Schon wieder ne Frage zu Unicable

Alt 13.08.2011, 16:33   # 1
Knecht74
 
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Hallo,
ich bin neu hier und habe mich auch schon durch einige Beiträge durchgelesen. Habe mir auch schon einige Tipps geholt und schon eine ungefähre Ahnung was ich will.

Meine jetzige Ausgangslage sieht so aus:
Ich wohne in einer Doppelhaushälfte zur Miete. Wir haben zur Zeit Kabelanschluss durch Kabel Deutschland. Ich habe auch Sky Bundesliga und wollte auch Sky HD dazu buchen. Jetzt stellt sich heraus, das mit unserem alten Hausanschlussverstärker von Kathrein keine HD-Sender empfangen werden können. Unsere Hausaufteilung sieht so aus: im Keller zwei Kinderzimmer mit einer Dose und einem Verteiler, im Erdgeschoss zwei Dosen (Wohnzimmer und Esszimmer) und im 1.Stock drei Dosen (Kinderzimmer, Schlafzimmer und Büro). Wie die Dosen untereinander angeschlossen sind weiß ich nicht. Ich habe nur herausgefunden, das das Kabel von Kabel Deutschland in einem Verteilerkasten an der Hausaußenwand aus dem Boden kommt, von da aus in den Hausanschlussverstärken und von da aus in einen Verteiler, der einmal die fünf Dosen im Erdgeschoss und im 1.Stock beliefert und einmal die eine Dose im Keller.
Jetzt habe ich mir überlegt, was ich mache, entweder ich kaufe mir einen neuen Hausanschlussverstärker der auch für HD-Sender tauglich ist, oder ich steige komplett auf SAT-Anschluss um, was mir persönlich lieber wäre, denn dann würde ich mehr Programme bekommen und würde mir die Gebühren für Kabel Deutschland sparen.
Was könnt Ihr mir jetzt raten?
Was brauche ich alles?
Ich habe mir das etwa so gedacht: Eine Schüssel mit Wandhalterung, ein Quad-LNB, einen Router für 8 Teilnehmer und 7 Receiver. Der Receiver im Büro, Wohnzimmer und Schlafzimmer sollten für Sky und evtl. für HD+ (obwohl ich hier gelesen habe, das es nicht so gut sein soll) fähig sein. Die anderen Receiver brauchen nichts besonderes können.
Brauche ich trotzdem noch einen Verteiler für die Kellerdose vom Router?
Kann ich im Keller noch für das zweite Kinderzimmer die Dose durchschleifen?
Habe ich Nachteile dadurch, das ich nicht weiß wie die Dosen untereinander angeschlossen sind (denn wenn ich die Kabel die verlegt sind in besten Fall in Meter schätzen müsste, komme ich auf jeden Fall auf über 30 Meter, wahrscheinlich sogar mehr)?
Ich weiß, es ist viel Text und sehr viele Fragen, ich bin aber wenig bewandert in solchen Dingen und möchte nichts falsch machen, bzw. falsch kaufen, denn alles zusammen wird schon einen batzen Geld kosten.
Also ich bin für jeden Tipp dankbar. Es wäre nett, wenn mir jemand etwas zusammenstellen könnte was ich alles brauche.
Danke im voraus.
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Alt 14.08.2011, 23:26   # 2
Dipol
Team SAT-Technik
 
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Hallo und nw welcome

Zitat:
Zitat von Knecht74 Beitrag anzeigen
Ich habe mir das etwa so gedacht: Eine Schüssel mit Wandhalterung, ein Quad-LNB, einen Router für 8 Teilnehmer und 7 Receiver. Der Receiver im Büro, Wohnzimmer und Schlafzimmer sollten für Sky und evtl. für HD+ (obwohl ich hier gelesen habe, das es nicht so gut sein soll) fähig sein. Die anderen Receiver brauchen nichts besonderes können.
Die meisten Router sind nicht qaudtauglich, benötigen somit einen Quatro-LNB.
Zitat:
Zitat von Knecht74 Beitrag anzeigen
Brauche ich trotzdem noch einen Verteiler für die Kellerdose vom Router?
Kann ich im Keller noch für das zweite Kinderzimmer die Dose durchschleifen?
Habe ich Nachteile dadurch, das ich nicht weiß wie die Dosen untereinander angeschlossen sind (denn wenn ich die Kabel die verlegt sind in besten Fall in Meter schätzen müsste, komme ich auf jeden Fall auf über 30 Meter, wahrscheinlich sogar mehr)?
Das Netz muss vollständig DC-tauglich sein und die Mindestpegel müssen auch erreicht werden.

Da wir nicht über Wasser gehen können, benötigen unsere Glaskugeln schon eine exakte Netzstruktur mit Angabe der Kabeltype und die ungefähren Längenangaben.
Zitat:
Zitat von Knecht74 Beitrag anzeigen
Es wäre nett, wenn mir jemand etwas zusammenstellen könnte was ich alles brauche.
Gerne, wenn du die erforderlichen Basisdaden nachlieferst. Wer ohne Kenntnis der Verteilnetzstruktur und des verwendeten Kabels die Dämpfung und Pegel per Zauberrechnung erstellen kann, dürfte auch aus den Daten eines Schiffs das Alter des Kapitäns errechnen können.

Also, du bist wieder am Zug.
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Alt 15.08.2011, 11:42   # 3
Knecht74
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Hallo Dipol,

und Danke schon mal für die Antwort.

Ich meinte natürlich ein Quatro-LNB. Meinen Vermieter habe ich noch nicht erreicht und ich weiß auch nicht, ob er mir in diesen Fragen weiter helfen kann, deshalb bin ich mal selbst auf die Suche nach Antworten gegangen.

Hier nochmal meine Ausgangslage:
- Es kommt ein Kabel von Kabel Deutschland aus dem Boden in einen Verteilerkasten an meiner Hausaußenwand. Von da geht das Kabel in einen Kathrein Hausanschluß-Verstärker "VOS 20/F 230250", von hier geht das Kabel in einen Kathrein 2fach Verteiler "EBC02 272606", von hier gehen 2 Kabel raus, eines in den ausgebauten Keller (hier ist nur eine Dose), und das andere bedient den Rest des Hauses. Hier kann ich nicht nachvollziehen von wo nach wo das Kabel geht, aber vom logischen her müsste das so aussehen:

-vom Verteiler zur ersten Dose im Wohzimmer (EG) ca. 10m, von hier zur zweiten Dose im Esszimmer (EG) ca. 20m, von hier zur dritten Dose im Schlafzimmer (1.Stock) ca. 7m, von hier zur vierten Dose im Kinderzimmer (1.Stock) ca. 5m und von hier zur fünften Dose im Büro (1.Stock) ca. 10m.
Auf diese Vermutung komme ich deshalb, weil alle Dosen von Kathrein sind mit der Bezeichnung "ESD 44 14dB"(2Kabel), außer die Dose im Büro, hier ist es eine Hirschmann "EDU 04F"(1Kabel). Außerdem liegt das Schlafzimmer genau über dem Esszimmer. Deshalb ist das für mich die einzige logische Verkabelung der Dosen. Ich weiß zwar nicht, wo die Kabel genau langlaufen, ob quer durch den Fußboden oder in den Wänden entlang, deshalb bin ich größten Weg ausgegangen.

Jetzt noch wegen dem Kabel. Auf dem Kabel steht keine Bezeichnung, aber ich habe mir das Kabel mal genauer angesehen. Es besteht aus einen Draht in der Mitte, ich schätze mal Kupfer, dann eine weiße Ummandelung , danach kommt eine Alufolie, danach ein silberfarbiges Drahtgeflecht und dann noch eine Kunststoffummandelung.

Ich hoffe Du hast jetzt erst mal mehr Informationen und kannst mir hoffentlich weiterhelfen. Falls Du noch andere Informationen brauchst, sag bitte Bescheid.

PS: Bis jetzt läuft über die Anlage Kabel Deutschland digital, wenn das weiter hilft.
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Alt 16.08.2011, 02:15   # 4
Dipol
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Zitat:
Zitat von Knecht74 Beitrag anzeigen
... von hier geht das Kabel in einen Kathrein 2fach Verteiler "EBC02 272606", von hier gehen 2 Kabel raus, eines in den ausgebauten Keller (hier ist nur eine Dose), und das andere bedient den Rest des Hauses.
Somit kann man die Kellerleitung auch pegelfreundlich über einen Stichabzweiger + Stichdose oder -für einen Single-Receiver- auch direkt von einem Legacy-Anschluss aus versorgen.
Zitat:
Zitat von Knecht74 Beitrag anzeigen
-vom Verteiler zur ersten Dose im Wohzimmer (EG) ca. 10m, von hier zur zweiten Dose im Esszimmer (EG) ca. 20m, von hier zur dritten Dose im Schlafzimmer (1.Stock) ca. 7m, von hier zur vierten Dose im Kinderzimmer (1.Stock) ca. 5m und von hier zur fünften Dose im Büro (1.Stock) ca. 10m.
4 Dosen in Reihe erschrecken nicht, 42 Meter Länge beeindrucken schon mehr! Das ist pegeltechnisch aber auch mit Kabeln relativ hoher Dämpfung noch beherrschbar.
Zitat:
Zitat von Knecht74 Beitrag anzeigen
Auf diese Vermutung komme ich deshalb, weil alle Dosen von Kathrein sind mit der Bezeichnung "ESD 44 14dB"(2Kabel), außer die Dose im Büro, hier ist es eine Hirschmann "EDU 04F"(1Kabel).
Die EDU 04F hätte auch bei BK-Betrieb nur nach einem Abzweiger, aber nicht nach dem EBC 02 Zweifachverteiler installiert werden dürfen. An der Dose ist die Entkopplung zu den Stammleitungsdosen zu gering und der max. zulässige Dosenpegel von 77 dB(µV) wird weit überschritten.
Zitat:
Zitat von Knecht74 Beitrag anzeigen
Ich weiß zwar nicht, wo die Kabel genau langlaufen, ob quer durch den Fußboden oder in den Wänden entlang, deshalb bin ich größten Weg ausgegangen.
Es bleibt dir aber für den Einbau der neuen Dosen mit angepasster Auskoppeldämpfung von 18 - 2 x 13 bis 14 - 10 dB nicht erspart die Reihenfolge noch exakt zu ermitteln. Und da man Ein- und Ausgangskabel nicht vertauschen darf, muss auch deren Zuordnung eindeutig ermittelt werden.
Zitat:
Zitat von Knecht74 Beitrag anzeigen
Jetzt noch wegen dem Kabel. Auf dem Kabel steht keine Bezeichnung, aber ich habe mir das Kabel mal genauer angesehen. Es besteht aus einen Draht in der Mitte, ich schätze mal Kupfer, dann eine weiße Ummandelung , danach kommt eine Alufolie, danach ein silberfarbiges Drahtgeflecht und dann noch eine Kunststoffummandelung.
Damit ist das Kabel doppelt geschimt und hat mindestens Class B Schirmungsmaß. Wenn der Kern weiß und weich und nicht glasig ist, wäre das bereits ein dämpfungsarmes Kabel mit geschäumtem Dielektrikum.
Zitat:
Zitat von Knecht74 Beitrag anzeigen
Ich hoffe Du hast jetzt erst mal mehr Informationen und kannst mir hoffentlich weiterhelfen.
Das Alter des Kapitäns kann man damit immer noch nicht ausrechnen, aber es dürfte auch so klappen.

Wenn die Antenne mit einem Abstand > 2 Meter unter der Dachkante zu montieren ist, muss sie nicht geerdet werden. Als Einkabel-Router empfehle ich eine JPS0501-8TN Matrix von JULTEC. Wenn im Keller ein Single-Receiver ausreicht, kommt das Kabel mit einer Dreiloch-Sat.-Stichdose wie z. B. der AXING SSD 5-00 auf den Legacy-Ausgang. Die EDU 05F Zweilochdose könnte bei Legacy-Anschluss (Siehe unten) auch beibehalten werden.

Im restlichen Netz die Durchgangsdosen z.B. gegen AXING SSD 5-18, 2 x SSD 5-13 und SSD 5-10 oder auch SPAUN UniSocked 18, 2 UniSocked x 14 und UniSocked 10 tauschen und am Stammende einen kapazitiv getrennten Abschlusswiderstand einbauen.

Für die Antenne und den LNB empfehlen wir die GIBERTINI SE 85 und den ALPS Quatro-LNB. Die vier Antennenkabel müssen über Erdblöcke oder einen Erdwinkel mit mind. 2,5 mm² Cu-Draht an der Haupterdungsschiene geerdet werden. Ebenso das Gehäuse des netzgespeisten Multischalters. Zur eigenen Sicherheit sollten auch die beiden Ausgangskabel mit in den PA einbezogen werden, siehe Erdungssthread.
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Alt 16.08.2011, 05:17   # 5
King W.
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Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
JPS0501-TN
Da fehlt die Kanalzahl. Sicher nur ein Tippfehler. Das Ding heißt JPS0501-8TN und sieht so ähnlich aus, wie auf dem Bild. An den Unicable-Strang kannst du bis zu 8 Receiver anschließen. Zusätzlich verfügt die Matrix noch über einen Legacy-Ausgang zum Anschluß eines einzelnen "normalen" Receivers.

Wenn du die Axing-Dosen verwenden möchtest, würde ich bei 5 Dosen folgende Auskoppeldämpfungen wählen: 18 - 18 - 14 - 14 - 10. In die 10er Dose kommt ein DC-entkoppelter Abschlußwiderstand.

Für die letzte Stelle kannst du auch eine 7er Dose verwenden. Hier ist der richtige Widerstand bereits fest eingebaut.

Zudem liefert die Dose einen etwas höheren Signalpegel, allerdings verschlechtert sich dabei die Teilnehmerentkopplung. Funktionieren wird es in beiden Fällen. Eine grobe Abschätzung des Pegels an der letzten Dose ergibt ca. 58 dBµV mit der 10er und 61 dBµV mit der 7er Dose. Mindestens erforderlich sind 47 dBµV.

Der Router hat einen recht hohen Ausgangspegel von 95 dBµV. Bitte, als erste Dose des Strangs unbedingt eine 18er verwenden, andernfalls besteht die Gefahr, daß der höchstzulässige Pegel von 77 dBµV erreicht oder gar überschritten wird.
__________________
Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
Albert Einstein


Nokia? Nein danke!
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Alt 16.08.2011, 09:28   # 6
Knecht74
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Hallo,

vielen Dank schon mal für eure Antworten, das hilft mit schon viel, aber ich habe immer noch ein paar Fragen.

Diese Schüssel und das LNB habe ich mir auch schon ausgesucht, da es in mehreren anderen Beiträgen schon erwähnt worden ist.
Bei den Routern ist sonst immer der TechniRouter 5/1x8 G vorgeschlagen worden, kann mir einer evtl. erklären, wo der Unterschied liegt? Habe ich das richtig verstanden, das ich an den von euch vorgeschlagenen Multischalter zwar acht einzelne Ausgänge habe, aber auch alle vier Dosen auf einen Ausgang hängen kann?

Wenn ich im Keller noch eine zweite Dose (für das zweite Kinderzimmer) legen möchte, welche Dosen bräuchte ich dann dafür?

Zwecks der genauen Verlegung der Dosen, kann ich es da so machen, falls ich keine Auskunft des Vermieters bekomme, das ich zur vermeintlichen Dose 1 gehe, das Kabel bei Ausgang trenne und versuche, ob nur dieser Fernseher geht und alle anderen kein Signal bekommen. Dann müsste das doch die Dose Nr. 1 sein. Und dann das gleich bei Dose Nr. 2 und so weiter. Würde das funktionieren, oder habe ich da einen Denkfehler?

Wenn ich die Schüssel aufs Dach montiere, sollte ich dann den Multischalter auf den Dachboden installieren und dann nur die Zuleitungen zu den 2 Strängen nach unten führen, oder die vier Leitungen nach unten führen und den Multischalter im Verteilerkasten in der Hauswand montieren, damit die Kabellänge nicht noch größer wird?

Ich hoffe, ihr könnt mich noch ein bisschen unterstützen, bis das Projekt abgeschlossen ist, denn ohne Euch wäre ich ganz schön aufgeschmissen. Also danke nochmal ihr seit echt super.
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Alt 16.08.2011, 22:58   # 7
Dipol
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Zitat:
Zitat von Knecht74 Beitrag anzeigen
Habe ich das richtig verstanden, das ich an den von euch vorgeschlagenen Multischalter zwar acht einzelne Ausgänge habe, aber auch alle vier Dosen auf einen Ausgang hängen kann?
Nein, sowohl die empfohlene JULTC-Matrix wie der TechniRouter haben einen Router-Port mit 8 Kanälen.
Zitat:
Zitat von Knecht74 Beitrag anzeigen
Wenn ich im Keller noch eine zweite Dose (für das zweite Kinderzimmer) legen möchte, welche Dosen bräuchte ich dann dafür?
Am Legacy-Ausgang eine Einzel-/Stichdose.
Zitat:
Zitat von Knecht74 Beitrag anzeigen
Zwecks der genauen Verlegung der Dosen, kann ich es da so machen, falls ich keine Auskunft des Vermieters bekomme, das ich zur vermeintlichen Dose 1 gehe, das Kabel bei Ausgang trenne und versuche, ob nur dieser Fernseher geht und alle anderen kein Signal bekommen. Dann müsste das doch die Dose Nr. 1 sein. Und dann das gleich bei Dose Nr. 2 und so weiter. Würde das funktionieren, oder habe ich da einen Denkfehler?
Eben so stellt es ein Profi fest, wenn sein Messgerät ausgefallen ist.
Zitat:
Zitat von Knecht74 Beitrag anzeigen
Wenn ich die Schüssel aufs Dach montiere, sollte ich dann den Multischalter auf den Dachboden installieren und dann nur die Zuleitungen zu den 2 Strängen nach unten führen, oder die vier Leitungen nach unten führen und den Multischalter im Verteilerkasten in der Hauswand montieren, damit die Kabellänge nicht noch größer wird?
Beim ungeregelten TechniRouter lieber im UG, weil das weniger kritisch hinsichtlich Übersteuerungen ist.

Bei geregelten JULTEC-Matritzen weil die Dämpfungsverluste der Zuleitungen ausgeregelt werden, das ergibt mehr Pegelreserve.
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Alt 16.08.2011, 23:24   # 8
Knecht74
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Hallo nochmal,

ich habe gerade mit einem Kumpel gesprochen, der so etwas schon mal verlegt hat. Dieser hat mir geraten, das ganze so zu machen.

- Schüssel mit LNB aufs Dach, dort den Technisat 5/2x4 G anschließen, von dort einen Strang durch die Decke in den 1.Stock zum Büro (ca. 5m), dann zum Kinderzimmer (ca. 7m) und dann zum Schlafzimmer (ca. 5m). Den zweiten Strang am Haus außen entlang zum Verteilerkasten (ca. 15m), hier einen 2fach Verteiler und von da aus den einen Strang zum Wohnzimmer (ca. 10m) und von da zum Esszimmer (ca. 10m), den zweiten Strang in den Keller (ca. 7m) von da zum Kinderzimmer (ca. 5m).
Somit habe ich zwei einzelne Stränge, einmal mit vier Dosen, einmal mit drei Dosen, aber keine länger als max. 35m, damit habe ich mindestens 7m gespart.
Was haltet Ihr davon? Welche Dosen sollte ich bei dieser Konstellation verwenden?
Als Receiver hat er mit den Technisat Technistar S1+ vorgeschlagen, weil dieser super mit dem TechniRouter harmoniert. Stimmt das, oder gibt es dagegen etwas einzuwenden?

Danke für alle Hilfen!
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Alt 17.08.2011, 16:27   # 9
Knecht74
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So, jetzt habe ich mich auch mal von unseren Ortsansässigen Fernsehtechniker beraten lassen. Dieser sagt auch, das die zweite Lösung mit den zwei Strängen auf jeden Fall besser ist. Außerdem ist er wahrscheinlich der volle Technisat-Fan. Er rät mir, das ich als Router den Technisat 5/2x4 G nehmen soll und dazu folgende Receiver, drei mal Technisat Technistar S1+ und dreimal Technisat DIGIT S2e.
Aber wegen den Dosen erzählt er, das man keine Dosen mit Dämpfung braucht und es eigentlich keine Abschlussdosen gibt. Das irritiert mich jetzt aber schon, den wenn ich in anderen Themen gelesen habe steht da ja ganz klar, das man Dosen mit unterschiedlicher Dämpfung nehmen soll und zum Schluss eine 07-Dose. Was ist jetzt richtig?
Außerdem hat sich noch ein Problem bei der neuen Verlegung ergeben, und zwar ist die Dose im Esszimmer jetzt eine Enddose von einem Strang und diese Dose sollte ja im Moment nicht belegt werden. Ich habe aber gelesen, das an der letzten Dose eines Stranges immer ein Receiver angeschlossen sein, sonst würden evtl. Fehler am Receiver davor auftreten.
Es tut mir ja leid, das ich so viele Fragen habe, aber ohne Euch wäre ich echt aufgeschmissen.
Folgende Dinge würde ich jetzt bestellen, wenn von eurer Seite nichts dagegen spricht:
- 0,85m, Gibertini, OP 85 SE, Alu, ziegelrot
- Dachsparrenhalter, Aufdach vollverzinkt
- Dachziegel / Dachpfanne, Frankfurter, Kunst, rot
- Mastdichtung
- Alps Quattro
- Koaxkabel, 110dB, 6.8mm, 2xSchirm., Class A, 100m,Hirschm
- TechniRouter 5/2x4G - Einkabelsystem, EN 50494
- Splitter, 2-fach, Neuhaus, DC-Durchlass
- 4 Durchgangsdosen (welche?)
- 3 Enddosen (welche?)
- 3 Receiver TechniStar S1+
- 3 Receiver DIGIT S2 e
- Hirschmann Koax-Kompressionsstecker-Installations-Koffer

spricht da etwas dagegen, fehlt vielleicht noch etwas, welche Dosen brauche ich?

Danke für alle Antworten.
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Alt 18.08.2011, 09:38   # 10
Dipol
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Zitat:
Zitat von Knecht74 Beitrag anzeigen
Dieser sagt auch, das die zweite Lösung mit den zwei Strängen auf jeden Fall besser ist.
Je weniger Receiver bei UniCable auf einem Port zusammen geschaltet sind umso betriebssicherer ist die Anlage.
Zitat:
Zitat von Knecht74 Beitrag anzeigen
Außerdem ist er wahrscheinlich der volle Technisat-Fan. Er rät mir, das ich als Router den Technisat 5/2x4 G nehmen soll und dazu folgende Receiver, drei mal Technisat Technistar S1+ und dreimal Technisat DIGIT S2e.
Das sind alles gute Produkte, das Bessere ist aber bekanntlich der Feind des Guten.
Zitat:
Zitat von Knecht74 Beitrag anzeigen
Aber wegen den Dosen erzählt er, das man keine Dosen mit Dämpfung braucht und es eigentlich keine Abschlussdosen gibt. Das irritiert mich jetzt aber schon, den wenn ich in anderen Themen gelesen habe steht da ja ganz klar, das man Dosen mit unterschiedlicher Dämpfung nehmen soll und zum Schluss eine 07-Dose. Was ist jetzt richtig?
Richtig ist, dass man den Dosen Pegel ohne Über- und Unterpegel im Norm-Pegelfenster von 47 bis 77 dB(µV) zuführt. Planungsziel sollte aber auch sein, dass alle Dosen möglichst gleichmäßige Pegel bekommen. Und dieses Ziel ist nur mit angpasster Dosen-Auskoppeldämpfung zu erreichen. Hohe Auskoppeldämpfung = niedrige Durchgangsdämpfung es sei denn man hat Schrottdosen in denen lauter 10 dB Richtkoppler + interne Bedämpfungen eingebaut sind.
Zitat:
Zitat von Knecht74 Beitrag anzeigen
Außerdem hat sich noch ein Problem bei der neuen Verlegung ergeben, und zwar ist die Dose im Esszimmer jetzt eine Enddose von einem Strang und diese Dose sollte ja im Moment nicht belegt werden. Ich habe aber gelesen, das an der letzten Dose eines Stranges immer ein Receiver angeschlossen sein, sonst würden evtl. Fehler am Receiver davor auftreten.
Eine Stammleitung die nicht terminiert wurde verursacht Stehwellen. Enddosen sind intern terminierte Durchgangsdosen, einige Hersteller wie auch TechniSat schlampen mit dem Begriff und bezeichnen in Übernahme der englischen Definition damit Stichdosen.

Stichleitungen müssen nicht terminiert werden. Die Fragen zu den Steckdosen wurden bereits mit den Empfehlungen zu AXING und SPAUN beantwortet.
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Alt 18.08.2011, 10:36   # 11
Knecht74
Threadstarter
 
Registriert seit: 13.08.2011
Beiträge: 9
Danke Dipol für die Antwort,

aber nochmal wegen Dosen. Als ich fünf Dosen in Reihe hatte, sollte ich ja 18-18-14-14-10(bzw. 7) nehmen. Jetzt habe ich aber einen Strang vom Router direkt mit drei Dosen in Reihe und einen Strang mit einem Verteiler und danach je zwei Dosen. Also brauche ich doch andere Dosen z.B. Strang 1 18-14-7 und Strang 2 Verteiler und dann je 14-7, oder ist das Falsch?
Und sorry, aber das mit den Enddosen und Stichdosen habe ich leider immer noch nicht richtig verstanden. Heißt das jetzt, wenn ich am Ende jeder Leitung eine 7er Dose einsetze, die ja einen fest eingebauten Widerstand hat, ist es egal, ob an dieser Dose ein Receiver hängt, oder nicht?
Sorry, aber auf diesem Gebiet bin ich echt ne Null.
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Alt 19.08.2011, 12:33   # 12
Dipol
Team SAT-Technik
 
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von Knecht74 Beitrag anzeigen
Und sorry, aber das mit den Enddosen und Stichdosen habe ich leider immer noch nicht richtig verstanden. Heißt das jetzt, wenn ich am Ende jeder Leitung eine 7er Dose einsetze, die ja einen fest eingebauten Widerstand hat, ist es egal, ob an dieser Dose ein Receiver hängt, oder nicht?
Dann mal etwas mehr Basics:
  • Eine Stichdose (englisch: Wall-End-Socked) ist nach korrekter deutscher Definition keine Enddose.
  • Die SSD 5-07 ist nach deutscher Definition die einzig echte UniCable-Enddose mit interner Terminierung. Allerdings wird mit dieser Dose die normgerechte Teilnehmerentkopplung verfehlt.
  • Stammleitungen mit mehreren Steckdosen müssen am Ende impedanzgerecht abgeschlossen werden, da sonst Stehwellen auftreten.
  • Wird am Ende einer Stammleitung eine Stichdose eingesetzt, werden sog. Stehwellen reflektiert die an den vorgeschalteten Steckdosen im Spektrum partielle Pegeleinbrüche verursachen. Sind die Stehwellen exakt gegenphasig, kann dies zur totalen Signalauslöschung führen.
  • 20 dB Entkopplung eines Verteilers reichen fast immer aus um Stehwellenstörungen auf anderen Stammleitungen zu unterdrücken
  • Ein Stichleitungsabzweiger hat eine höhere Entkopplung als ein Verteiler.
  1. FAZIT: An Stichleitungen oder Multischalter-Sternleitungen mit nur einer Dose gibt es keine Stehwellenstörungen, Terminierungen sind unnötig.
  2. FAZIT: Stammleitungen mit mehreren Dosen müssen zur Vermeidung von Stehwellen terminiert werden.
    a) Mit einer Durchgangsdose und am Stammausgang eingesetzten Widerstand
    b) Oder einer intern terminierten Durchgangsdose (= wahre Enddose).
    c) Ein F- oder IEC-Abschlusswiderstand ohne Dose reicht auch aus
    d) Wer es ganz umständlich haben will, kann auch am Stammende eine Stichdose einbauen bei der sämtliche Koax- und F-Anschlüsse mit Abschlusswiderständen versehen sind. Da ist das Auftreten von Stehwellen dann nur eine Frage der Zeit.
Welche Breschen eine unterlassene Stammleitungsterminierung in das Pegelspektrum schlagen kann ist den Screenshots im Anhang zu entnehmen.
Angehängte Dateien
Dateityp: pdf Impedanzabschluss+Entkopplung[3Fo_rmm].pdf (516,2 KB, 6x aufgerufen)
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Alt 28.05.2012, 10:59 # --
News Flash
 
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