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| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Hallo und Die Komponenten sind gut gewählt und ergeben eine erstklassige, langlebige und gut funktionierende Anlage. Zunächst aber ein Hinweis: Denkt an eure Sicherheit: Erdung und Potentialausgleich nicht vergessen. Näheres im separaten, oben festgemachten Beitrag. Nun zu deinen Fragen: 1) Die Kabeldämpfungen der einzelnen Abschnitte addieren sich. Wie viel von einer gegebenen Gesamtlänge auf die Strecke vor, zwischen oder nach einem Multischalter entfällt, ist dabei zunächst einmal relativ egal. Wollen wir mal rechnen: "Worst Case" sind 50m Kabel vorhanden, außerdem muß das Signal durch 2 Multischalter. Die Gibertini SE liefert in Verbindung mit einem Alps-LNB beim Astra-Empfang einen Ausgangspegel von ca. 80 dBµV. Davon geht zunächst einmal die Kabeldämpfung ab. Das KOKA 110 hat bei der höchsten vorkommenden Frequenz (knapp über 2 GHz) eine Signaldämpfung von etwas über 30dB/100m. Macht also 15 - 16 dB bei 50m. Es bleiben 64 dBµV. Der erste Multischalter hat auf den SAT-Stammleitungen 2,5 dB Durchgangsdämpfung - jetzt sind wir bei 61,5 dB. Die Jultec-Schalter haben eine Schräglagenentzerrung, d.h. die höheren Frequenzen werden verstärkt, die niedrigeren abgeschwächt. Der Bereich geht von - 3 dB bis + 3 dB. Jetzt sind wir wieder bei ca. 64 dB. Das Signal muß über mehrere Steckverbinder: LNB --> Kabel --> Multischalter 1 --> Kabel --> Multischalter 2 --> Kabel --> Receiver bzw. TV-Gerät. Also insgesamt 6 Verbindungsstellen, die auch etwas Signal schlucken. Im ungünstigsten Fall (schlechte und mangelhaft montierte Stecker) können das durchaus 1-2 dB pro Verbindung sein. Macht bis zu 12 dB. Jetzt sind wir bei 52 dBµV. Das Norm-Pegelfenster reicht von 47 - 77 dBµV, damit muß jeder Receiver einen einwandfreien Empfang liefern können. Es funktioniert also. Wie gesagt, die Rechnung ist "Worst Case", d.h. die längste vorkommende Kabelstrecke, die höchste Frequenz und ein üppiger Wert für die Dämpfung an den F-Steckern. Letzterer läßt sich aber erheblich verbessern, indem ihr vernünftige Stecker verwendet. Laßt euch einfach dieses Set schicken. Es beinhaltet qualitativ hochwertige Kompressionsstecker und das nötige Werkzeug zur Montage. Nach getaner Arbeit schickt ihr das Set einfach wieder zurück und bekommt euer Geld wieder, abzüglich der verbrauchten Stecker, versteht sich. Eine Leihgebühr gibt es nicht, außer dem Porto für die Rücksendung entstehen euch keine Kosten. Auf diese Weise kommt ihr zu absolut professionellen Verbindungen, ohne das Werkzeug dafür kaufen zu müssen. Die Frage 2 ist damit auch beantwortet: Es wird funktionieren. Zur Frage 3: Es sind keine Multischalter mit Stromanschluß erforderlich. Die Jultec-Geräte sind extrem sparsam und das Alps-LNB ebenfalls. Die gesamte Kombination kann aus den angeschlossenen Receivern gespeist werden. Das funktioniert sogar dann einwandfrei, wenn nur ein einziger Receiver eingeschaltet ist und die Stromversorgung allein übernehmen muß. Für andere als Jultec-Schalter besteht also kein plausibler Grund. Im Gegenteil: Langfristig amortisiert sich der Schalter durch den eingesparten Strom. Wenn ihr dennoch auf Multischalter mit Netzteil zurückgreifen wollt, könntet ihr z.B. die TechniSystem Produkte von TechniSat verwenden Ihr würdet dann ein Grundgerät und 3 Kaskaden benötigen um auf die gleiche Anzahl von Anschlüssen zu kommen. Die technischen Daten dieser Schalter sind denen der Jultec-Schalter ebenbürtig, aber ihr benötigt einen separaten Stromanschluß und mehrere Einzelgeräte. Das erhöht Preis und Verkabelungsaufwand, ohne daß ihr einen echten Vorteil davon hättet. Tadellos funktionieren würde es aber. Bei mir zuhause ist auch ein TechniSat-Schalter im Einsatz, nämlich dieser hier. Er verteilt das Signal zweier Satelliten (Astra/Hotbird z.B.) an bis zu 20 Anschlüsse. Wenn ihr den Schalter nehmt und mehr als 20 Anschlüsse braucht, könnt ihr mit dem Giga-Switch 9x8 K oder 11x20 K kaskadieren. Meinen Schalter habe ich vor ca. 12 Jahren installiert und seitdem nie mehr beachtet. Er tut nach wie vor das, was er soll. Der Giga-Switch arbeitet auch mit nur einem Satellit tadellos, ihr hättet aber jederzeit die Möglichkeit, schnell, unkompliziert und preisgünstig einen weiteren Satellit aufzuschalten, um z.B. einem ausländischen Mitbewohner die Heimatprogramme zukommen zu lassen. Natürlich lassen sich auch die Produkte anderer guter Markenfirmen (z. B. Wisi, Preisner, Triax/Hirschmann um nur einige zu nennen) verwenden. Ich selbst habe, als die Jultec-Schalter noch nicht verfügbar waren, neben TechniSat gelegentlich Triax-Schalter verbaut und auch damit recht gute Erfahrungen machen können. Wenn ihr euch für diese Firma entscheiden möchtet, wäre der TMP 5x36 die richtige Wahl. SEH kann den Schalter besorgen. Bei Bedarf einfach telefonisch bestellen (02323/61887). Zur Frage 4: Anschlußdosen sind für normalen Multischalterbetrieb nicht zwingend erforderlich. Ihr könnt notfalls das Kabel einfach aus der Wand kommen lassen. Wenn es sich irgendwie machen läßt, wäre eine ordentliche Verlegung im Leerrohr in Verbindung mit einer guten Dose aber die bessere Alternative.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! |
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| SAT-Anlage in Planung Threadstarter Registriert seit: 06.08.2011
Beiträge: 2
| Zitat:
RESPEKT!! Deine Ausführungen sind präzise auf den Punkt gebracht und werden uns elementar weiterhelfen. Vielen Dank für Deine Highspeed-Antwort! Die Entscheidung zur JULTEC-Anlage fällt uns jetzt sehr leicht, zumal ich die Leitungslängen ohnhin schon etwas länger angegeben hatte und somit erst recht alles im grünen Bereich ist. Den Hinweis auf Potentialausgleich und Erdung werden wir uns zu Herzen nehmen. Eine ungeschnittene 4mm² Cu -Leitung vom Wandhalter des SAT-Spiegels zum 1. Multischalter zum zweiten Multischalter und zur Hauserdungsschiene im Keller sollte aussreichen, oder? Anstatt an die Erdungsschine zu gehen, hätte ich noch einen kürzeren Weg an die PE-Schiene in einem Sicherungskasten zu bieten. Wäre das auch OK (ist ja auch mit der Hauserde verbunden)? Den PA zwischen den Koaxleitungen untereinander würde ich gerne über das ALU - Druckgußgehäuse des Jultec - Multischalters erledigen. Das Gehäuse und die Gewindeanschlüsse sollten doch eigentlich das gleiche Potential haben, oder? Ich würde mir dadurch gerne die vielen Erdungsblöcke und Steckverbindungen sparen. Wäre nett, wenn Du mir dazu noch einmal Deine Meinung sagen könntest. Vielen Dank an Dich und alle Helfer in Euren Team! Die Qualität Eurer Antworten befördert das Forum in eine ungeschlagene Profi - Liga. Glider ---------- Doppelpost zusammengeführt ---------- Hallo Dellex, ich bin ganz Deiner Meinung! Durch das Forum bekommt das Erlig jetzt eine King (W.) - Size - SAT - Anlage! Bis nächste Woche! Glider | |
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