Hallo Antar,
Zitat:
Zitat von antar Bisher waren 2 Schüsseln an meiner Hauswand montiert, die aber vom letzten Sturm aus der Verankerung gerissen wurde.
Die Wand besteht aus Ytong, also Porenbeton und das Haus ist 3 Jahre alt. |
Darf man raten? Befestigung mit Plastikdübeln und normalen Winkelwandhaltern?
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Zitat von antar Nun sagt ein Fachmann, dass man auch eine 125 cm Schüssel an die Ytong-Wand machen kann und sie halten wird.
Der andere sagt, auf keinen Fall, die muss auf das Dach. Die Wand würde das nicht aushalten. |
Kaum ein Installateur von Empfangsantennen beherrscht heute noch eine Windlastberechnung nach EN 60728-11 und Kenntnisse der ebenfalls zu berücksichtigenden DIN 1055 (Teil 4) und DIN 4143 haben nicht mal alle Statiker. Frag deine Gesprächspartner mal nach Windlastzonen, da bekommst du bestimmt lustige Antworten. Deren Meinungen kamen eben aus dem Bauchgefühl.
Eine 100er-Antenne erfordert bereits spezielle Wandhalterungen und geklebte Schwerlastdübel. Wer eine 100er Antenne mit ungeeigneten Plastikdübeln oder einem einfachen Winkelwandhalter montiert, darf sich nicht beklagen, wenn das schief geht.
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Zitat von antar Kann man den auf dem Dach eine 125 cm Schüssel befestigen oder würde die Windlast zu groß werden. Würde da bei mäßigem Wind die Antenne schwingen? Ich habe ein ausgebautes Dach, also kommt nur ein Dachsparrenhalter in Frage. |
Die Dachsparrenhalter werden für Antennen mit max. 1 Meter Durchmesser beworben, lediglich beim Dachsparrenhalter Herkules von DuraSat ist überhaupt ein Biegemoment angegeben. Lt. DuraSat mit 1000 Nm belastbar, beworben wird der Herkules für 90er-Antennen. Die 1000 Nm Biegemoment sind fachlich unkorrekt als "Windlast" bezeichnet.
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Zitat von antar Jeder Fachmann sagt was anderes, ich bin mittlerweise sehr verunsichert und enttäuscht, dass noch nicht mal die Fachhändler eine einheitliche Meinung geben können. |
Die Fachhändler sind eben keine Statiker, du hast die falsche Berufsgruppe gefragt!
Normativ sind die EN 60728-11, DIN 1055 Teil 4 und DIN 4131 einzuhalten. Dies gleichermaßen bei Wandbefestigung wie auf dem Dach. Eine KATHREIN CAS 120 hat eine Windlast von 1296 N, somit dürfte die Mitte der Antenne am Herkules-Dachsparrenhalter nicht höher als 1000/1296 = 0,77 m über dem Gelenk liegen.
Und so wie man eine 100er Antenne an einer Wand aus Porenbeton nur mit den geeigneten (geklebten) Schwerlastdübeln und speziellen Wandhalterungen befestigen darf, muss nicht nur der Dachsparrenhalter die 1000 Nm Biegemoment aushalten, sondern auch die Schrauben mit denen er an den Sparren befestigt wird. Und auch die Dachsparren müssen die zusätzliche Last aufnehmen können. Ob das zutrifft oder z. B. Windrispen nachgerüstet werden müssen, sagt dir der einzige wahre Fachmann: Dein Statiker.