Zu viele Infos in zwei Tagen ...

Alt 25.08.2011, 21:53   # 1
herbert-f
 
Registriert seit: 25.08.2011
Beiträge: 18
HILFE,

ich verliere den Überblick. Ihr habt wirklich super tolle Beiträge teilweise aus 2007 und 2008 zum Thema Umstieg KABEL auf SAT.

Mein Kabelnetzbetreiber hat mir gekündigt (!!!) da sie gerade mein Wohngebiet auf Triple Play (LWL bis ins Haus) umstellen und ausgerechnet in meiner Straße nicht genügend EFH-Besitzer Interesse haben. Die derzeitige Koaxial-BK-Verkabelung wollen sie nicht länger betreiben.

Bis auf den Preis war ich immer sehr zufrieden, vor allem mit der
gebotenen Qualität im Fernseh- und UKW-Bereich.

Ich brauche jetzt Ersatz, welcher natürlich nichts kosten darf und von höchster Qualität sein sein ))))))))))))))))))))))))

In meiner angehängten Skizze habe ich den IST-Stand dargestellt.

Nun zu meinen Fragen:

1. Die Blitzschutzabhandlungen haben mich total verwirrt. Derzeit habe ich keinen Blitzschutz sondern nur eine PAS für die Elt-Installation welche natürlich geerdet ist (aus dem Bauch würde ich meinen, dass der Staberder mit 4 -8 mm² angeschlossen ist). Wenn ich nun eine SAT-Schüssel auf dem Dach befestige (45° ZiegelDach) direkt unterhalb des Firsts,, benötige ich dann einen Blitzschutz???
2. Wenn 1. mit ja, dürfen nun Schleifen mit dem bestehenden PAS sein oder nicht? Müssen die/der Multischalter zwingend mit dem "neuen" Blitzschutz verbunden sein?
3. Wenn 1. mit ja, was kann ich GANZ UNGEFÄHR kostenmäßige kalkulieren wenn ich Blitzschutz anbringen muss. Meine Firstlängen betragen ungefähr 16 Meter, der Abstand zum Boden ca. 10m.
4. Nach meinem "Lesestand" ist State of the art für meine Kabelproblematik wohl Unicable. Unklar ist mir hierbei ob (siehe Skizze) in den Fällen 1-4 ich dies wirklich benötige oder da auch nur ein Multiswitch reicht. Im Fall 5 brauche ich Unicable ??? Würde ein Mischen von beiden Variantzen bei meinen 10 Abgängen Sinn machen - oder alles Unicable?
5.Hinsichtlich der Schüssel möchte ich nicht bei jedem Regen der Dumme sein, mehr als 90cm (besser weniger) sind aber meiner Frau optisch nicht zu vermitteln. Was ist denn aktuell als Hardware (Schüssel, LNB, Switch.., Kabel von Schüssel zu Switch...) zu empfehlen?
6. Derzeit setze ich in Skizze Fall2 jeweils Antennen-Dosen m.E. von Hirschmann ein, welche in das Busch-Jaeger-Impuls System passen (somit eigentlich in jedes Busch-Jäger). Kann ich in diesem Fall die erste Dose belassen und nur die zweite gegen eine SAT-Dose wechseln? Gibt es Empfehlungen auch für SAT-Dosen und Busch Jäger?
7. Hinsichtlich Unicable habe ich von Diseq Spezifikationsunterstützung des Receiver gelesen. Sind diese üblich? Gibt es (mehrere) Receiver welche neben dieser Funktion auch auf einem Linux-Derivat wie Coolstream, Dreambox o.ä. beruhen?
8. Ich möchte auch gern eine "vertretbare" UKW-Antenne auf der Schüssel oder unter dem Dach installieren, gibt es hierzu Empfelungen??

DANK im Voraus
Angehängte Dateien
Dateityp: pdf skizze.pdf (100,5 KB, 13x aufgerufen)
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Alt 26.08.2011, 07:16   # 2
King W.
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Beiträge: 9.170
Na ja, sooo schwer ist die Sache in deinem Fall gar nicht.

Zunächst mal etwas zum Blitzschutz: Du kannst dir die Sache deutlich vereinfachen, wenn du die Schüssel nicht auf dem Dach, sondern an der Fassade anbringst. Ich weiß - sieht nicht besonders schön aus, aber wenn du einen Abstand zur Dachkante von 2m einhalten kannst und die Schüssel nicht mehr als 1,50m von der Wand absteht, entfällt die Erdungspflicht. Dann genügt ein relativ einfach herzustellender Potentialausgleich.

Wenn es keine Alternative zur Dachmontage gibt, so ist die Antenne mit einem Blitzstrom-tragfähigen Kabel (16mm² Kupfer, eindrähtig) mit der Potentialausgleichsschiene im Keller zu verbinden. Das ist die Mindestanforderung. Das Kabel muß mit einem Sicherheitsabstand zu der übrigen Installation verlegt werden (mindestens 50 cm), damit der Blitz nicht überspringt. Eine Verlegung außerhalb des Hauses ist zu bevorzugen, denn meist sind nur so die erforderlichen Abstände einzuhalten.

In diesem Fall ist ein weiterer Draht von mindestens 2½, besser aber 4 oder 6 mm² Querschnitt an der Antenne anzubringen und parallel zu den Antennenkabeln in den Keller zu führen, wo der Multischalter oder Router hinkommt. Dort werden dann die Erdungsblocks für den Potentialausgleich angebracht.

Wie gesagt, es ist die Mindestanforderung. Noch besser wäre eine isolierte Blitzableitung über eine Fangstange. Das aber entzieht sich dem Selbstbau und ist Sache einer darauf spezialisierten Blitzschutzfirma. Immerhin sprechen wir bei einem Blitz von Strömen im 100 kA-Bereich, im Augenblick des Einschlags werden Leistungen im MW-Bereich frei, etwa so viel wie bei einem kleinen Kernkraftwerk. Hierbei zu schludern, hat im - Gott sei Dank - seltenen Fall des Falles üble Konsequenzen, im schlimmsten Fall kann sogar das Haus abbrennen und es zu Personenschäden kommen.

Eins ist jedenfalls sicher: Wenn es zu einem Blitzschlag kommt, bist du froh, wenn dort ein Blitzableiter ist, der tut, wofür er aufgebaut wurde und dich und dein Eigentum vor Schlimmerem bewahrt.

Nun zum eigentlichen Thema:
Zitat:
Zitat von herbert-f
... nichts kosten darf und von höchster Qualität ...
Aber klar doch! Unmögliches geschieht sofort, Wunder dauern etwas länger. Auf Wunsch, gegen einen kleinen Aufpreis, wird gehext.

Jetzt mal im Ernst: Gute Qualität hat auch ihren Preis und wer nicht bereit ist, den zu zahlen und mit aller Gewalt billig kaufen will (Geiz ist ja geil!) muß sich nicht wundern, wenn er das bekommt, was er gekauft hat - Müll. Nicht nur, aber gerade auch im SAT-Bereich gilt: Wer billig kauft, kauft doppelt. In der Regel amortisiert sich eine gute SAT-Anlage durch die eingesparten Kabelgebühren in 3 - 4 Jahren, bei einem Eigenheim mit vielen Anschlüssen, wo aber nur einmal Kabelgebühr gezahlt werden muß, dauert es aber etwas länger.

Zunächst unsere "Standardempfehlung", die sich bereits vielfach bewährt hat: Als Antenne die Gibertini SE, dazu ein LNB von Alps (das "unkaputtbare"). Vom LNB aus geht es mit 4 Kabeln bis zu der Stelle, wo jetzt der Verteiler sitzt. Bei einer erdungspflichtigen Antenne auf dem Dach ist zusätzlich noch die PA-Leitung mitzuziehen.

Als nächstes die Frage nach dem Multischalter. Deine Zeichnung ist da etwas verwirrend. Bedeutet "Fall1" bis "Fall5" das was tatsächlich so auftritt (wie oft?), oder das, was irgendwie geplant werden kann? Was ist unter "Radio" zu verstehen? Sind das ausschließlich terrestrisch empfangbare UKW-Sender oder verstehst du darunter die Radioprogramme vom Astra-Satellit? Der strahlt nämlich alle überregionalen Programme in hervorragender Digitalqualität aus, weit besser, als du sie über UKW empfangen kannst. Letzteres lohnt, wenn überhaupt, eigentlich nur noch für die paar lokalen UKW-Sender.

Für eine sinnvolle Planung besser wäre z.B. eine Angabe wie:

Im Keller gehen 5 Kabel ab und zwar ins WZ eins, in die Küche eins, ins SZ eins in 2 Kinderzimmer je eins usw. Und dann noch, was später an die einzelnen Kabel angeschlossen werden soll, also z.B. im Wohnzimmer ein Twin-Receiver und ein UKW-Empfänger, im Kinderzimmer ein Standard-Receiver, in der Küche ein Fernseher mit eingebautem DVB-S Empfänger usw. Dann wäre vielleicht auch noch interessant zu wissen, ob so etwas geplant ist, z.B. im Wohnzimmer, Radio über Astra zu hören und gleichzeitig ein Fernsehprogramm aufzuzeichnen (oder umgekehrt oder ein FS-Programm zu sehen und ein anderes aufzuzeichnen).

DVB-C, wie von dir eingezeichnet, steht, wenn das Kabel abgeschaltet wird nicht mehr zur Verfügung. Allenfalls wäre ein Umsetzer von DVB-S auf DVB-C denkbar, aber der wäre teurer (und schlechter), als ein komplett neues DVB-S Equipment.

Zur weiteren Beratung benötigen wir, wie gesagt, die geplante Nutzung der Verkabelung, alles andere ist Kaffesatz-Leserei.

Als SAT-taugliche Antennensteckdosen kommen, neben den Produkten von Hirschmann, auch die Dosen von Axing in Frage. Sie sind von hoher Qualität und dabei bezahlbar. Die bisherigen Abdeckungen von Busch-Jaeger können beibehalten werden. Die meisten Abdeckplatten haben zwei Löcher und eine Sollbruchstelle für das dritte Loch, welches für den SAT-Anschluß gebraucht wird. Mit einem Schraubendreher ist dieses Loch schnell offen und dann kann die Platte wieder montiert werden. Vielleicht hast du ja auch Glück, und es sind bereits SAT-taugliche Dosen vorhanden und es ist nur ein Adapter erforderlich.

Mache einfach mal eine Dose auf und nenne uns den Typ, der steht meist vorn auf dem Kragen. Dann brauchen wir noch, wie gesagt den Verlauf und die geplante zukünftige Nutzung der vorhandenen Kabel.

Schreib mal zurück, dann sehen wir weiter.
__________________
Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
Albert Einstein


Nokia? Nein danke!
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Alt 26.08.2011, 08:55   # 3
herbert-f
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Registriert seit: 25.08.2011
Beiträge: 18
Guten Morgen,

vielen Dank King W.

Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Na ja, sooo schwer ist die Sache in deinem Fall gar nicht.

du die Schüssel nicht auf dem Dach, sondern an der Fassade anbringst. Ich weiß - sieht nicht besonders schön aus, aber wenn du einen Abstand zur Dachkante von 2m einhalten kannst und die Schüssel nicht mehr als 1,50m von der Wand absteht, entfällt die Erdungspflicht. Dann genügt ein relativ einfach herzustellender Potentialausgleich.
.
Ich befürchte dies ist nicht vermittelbar.

Die Variante innenliegend und 50cm fällt aus, da ALLE Kabel in einem vorhandenen freien Zug eines Schornsteins verlegt werden müssen, ich kann ja nicht das ganze Haus auffräsen.

Die Variante Kabel extern fällt auch aus. Denkbar wäre sicher ein professioneller Blitzschutz, wobei Blitzableiter (ich denke irgendein verzinktes Material ..) an der verzinkten Dachrinne heruntergeführt werden können.

Vielleicht ist auch noch auf der Garage (Flachdach) möglich, da komme ich aber Ruck-Zuck auf 50-70m wobei teilweise in der Erde verlegt werden müsste. Geht dies?

Zitat:
Eins ist jedenfalls sicher: Wenn es zu einem Blitzschlag kommt, bist du froh, wenn dort ein Blitzableiter ist, der tut, wofür er aufgebaut wurde und dich und dein Eigentum vor Schlimmerem bewahrt.
Da hast DU sicher vollkommen Recht, dewegen habe ich ja auch Eure Anleitungen zum Blitzschutz gelesen. Bin nur "beunruhigt"

Zitat:
Zunächst unsere "Standardempfehlung",
vielen Dank hierfür.

Zitat:
Als nächstes die Frage nach dem Multischalter. Deine Zeichnung ist da etwas verwirrend. Bedeutet "Fall1" bis "Fall5" das was tatsächlich so auftritt (wie oft?),
ja - genau tritt so auf. Insgesamt 10 mal - wobei Fall 1 nur einmal und Fall 3 dreimal auftreten kann bzw. schon auftritt.

Zitat:
Was ist unter "Radio" zu verstehen? Sind das ausschließlich terrestrisch empfangbare UKW-Sende
ja-genau...
eigentlich nur noch für die paar lokalen UKW-Sender - genau mein Problem.

Wäre es denkbar einen Internetstream mit meinem lokalen Sender (funkt gut) über eine Art FM-Transmitter auf den terrestrischen Eingang des Multiswitch zu legen??

Zitat:
Für eine sinnvolle Planung besser wäre z.B. eine Angabe wie:

Im Keller gehen 5 Kabel ab:
wie schon oben geschrieben: 10Kabel gehen ab,maximal die 5 Fälle. Selbstredend soll das heutige DVB-C durch DVB-S ersetzt werden, Radio ist nur FM.
Ob Unicable oder nur Multiswitch ist mir unklar ... Bei den Fall nur Radio raicht da nur Multiswitch genau wie bei nur einem TV??
Mehrere SAT-Empfänger in einem Raum sehe ich heute nicht, da ich im Keller aufnehme (DVBViewer) und dann streame über Netzwerk.

Zitat:
Als SAT-taugliche Antennensteckdosen kommen....
vielen Dank tolle Tipps
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Alt 27.08.2011, 22:41   # 4
herbert-f
Threadstarter
 
Registriert seit: 25.08.2011
Beiträge: 18
hi,

King W und andere ...
Habt ihr noch ein paar Antworten für mich ...

PS: Der Blitzschutz bei dem Netzwelt-Satellitenbau-Videos 1- 4 verwirrt mich auch ..... habe nix gesehen
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Alt 28.05.2012, 15:05 # --
News Flash
 
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