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| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
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| Na ja, sooo schwer ist die Sache in deinem Fall gar nicht. Zunächst mal etwas zum Blitzschutz: Du kannst dir die Sache deutlich vereinfachen, wenn du die Schüssel nicht auf dem Dach, sondern an der Fassade anbringst. Ich weiß - sieht nicht besonders schön aus, aber wenn du einen Abstand zur Dachkante von 2m einhalten kannst und die Schüssel nicht mehr als 1,50m von der Wand absteht, entfällt die Erdungspflicht. Dann genügt ein relativ einfach herzustellender Potentialausgleich. Wenn es keine Alternative zur Dachmontage gibt, so ist die Antenne mit einem Blitzstrom-tragfähigen Kabel (16mm² Kupfer, eindrähtig) mit der Potentialausgleichsschiene im Keller zu verbinden. Das ist die Mindestanforderung. Das Kabel muß mit einem Sicherheitsabstand zu der übrigen Installation verlegt werden (mindestens 50 cm), damit der Blitz nicht überspringt. Eine Verlegung außerhalb des Hauses ist zu bevorzugen, denn meist sind nur so die erforderlichen Abstände einzuhalten. In diesem Fall ist ein weiterer Draht von mindestens 2½, besser aber 4 oder 6 mm² Querschnitt an der Antenne anzubringen und parallel zu den Antennenkabeln in den Keller zu führen, wo der Multischalter oder Router hinkommt. Dort werden dann die Erdungsblocks für den Potentialausgleich angebracht. Wie gesagt, es ist die Mindestanforderung. Noch besser wäre eine isolierte Blitzableitung über eine Fangstange. Das aber entzieht sich dem Selbstbau und ist Sache einer darauf spezialisierten Blitzschutzfirma. Immerhin sprechen wir bei einem Blitz von Strömen im 100 kA-Bereich, im Augenblick des Einschlags werden Leistungen im MW-Bereich frei, etwa so viel wie bei einem kleinen Kernkraftwerk. Hierbei zu schludern, hat im - Gott sei Dank - seltenen Fall des Falles üble Konsequenzen, im schlimmsten Fall kann sogar das Haus abbrennen und es zu Personenschäden kommen. Eins ist jedenfalls sicher: Wenn es zu einem Blitzschlag kommt, bist du froh, wenn dort ein Blitzableiter ist, der tut, wofür er aufgebaut wurde und dich und dein Eigentum vor Schlimmerem bewahrt. Nun zum eigentlichen Thema: Zitat:
Jetzt mal im Ernst: Gute Qualität hat auch ihren Preis und wer nicht bereit ist, den zu zahlen und mit aller Gewalt billig kaufen will (Geiz ist ja geil!) muß sich nicht wundern, wenn er das bekommt, was er gekauft hat - Müll. Nicht nur, aber gerade auch im SAT-Bereich gilt: Wer billig kauft, kauft doppelt. In der Regel amortisiert sich eine gute SAT-Anlage durch die eingesparten Kabelgebühren in 3 - 4 Jahren, bei einem Eigenheim mit vielen Anschlüssen, wo aber nur einmal Kabelgebühr gezahlt werden muß, dauert es aber etwas länger. Zunächst unsere "Standardempfehlung", die sich bereits vielfach bewährt hat: Als Antenne die Gibertini SE, dazu ein LNB von Alps (das "unkaputtbare"). Vom LNB aus geht es mit 4 Kabeln bis zu der Stelle, wo jetzt der Verteiler sitzt. Bei einer erdungspflichtigen Antenne auf dem Dach ist zusätzlich noch die PA-Leitung mitzuziehen. Als nächstes die Frage nach dem Multischalter. Deine Zeichnung ist da etwas verwirrend. Bedeutet "Fall1" bis "Fall5" das was tatsächlich so auftritt (wie oft?), oder das, was irgendwie geplant werden kann? Was ist unter "Radio" zu verstehen? Sind das ausschließlich terrestrisch empfangbare UKW-Sender oder verstehst du darunter die Radioprogramme vom Astra-Satellit? Der strahlt nämlich alle überregionalen Programme in hervorragender Digitalqualität aus, weit besser, als du sie über UKW empfangen kannst. Letzteres lohnt, wenn überhaupt, eigentlich nur noch für die paar lokalen UKW-Sender. Für eine sinnvolle Planung besser wäre z.B. eine Angabe wie: Im Keller gehen 5 Kabel ab und zwar ins WZ eins, in die Küche eins, ins SZ eins in 2 Kinderzimmer je eins usw. Und dann noch, was später an die einzelnen Kabel angeschlossen werden soll, also z.B. im Wohnzimmer ein Twin-Receiver und ein UKW-Empfänger, im Kinderzimmer ein Standard-Receiver, in der Küche ein Fernseher mit eingebautem DVB-S Empfänger usw. Dann wäre vielleicht auch noch interessant zu wissen, ob so etwas geplant ist, z.B. im Wohnzimmer, Radio über Astra zu hören und gleichzeitig ein Fernsehprogramm aufzuzeichnen (oder umgekehrt oder ein FS-Programm zu sehen und ein anderes aufzuzeichnen). DVB-C, wie von dir eingezeichnet, steht, wenn das Kabel abgeschaltet wird nicht mehr zur Verfügung. Allenfalls wäre ein Umsetzer von DVB-S auf DVB-C denkbar, aber der wäre teurer (und schlechter), als ein komplett neues DVB-S Equipment. Zur weiteren Beratung benötigen wir, wie gesagt, die geplante Nutzung der Verkabelung, alles andere ist Kaffesatz-Leserei. Als SAT-taugliche Antennensteckdosen kommen, neben den Produkten von Hirschmann, auch die Dosen von Axing in Frage. Sie sind von hoher Qualität und dabei bezahlbar. Die bisherigen Abdeckungen von Busch-Jaeger können beibehalten werden. Die meisten Abdeckplatten haben zwei Löcher und eine Sollbruchstelle für das dritte Loch, welches für den SAT-Anschluß gebraucht wird. Mit einem Schraubendreher ist dieses Loch schnell offen und dann kann die Platte wieder montiert werden. Vielleicht hast du ja auch Glück, und es sind bereits SAT-taugliche Dosen vorhanden und es ist nur ein Adapter erforderlich. Mache einfach mal eine Dose auf und nenne uns den Typ, der steht meist vorn auf dem Kragen. Dann brauchen wir noch, wie gesagt den Verlauf und die geplante zukünftige Nutzung der vorhandenen Kabel. Schreib mal zurück, dann sehen wir weiter.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! | |
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