Fragen zu: DVB-T-Antenne, Spliter, Dosen

Alt 30.08.2011, 09:36   # 1
Kalle0815
 
Registriert seit: 01.09.2008
Beiträge: 42
Hallo zusammen,

ich erweitere derzeit meine Sat-installation und habe dazu (mal wieder) ein paar fragen:

Der grundsätzliche Aufbau in unserem MFH ist wie folgt (und vor längerer Zeit hier abgestimmt ):
- Im DG eine Sternenförmige Verteilung auf Basis eines JRM-0512-A
- Im Keller ein (noch nicht angeschlossener) JPS 0504-3TN zur Weiterverteilung in die unteren Etagen.

Es geht nun darum, vom Keller aus das 1. OG mit Sat zu versorgen.
Eine Stammleitung liegt vom Keller bis in das Treppenhaus des 1.OG.
Dort befindet sich dieser Splitter, der das Signal für die drei Wohnungen auf der Etage verteilt.

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In der ersten Wohnung verteilt dieser Splitter das Signal dann weiter auf zwei Dosen in unterschiedlichen Räumen.

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Hierzu drei Fragen:

1. Kann ich die vorhandenen Splitter nutzen oder soll ich sie durch die hier empfohlenen FTE-Splitter (SV-400F bzw. SV-200F) ersetzen?

2. Meinem Verständnis nach müssen beide Dosen in der Wohnung terminierte Durchgangsdosen sein. Welche sollte ich hier nutzen 10er, 14er, oder 18er?

3. Eine zweite Stammleitung führt vom Keller aus direkt in eine Anliegerwohnung, die eine Durchgangsdose und eine Enddose bzw. terminierte Durchgangsdose benötigt. Wie sollten hier die Dämpfungen gewählt werden?

Darüber hinaus bin ich auf der Suche nach einer Antenne um DVB-T-Signale mit in eine Sat-Verteilung einzuspeisen. Die Antenne soll am Sat-Mast befestigt werden können (ggf. auch an einem Dachsparrenhalter).

Ich habe hier mal eine Empfehlung für eine solche Antenne gelesen, finde sie aber leider nicht mehr, daher:

4. Kann mir jmd. eine entsprechende DVB-T-Antenne empfehlen?

Vielen Dank.

Gruß
Kalle
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Alt 31.08.2011, 09:34   # 2
Dipol
Team SAT-Technik
 
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von Kalle0815 Beitrag anzeigen
Hierzu drei Fragen:

1. Kann ich die vorhandenen Splitter nutzen oder soll ich sie durch die hier empfohlenen FTE-Splitter (SV-400F bzw. SV-200F) ersetzen?
Grundsätzlich ja, aber wozu bei solchem Platzmangel einen Vierfachverteiler mit Abschlusswiderständen (und auch höherer Verteildämpfung) einbauen, wenn nur ein Zweifachverteiler gebraucht wird?
Zitat:
Zitat von Kalle0815 Beitrag anzeigen
2. Meinem Verständnis nach müssen beide Dosen in der Wohnung terminierte Durchgangsdosen sein. Welche sollte ich hier nutzen 10er, 14er, oder 18er?
Richtig, nach einem Verteiler gehört eine terminierte Durchgangsdose. Auch wenn gegen diesen hf-technischen Grundsatz bei UniCable laufend verstoßen wird.

Zu einer fachgerechten Pegelberechnung gehört die Kenntnis der Kabellänge und der relativen Dämpfungswerte/100 m. Bei 85 dB(µV) Router-Ausgangspegel und 10 dB Steckdosen-Auskoppeldämpfung wird der max. zulässige Receiverpegel von 77 dB(µV) nicht überschritten, hat noch reichlich Reserve für hohe Kabeldämpfung und die Entkopplung ist normgerecht.
Zitat:
Zitat von Kalle0815 Beitrag anzeigen
3. Eine zweite Stammleitung führt vom Keller aus direkt in eine Anliegerwohnung, die eine Durchgangsdose und eine Enddose bzw. terminierte Durchgangsdose benötigt. Wie sollten hier die Dämpfungen gewählt werden?
Ausgehend vom gleichen Router-Ausgangspegel empfehle ich die Kombination 13 dB - 10 dB.
Zitat:
Zitat von Kalle0815 Beitrag anzeigen
Darüber hinaus bin ich auf der Suche nach einer Antenne um DVB-T-Signale mit in eine Sat-Verteilung einzuspeisen. Die Antenne soll am Sat-Mast befestigt werden können (ggf. auch an einem Dachsparrenhalter).

Ich habe hier mal eine Empfehlung für eine solche Antenne gelesen, finde sie aber leider nicht mehr, daher:

4. Kann mir jmd. eine entsprechende DVB-T-Antenne empfehlen?
Und noch eine Aufforderungen zur pegelfreien Spekulation. Aktive DVB-T-Antennen können von hohen DVB-T- und auch UKW-Pegeln übersteuert werden und passive Antennen besser sein. Ohne Kenntnis der örtlichen Kanäle und deren Senderfeldstärken oder wenigstens des Standorts ist jede Empfehlung fachlich unseriös.

EDIT: Bauteile für Schwachstrom oder Antennen sind in einer 230 V-Unterverteilung ohne Abschottung absolut fehlplatziert.
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Alt 02.09.2011, 08:25   # 3
Kalle0815
Threadstarter
 
Registriert seit: 01.09.2008
Beiträge: 42
Vielen Dank für die Antworten - dazu noch einige Rückfragen:

Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Grundsätzlich ja, aber wozu bei solchem Platzmangel einen Vierfachverteiler mit Abschlusswiderständen (und auch höherer Verteildämpfung) einbauen, wenn nur ein Zweifachverteiler gebraucht wird?
Bezieht sich das "grundsätzlich ja" auf die verwendung der alten, oder der vorgeschlagenen neuen Verteiler?
(Die vierfach-Verteilung im Treppenhaus wird für den späteren Anschluss weiterer Wohnungen benötigt).


Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Und noch eine Aufforderungen zur pegelfreien Spekulation. Aktive DVB-T-Antennen können von hohen DVB-T- und auch UKW-Pegeln übersteuert werden und passive Antennen besser sein. Ohne Kenntnis der örtlichen Kanäle und deren Senderfeldstärken oder wenigstens des Standorts ist jede Empfehlung fachlich unseriös.
Der Standort ist das schöne Essen im Ruhrgebiet.

Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
EDIT: Bauteile für Schwachstrom oder Antennen sind in einer 230 V-Unterverteilung ohne Abschottung absolut fehlplatziert.
Ich würde den durchführenden Elektriker ja sofort wechseln, aber das war vor meiner Zeit .

Besteht hier ein Handlungsbedarf im Sinne einer Verlegung des Verteilers (auch wen ich im Moment nicht wüsste wohin)?

Gruß
Kalle
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Alt 02.09.2011, 11:52   # 4
Dipol
Team SAT-Technik
 
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von Kalle0815 Beitrag anzeigen
Bezieht sich das "grundsätzlich ja" auf die verwendung der alten, oder der vorgeschlagenen neuen Verteiler?
(Die vierfach-Verteilung im Treppenhaus wird für den späteren Anschluss weiterer Wohnungen benötigt).
Für beide.
Zitat:
Zitat von Kalle0815 Beitrag anzeigen
Der Standort ist das schöne Essen im Ruhrgebiet.
Bei sechs DVB-T-Muxen vom Fernmeldeamt Holsterhausen mit 50 kW Sendeleistung würde ich eine normale passive UHF-Antenne vorziehen.
Zitat:
Zitat von Kalle0815 Beitrag anzeigen
Besteht hier ein Handlungsbedarf im Sinne einer Verlegung des Verteilers (auch wen ich im Moment nicht wüsste wohin)?
Ich bearbeite gerade im Urlaub einen Fall in welchem der gleiche fachliche Unsinn praktiziert wurde. Dort wurde die Antenne direkt über den 230 V Unterverteilern angebracht, damit man die Zuleitungen der Antennenkabel zu einem Verstärker in einem abgeteilten Zählerschrankschott im UG (eigenes Schott = normkompatibel) "rationell" im gleichen Wandschlitz wie die Stromkabel verlegen kann. Vom Verstärker laufen die Kabel ebenfalls wieder ohne Trennungsabstand zum Stromnetz zurück in die Wohnungs-Unterverteiler, wo man sogar Multischalter eingebaut hat.

Der Wahnsinn hat System, entweder ist die Antenne ungeerdet -oder noch schlimmer- an den PEN geerdet. Ein Potenzialausgleich fehlt bei dieser Ausführungsart natürlich auch.

Antennen- oder Schwachstrombauteile müssen mit Abschottung vom 230 V-Stromnetz installiert sein. Der Einbau in einem Unterverteiler ist absolut normwidrig und selbst nach einer ordenlichen Befestigung als gefährlich einzustufen.
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Alt 28.05.2012, 15:06 # --
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