Kabellänge + material

Alt 14.09.2011, 21:43   # 1
herbert-f
 
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Hallo,

ich werde wohl oder übel auf meiner Garage eine SAT-Schüssel installieren müssen. Die Technologie mit den TECHNI-Routern finde ich sehr schön und ermöglicht mir problemlos die Umstellung meiner jetzigen BK-Baumstruktur.

Das Problem: SAT-Schüssel auf die Garage, Router in selbige und dann ????
Stehen mir ungefähr 5m in der Garage, 70m Erdverlegung und nochmal 20m im Keller bevor.

Jetzt habe ich mir diverse Beschreibungen bei seh1.de angesehen, keine Empfehlungen für solche Längen (Summe ca. 100m). Falls ich zwischendurch auf Erdkabel sollte (statt + bzw. trotz Schutzrohr) kommen sicher noch Verluste durch die F-Kupplungen Erdkabel auf Normalkabel hinzu .... (2*)

Könnt ihr mir bitte eine Lösung empfehlen????
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Alt 14.09.2011, 22:38   # 2
Dipol
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Zitat:
Zitat von herbert-f Beitrag anzeigen
ich werde wohl oder übel auf meiner Garage eine SAT-Schüssel installieren müssen.
Schwer nachvollziehbar, dass dies besser als eine Antennenmontage auf dem Hausdach oder im nicht erdungspflichtigen Schutzbereich der Fassade sein soll.
Zitat:
Zitat von herbert-f Beitrag anzeigen
Das Problem: SAT-Schüssel auf die Garage, Router in selbige und dann ????
Ganz einfach: Ein Erdkabel zum Haus vergraben und mit Trennungabstand daneben eine blitzstromtragfähige Verbindung mit mind. 16 mm² Cu-Einzelmassivdraht vom Mast an die Haupterdungsschiene.
Zitat:
Zitat von herbert-f Beitrag anzeigen
Stehen mir ungefähr 5m in der Garage, 70m Erdverlegung und nochmal 20m im Keller bevor.
Der Wahnsinn hat einen Namen: Weit entfernt angebrachte Antennenmontage. Über 70 Meter Erdkabel kann man sich reichlich induktive Blitzstromeintragungen einhandeln. Leider ist das nicht nicht zur Stromversorgung des Gebäudes nutzbar.
Zitat:
Zitat von herbert-f Beitrag anzeigen
Könnt ihr mir bitte eine Lösung empfehlen????
Aber ja. Bei solch großen Entfernungen bietet sich das optische INVACOM-LNB an. Aber bitte nicht mit den metallisch armierten LWL-Kabeln dieses Herstellers! Das LNB braucht aber noch eine Stromversorgung die auch in Erdung und den Potenzialausgleich einbezogen werden muss.
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Alt 15.09.2011, 09:06   # 3
herbert-f
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Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Schwer nachvollziehbar, dass dies besser als eine Antennenmontage auf dem Hausdach oder im nicht erdungspflichtigen Schutzbereich der Fassade sein soll.
Ist ja genau mein Problem, Erdung der Schüssel praktisch nicht möglich, da InHouse-Verlegung von Blitzableiter mit 16mm² abstandsmäßig nicht funkt und eine äußerer Blitzschutz auf dieser Seite durch den gepflasterten Hofbereich auch nicht geht.

Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Ganz einfach: Ein Erdkabel zum Haus vergraben und mit Trennungabstand daneben eine blitzstromtragfähige Verbindung mit mind. 16 mm² Cu-Einzelmassivdraht vom Mast an die Haupterdungsschiene.
Warum kann ich denn keinen Blitzableiter (vom Mast) an der Garage vergraben? Die Garage ist ja bereits in den "normalen" Potentialausgleich einbezogen. Eine Verlegung von 16mm² Cu erscheint mir nicht sinnvoll?

Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Der Wahnsinn hat einen Namen: Weit entfernt angebrachte Antennenmontage. Über 70 Meter Erdkabel kann man sich reichlich induktive Blitzstromeintragungen einhandeln. Leider ist das nicht nicht zur Stromversorgung des Gebäudes nutzbar.
Das ich lieber gern "kürzer" Aufgraben würde liegt ja sicher auf der Hand. Dieses Problem stellt sich aber bei allen Arten von BK-Kabeln und bei Telefon-Kabeln auch zusätzlich bei Freileitungen - oder ??? Hier sind sicher andere Entfernungen als 70m die Regel ...?

Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Aber ja. Bei solch großen Entfernungen bietet sich das optische INVACOM-LNB an. Aber bitte nicht mit den metallisch armierten LWL-Kabeln dieses Herstellers! Das LNB braucht aber noch eine Stromversorgung die auch in Erdung und den Potenzialausgleich einbezogen werden muss.
Müsste ich dann nicht den Technirouter in den Keller stellen? Mein UKW-Dipol an der Schüssel wäre dann wohl sinnlos?

DANK im VORAUS für Antworten
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Alt 15.09.2011, 10:05   # 4
King W.
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Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Aber bitte nicht mit den metallisch armierten LWL-Kabeln dieses Herstellers!
Offensichtlich hat der Hersteller das Design seiner Kabel geändert und die Stahlarmierung duch Kevlar ersetzt. Ich kann im Datenblatt zu diesem Kabel jedenfalls nichts mehr von "Stahl" entdecken.

Das entschärft die Blitzschutz-Problematik natürlich, ohne sie aber vollständig zu beseitigen.

70m wären mit herkömmlichem Kabel aber auch zu schaffen: dieses Kabel hat bei der höchsten vorkommenden Frequenz und einer Länge von 70m eine Dämpfung von weniger als 15 dB. Bei dieser Frequenz verstärkt der TechniRouter um 18 dB und gleicht damit die Kabeldämpfung mehr als aus. Zur Verteilung in deinem Haus steht dir noch ein "Dämpfungsbudget" von ca. 30 dB bis zur letzten Dose zur Verfügung. Das sollte bei sorgfältiger Planung auf jeden Fall reichen.

Problematisch ist lediglich die Erdung: Wie Dipol schon schrieb, muß die Antenne mit einem Blitzstrom-tragfähigen 16 mm² Kupferkabel mit der Haupterdungsschiene im Keller verbunden werden. Beide Kabel müssen mit einem Sicherheitsabstand von wenigstens 50 cm verlegt werden, um zu verhindern, daß ein Überschlag stattfindet, wenn mal der Blitz in die Antenne einschlägt. Also: einmal graben und beide Kabel versenken ist nicht ...

Das 16 mm² Kabel ist übrigens hier auch als Erdkabel zu bekommen.
__________________
Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
Albert Einstein


Nokia? Nein danke!
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Alt 15.09.2011, 10:33   # 5
Dipol
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Zitat:
Zitat von herbert-f Beitrag anzeigen
Warum kann ich denn keinen Blitzableiter (vom Mast) an der Garage vergraben? Die Garage ist ja bereits in den "normalen" Potentialausgleich einbezogen. Eine Verlegung von 16mm² Cu erscheint mir nicht sinnvoll?
Die Garage mag einen Stromanschluss haben, dass bei dieser Entfernung eine blitzstromtragfähige Verbindung der Fundamenterder vorhanden ist, dürfte Wunschdenken sein. Selbst wenn die Stromversorgung über 16 mm² Cu-Massivdrähte erfolgen sollte, der PEN ist für Erdung und Potenzialausgleich nach TAB tabu!
Zitat:
Zitat von herbert-f Beitrag anzeigen
Das ich lieber gern "kürzer" Aufgraben würde liegt ja sicher auf der Hand. Dieses Problem stellt sich aber bei allen Arten von BK-Kabeln und bei Telefon-Kabeln auch zusätzlich bei Freileitungen - oder ??? Hier sind sicher andere Entfernungen als 70m die Regel ...?
Völlig richtig. Deswegen fordert ja auch die EN 60728-11 bei BK-Netzen zusätzlich zur Erdung auch ein doppelt getrenntes galvanisches Trennglied.

Aus gutem Grund ist daher innerhalb non einem geschlossenen Antennensystem (z. B. bei Reihenhäuser die über einen Hausanschlussverstärker gespeist werden) eine blitzstromtragfähige Verbindung aller Fundament- oder Ringerder gefordert.

Ein galvanisches Trennglied ist weder bei Multischalter-Sternleitungen noch bei UniCable möglich.
Zitat:
Zitat von herbert-f Beitrag anzeigen
Müsste ich dann nicht den Technirouter in den Keller stellen? Mein UKW-Dipol an der Schüssel wäre dann wohl sinnlos?
Das "normale" INVACOM-LWL-System ist schon teuer genug, die Variante mit terrestrischer Einspeisung am Systemeingang noch kostspieliger.
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Alt 15.09.2011, 11:23   # 6
herbert-f
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Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Die Garage mag einen Stromanschluss haben, dass bei dieser Entfernung eine blitzstromtragfähige Verbindung der Fundamenterder vorhanden ist, dürfte Wunschdenken sein. Selbst wenn die Stromversorgung über 16 mm² Cu-Massivdrähte erfolgen sollte, der PEN ist für Erdung und Potenzialausgleich nach TAB tabu!
.
Ich muss nochmal fragen, scheinbar habe ich ein Brett vor dem Kopf...
Ich könnte auf dem Hausdach eine Schüssel anbringen, nur diese per 16mm² erden und zusätzlich die restliche Anlage per 4mm² in den normalen PA des Hauses einbeziehen ??? OKAY - oder ?
warum kann ich genau dies nicht auf dem Garagendach tun? Schüssel per 16mm² an Erde, Rest der Anlage an vorhandenen PA des Hauses über 4mm²??
Ich kann den Unterschied nicht sehen
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Alt 15.09.2011, 18:16   # 7
herbert-f
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Hallo Experten,

könnt ihr bitte meine Frage beantworten und mir mein Brett vorm Kopf entfernen ...???
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Alt 15.09.2011, 20:16   # 8
Dipol
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Zitat:
Zitat von herbert-f Beitrag anzeigen
könnt ihr bitte meine Frage beantworten und mir mein Brett vorm Kopf entfernen ...???
Mit Verlaub, das Brett scheint aber ziemlich gut befestigt zu sein.

Warum wohl dürfen heute bei einer Blitzschutzanlage die Ableitungen nicht mehr in separaten Erdspießen ohne blitzstromtragfähige Verbindung zum Fundamenterder oder der Haupterdungschiene enden?

Bei Blitzeinschlägen in die Nachbarschaft entsteht ein Potenzialtrichter, je weiter zwei Erder innerhalb des Trichters auseinander stehen, umso höher ist das Potenzial. Je nach Blitzstromstärke stellt sich dann bei zwei nicht miteinander verbundenen (= kurzgeschlossenen) Erdern mit 70 Meter Abstand die Frage, wo überall der gelbe Blitz im Haus den blauen Blitz auslöst. Blitzschutz ist Brandschutz, Überschläge müssen unbedingt verhindert werden.

Vielleicht bringt dich das weiter:

schrittspannung blitz
http://www.dehn.de/pdf/blitzplaner/BBP_2007_gesamt.pdf Bild 5.5.1 Seite 109 und Bild 5.7.1 Seite 144
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Alt 15.09.2011, 22:49   # 9
herbert-f
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Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Mit Verlaub, das Brett scheint aber ziemlich gut befestigt zu sein.
Mag sein, ich muss aber leider weiter fragen

Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Warum wohl dürfen heute bei einer Blitzschutzanlage die Ableitungen nicht mehr in separaten Erdspießen ohne blitzstromtragfähige Verbindung zum Fundamenterder oder der Haupterdungschiene enden?
Mag ebenfalls sein, ich wollte auch keine Blitzschutzanlage bauen, ich habe auch keinen Fundament-Erder sondern einen Erdspiess, welcher beim meinem TT-Netz vollkommen zur Auslösung der FI-Schalter ausreicht.

Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
... je weiter zwei Erder innerhalb des Trichters auseinander stehen, umso höher ist das Potenzial. Je nach Blitzstromstärke stellt sich dann bei zwei nicht miteinander verbundenen (= kurzgeschlossenen) Erdern mit 70 Meter Abstand die Frage,
Die 70 Meter sind die Gesamtlänge des Koaxkabels. Leider muss ich um das Haus herum, da der hintere Teil nicht unterkellert ist. Der kürzeste Abstand zwischen Garage und Haus sind 3 Meter, der Abstand der beiden geplanten Staberder (einer ist ja schon PA für das Haus) beträgt ca. 40 Meter. Theoretisch ist dieser natürlich auch auf nahezu Null verkürzbar, wenn ich von der Schüssel 16mm² bis zum neuen Staberder verlege und diesen "Nahe" bei den bisherigen - oder?????

Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
http://www.dehn.de/pdf/blitzplaner/BBP_2007_gesamt.pdf Bild 5.5.1 Seite 109 und Bild 5.7.1 Seite 144
Der Link geht bei mir nicht...
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Alt 16.09.2011, 10:09   # 10
Dipol
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Zitat:
Zitat von herbert-f Beitrag anzeigen
Mag ebenfalls sein, ich wollte auch keine Blitzschutzanlage bauen, ich habe auch keinen Fundament-Erder sondern einen Erdspiess, welcher beim meinem TT-Netz vollkommen zur Auslösung der FI-Schalter ausreicht.
Ob die Hauserdung über optimale Fundament- bzw. Ringerder, oder über suboptimal nachgerüstete Band- oder Vertikalerder erfolgt, macht normativ keinerlei Unterschied. Ausnahmslos alle Erder innerhalb eines Systems müssen miteinander blitzstromtragfähig verbunden sein.

Dass der FI auslöst bedeutet noch nicht, dass er den Abschaltbedingungen der DIN VDE 0100 entspricht und falls doch auch nicht dass es so bleibt.
Zitat:
Zitat von herbert-f Beitrag anzeigen
Die 70 Meter sind die Gesamtlänge des Koaxkabels. Leider muss ich um das Haus herum, da der hintere Teil nicht unterkellert ist. Der kürzeste Abstand zwischen Garage und Haus sind 3 Meter, der Abstand der beiden geplanten Staberder (einer ist ja schon PA für das Haus) beträgt ca. 40 Meter.
Theoretisch ist dieser natürlich auch auf nahezu Null verkürzbar, wenn ich von der Schüssel 16mm² bis zum neuen Staberder verlege und diesen "Nahe" bei den bisherigen - oder?????
Für den Big Bang reichen deulich kleinere Distanzen als 40 Meter aus. Nach dem Ohmschen Gesetz U = R * I ergibt nur 1 Ohm Erdwiderstand bei 10 kA satte 10 kV. Selbst zwei von einem Blitzschutzprofi versenkte Edelstahlerdspieße mit 9 Metern Standardlänge müssen miteinander verbunden werden. Übrigens kann es abhängig von der Bodenbeschaffenheit vorkommen, dass für die Hauserdung ein solcher Edelstahlerdspieß nicht ausreicht!

Ich habe noch keinen einzigen in Eigenleistung eingetriebenen Profilstab vorgefunden, welcher den Mindestmaßen der EN 62305 (1 x 2,5 oder 2 x 1,5 Meter lang und bis 0,5 Meter unter Grund versenkt) und dessen Erdfühligkeit einer messtechnischen Überprüfung standgehalten hätte. Abgesehen davon können feuerverzinkte Erder korrodieren. Siehe Blitzplaner 5.5.4 Seite 127 ff. und Kleiske Fundamenterder
Zitat:
Zitat von herbert-f Beitrag anzeigen
Der Link geht bei mir nicht...
Der Link funktioniert, evtl. ist die Datei mit 9 MB zu groß. Hier kann man die Kapitel einzeln downloaden.

Wenn du es jetzt noch nicht wahrhaben willst, noch dickere Bretter kann ich nicht bohren.
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Alt 16.09.2011, 12:54   # 11
herbert-f
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Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Ob die Hauserdung über optimale Fundament- bzw. Ringerder, oder über suboptimal nachgerüstete Band- oder Vertikalerder erfolgt, macht normativ keinerlei Unterschied. Ausnahmslos alle Erder innerhalb eines Systems müssen miteinander blitzstromtragfähig verbunden sein.
Hallo Dipol,
erstmal vielen, vielen Dank.

Bitte beantworte mir noch die hoffentlich letzte Frage zu dem Threat:

In anderen Threats wird Interessenten empfohlen die SAT-Schüssel auf dem Dach in den normalen PA (2,5-4mm²) einzubeziehen und mittels Fangstange die Schüssel zu schützen. Hierzu muss die Fangstange mittels 16mm² auf direktem Weg geerdet werden.
Von einer biltzstromtragfähigen Verbindung zwischen diesem Erder und dem Hauserder (sicher nicht selten ein Staberder) wird nie geschrieben.

FRAGE : Braucht man dies in diesem Fall nicht oder haben es die Teilnehmer der Diskussion nur "vergessen"?

Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Der Link funktioniert, evtl. ist die Datei mit 9 MB zu groß.
Heute geht der Link, die Problematik mit dem Spannungstrichter ist mir durchaus bewusst, ich kann dies doch aber mit DIESER BLITZSTRONTRAGFÄHIGEN Verbindung zwischen des einzelnen Staberdern verhindern? Nach Kirchhoff müsste die Verbindung zwischen dem ersten und zweiten Staberder (aus Sicht der Schüssel) ja nur noch den halben Strom aufnehmen können - oder?

Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Wenn du es jetzt noch nicht wahrhaben willst, noch dickere Bretter kann ich nicht bohren.
Ich glaube "wahrhaben" ist nicht die richtige Beschreibung. Ich versuche einfach für meine vielleicht suboptimalen Bedingungen (Hauserde nur als Staberde, relativ lange Wege im Freien(40m), Notwendigkeit der Schüssel auf Garagendach...) preislich und technisch die vernünftigste Lösung zu finden. Dies heißt ich will nicht "schlampen" kann aber sicher mit Lösungen leben, welche vor 15 Jahren noch Standard waren und heute halt nicht mehr sind. Es weiß ja auch keiner ob in 5 Jahren als Querschnitt plötzlich 20mm² gefordert wird ......
Genau diese Balance ist für mich schwer zu erkennen, ICH DANKE DIPOL ABER BISHER SEHR
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Alt 16.09.2011, 14:08   # 12
Dipol
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Zitat:
Zitat von herbert-f Beitrag anzeigen
Von einer biltzstromtragfähigen Verbindung zwischen diesem Erder und dem Hauserder (sicher nicht selten ein Staberder) wird nie geschrieben.
Nie? Die zahllosen Widersprüche gegen Beiträge irgendwelcher ahnungsloser Laien oder gewerblicher Scharlatane, die ihr Nichtwissen in Sachen Blitzschutz, Erdung und PA als normkonform verkaufen, kann ich schon nicht mehr zählen. Standardsatz: "Ich hole mir mit einem eigenen Erder nicht den Blitz ins Haus".

Hier noch der im Ursprungsbeitrag von King W. editierte Text
Zitat:
Zitat von Beitrag 1 Erdungsthread
Alle Erder eines Systems müssen blitzstromtragfähig mit mind. 16 mm² Cu Einzelmassivdraht miteinander und der Haupterdungsschiene des Schutzpotenzialausgleichs verbunden sein. Dies ist insbesondere bei Gemeinschaftantennen für mehrere Gebäude zu beachten. Wird ein Erder auch für den Funktionspotenzialausgleich genutzt, dürfen im Erdreich nur Edelstahlmaterialien aus 4A verwendet werden.

Separate Erder für die Antenne oder die früher üblichen separaten Erdspieße der Blitzschutzanlagen sind normwidrig und ergeben gefährliche Potenzialdifferenzen. Damit enstehen bei Direkteinschlägen zwischen den Erdpunkten "Schrittspannungen", die für Personen und Tiere gefährlich sind. Bei Einschlägen in die Nachbarschaft wird umgekehrt ein höheres Spannungspotenzial aufgenommen und entlädt sich im Gebäude.
Noch eindeutiger kann ich es nicht formulieren.

Zitat:
Zitat von herbert-f Beitrag anzeigen
FRAGE : Braucht man dies in diesem Fall nicht oder haben es die Teilnehmer der Diskussion nur "vergessen"?
Es wurde doch oft genug ausgeführt, dass getrennte Erder in einem System gefährlich und nach EN 60728-11 wie auch der EN 62305 untersagt sind. Den von dir gewünschten Persilschein musst du dir schon bei Norm- und Fachunkundigen ausstellen lassen.
Zitat:
Zitat von herbert-f Beitrag anzeigen
HNach Kirchhoff müsste die Verbindung zwischen dem ersten und zweiten Staberder (aus Sicht der Schüssel) ja nur noch den halben Strom aufnehmen können - oder?
in dem Fall "oder", weil eine blitzstromtragfähige Brücke die Potenzialdifferenz kurzschliesst.
Zitat:
Zitat von herbert-f Beitrag anzeigen
Dies heißt ich will nicht "schlampen" kann aber sicher mit Lösungen leben, welche vor 15 Jahren noch Standard waren und heute halt nicht mehr sind.
Die Zeiten ändern sich, und damit auch die technischen Anforderungen. Vor 15 Jahren dürfte im Haus noch etwas weniger Elektronik installiert gewesen sein und die Zahl der Blitzschläge war -keiner weiß warum- signifikant geringer. Auch das ist in den Folien festgehalten.

Es ist schon schlimm genug, dass die meisten Antennen aus Unkenntnis normwidrig erstellt sind. Wer sich gegen neue Erkenntnisse sperrt und vorsätzlich normwidrig handelt, muss eben auch die möglichen Konsequenzen tragen. An Gedankenspielchen über nicht nomkompatible Erdungen außerhalb von Bestandsschutzkriterien wirke ich nicht mit. Zum Thema vorsätzlich falsch durchgeführter Erdung, nur noch abschließend diese Links:

STGB Baugefährdung
VDS Richtlinien 2010

Die "unverbindlichen Richtlinien" des VDS Vertragsgrundlage können Vertragsgrunlage der Versicherungen und somit verbindlich sein.
Zitat:
Zitat von herbert-f Beitrag anzeigen
Es weiß ja auch keiner ob in 5 Jahren als Querschnitt plötzlich 20mm² gefordert wird ......
Das kann man definitiv sachlich ausschließen. Und so lange Mittelmeerländer in den IEC-Gremien mitwirken, drohen ganz andere Szenarien. Den Italienern verdanken wir die "Liberalisierungen" der letzten Normausgabe, womit wir teilweise hinter den VDE-Sicherheitsstandard von 1974 zurück gefallen sind.
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Alt 16.09.2011, 22:01   # 13
herbert-f
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Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Nie? Die zahllosen Widersprüche gegen Beiträge irgendwelcher ahnungsloser Laien oder gewerblicher Scharlatane, die ihr Nichtwissen in Sachen Blitzschutz, Erdung und PA als normkonform verkaufen, kann ich schon nicht mehr zählen. Standardsatz: "Ich hole mir mit einem eigenen Erder nicht den Blitz ins Haus".
Ach Dipol, ich bin froh dass es Dich gibt. Wenn Du mir einen Paypal-Link schickst, sende ich Dir 5€, da kannst Du wenigstens ein Bier auf mich trinken - (kein Spass mache ich wirklich)....

Den Ursprungsbeitrag von KINGW verstehe ich doch hoffentlich richtig in der Art: Dass wenn ich 16mm² Cu zwischen meinem bestehenden Erder und meinem neuen Erder verlege, ich normkompatibel bin ??????

Bitte sag mir noch als letztes was Du bei mir tun würdest:

gegeben:
1. Schüssel muss auf Garage
2. Weg im Erdreich zwischen Garage und Haus ca. 40m
3. Leitungslänge insgesamt ca. 70m
4. Haus+Garage haben keinen Fundamenterder
5. PA-Schiene des Hauses über ca. 8mm² (???) an Staberder angeschlossen (relativ nah am Haus (im feuchten Gebiet )))
6. an Garage ist blitz- bzw. erdungsäßig fast alles möglich, da ich ja 70m schachte auch ein Banderder ...
7. da ich Baumstruktur im Haus habe brauche ich UNICABLE
8. ich bin nicht Onassis und habe zwei schulpflichtige Kinder ))))


DDAANNKKEE
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Alt 16.09.2011, 23:20   # 14
Dipol
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Zitat:
Zitat von herbert-f Beitrag anzeigen
Den Ursprungsbeitrag von KINGW verstehe ich doch hoffentlich richtig in der Art: Dass wenn ich 16mm² Cu zwischen meinem bestehenden Erder und meinem neuen Erder verlege, ich normkompatibel bin ??????
Nach EN 60728-11 ist die suboptimale konventionelle Antennen-Direkterdung immer noch zulässig.

Wenn der Staberder normgerecht ist, kann der Mast ohne Zusatzerder mit 16 mm² Einzelmassivdraht angeschlossen werden. Ist er nicht normgerecht, heilt ein normgerechter neuer (Zusatz-) Erder den Mangel. Daran dass die blitzstromtragfähige Erdungsleitung nicht nur zu den Koaxkabeln Trennungsabstand einhalten muss, sei erinnert.
Zitat:
Zitat von herbert-f Beitrag anzeigen
Bitte sag mir noch als letztes was Du bei mir tun würdest:

gegeben:
1. Schüssel muss auf Garage
So hat jeder sein Konzept. Ich würde bei der Leitungslänge und den aufwändigen Grabarbeiten einer Antennenmontage an der Fassade oder auf dem Dach vorziehen. Gegen diese Fron-Grabung erscheint mir ja sogar eine durch ein Fangseil geschützte Freileitungsverlegung praktikabler.
Zitat:
Zitat von herbert-f Beitrag anzeigen
2. Weg im Erdreich zwischen Garage und Haus ca. 40m
3. Leitungslänge insgesamt ca. 70m
4. Haus+Garage haben keinen Fundamenterder
5. PA-Schiene des Hauses über ca. 8mm² (???) an Staberder
6. an Garage ist blitz- bzw. erdungsäßig fast alles möglich, da ich ja 70m schachte auch ein Banderder
Dann pack mal Pickel und Spaten für zwei Gräben à 70 m x 0,5 m x 0,25 m aus. Das wird ein Spass mit Blasengarantie, optimal für einen Masochisten.
Zitat:
Zitat von herbert-f Beitrag anzeigen
7. da ich Baumstruktur im Haus habe brauche ich UNICABLE
Das ist völlig unabhängig von den Sicherheitsfragen.
Zitat:
Zitat von herbert-f Beitrag anzeigen
8. ich bin nicht Onassis und habe zwei schulpflichtige Kinder ))))
Lass den Toten, die Normen gelten einkommensneutral gleichermaßen für alle. Ich gehöre auch nicht einer DKE-Kommission an, sondern versuche lediglich die Normen mit unterschiedlichem Erfolg zu vermitteln.

Da ich die örtlichen Verhältnisse nicht kenne, vermag ich auch nicht zu beurteilen, ob die gewöhnlich weniger aufwändigen Montagealternativen an der Fassade oder dem Hausdach tatsächlich sooo unmöglich sind. Es wäre ein Schildbürgerstreich wenn diese Varianten leichtfertig verworfen wurden.
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Alt 17.09.2011, 12:26   # 15
herbert-f
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Danke dipol!!!
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Alt 28.05.2012, 15:11 # --
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