Hallo und gleich Fragen zum Thema Erdung

Alt 08.09.2011, 16:53   # 1
Verrückter
 
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Beiträge: 73
Hallo,

ja, wie der Titel schon sagt, ich bin neu hier und über das Forum durch Google gestolpert. Ich muss sagen, hier steckt offensichtlich viel Kompetenz. Das gefällt mir gut!

So, nun möchte ich auch direkt zu meiner Frage kommen. Ich habe bereits eine Satschüssel (Kathrein). Da ist ein entsprechendes 4 Fach LNB inkl. Switch dran. Momentan gehen stumpf 4 Leitungen vom LNB zu den Sat Receivern. Geerdet ist nix bewusst.

Nun möchte ich eine ordentliche "Verkabelung" realisieren. Drauf gekommen bin ich, da mir gerade Ähnliches beim Thema Netzwerkverkabelung widerfährt. Also ich möchte Netzwerk und Sat komplett neu und "ordentlich" verkabeln.

Die erste Problematik ist bereits das Thema Erdung. Ich habe den passenden gepinnten Thread gelesen, aber steig da nicht so richtig durch. Muss der Mast geerdet wären? Ich denke ja. Es ist keine Blitzableiteranlage vorhanden.

1. Reicht es nun, wenn ich einen isolierten 16qmm Kupferdraht vom Mast Zur Potentialausgleichsschiene lege? Oder reicht ein 4qmm Draht?

2. Muss der Draht außerhalb des Hauses verlegt werden? Oder geht es innerhalb und/oder im Gesimse?

Ich möchte an einem zentralen Ort, welcher von der Schüssel etwa 17 Meter Kabelstrecke entfernt ist, ein Rack aufbauen. In das Rack soll die Netzwerkgeschichte rein. Ebenso ein Multiswitch. Dieses Rack ist nur ein Rahmengestell, welches nicht geschlossen ist. Hat also keine Wände.

3. Da allein für das Netzwerk eine Erdung, also Verbindung zur Potentialausgleichsschiene, gemacht werden soll (Rackrahmen), stellt sich mir die Frage, ob ich den Multiswitch auch gleich an den Rahmen des Racks erden kann.

4. Muss/Kann ich vom Mast zum Rack auch eine Erdungsverbindung legen? Wenn ja und oder oder? Und welchen Querschnitt muss sie haben?

Hoffentlich habe ich alles verständlich beschrieben und an alles gedacht.


Vielen Dank und Gruß

Stefan
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Alt 08.09.2011, 17:25   # 2
Dipol
Team SAT-Technik
 
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Hallo Stafan, nw welcome

Zitat:
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Muss der Mast geerdet wären? Ich denke ja. Es ist keine Blitzableiteranlage vorhanden.
Wenn sich die Antenne nicht mindestens 2 m unterhalb der Dachrinne oder Dachkante befindet und eine Ausladung von 1,5 m übersteigt, ist sie erdungspflichtig.
Zitat:
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1. Reicht es nun, wenn ich einen isolierten 16qmm Kupferdraht vom Mast Zur Potentialausgleichsschiene lege? Oder reicht ein 4qmm Draht?
Für Blitzströme ist mindestens 16 mm² Cu Einzelmassivdraht, für den Potenzialausgleich der Kabel etc. reicht nach alter EN 60728-11 ein Cu-Querschnitt von 4 mm², nach neuester Normfestsetzung genügen sogar 2,5 mm².
Zitat:
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2. Muss der Draht außerhalb des Hauses verlegt werden? Oder geht es innerhalb und/oder im Gesimse?
Bei Innenverlegung werden zumeist die nach der Blitzschutznorm EN 62305 geforderten Trennungsabstände nicht eingehalten, weshalb eine Außenableitung sicherheitstechnisch vorzuziehen ist.
Zitat:
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3. Da allein für das Netzwerk eine Erdung, also Verbindung zur Potentialausgleichsschiene, gemacht werden soll (Rackrahmen), stellt sich mir die Frage, ob ich den Multiswitch auch gleich an den Rahmen des Racks erden kann.
4. Muss/Kann ich vom Mast zum Rack auch eine Erdungsverbindung legen? Wenn ja und oder oder? Und welchen Querschnitt muss sie haben?
Bei konventioneller Antennen-Direkterdung darf auch nach neuer EN 60728-11 (2011-06) der PA ausschließlich am Mast und auch nicht zusätzlich im UG direkt an die Haupterdungsschiene angeschlossen oder vermascht werden.

Wenn man schon Tabula-Rasa macht, sollte man den Blitzschutz über eine Isolierte Fangeinrichtung ausführen. Bei Direkterdung bekommen die Kabel bei Direkteinschlägen immer noch erhebliche Teilblitzströme ab. Isolierter Blitzschutz vereinfacht auch den Potenzialausgleich mit anderen Netzen wie z. B. Internetanschluss über das BK-Netz.
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Alt 08.09.2011, 17:39   # 3
Verrückter
Threadstarter
 
Registriert seit: 08.09.2011
Beiträge: 73
Hallo!

Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Hallo Stafan, nw welcome
Vielen Dank!

Zitat:
Wenn sich die Antenne nicht mindestens 2 m unterhalb der Dachrinne oder Dachkante befindet und eine Ausladung von 1,5 m übersteigt, ist sie erdungspflichtig.
Für Blitzströme ist mindestens 16 mm² Cu Einzelmassivdraht, für den Potenzialausgleich der Kabel etc. reicht nach alter EN 60728-11 ein Cu-Querschnitt von 4 mm², nach neuester Normfestsetzung genügen sogar 2,5 mm².
Bei Innenverlegung werden zumeist die nach der Blitzschutznorm EN 62305 geforderten Trennungsabstände nicht eingehalten, weshalb eine Außenableitung sicherheitstechnisch vorzuziehen ist.
Bis hier alles verstanden. Also muss ich erden, da über Dachrinnenniveau. Es muss 16qmm sein. Und es muss Außenableitung sein.

Aber: Wie mache ich ausschließlich Außen, wenn die PA Schiene innen ist?

Zitat:
Bei konventioneller Antennen-Direkterdung darf auch nach neuer EN 60728-11 (2011-06) der PA ausschließlich am Mast und auch nicht zusätzlich im UG direkt an die Haupterdungsschiene angeschlossen oder vermascht werden.
Das verstehe ich nicht wirklich. Kannst Du das nochmal anders erklären? Danke.

Zitat:
Wenn man schon Tabula-Rasa macht, sollte man den Blitzschutz über eine Isolierte Fangeinrichtung ausführen. Bei Direkterdung bekommen die Kabel bei Direkteinschlägen immer noch erhebliche Teilblitzströme ab. Isolierter Blitzschutz vereinfacht auch den Potenzialausgleich mit anderen Netzen wie z. B. Internetanschluss über das BK-Netz.
Hier auch. Das hab ich nicht verstanden. Magst Du das auch noch mal erklären? Danke.

Vielen Dank und Gruß

Stefan
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