Umrüstung Sat Anlage - Einkabellösung oder Sat-ZF?

Alt 26.07.2011, 23:07   # 1
Kalle0815
 
Registriert seit: 01.09.2008
Beiträge: 42
Hallo zusammen,

ich hänge mich hier einfach mal dran...

Ein Freund hat mich darum gebeten, Ihm zu helfen die alte SAT-Anlage auf seinem EFH zu erneuern. Von meinem eigenen Projekt vor einigen Monaten weiß ich grundsätzlich schon mal was ich Ihm empfehlen würde (Gibertini, Alp, ...), weil Ihr es mir empfohlen habt .

Allerdings ist bei Ihm die Ausgangslage etwas anders:

Auf dem Dach befindet sich folgende Antenne:

dscn33626zyb5r7iwn thumb

Von dort führt anscheinend ein einzelnes Kabel in das DG, zu folgendem Signalverstärker:

dscn3382w4aeq7kjy6 thumb

Von dort führt ein kurzes Kabel zu folgendem Splitter (?):

dscn3368uhrdg6o8bs thumb

Meine Vermutung ist, dass es sich bei dem angeschlossenen Kabel an der Längsseite um die Zuleitung einer alten Hausantenne handelt (Kabel verschwindet in einem Kaminschacht) und bei dem zweiten abgehenden Kabel um die Verbindung zur einzigen Sat-Dose im Haus (Wohnzimmer) handelt (diese Kabel sehen etwas älter aus).

An der genannten Dose im Wohnzimmer soll ein Twin-Tuner betrieben werden.

dscn3386eykhou2x1r thumb

Für mich stellen sich nun folgende Fragen:

1. Eignet sich die bestehende Verkabelung grundsätzlich für eine weitere Nutzung?

2. Was für eine Kombination von LNB/Switch nutze ich für eine Anlage die genau einen Twin-Tuner über eine Einkabel-Verbindung versorgen soll?

Für Hilfestellungen wäre ich dankbar.

Gruß
Kalle
  Mit Zitat antworten
Alt 26.07.2011, 23:46   # 2
Isotrop
Team SAT-Technik
 
Benutzerbild von Isotrop
 
Registriert seit: 27.08.2010
Beiträge: 1.289
Hallo Kalle,

hab dich doch mal getrennt und in ein neues Thema verschoben, damits ein bissl übersichtlich bleibt. Im andren Thread muss erst noch erörtert werden, ob es sich dort überhaupt um eine Einkabellösung handelt

Kommt in der Unterputz Dose mit der ausgebauten Antennendose ein Leerrohr an und lässt sich die Koaxleitung darin frei bewegen? Oben (DG)/unten (Wohnung) an der Leitung ziehen/leicht zupfen. Merkt man, dass da was geht?

Dann wäre eine Umrüstung, sofern weiterhin nur die eine Dose benötigt wird (als Twin Anschluss), relativ einfach und es wird keine teure Einkabel/Unicable Technik benötigt

Wird die terrestrische Einspeisung noch benötigt? Ist noch eine Dachantenne vorhanden?

Spontan würde ich sagen, da ist Generalsanierung angesagt, allein schon wenn ich mir die Koaxleitungen anschaue...
__________________
DM8000 - GI50-120 - TriaxTDS110 - GI 201 PlatinumX [85,2°E - 45°W]
DM8000 - V-BoxIII - ZAS 05/M - Kathrein CAS018 - Inverto IDLP-S Flange [66°E - 45°W]
more technical equipment
  Mit Zitat antworten
Alt 30.07.2011, 19:54   # 3
Kalle0815
Threadstarter
 
Registriert seit: 01.09.2008
Beiträge: 42
So - Ich war heute wieder vor Ort und konnte mir alles nochmal ansehen.
Die Kabel scheinen teilweise bereits erneuert worden zu sein, so dass ich die Hoffnung habe sie können weiter genutzt werden.

Leider wurden gerade die neuen Kabel anscheinen einfach in den Putz gelegt, so dass das Nachziehen einer zweiten Strippe keine Option ist.

Ich bräuchte also einen Tipp für eine Mini-Einkabel-Lösung.

Sie Stuktur würde dann so sein:

1. Die hier empfohlene Antenne Gibertini 85 SE mit einem Alb (Quattro, Quattro-Switch oder Single LNB?)
2. Dann ein möglichst klein dimensionierter (und damit günstiger) Unikabel-Router im DG.
3. Eine einzelne Strippe die über eine (derzeit nicht genutzte) Durchgangsdose im 1. OG zur Doppel-Enddose im EG führt, an welcher der Twin-Receicer betrieben wird.

Über Tipps und Kaufempfehlungen bezüglich LNB und Router würde ich mich freuen.

Gruß
Kalle
  Mit Zitat antworten
Alt 30.07.2011, 20:19   # 4
Isotrop
Team SAT-Technik
 
Benutzerbild von Isotrop
 
Registriert seit: 27.08.2010
Beiträge: 1.289
Soll die Durchgangsdose auch "mal" genutzt werden? Oder gehts hauptsächlich um die Twin Anschlussdose im Wohnzimmer?

Wenn darauf verzichtet werden kann:
1x Twin Universal LNB
1x Technisat Minirouter 2/1
1x Verteiler Kathrein EBC110
2x Kathrein ESU 34 (Kenne keine Twin Dose mit UC Schutzschaltung)
Die vorhandene Twin Dose MUSS getauscht werden! Gegen 2x ESU34

Die Durchgangsdose im OG ausbauen und kommende/gehende Leitung mit F-Verbinder durchverdrahten

Achja, die terrestrische Einspeisweiche und der Signalverstärker sollten entfernt werden
__________________
DM8000 - GI50-120 - TriaxTDS110 - GI 201 PlatinumX [85,2°E - 45°W]
DM8000 - V-BoxIII - ZAS 05/M - Kathrein CAS018 - Inverto IDLP-S Flange [66°E - 45°W]
more technical equipment
  Mit Zitat antworten
Alt 31.07.2011, 22:44   # 5
Kalle0815
Threadstarter
 
Registriert seit: 01.09.2008
Beiträge: 42
Vielen Dank - im Prinzip wird es die Lösung wohl werden.

Allerdings möchte mein Freund sich die Möglichkeit zur Nutzung der Durchgangsdose gerne offen lassen. Ich habe mir darauf hin mal andere TechniRouter angeschaut:

Ich denke mit einer 5/2x4-Lösung wäre er gut beraten. Dann könnte er nicht nur weiter Dosen, sondern theoretisch sogar noch eine weitere Leitung versorgen. Darüber hinaus könnte er zusätzlich DVB-T einspeisen und der Router ist gerade mal 50 € teurer.

Die Sache hat nur einen kleinen Hacken - es scheint (zumindest bei Technisat) ein solches Modell nicht passiv bzw. Receiver-gespeist zu geben. Da im DG kein Stromanschluss vorhanden ist, wäre dies jedoch sehr vorteilhaft.

Weiß jmd. einen Hersteller der ein solches Modell haben könnte und auch halbwegs empfehlenswert ist?

Gruß
Kalle

P.S.: Was ist eine UC-Schutzschaltung?
  Mit Zitat antworten
Alt 01.08.2011, 01:48   # 6
Dipol
Team SAT-Technik
 
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von Kalle0815 Beitrag anzeigen
Weiß jmd. einen Hersteller der ein solches Modell haben könnte und auch halbwegs empfehlenswert ist?
Dann schau dir doch mal die JULTEC-Matritzen an.
Zitat:
Zitat von Kalle0815 Beitrag anzeigen
P.S.: Was ist eine UC-Schutzschaltung?
Steckdosen mit Schutzschaltung sind bei wohnungsübergreifender Installation ein absolutes Muss. Ansonsten kann ein auf Normalmodus eingestellter Receiver die gesamte Kommandostruktur der anderen Teilnehmer lahm legen.
  Mit Zitat antworten
Alt 01.08.2011, 12:33   # 7
Kalle0815
Threadstarter
 
Registriert seit: 01.09.2008
Beiträge: 42
Eigentlich wäre der JPS0502-3T genau mein Gerät und ist selbst wohl auch receivergespeist.
Allerdings kann er laut Beschreibungstext nicht das LNB versorgen, wodurch das ganze wohl wieder sinnfrei ist, oder? Wenn ich es richtig verstehe führt Jultec als vollständig "receivergespeiste Einkabelsysteme" nur Systeme, die genau 2 Receiver je Stammleitung erlauben.

Ich schaue mal bei anderen Herstellern und frage Euch, wenn ich etwas finde.
  Mit Zitat antworten
Alt 01.08.2011, 20:32   # 8
Kalle0815
Threadstarter
 
Registriert seit: 01.09.2008
Beiträge: 42
Hm...
Ich werde irgendwie nicht fündig.

Nur nochmal zur Sicherheit:
Der Jultec JPS0502-3T (klick) würde nicht funktioonieren, oder hängt das davon ab, was für ein LNB man verbaut?

Gruß
Kalle
  Mit Zitat antworten
Alt 02.08.2011, 10:15   # 9
Dipol
Team SAT-Technik
 
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von Kalle0815 Beitrag anzeigen
Hm...
Ich werde irgendwie nicht fündig.
Kein Wunder, bei Kompaktmatritzen gibt es zu JULTEC nur wenige Alternativen.
Zitat:
Zitat von Kalle0815 Beitrag anzeigen
Nur nochmal zur Sicherheit:
Der Jultec JPS0502-3T (klick) würde nicht funktioonieren, oder hängt das davon ab, was für ein LNB man verbaut?
Nein, du hast schon vollkommen richtig zwischen orts- und receivergespeisten Einkabelmatritzen differenziert. Wenn kein Stromanschluss vorhanden ist, geht nur Fernspeisung vom Netzteil über ein weiteres Koaxkabel.

Wenn das nicht geht, bleibt nur die Beschränkung auf 4 Single-Receiver mit einem Einkabel-LNB oder einer Matrix JRS0502-2+4T mit der Ausbauoption um weitere 4 Sternleitungen.
  Mit Zitat antworten
Alt 02.08.2011, 22:45   # 10
Kalle0815
Threadstarter
 
Registriert seit: 01.09.2008
Beiträge: 42
Was haltet Ihr denn vom TechniSat TechniRouter 5/2x4 G.

Der wird zwar auf der Herstellerseite nicht explizit dafür ausgewiesen, aber viele Shops preisen den als "Receiver Powered" an.

In der Anleitung findet sich der Satz:

"Stecken Sie das mitgelieferte Steckernetzteil an den TechniRouter, welches dann dauerhaft
das LNB speist. In Ausnahmefällen kann es auch möglich sein, den TechniRouter ohne das
mitgelieferte Netzteil zu betreiben.


In nem Forum schrieb jmd. sinngemäß, dass es mit nem stromsparenden LNB kein Problem sein sollte.
  Mit Zitat antworten
Alt 02.08.2011, 22:52   # 11
polskafan
Team SAT-Technik
 
Registriert seit: 18.03.2009
Beiträge: 555
Schau dir mal den Johannson 9712 an. Der bietet 3 Umsetzungen und sollte auch receivergespeist sein und hinter einem Quad LNB funktionieren.

Ich schreibe sollte, weil es wohl auch einen 9712A mit Netzteil gibt, sowie einen 9710 für den Betrieb am Quattro LNB.

Ansonsten spricht meiner Meinung nach nichts dagegen den TechniSat receivergespeist zu betreiben.

Gruß
- polskafan
  Mit Zitat antworten
Alt 08.08.2011, 10:46   # 12
Kalle0815
Threadstarter
 
Registriert seit: 01.09.2008
Beiträge: 42
Moin zusammen,

zwei kurze Rückfragen noch:

1. Lassen sich die beiden zur Auswahl stehenden Einkabelumsetzter (Johansson 9712 und Technirouter 5/2x4 G) für den Übergang bis die Antenne erneuert wird auch an die existierende Flachantenne und deren verbauten (Single LNB?.) anschließen? Bei dem Johansson steht nur was vom Anschluss an einen Multischalter oder Quad-LNB.

2. Weiß jmd. eine Lösung für eine Twin-Enddose? Ich würde ungern eine zweite Dose setzten müssen...
  Mit Zitat antworten
Alt 08.08.2011, 13:12   # 13
Dipol
Team SAT-Technik
 
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von Kalle0815 Beitrag anzeigen
1. Lassen sich die beiden zur Auswahl stehenden Einkabelumsetzter (Johansson 9712 und Technirouter 5/2x4 G) für den Übergang bis die Antenne erneuert wird auch an die existierende Flachantenne und deren verbauten (Single LNB?.) anschließen? Bei dem Johansson steht nur was vom Anschluss an einen Multischalter oder Quad-LNB.
Das kann nicht funktionieren. Für einen TechniSat-TechniRoter Mini sind zwei und für den Johansson deren drei schaltbare LNB- oder Multischlater-Anschlüsse erforderlich und der TechniRouter 5/2x4G benötigt einen Quatro-LNB.
Zitat:
Zitat von Kalle0815 Beitrag anzeigen
2. Weiß jmd. eine Lösung für eine Twin-Enddose?
Also zunächst mal brauchst du keine Enddose, sonderen eine Einzel- oder Stichdose. Korrekt bezeichnet ist eine Enddose eine intern mir Abschlusswiderstand terminierte Durchgangsdose.
Zitat:
Zitat von Kalle0815 Beitrag anzeigen
Ich würde ungern eine zweite Dose setzten müssen...
Twin-(Stich-)Dosen braucht man für Twin-Sternleitungen, aber doch nicht für Einkabelbetrieb.
  Mit Zitat antworten
Alt 08.08.2011, 17:02   # 14
Kalle0815
Threadstarter
 
Registriert seit: 01.09.2008
Beiträge: 42
Vielen Dank für die Infos.
Was für eine Dose benötige ich denn dann, wenn ich meinen Twin - Receiver darüber versorgen möchte?
  Mit Zitat antworten
Alt 08.08.2011, 17:06   # 15
polskafan
Team SAT-Technik
 
Registriert seit: 18.03.2009
Beiträge: 555
Twin Receiver werden bei Unicable, je nach Receiver, auch nur mit einem Kabel angeschlossen oder mit einem Splitter. Eine Twin Dose ist im Unicablebetrieb nicht nötig. Manche Receiver verwenden auch einfach nur eine Brücke vom Ausgang des ersten Tuners zum Eingang des zweiten Tuners.
  Mit Zitat antworten
Alt 08.08.2011, 19:13   # 16
Kalle0815
Threadstarter
 
Registriert seit: 01.09.2008
Beiträge: 42
Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Also zunächst mal brauchst du keine Enddose, sonderen eine Einzel- oder Stichdose. Korrekt bezeichnet ist eine Enddose eine intern mir Abschlusswiderstand terminierte Durchgangsdose.
Twin-(Stich-)Dosen braucht man für Twin-Sternleitungen, aber doch nicht für Einkabelbetrieb.
Ich habs irgendwie anscheinend immer noch nicht begriffen - sorry dafür.

Folgende Auflistung (von Dipol) habe ich gerade gefunden:
  • Stichdose = Einzeldose, hat keinen Anschluss für eine weitere Dose und koppelt den Pegel nahezu voll aus.
  • Durchgangsdose mit und ohne Richtkoppler, koppelt nur einen geringen Teil des Pegels aus und leitet den meisten Pegel zu den Folgedosen durch. Die letzte Dose im Stamm muss mit einem Abschlusswiderstand terminiert werden. Da darf keinesfalls eine als fälschlich als Enddose titulierte Stichdose hin, weil sonst Stehwellen entstehen.
  • Enddose = Durchgangsdose die bereits intern mit einem Abschlusswiderstand terminiert ist. Die gab es lange Zeit nicht mehr, inzwischen gibt es wieder zwei Typen. Eine Modem-Enddose von WISI und eine UniCable-Enddose von AXING
.
Danach würd ich nun wieder meinen, ich bräuchte für meine einzelne Stammleitung im Einkabelbetrieb eine Durchgangsdose im 1. OG und eine Enddose (weil letzte im Stamm) für das EG und nicht wie oben genannt eine Stichdose, oder!?

Die Enddose wäre dann z.B. die Axing SSD 5-07 und die Durchgangsdose eine SSD 5-10 oder 5-14 oder 5-18 (welche weiß ich nicht).

Der begriffsstutzige
Kalle
  Mit Zitat antworten
Alt 11.08.2011, 22:35   # 17
Kalle0815
Threadstarter
 
Registriert seit: 01.09.2008
Beiträge: 42
Moin,
ist die Frage wirklich so unbeantwortenswert?

Neben der Dosenthematik würde mich auch interessieren, ob die hier vor einiger Zeit empfohlende Antenne LOG 3235 F1 FTE für die einspeisung des dvb-t-Signals immernoch die "beste" Wahl ist.

Gruß
Kalle
  Mit Zitat antworten
Alt 12.08.2011, 00:54   # 18
Dipol
Team SAT-Technik
 
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von Kalle0815 Beitrag anzeigen
Der begriffsstutzige
Kalle
Wieso begriffsstutzig? Wer weiß, dass man an das Ende einer Stammleitung keinesfalls eine nicht terminierte Stichdose installieren darf, ist schon im Besitz Hf-technischer Grundwahrheiten.
  Mit Zitat antworten

Alt 28.05.2012, 10:53 # --
News Flash
 
Benutzerbild von News Flash
 
 
 
   
Antwort
Themen-Optionen



Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 10:53 Uhr.