Welche SAT-Installation?

Alt 05.08.2011, 11:16   # 1
*Ina*
 
Registriert seit: 05.08.2011
Beiträge: 4
Hallo zusammen ,

momentan plane ich eine neue SAT-Anlage für meine Eltern. Sie wollen von DVB-T auf SAT umstellen.

Die Anforderungen und Voraussetzungen zur neuen Anlage sind wie folgt:
- 1 SAT-Schüssel (85 cm) soll an die Hauswand
- 2 Satelliten (Astra und Hotbird 13° Ost) sollen empfangen werden
- insgesamt existieren 6 bis 8 Teilnehmer, davon sollen 2 Teilnehmer Astra und Hotbird empfangen können, für den Rest reicht der Empfang von Astra (würde aber auch nicht stören, wenn alle Teilnehmer beide Satelliten empfangen)
- ein Stromanschluss (für einen Multischalter) ist nicht vorhanden, und wäre auch recht schwierig zu installieren (...in letzter Not wäre es aber machbar)

Dazu habe ich mir zunächst mal eine Installationsvariante mit einem Octo-LNB zusammengestellt (vgl. Abbildung im Anhang).
Hab zu dieser Variante aber recherchiert und gelesen, dass Octo-LNBs nicht so das Gelbe vom Ei seine sollen
Wenn ich das richtig verstanden habe, können Octo-LNBs Probleme mit der mangelnden Stromversorgung durch nur einen Receiver haben (Bei uns wäre/n meist immer nur 1 bis 2 Receiver gleichzeitig im Einsatz). Zudem kann eine Überlastung und damit Lebensdauerverkürzung des Receivers auftreten. Könnt ihr das bestätigen? Oder kennt jemand Octo-LNBs, bei denen dieses Problem nicht auftritt?

Als Alternative hab ich mir dann Variante 2 mit einem 9/8 Multischalter und Quattro-LNBs zusammengestellt (vgl. Abbildung im Anhang). Hierbei wäre aber ein Stromanschluss nötig
Habe aber gesehen, dass es receivergespeiste Multischalter gibt. Was ist den davon zu halten? Kann man diese im Aussenbereich (unter Dachziegeln des Garagendachs) installieren wg. Temperatur, Feuchtigkeit...? Werden diese receivergespeisten Multischalter recht warm im Betrieb? Ich will ja nicht dass die Dachlattung Feuer fängt

Vielleicht könnt ihr mir ja sagen...
1. ob die beiden Varianten aus meinen Abbildungen überhaupt funktionsfähig sind?
2. welche Variante bzgl. Betriebssicherheit, Stromersparnis und Anschaffungskosten besser ist?

Oder habt ihr vllt. noch ganz andere Ideen?

Danke schonmal

Grüße Ina
Angehängte Grafiken
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Alt 05.08.2011, 17:32   # 2
King W.
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Hallo Ina,
nw welcome

Zitat:
Sie wollen von DVB-T auf SAT umstellen
Vernünftig.

Beide Varianten sollten funktionieren, aber du hast Recht, ein Octo ist in Bezug auf Haltbarkeit und Zuverlässigkeit nicht das Wahre.

Ich möchte dir noch einen anderen Vorschlag machen, quasi eine Kombination beider Varianten.

Du verteilst das Astra-Signal mit einem Multischalter und zwar dem JRM0508 von Jultec. Neben ausgezeichneten technischen Daten hat dieser Schalter unter anderem noch einen entscheidenden Vorteil: Er ist dermaßen sparsam, daß er keinen eigenen Stromanschluß braucht. Das gilt insbesondere in Verbindung mit dem ebenfalls sehr robusten und sparsamen Alps Quattro-LNB. Als LNB für Hotbird dient ein Twin oder, wenn es mehr Anschlüsse sein sollen, ein Quad. Dazu ein (bzw. 2) von diesen Schaltern. 2 oder 4 Ausgänge des JRM0508 werden über die Schalter geführt, wo die Ausgänge des Hotbird-LNB eingekoppelt werden. Dank des Wetterschutzgehäuses ist es möglich, diese Schalter außen zu montieren, so daß weniger Kabel nach innen geführt werden müssen.

Als Antenne empfehlen wir gern die Gibertini SE, weil sie stabil und langlebig ist und gänzlich ohne Kunststoffe auskommt. Dazu dann noch dieser Halter für das zweite LNB. Dank der Langlöcher läßt sich die Haltestange leicht schräg montieren, so daß auch die Höhe der LNB's feinjustiert und damit optimaler Empfang beider Satelliten gewährleistet werden kann.

Wenn ihr euch jetzt noch für vernünftiges Kabel, z.B. dieses hier entscheidet und dazu die passenden Kompressions- oder Push-On Stecker verwendet, bekommt ihr eine erstklassige, langlebige und tadellos funktionierende SAT-Anlage, die euch viele Jahre ungetrübten Fernsehgenuß bieten wird.

Da bei der Antenne nicht am Material gespart worden ist, wiegt sie auch einiges. Bitte, nehmt deshalb zum Befestigen einen Halter aus Stahl, nicht aus Alu. Wie groß die Auslage sein muß, richtet sich nach dem Befestigungsort. Einerseits muß die Antenne auf den Satelliten ausgerichtet werden können, ohne an die Wand zu stoßen, andererseits wächst aber auch das Drehmoment an der Einspannstelle mit wachsender Ausladung. Der Wandabstand sollte deshalb so klein wie möglich und so groß wie nötig gewählt werden. Für eine Wand in Süd- bis Südost-Ausrichtung wäre z.B. dieser Halter richtig.

Dann noch der obligate Hinweis auf die Sicherheit: Antennen außerhalb des Schutzbereichs der Fassade sind erdungspflichtig. Bitte, den Beitrag über Erdung und Potentialausgleich lesen und beachten.
__________________
Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
Albert Einstein


Nokia? Nein danke!
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Alt 07.08.2011, 18:43   # 3
*Ina*
Threadstarter
 
Registriert seit: 05.08.2011
Beiträge: 4
Vielen Dank King W. für die ausführliche Antwort
Auf deinen Lösungsvorschlag bin ich noch gar nicht gekommen. Der wäre ja ideal für uns Danke.

Nun haben wir aber (leider erst gestern ) bei Sonne geschaut (nach: www.sat.drossel-services.de), wie wir die Schüssel an unserer Ostwand genau anbringen müssten, damit wir Astra und Hotbird empfangen können. Dabei mussten wir leider feststellen, dass unser Haus nicht wie bisher gedacht genau in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet, sondern leicht verdreht ist und deshalb Hotbird durch den Dachvorsprung etwas verdeckt wird

So stellt sich die Frage:
Ist überhaupt ein Empfang möglich, wenn ca. 1/4 der Schüssel (85cm Durchmesser) durch den Dachvorsprung (so in ca. 2m Entfernung) verdeckt wird? Oder inwiefern verschlechtert sich das Signal von Hotbird?

Wenn es hier endlich mal zu regnen aufhört, werde ich noch mal das Haus begutachten, ob es noch eine andere Möglichkeit der Wandbefestigung gibt...ich bin diesbezüglich aber sehr stark am zweifeln

Ansonsten müssten wir uns leider auf Astra beschränken. Der kann gerage noch so mit ganzer Schüsselbreite empfangen werden.

Wenn ich mehr weiß, würd ich mich hier nochmal melden. Hätte dann nämlich noch die ein oder andere Frage zum Potentialausgleich.

Noch einen schönen Sonntag und viele Grüße aus dem verregneten Bayern,
Ina
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Alt 21.08.2011, 11:52   # 4
*Ina*
Threadstarter
 
Registriert seit: 05.08.2011
Beiträge: 4
Hallo, ich bin's nochmal...

Also wir haben uns nun dazu entschieden eine 85er SAT-Schüssel mit Octo-LNB für 6-8 Teilnehmer an der Hauswand zu montieren. Es kann und soll damit nur Astra empfangen werden.
Auch wenn das mit dem Octo-LNB nicht die optimale Lösung ist, geht bei unseren Montagemöglichkeiten leider nicht die Variante mit Quattro-LNB + Multischalter. (Wir haben nur die Möglichkeit den MS im Aussenbereich unter einem Dachziegel anzubringen und die dadurch bedingte hohe Feuchtigkeit sowie Temperaturdifferenzen führen lt. Aussage eines "Fachmanns" zum Versagen der Multischalter-Elektronik.)

Eine Erdung unserer Anlage ist nicht erforderlich, da die entsprechenden Abstände zur Hauswand und Dachkante eingehalten werden.

Aber zum Potentialausgleich hätte ich da noch die ein oder andere Frage...

1. Ist in unserem Fall ein Potentialausgleich unbedingt erdorderlich?

2. Wie schließe ich den Potentialausgleich denn richtig an?
Klar, auf der einen Seite klemme ich den Cu-Leiter (4mm²) an die Potentialausgleichsschiene im Keller. Dann führe ich den Cu-Leiter durch ein Leerrohr (zwecks Optik ) zur SAT-Antenne. Aber wie geht es dann weiter?
Wo genau klemm ich den Cu-Leiter an die SAT-Antenne bzw. die Kabel vom LNB an? An der Wandhalterung? Oder muss ich nur die 6-8 Kabel, die vom LNB wegführen über einen Erdwinkel/Erdblock/Erdungsschiene führen und den gelb-grünen Potentialausgleichsleiter an dieser Schiene anschließen?
Wäre für eine idiotensichere Erklärung dankbar, da ich mich mit Potentialausgleich nicht auskenne und ich aus dem Forumsthread dazu nicht die passende Lösung für unsere Anlage herauslesen konnte

3. Den Erdwinkel könnte ich aber dann schon recht nahe an der SAT-Antenne im Aussenbereich unter einem Dachziegel befestigen?

4. Theoretische Frage:
Muss der Cu-Leiter für den Potentialausgleich immer zur Potentialausgleichschiene im Keller geführt werden oder reicht es theoretisch auch aus, den Leiter an eine Kupferdachrinne zu hängen, die ins Erdreich geht? Würde die Dachrinne dieselbe Funktion erfüllen, ohne dass das Haus außen irgendwie unter Spannung steht?
(Da bei uns die Variante mit der Ausgleichschiene im Keller leicht realisierbar ist, haben wir nicht vor, das Ganze an die Dachrinne zu klemmen. Aber interessieren würde mich das mit der Dachrinne schon...)

Lg, Ina
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Alt 23.08.2011, 09:41   # 5
*Ina*
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Beiträge: 4
Nochmal vorsichtig nach oben schieb

Vllt. kann mir ja jemand die Fragen aus meinem letzten Post beantworten... hatte nämlich vor, das ganze Material möglichst bald zu bestellen, damit ich endlich loslegen kann.
Dazu müsste ich nur noch wissen was ich für den Potentialausgleich an Material benötige.

Wäre super, wenn mir jemand weiterhelfen könnte.

Lg, Ina
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Alt 28.05.2012, 10:56 # --
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