive Vorstellung.
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Alt 01.10.2011, 20:39   # 4
Isotrop
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Zitat:
Überlebt die Elektronik (Matrix, Receiver, LNB) allen ernstes einen Einschlag, wenn die Antenne richtig geerdet ist?
Einen direkten Einschlag wohl kaum... Allerdings ist die Gefahr, dass die Bausubstanz (und darin lebende Personen) Schäden nimmt, deutlich geringer...
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Alt 02.10.2011, 14:54   # 5
Dipol
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Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von Pandemiac Beitrag anzeigen
Allerdings fehlt momentan dem gesamten Haus (Altbau) eine Blitzschutzanlage, die den Namen verdient.
Ob eine Blitzschutzanlage vorgeschrieben ist, hängt vom Baurecht ab und ist ansonsten eine freiwillige Maßnahme.
Zitat:
Zitat von Pandemiac Beitrag anzeigen
Natürlich könnte ich von der Schüssel einen Ableiter in den Boden drunter führen und einen Erdanker reinklöppeln.
Du klöppelst weder einen 2,5 m langen, noch zwei 1,5 m lange Vertikalerder normgerecht bis 0,5 m unter Grund ohne die Feuerverzinkung und diverse Hammerstiele zu ruinieren!

Außerdem:
  • Separate Erder sind unzulässig, eine blitzstromtragfähige Verbindung zur Haupterdungsschiene muss zusätzlich installiert werden.
  • Der Anschlusspunkt in der Erde ist für einen Laien kaum korrosionsverträglich und wasserdicht herzustellen.
Zitat:
Zitat von Pandemiac Beitrag anzeigen
Die Frage ist, ob sich das wirklich lohnt, wenn man bedenkt, dass auf absehbare Zeit sowieso eine komplette Blitzschutzanlage nötig ist.
Wenn das kein Wunschdenken ist: Mit einer Blitzschutzanlage lassen sich die Antennenkabel mittels Fangstange oder evtl. auch einer 0,5 m hoch aufgeständerten Fangleitung optimal schützen.
Zitat:
Zitat von Pandemiac Beitrag anzeigen
Oder andersrum: Überlebt die Elektronik (Matrix, Receiver, LNB) allen ernstes einen Einschlag, wenn die Antenne richtig geerdet ist?
Bei konventioneller Direkterdung bekommen die Kabel immer noch erhebliche Teilblitzströme ab. Bei Isoliertem Blitzschutz (Gebäude komplett mit Fangstangen geschützt) oder Teilschutz über getrennte Fangeinrichtungen sind nur noch induktive Blitzstromeinkopplungen möglich.
Zitat:
Zitat von Pandemiac Beitrag anzeigen
Auch wenn ich Kabelkanäle an die Wand schraube, müßte ich doch das Kabel da drin irgendwie fixieren, damit nicht die gesamte Last nur von der Halterung auf dem Oberboden getragen wird. So zumindest meine naive Vorstellung.
Leider geben die Zugbelastbarkeit nur wenige Hersteller an. Überlastungen durch das Eigengewicht sind aber nur bei sehr hohen Gebäuden zu befürchten.
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Alt 28.05.2012, 15:15 # --
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