wie kann es anders sein, auch ich möchte eine SAT-Anlage (nachträglich) auf meinem Einfamilienhaus installieren. Zu den Komponenten weiß ich schon Bescheid und auch das Thema Erdung bzw. PA habe ich in diversen Beiträgen und der DIN EN 60728-11 nachgelesen. Ich denke, dass ich verstanden habe, wie es sein soll und wie es funktioniert.
Nun möchte ich ja alles perfekt machen. Wie ich gelesen habe, muss die Erdleitung getrennt von allen übrigen Leitungen verlegt werden; mindestens > 0,5m. Außen am Haus und dann in den Keller zum Fundamenterder geht bei mir nicht. Somit muss ich durchs Haus gehen. Ich habe auch grundsätzlich überall Leerrohr verlegt, so dass ich die Erdleitung schnell verlegen kann. Allerdings liegt das Leerrohr neben allen anderen Leitungen des Hauses in einem Schacht eng beieinander.
Tja, was nun? Diese Lösung ist zwar nicht normgerecht, aber was ist das schlimmere Übel? Auf die Erdung verzichten ist für mich keine Lösung. Was kann denn im schlimmsten Fall passieren? Alle angeschlossenen Geräte werden zerstört? In die anderen Leitungen werden Überspanungen induziert und daran angeschlossene Geräte gehen ebenfalls kaputt? Es kommt zu Spannungsüberschlägen und die anderen Leitungen werden zerstört und es fängt an zu brennen? Das wäre natürlich die absolute Katastrophe. Wenn ich mich so in der Gegend umschaue, haben die Hälfte der Anlagen keine Erdung und die anderen dieselbe Verlegeart wie ich sie vorhabe. Solange alles gut geht, natürlich kein Problem, nur ich bin bei sowas echt ein Pechvogel.
Ich weiß, irgend einen Drops muss ich lutschen, aber welcher ist am harmlosesten???
Ach, und noch eine Frage. Ich habe den Sparrenhalter SPAHA 100 besorgt. Für die Erdung ist ja ein Anschluss vorhanden. Wie wird aber der PA angeschlossen? An derselben Schraube kann ja nicht sein, da die Querschnitte anders sind und somit der PA herausrutschen würde. Mittels eines Ringkabelschuhs an den Befestigungsschrauben mit denen der Halter auf die Sparren geschraubt wird?
Ingo
30.07.2011, 19:01
#
2
Dipol
Team SAT-Technik
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
Hallo Ingo und
Zitat:
Zitat von IngWied
Nun möchte ich ja alles perfekt machen.
Wer eine perfekte Erdung anstrebt, muss einen Isolierten Blitzschutz mit Fangstange und einer Außenableitung mit 50 mm² Alu-Knetlegierung ausführen lassen. Und wem die Kosten einer Erdung nach dem Stand der Technik mit einer Fangstange zu hoch sind, muss wenigstens eine normgerechte Direkterdung nach den Anerkannten Regeln der Technik installieren und gefährliche Näherungen vermeiden.
Zitat:
Zitat von IngWied
Wie ich gelesen habe, muss die Erdleitung getrennt von allen übrigen Leitungen verlegt werden; mindestens > 0,5m. Außen am Haus und dann in den Keller zum Fundamenterder geht bei mir nicht.
Wenn keine Anschlussfahne an den Fundamenterder vorhanden ist, muss die Blitzstrom-Hauptenergie über einen zusätzlichen Außenerder angefangen werden, der mit der Haupterdungsschiene blitzstromtragfähig verbunden werden muss. Das geht -wenn man will und die Kosten akteptiert- immer, echte Sicherheit gibt es nun mal nicht zum Schnäppchenpreis.
Zitat:
Zitat von IngWied
Somit muss ich durchs Haus gehen. Ich habe auch grundsätzlich überall Leerrohr verlegt, so dass ich die Erdleitung schnell verlegen kann. Allerdings liegt das Leerrohr neben allen anderen Leitungen des Hauses in einem Schacht eng beieinander.
Womit das Leerrohr perfekt zur Aufnahme für einen PA-Draht geeignet, aber für einen normgerechten 16 mm² CU-Einzelmassivdraht absolut unzulässig ist. Einen starren 16 mm² Einzelmassivdraht bekommt man auch nicht in jedes Leerrohr hinein, die flexiblere mehrdrähtige Ausführung ist seit 1994 unzulässig.
Zitat:
Zitat von IngWied
Tja, was nun? Diese Lösung ist zwar nicht normgerecht, aber was ist das schlimmere Übel? Auf die Erdung verzichten ist für mich keine Lösung.
So schnell wird das Lippenbekenntnis zur perfekten Erdung den Kosten (?) einer möglichen normgerechten und sicheren Lösung geopfert?
Zitat:
Zitat von IngWied
Was kann denn im schlimmsten Fall passieren? Alle angeschlossenen Geräte werden zerstört? In die anderen Leitungen werden Überspanungen induziert und daran angeschlossene Geräte gehen ebenfalls kaputt? Es kommt zu Spannungsüberschlägen und die anderen Leitungen werden zerstört und es fängt an zu brennen? Das wäre natürlich die absolute Katastrophe.
Ganz und gar nicht, das Szenario ist steigerungsfähig. Blitzschutz ist Brandschutz, Worst-Case wird die Bude abgefackelt und es kommt zu Personenschäden mit Todesfolge. Es kann aber auch "nur" die Existenz kosten, wenn sich die Versicherung bei größeren Schäden die Erdung ansieht und unter Bezug auf normwidrige Ausführung oder das evtl. vertraglich vereinbarte VDS Merkblatt 2010 die Schadensregulierung ablehnt.
Und bei Personenschäden hält einem vielleicht ein Staatsanwalt auch noch den § 319 StGB vor.
Zitat:
Zitat von IngWied
Wenn ich mich so in der Gegend umschaue, haben die Hälfte der Anlagen keine Erdung und die anderen dieselbe Verlegeart wie ich sie vorhabe. Solange alles gut geht, natürlich kein Problem, nur ich bin bei sowas echt ein Pechvogel.
Zum Glück sind direkte Blitzeinschläge rar, die meisten Blitz- und Überspannungsschäden entstehen durch Einschläge bis in ca. 1 km in die Nachbarschaft. Nur - keiner weiß warum- nimmt die Zahl der registrierten Blitzeinschläge zu.
Die Tatsache dass selbst gewerbliche Installateure mit Ihrer Existenz Russisches Roulette spielen (Häufigstes "Argument": Mit Erdung ist mein Angebot zu teuer und ich bekommen den Auftrag nicht), taugt nicht zur Rechtfertigung nicht oder falsch geerdeter Antennen.
Zitat:
Zitat von IngWied
Ich weiß, irgend einen Drops muss ich lutschen, aber welcher ist am harmlosesten???
Der harmloseste Drops ist bereits eine normgerechte konventionelle Direkterdung mit Außenableitung ohne gefährliche Näherungen, bei der die Kabel beim Direkteinschlag mit erheblichen Teilblitzströmen belastet werden.
Hier gibt es keine Persilscheine für normwidrige Erdungen und auch keine Rangfolgen dafür.
Zitat:
Zitat von IngWied
Ach, und noch eine Frage. Ich habe den Sparrenhalter SPAHA 100 besorgt. Für die Erdung ist ja ein Anschluss vorhanden. Wie wird aber der PA angeschlossen? An derselben Schraube kann ja nicht sein, da die Querschnitte anders sind und somit der PA herausrutschen würde. Mittels eines Ringkabelschuhs an den Befestigungsschrauben mit denen der Halter auf die Sparren geschraubt wird?
Das Problem ist doch ganz einfach mit ein bis zwei Edelstahl-Unterlagscheiben oder einem zusätzlichen Erdungsband lösbar.
Vielleicht hebt es ja deine Akzeptanz für die Einhaltung der Trennungsabstände, wenn ich anschließend im Erdungsthread PDFs mit den Fieberkurven der Blitzhäufigkeit und der Schadensbilanzen anhänge.
30.07.2011, 22:55
#
3
IngWied
Threadstarter
Registriert seit: 08.07.2011
Beiträge: 8
Hallo Dipol,
erst einmal vielen Dank für deine ausführliche Erklärung.
Zitat:
Zitat von Dipol
Wer eine perfekte Erdung anstrebt, muss einen Isolierten Blitzschutz mit Fangstange und einer Außenableitung mit 50 mm² Alu-Knetlegierung ausführen lassen. Und wem die Kosten einer Erdung nach dem Stand der Technik mit einer Fangstange zu hoch sind, muss wenigstens eine normgerechte Direkterdung nach den Anerkannten Regeln der Technik installieren und gefährliche Näherungen vermeiden.
Es geht mir nur indirekt um die Kosten, sondern eher um den Aufwand. Mit Außenableitung habe ich mich kaum beschäftigt, aber soweit ich das verstehe, muss man 1m Abstand zum Haus und dann eine Erdung in 7-9m Tiefe haben. Mein Haus ist leider komplett ringsherum verbaut, Terrasse, Garage, Zufahrt usw. D.h. ich müsste irgendwas wieder abreißen. Hast du mal einen Thread oder Bilder zu den Fangstangen bzw. der Außenableitung?
Zitat:
Zitat von Dipol
Ganz und gar nicht, das Szenario ist steigerungsfähig. Blitzschutz ist Brandschutz, Worst-Case wird die Bude abgefackelt und es kommt zu Personenschäden mit Todesfolge.
Was kann eigentlich passieren, wenn ich die Erdung weglasse? Dann habe ich zumindest den "heißen" Draht nicht im Haus. Ich denke aber mal, dieselben möglichen Folgen trotzdem, da der Dachstuhl anfängt zu brennen, oder?
Zitat:
Zitat von Dipol
Die Tatsache dass selbst gewerbliche Installateure mit Ihrer Existenz Russisches Roulette spielen (Häufigstes "Argument": Mit Erdung ist mein Angebot zu teuer und ich bekommen den Auftrag nicht), taugt nicht zur Rechtfertigung nicht oder falsch geerdeter Antennen.
Was mir erheblich mehr Sorge macht, ist, dass anscheinend die Handwerker gar nicht wissen, wie eine normgerechte Erdung ausgeführt wird. Ich hatte bislang 4 Handwerker vor Ort, welche mir die SAT-Installation angeboten haben. 3 davon wollten eine mehrdrahtige Erdung durchführen (einer ist sogar bei der Dibkom zertifiziert) und alle wollten durchs Haus und meine Leerrohre gehen. D.h., wenn ich mich nicht hier im Forum intensiv informiert hätte, wäre das mögliche Ergebniss dasselbe, nur das jemand anderes haftbar ist (falls er seine Berufshapflicht bezahlt hat).
Zitat:
Zitat von Dipol
Der harmloseste Drops ist bereits eine normgerechte konventionelle Direkterdung mit Außenableitung ohne gefährliche Näherungen, bei der die Kabel beim Direkteinschlag mit erheblichen Teilblitzströmen belastet werden.
D.h., ich gehe außen am Haus mit meiner 16mm² Erdung herunter (welcher Leitungstyp? NYY?) und dann wieder in den Keller zum Fundamenterder? Gibt es für sowas auch Beispiele und Bilder?
Zitat:
Zitat von Dipol
Vielleicht hebt es ja deine Akzeptanz für die Einhaltung der Trennungsabstände, wenn ich anschließend im Erdungsthread PDFs mit den Fieberkurven der Blitzhäufigkeit und der Schadensbilanzen anhänge.
Bitte gerne, das ist sicherlich interessant.
Ingo
31.07.2011, 13:09
#
4
Dipol
Team SAT-Technik
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von IngWied
Es geht mir nur indirekt um die Kosten, sondern eher um den Aufwand. Mit Außenableitung habe ich mich kaum beschäftigt, aber soweit ich das verstehe, muss man 1m Abstand zum Haus und dann eine Erdung in 7-9m Tiefe haben.
Der Abstand von einem Meter ist einzuhalten, weil der Boden am Hausgrund trockener ist und dort einen höheren Widerstand hat. Außer Edelstahl-Tiefenerder kann man auch z. B. Banderder nutzen, nur erfordern die noch mehr Platz.
Sofern der Erdungswiderstand klein genug ist, kann man einen Erdspieß auch im Keller setzen. Mehr zur Erder-Thematik bei VDE, Kleiske, Dehn und GdV
Zitat:
Zitat von IngWied
Mein Haus ist leider komplett ringsherum verbaut, Terrasse, Garage, Zufahrt usw. D.h. ich müsste irgendwas wieder abreißen.
Ein paar Terrassenplatten aufzunehmen und wieder zu verlegen = Abriss?
Zitat:
Zitat von IngWied
Hast du mal einen Thread oder Bilder zu den Fangstangen bzw. der Außenableitung?
Die Montage gehört in die Hände von Blitzschutzfachkräften. Abbildungen gibt es hierzu in der Bibel des Blitzschutzes, dem DEHN Blitzplaner und bei den Blitzschutz-Herstellern DEHN, KLEINHUIS, OBO-BETTERMANN und PRÖBSTER. Die beiden DEHN-Videos wurden bereits im Erdungsthread verlinkt.
Bei Gebäuden ohne Blitzschutzanlage hat sich für die Ausführung mit getrennten Fanganlagen nur insoweit etwas geändert, als nach neuer EN 60728-11 nur noch mit 50 mm² Volldraht geerdet werden darf. Nach der bis zum 01.10.2013 noch anwendbaren Altnorm ist auch ein 16 mm² Cu-Volldraht mit 200 kA Belastbarkeit zulässig.
Außer meinen modifizierten Grafiken kenne ich derzeit keine Publikation, welche bereits die Neuerungen der aktuellen EN 60728-11 2011-06 behandelt. Das gilt auch für die o. g. Erdungslinks. Die Querschnittsänderung auf 50 mm² bei getrennter Fanganlage muss ich noch einarbeiten und erkennbar machen.
Zitat:
Zitat von IngWied
Was kann eigentlich passieren, wenn ich die Erdung weglasse?
Ist alles schon beschrieben.
Zitat:
Zitat von IngWied
Was mir erheblich mehr Sorge macht, ist, dass anscheinend die Handwerker gar nicht wissen, wie eine normgerechte Erdung ausgeführt wird.
Das ist absolut normal, weil sich in der Normenflut nur noch wenige Installateure die Abos aller relevanten VDE-Normen leisten kann! Bei vielen Installateuren mangelt es auch an der Bereitschaft zur Fortbildung und Trennungsabstand ist ohnehin ein Fremdwort.
Der Horizont der meisten Installateuere reicht häufig über 230 Volt nicht hinaus und dann sollen sie sich auch noch in der HF-Technik und mit Neuerungen wie UniCable auskennen. Dabei sind nur wenige Strippenzieher mit der einfachen Frage nach dem analogen PAL-Pegelfenster von 60 bis 77 dB(µV) für terrestrische und und 47 bis 77 dB(µV) für Sat.-Signale nicht überfordert.
Zitat:
Zitat von IngWied
D.h., wenn ich mich nicht hier im Forum intensiv informiert hätte, wäre das mögliche Ergebniss dasselbe, nur das jemand anderes haftbar ist (falls er seine Berufshapflicht bezahlt hat).
Du bist nicht der erste Forumsuser, der nach Lektüre meiner Beiträge normkundiger ist als der Eli um die Ecke oder gar ein fortbildungsresistenter Blitzschutzbauer.
Zitat:
Zitat von IngWied
D.h., ich gehe außen am Haus mit meiner 16mm² Erdung herunter (welcher Leitungstyp? NYY?)
Ein im Kabelkanal verlegter oder gar nur angenagelter Cu-Volldraht ist optisch weniger gefällig als ein professionell verlegter Blitzableiterdraht. Nach EN 60728-11 Absatz 11.3.2 darf ein 16 mm² Cu-Einzelmassivdraht auch blank sein.
Zitat:
Zitat von IngWied
und dann wieder in den Keller zum Fundamenterder? Gibt es für sowas auch Beispiele und Bilder?
Siehe DEHN Blitzplaner. Im Keller lassen sich gefährliche Näherungen besser vermeiden, wenn die Leitung auf Bodenhöhe verlegt wird. Bei der neuen Regelung des Berührungsschutzes stehen Blitzschutzkundigen die Haare zu Berge:
Zitat:
Zitat von EN 60728-11
11.3.2 Erdungsleiter Absatz 5
Sofern ein Erdungsleiter berührt werden kann oder an einem Ort installiert ist, an dem sich mehrere Personen in großer Anzahl oder über einen längeren Zeitraum aufhalten, ist ein Schutz gegen Berührung erforderlich. Zu diesem Zweck ist es ausreichend, den Erdungsleiter innerhalb eines Schutzrohres (PVC, 3 mm dick) zu verlegen
Zum krönenden Abschluss folgende Preisfrage: Ab wie vielen Personen und ab welcher Aufenthaltdauer ist z. B. in einer Waschküche ein solcher Berührungsschutz für einen Erdungsdraht erforderlich?
31.07.2011, 21:54
#
5
IngWied
Threadstarter
Registriert seit: 08.07.2011
Beiträge: 8
N'abend Dipol,
Zitat:
Zitat von Dipol
Ein paar Terrassenplatten aufzunehmen und wieder zu verlegen = Abriss?
Ich weiß, da ich aber eine große Holzterrasse selbst verlegt habe, ist es für mich sehr anstrengend, diese teilweise zu öffen und dann wieder fertig zu machen. Darunter sind ja die Streifenfundamente usw. Ich weiß, sind nur Ausreden, aber bei sowas werde ich immer nervös.
Ich habe aber vielleicht eine andere Lösung gefunden. An der Seite, wo die Schüssel hin soll, ist eine Garage. Da diese undicht ist, kommt ein Schrägdach vom Haus aus über die Garage. Ich könnte also an der Hauswand runter, über das Garagendach und neben der Garage ist ein Blumenbeet, wo man in aller Ruhe einen Edspieß versenken kann. Ist zwar ein Umweg von 3,50m, aber tausend mal besser als 36m durchs Haus bis zum Fundamenterder zu gehen. Was meinst du dazu?
Zitat:
Zitat von Dipol
Die Montage gehört in die Hände von Blitzschutzfachkräften. Abbildungen gibt es hierzu in der Bibel des Blitzschutzes, dem DEHN Blitzplaner und bei den Blitzschutz-Herstellern DEHN, KLEINHUIS, OBO-BETTERMANN und PRÖBSTER. Die beiden DEHN-Videos wurden bereits im Erdungsthread verlinkt.
Die Videos habe ich mittlerweile gesehen. Ich werde morgen mal rumtelefonieren, wer bei uns einen Blitzschutz bzw. die Außenerdung der Antenne fachgerecht übernehmen kann. Kennt jemand zufälligerweise eine gute Fachfirma in der Nähe von Düsseldorf, Ratingen oder Mettmann? Ich selbst wohne in Mettmann und habe die Gelben Seiten gequält, aber man weiß ja nie, an wen man gerät.
Nochmals zur Sicherheit. Ich will keinen Blitzschutz, sondern habe eine Schüssel auf dem Dach, ca. 2m unter dem First. Somit ist diese dann Erdungspflichtig und man nimmt einen Fangdraht (Pin nach oben) und führt den Strom außen in die Erde ab. Soweit in Kurzform.
Mir fällt noch was ein. In ein paar Jahren will ich einen Außenkamin aus Edelstahl nachrüsten. Montageort ganz in der Nähe der Schüssel. Ich habe gelesen, der Kamin sollte in den PA eingebunden werden. Hmm, wenn ich diesen mit 4 oder 6mm² in den PA einbinden und dann der Blitz einschlägt, dann fließt doch wieder der hohe Strom durchs Haus. Ich könnte dann den Kamin direkt an denselben Ableiter anschließen. So ganz habe ich das mit PA und Erdung wohl doch nicht so ganz verstanden.
Zitat:
Zitat von Dipol
Bei Gebäuden ohne Blitzschutzanlage hat sich für die Ausführung mit getrennten Fanganlagen nur insoweit etwas geändert, als nach neuer EN 60728-11 nur noch mit 50 mm² Volldraht geerdet werden darf. Nach der bis zum 01.10.2013 noch anwendbaren Altnorm ist auch ein 16 mm² Cu-Volldraht mit 200 kA Belastbarkeit zulässig.
Was versteht man unter getrennten Fanganlagen?
Zitat:
Zitat von Dipol
Ein im Kabelkanal verlegter oder gar nur angenagelter Cu-Volldraht ist optisch weniger gefällig als ein professionell verlegter Blitzableiterdraht. Nach EN 60728-11 Absatz 11.3.2 darf ein 16 mm² Cu-Einzelmassivdraht auch blank sein.
Da gebe ich dir Recht. Was könnte denn eine Ableitung mit Erdspieß so kosten? Ich habe gelesen, für ein Einfamilienhaus kostet eine Blitzschutzanlage ca. 2.500€. Ich hoffe, eine Erdung für die Schüssel kommt dann auf 500-1.500€. Allemal billiger als für 60.000€ ein neues Dach errichten zu lassen. Da ich mich nun entschieden habe, die Schüssel selbst zu installieren (die Außenerdnung natürlich nicht), kann ich die gesparten Kosten gegenüber der normwidrigen Installationsfirmen in den Blitzschutz investieren
Ingo
01.08.2011, 00:49
#
6
Dipol
Team SAT-Technik
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von IngWied
...über das Garagendach und neben der Garage ist ein Blumenbeet, wo man in aller Ruhe einen Edspieß versenken kann. Ist zwar ein Umweg von 3,50m, aber tausend mal besser als 36m durchs Haus bis zum Fundamenterder zu gehen. Was meinst du dazu?
So lange du nicht vergisst, dass separate Erder gefährlich und normwidrig sind, ist das okay.
Zitat:
Zitat von IngWied
Nochmals zur Sicherheit. Ich will keinen Blitzschutz, sondern habe eine Schüssel auf dem Dach, ca. 2m unter dem First. Somit ist diese dann Erdungspflichtig und man nimmt einen Fangdraht (Pin nach oben) und führt den Strom außen in die Erde ab. Soweit in Kurzform.
Wir haben bislang ausschließlich den angeforderten perfekten Schutz der Antenne und keine Gebäudeblitzschutzanlage erörtert.
Zitat:
Zitat von IngWied
Nun möchte ich ja alles perfekt machen.
Mit Direkterdung ist die Antenne (noch) nach den Anerkannten Regeln der Technik, jedoch nicht mehr nach dem Stand der Technik geschützt. Nur wenn sich die Antenne im Schutzraum einer Fangstange befindet, ist sie perfekt geschützt.
Zitat:
Zitat von IngWied
Mir fällt noch was ein. In ein paar Jahren will ich einen Außenkamin aus Edelstahl nachrüsten. Montageort ganz in der Nähe der Schüssel. Ich habe gelesen, der Kamin sollte in den PA eingebunden werden. Hmm, wenn ich diesen mit 4 oder 6mm² in den PA einbinden und dann der Blitz einschlägt, dann fließt doch wieder der hohe Strom durchs Haus.
Überall dort wo Blitzstrom fließt, ist ein Erdungsdraht-Mindestquerschnitt von 16 mm² gefordert. 6 mm² PA-Draht sind goldrichtig, wenn der Edelstahlschornstein im Schutzbereich einer Fangstange liegt.
Zitat:
Zitat von IngWied
Was versteht man unter getrennten Fanganlagen?
Isolierter Blitzschutz = Das gesamte Gebäude liegt im Schutzbereich von Fangstangen. Antenne, ES-Schornstein oder z. B. eine Lüfteranlage müssen nur noch mit einem dünneren Potenzialausgleichleiter von 2,5 bis 6 mm² Querschnitt in den PA einbezogen werden.
Werden nur einzelne Elemente in den Schutzbereich von Fanganlagen gestellt, spricht mn nicht mehr von einer Blitzschutzanlage, sondern getrennten Fangeinrichtungen.
01.08.2011, 07:44
#
7
IngWied
Threadstarter
Registriert seit: 08.07.2011
Beiträge: 8
Guten Morgen Dipol,
Zitat:
Zitat von Dipol
So lange du nicht vergisst, dass separate Erder gefährlich und normwidrig sind, ist das okay.
Jetzt bin ich verwirrt. Was meinst du mit separatem Erder? Ich dachte, eine Fanganlage, die ich außen am Haus ableite und dann über einen definierten Erder in den Boden führe, wäre der Stand der Technik zum Schutz der Antenne? Oder geht das nur bei einer kompletten Blitzschutzanlage mit mehreren Ableitungen? Die wollte ich ja vermeiden.
Zitat:
Zitat von Dipol
Werden nur einzelne Elemente in den Schutzbereich von Fanganlagen gestellt, spricht mn nicht mehr von einer Blitzschutzanlage, sondern getrennten Fangeinrichtungen.
Damit ich jetzt alles verstanden habe: Gehen wir davon aus, dass ich für die Antenne (und damit auch den ES-Kamin) eine Fangeinrichtung mit eigener Erdung habe (soweit normrichtig und entsprechend meiner oberen Frage). Von der Antenne gehe ich mit z.B. 6mm² zum Erdungsblock und binde meine Koaxleitungen mit ein. Muss ich dann nochmals zum PA-Ausgleich im Keller? Ich dachte, dann hätte ich eine Schleife? In der pdf-Datei im Erdungsthread sieht es aber so aus (nach neuester kommender Norm).
Naja, mal schauen was die Fachfirmen mir heute so erzählen.
Ingo
01.08.2011, 09:54
#
8
Dipol
Team SAT-Technik
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von IngWied
Was meinst du mit separatem Erder?
Egal wie man einen Zusatzerder bezeichnet, er muss zur Vermeidung gefährlicher Potenzialdifferenzen mit dem Schutzpotenzialausgleich des Gebäudes blitzstromtragfähig verbunden sein.
Zitat:
Zitat von IngWied
Ich dachte, eine Fanganlage, die ich außen am Haus ableite und dann über einen definierten Erder in den Boden führe, wäre der Stand der Technik zum Schutz der Antenne?
Ja, aber selbstverständlich nur in Verbindung mit einem normgerechten Erder. Ob eine neue Antenne direkt geerdet oder perfekt mit Fangeinrichtung geschützt wird ändert doch nichts daran, dass sämtliche Erder zur Vermeidung gefährlicher Potenzialunterschiede miteinander blitzstromtragfähig verbunden sein müssen.
Zitat:
Zitat von IngWied
Damit ich jetzt alles verstanden habe: Gehen wir davon aus, dass ich für die Antenne (und damit auch den ES-Kamin) eine Fangeinrichtung mit eigener Erdung habe (soweit normrichtig und entsprechend meiner oberen Frage). Von der Antenne gehe ich mit z.B. 6mm² zum Erdungsblock und binde meine Koaxleitungen mit ein. Muss ich dann nochmals zum PA-Ausgleich im Keller? Ich dachte, dann hätte ich eine Schleife?
Du spielst nicht zufällig Handball und bist Kreisläufer?
Konventionelle Direkterdung: Der PA der Antennenkabel und eines Multischalters (auch wenn er im Keller installiert ist) ist schleifenfrei an der Masterde anzuschließen.
Isolierte Blitzschutz bzw. getrennte Fangeinrichtung: Vom isolierten Mast wird ein Potenzialausgleichleiter über Erdblöcke zur Haupterdungsschiene verlegt.
Zur Vermeidung induktiver Einkopplungen ist der Potenzialausgleichsleiter jeweils in möglichst engem Kontakt mit den Koaxkabeln zu führen.
Zitat:
Zitat von IngWied
Naja, mal schauen was die Fachfirmen mir heute so erzählen.
Ich auch! Hatte erst letzte Woche eine Konferenzschaltung mit einem Bauherren und seinem Blitzschutzbauer vor Ort, der angeblich die Fangstange mit dem Mast galvanisch verbunden haben soll.
Ein Dibkom-Zertifikat weist übrigens keinen Blitzschutzexperten aus. Bei meiner Zertifizierung im Jahre 2006 wurde nur der PA von BK-Netzen geprüft, Satellitenantennen waren überhaupt nicht gefragt.
01.08.2011, 11:11
#
9
IngWied
Threadstarter
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Beiträge: 8
Das ist ja fast wie chatten Vielen, vielen Dank für deine gute Beratung Dipol. In welchem PLZ Gebiet bist du tätig? Nicht zufällig 4
Zitat:
Zitat von Dipol
Egal wie man einen Zusatzerder bezeichnet, er muss zur Vermeidung gefährlicher Potenzialdifferenzen mit dem Schutzpotenzialausgleich des Gebäudes blitzstromtragfähig verbunden sein.
Mist, also muss ich auf alle Fälle von außen in den Keller. Das wollte ich eigentlich vermeiden.
Super danke, ich sehe, da gibt es einen Dachdecker bei mir um die Ecke. Ich habe auch schon einen Termin für morgen mit einer anderen Firma gemacht. Leider ist diese nicht im VDB zertifiziert und hat nur vom Tiefenerder gesprochen und nicht von der Verbindung zur Keller-PA-Schiene. Aber egal, erst mal vor Ort anschauen und dann mit anderen Anbietern vergleichen.
Ingo
01.08.2011, 13:37
#
10
Dipol
Team SAT-Technik
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Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von IngWied
In welchem PLZ Gebiet bist du tätig? Nicht zufällig 4
Das wäre von Stuttgart aus ein etwas weiter Weg. Anlagenplaner und Fachbauleiter sind aber auch als Eisenbieger für Blitzableiterdraht äußerst ungeeignet.
Zitat:
Zitat von IngWied
Super danke, ich sehe, da gibt es einen Dachdecker bei mir um die Ecke.
Nichts gegen das abendländische Dachdeckerhandwerk, aber diese Gilde ist mir bislang noch nicht hinsichtlich Blitzschutz, Erdung und Potenzialausgleich durch besondere Normenkunde aufgefallen.
Dagen aber schon häufiger bei haarsträubend normwidrig installierten Solaranlagen, oder wenn im Zuge von Dachsanierungen verrostete Blitzschutzanlagen (Tenor: Die Blitzschutzanlage ist nicht vorgeschrieben und kann entfallen) selbst dann ersatzlos entfernt wurden, wenn das die einzige Antennenerdung war.
Ich bin gerade auf dem Sprung zu einem solchen Objekt.
01.08.2011, 22:04
#
11
IngWied
Threadstarter
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Beiträge: 8
Guten Abend Dipol,
Zitat:
Zitat von Dipol
Nichts gegen das abendländische Dachdeckerhandwerk, aber diese Gilde ist mir bislang noch nicht hinsichtlich Blitzschutz, Erdung und Potenzialausgleich durch besondere Normenkunde aufgefallen.
Tja, was soll ich machen. Auf der von dir empfohlenen Seite habe ich halt nur Dachdecker in meiner unmittelbaren Nähe gefunden.
Zitat:
Zitat von Dipol
Dagen aber schon häufiger bei haarsträubend normwidrig installierten Solaranlagen, ...
Hm, was muss man denn bei einer Photovoltaikanlage beachten? Die habe ich nämlich auch auf dem Dach. Das hat eine Firma gemacht, die seit 20 Jahren nichts anderes macht. Waren allerdings auch Dachdecker und ein Elektriker. Die haben die Module mit 16mm² (feindrähtig) an eine PA-Schiene im Dachgeschoss angeschlossen, welche mit 10mm² (starr) an den Keller PA geht.
So, dann warte ich mal ab, was ich morgen so erfahre. Ich denke, dass ich jetzt auch die pdf im Erdungsthread verstanden habe. Mich betrifft ja dann wohl die erste Seite: Direkterdung ist möglich, aber Stand der Technik isolierter Blitzschutz. Wenn ich den PA mit 6mm² ausführe, ist das wohl kein Problem? Muss man beim isolierten Blitzschutz wie auf dem Bild dargestellt 2 Ableiter in die Erde führen, die dann mit dem Fundamenterder verbunden werden oder kann man auch direkt mit einem Ableiter an den Fundamenterder gehen, wie bei Direkterdung dargestellt? Wie gesagt, auf alle Fälle eine Fangeinrichtung oben auf dem Dach.
Was heißt denn mastnah beim PA am Erdungsblock? 15m wohl nicht, oder? Mein Sternpunkt, also da wo alle Leitungen aus dem Haus zusammenlaufen, ist ca. 15m von der Antenne entfernt. Ich kann natürlich auch direkt beim Einführen der Leitungen in das Dach einen Erdungsblock setzen (ca. 6m) und dann die Leitungen 9m bis zum Multiswitch weiterleiten. Was wäre deiner Meinung nach besser?
Ist eigentlich die Reihenfolge beim PA entscheidend; also zuerst am Eingang, dann am Ausgang des Switch und dann zur Hauptschiene? Oder kann ich den Eingang und Ausgang separat zur Hauptschiene legen?
Ingo
03.08.2011, 08:28
#
12
IngWied
Threadstarter
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Beiträge: 8
Hallo Dipol,
gestern war der erste selbsternannte Blitzschutzexperte bei mir zuhause, seines Faches Dachdecker. Irgendwie hatte er keine Lust und wollte zuerst nur einen Tiefenerder setzen. Nach meinem Hinweis, dass dies nicht zulässig sei, wollte er Ausschachten und in den Keller zu PA-Schiene gehen. Zum Ende der Woche kommt das Angebot, wobei ich natürlich selbst buddeln werde.
Eine große Frage war aber die Leitungsführung auf dem Dach und an welcher Stelle im Keller man durch die Wand brechen kann/darf, da der Hausanschlußkeller recht klein und die Wand mit Wasser-, Gas-, Kabel-, Telefonanschlüssen usw. vollgepflastert ist.
Hier mal eine Beschreibung des Objektes, damit du vielleicht einen Hinweis zu Leitungsführung der Ableitung geben kannst. Es handelt sich um einen Reihenhausblock mit 4 Häusern. Ich habe ein Eckhaus. Die Dachrinnen aller Häuser sind miteinander verbunden; im Erdbereich gehen die Metallrohre in KG-Rohr über, sind also isoliert. Die Schüssel soll auf die Giebelseite (Walmdach). Später soll dann noch ein Edelstahlaußenkamin daneben. Die Höhe des Kamins ist noch ungewiss und hängt vom Segen des Schornsteinfegers ab. Wie geht man am besten auf dem Dach? Oberhalb oder unterhalb der Dachflächenfenster?
Unterhalb der Eingangstür befindet sich der Hausanschlussraum; meiner Meinung nach kann man nur dort den Boden aufgraben. Die Frage ist nun, wo man am besten am Haus runter geht. Neben der Regenrinne oder neben der Haustür? Neben der Haustür gibt es einen Dämmerungsschalter, der dann direkt am Ableiter liegt, wenn man an der Haustür runtergeht. Wenn es dort zum Überschlag kommt, wäre mir das egal, oder???. Momentan ist der Dämmerungsschalter sowieso kaputt. Könnte ich auch still legen, wenn ein Überschlag doch nicht so gut kommt. Neben der Regenrinne ist der Dunstabzug aus der Küche, komplett aus Kunststoff, ca. 35 cm lang, welcher dann auf ein faltbares Alurohr aus dem Baumarkt und dann zum Dunstabzug geht. Darf man überhaupt so dicht neben der Regenrinne herlaufen? Das wäre natürlich ideal, da man dort die Ableitung verstecken kann. Bei uns in der Firma sind die Ableiter an den Gebäude auch so. Ich meine aber irgendwo gelesen zu haben, dass das nicht in Ordnung ist von wegen Abstand.
Im Keller ist die Frage, ob man unter der Gasleitung rauskommen darf oder lieber neben dem Kellerfenster? Tendenziell möchte ich Außen aufgrund des Aufwands nicht zu tief graben. Innen vom Keller aus gesehen würde die Leitung von rechts kommen, müsste also Außen evtl. alle anderen Leitungen wie Gas, Wasser, Telefon, Kabel usw. kreuzen.
Tja, vielen Fragen, aber ich habe die Befürchtung, dass ich viel Geld für einen "Blitzschutzexperten" ausgebe und dann doch nur Blödsinn bekomme.
Ingo
04.08.2011, 16:48
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13
IngWied
Threadstarter
Registriert seit: 08.07.2011
Beiträge: 8
Hallo Dipol bzw. an alle anderen, dies es interessiert.
Heute war der zweite Dachdecker bei mir, der sich allerdings zur Blitzschutzfachkraft hat ausbilden lassen und welcher beim VDB zertifiziert ist. Dieser machte einen deutlich besseren Eindruck und hat alles so erzählt, wie ich es hier im Forum gelernt habe.
Nur bei einer Sach bin ich mir noch unsicher. Er will von der Fangstange aus senkrecht zur Regenrinne gehen und diese dann auf der horizontalen aus gesehen als Ableiter verwenden. Senkrecht runter am Haus (hinter dem Regenfallrohr) dann wieder in 8mm Runddraht Alu (soll dann 50mm² entsprechen) und zur PA-Schiene im Keller. Seiner Meinung nach müsste die Regenrinne sowieso mit eingebunden werden und dann könnte man diese auch als Leitung benutzen. Als Materialien verwendet er die Firma Pröpster. Ist dagegen was zu sagen?
Kann bitte einer darauf antworten, ob das mit der Regenrinne ok ist? Dann hätte ich jetzt eigentlich alles geklärt und könnte mit gutem Gewissen mir die Schüssel installieren.
Vielen Dank nochmals,
Ingo
05.08.2011, 01:24
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14
Dipol
Team SAT-Technik
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von IngWied
Nur bei einer Sach bin ich mir noch unsicher. Er will von der Fangstange aus senkrecht zur Regenrinne gehen und diese dann auf der horizontalen aus gesehen als Ableiter verwenden. Senkrecht runter am Haus (hinter dem Regenfallrohr) dann wieder in 8mm Runddraht Alu (soll dann 50mm² entsprechen) und zur PA-Schiene im Keller. Seiner Meinung nach müsste die Regenrinne sowieso mit eingebunden werden ...
Richtig, die Regenrinne kann man nicht mit Trennungsabstand queren, somit muss galvanisch verbunden werden.
Zitat:
Zitat von IngWied
-..und dann könnte man diese auch als Leitung benutzen.
Einzige Bedingung: Einzelelemente müssen miteinander verlötet oder vernietet sein.
Zitat:
Zitat von IngWied
Als Materialien verwendet er die Firma Pröpster. Ist dagegen was zu sagen?
Absolut nichts, PRÖPSTER ist eine renommierte Blitzschutzfirma.
Blitzschutz ist nicht einfach, aber mit etwas Sachkunde kann man jedes Problem sachgerecht lösen. Dann kann man ja gratulieren, dass du nach den bisherigen "Könnern" endlich an einen sachkundigen Blitzschutzbauer geraten bist.
Ich mache mich gerade reisefertig und bin vermutlich erst ab Montag wieder im Forum präsent.