Umrüstung SAT-Anlage für Wohnanlage

Alt 19.07.2011, 22:36   # 1
thx001
 
Registriert seit: 19.07.2011
Beiträge: 2
Hallo,
habe hier schon Einiges gelesen - möchte aber zur Sicherheit doch noch einmal nachfragen.

Ausgangslage:
In unserer Wohnanlage (2 Mehrfamilienhäuser, 3x 4 Reihenhäuser - insgesamt ca. 40 WE) macht die SAT-Anlage (ASTRA) schlapp.
Bisher erhalte ich in meinem Haus ein aufbereitetes Signal, so dass der TV ohne Receiver (mit bescheidener Qualität) Bilder liefert.
Zusätzlich habe ich ein 2. Kabel, dass mir für meinen digitalen SAT-Receiver ein klasse Bild liefert - zumindest bis vor einiger Zeit.
Mittlerweile ist kein sinnvoller Empfang mehr gegeben, laufend gibt es Störungen (sowohl bei aufbereitet, als auch bei digital).
Der SAT-Techniker hat schon mal an der Anlage für 800 EUR rumgeschraubt, Effekt hielt nur kurz an. Die Hausverwaltung bezweifelt weitere Reparaturversuche und will nun komplett auf digital umstellen. Begründung: bisherige Anlage nur auf analog ausgerichtet, viele Bauteile (Martixen) reparaturanfällig, mehrere zu klein dimensionierte Unterverteiler, zu eng "gestapelt" - wird (trotz Tiefgarage) zu heiß im Betrieb (aber erst seit kurzem?!)

Angebot:
Zur Vorbereitung der Eigentümerversammlung habe ich heute folgendes Angebot eines SAT-Betriebes erhalten: knapp 20.000 EUR (!).
Darin enthalten:
* digitale (wartungsfreie/ erweiterbare) Kopfstation mit ca. 100 TV-Programmen/50 Radio (incl. HDTV-Programme)
* Kathrein UFO-compact mit LCN
* 2 Breitbandverstärker
-> DVB-S soll damit in DVB-C umgewandelt werden.
* Receiver sind nicht im Preis drin
* Zuleitungen (für das digitale Signal) werden ausgewechselt.

Folgende Fragen:
* Kosten - muss das so viel sein? Wären pro WE ca. 500 EUR, ne Menge Kohle...
* Mich ärgert, dass ich einen klasse DVB-S-HDD-Receiver habe, der nun nutzlos würde. Was für einen Vorteil bringt die zentrale Umwandlung auf DVB-C - oder ist das für dies unbedingt notwendig?
* Gibt es Alternativvorschläge aus dem Forum?

Vielen Dank im Voraus.

Grüße aus dem Südwesten Deutschlands,
thx001
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Alt 19.07.2011, 23:49   # 2
Dipol
Team SAT-Technik
 
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Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von thx001 Beitrag anzeigen
Der SAT-Techniker hat schon mal an der Anlage für 800 EUR rumgeschraubt, Effekt hielt nur kurz an. Die Hausverwaltung bezweifelt weitere Reparaturversuche und will nun komplett auf digital umstellen. Begründung: bisherige Anlage nur auf analog ausgerichtet, viele Bauteile (Martixen) reparaturanfällig, mehrere zu klein dimensionierte Unterverteiler, zu eng "gestapelt" - wird (trotz Tiefgarage) zu heiß im Betrieb (aber erst seit kurzem?!)
Du gibst Rätsel auf, ein aufbereitetes Signal und Matritzen passen nicht zusammen, bitte diesen Widerspruch mit Typenangaben oder Fotos aufklären.
Zitat:
Zitat von thx001 Beitrag anzeigen
Zur Vorbereitung der Eigentümerversammlung habe ich heute folgendes Angebot eines SAT-Betriebes erhalten: knapp 20.000 EUR (!).
Darin enthalten:
* digitale (wartungsfreie/ erweiterbare) Kopfstation mit ca. 100 TV-Programmen/50 Radio (incl. HDTV-Programme)
* Kathrein UFO-compact mit LCN
* 2 Breitbandverstärker
-> DVB-S soll damit in DVB-C umgewandelt werden.
* Receiver sind nicht im Preis drin
* Zuleitungen (für das digitale Signal) werden ausgewechselt.
Eine Umsetzeranlage, auch nicht die UFO-compact von KATHREIN ist niemals wartungsfrei und auch Anlass für immerwährende Nachrüstungen.
Zitat:
Zitat von thx001 Beitrag anzeigen
Folgende Fragen:
* Kosten - muss das so viel sein? Wären pro WE ca. 500 EUR, ne Menge Kohle...
20.000 € / 40 WE = 500,00 €/WE. Nicht wenig aber ohne Kenntnis der Gebäudestrukturen nicht einzustufen.
Zitat:
Zitat von thx001 Beitrag anzeigen
* Mich ärgert, dass ich einen klasse DVB-S-HDD-Receiver habe, der nun nutzlos würde. Was für einen Vorteil bringt die zentrale Umwandlung auf DVB-C - oder ist das für dies unbedingt notwendig?
Je nach Anlagengröße und Struktur sind andere Lösungen wirtschaftlich. Bei nur 40 WE neige ich spontan zur Ablehnung jedweder Kopfstellenaufbereitung.
Zitat:
Zitat von thx001 Beitrag anzeigen
* Gibt es Alternativvorschläge aus dem Forum?
Eine kompetente Beratung setzt die Kenntnis von Lageplänen, dem Altverteilnetz und insbesondere der Leerrohrfrage voraus. Wenn schon Sat.-ZF eingespeist wurde, erscheint eine Kopfstellenumsetzung als fachlicher Sündenfall. Kopfstellenumsetzung nutzt bei 40 WE dem Hersteller und Installateur mehr als den Endverbrauchern. Für die einen ein Arbeitsbeschaffungsprogramm, ist es für die anderen eine Kostenfalle.

Dann lenke ich mal den Blick auf die Signalübertragung mit Glasfaser. Aber in blitzschlaggefährdeten Bereichen nicht mit den metallisch armierten INVACOM-Lichtwellenleitern, sondern Alternativen wie z. B. dem Clik!-System von Huber+Suhner oder dem Alberino-System von DIAMOND.

Speziell hierzu wird im nächsten Kriebels Sat.-Report Ausgabe 9 ein Artikel von Karsten Jungk erscheinen, in dem auf die Blitzschutzproblematik und die hier schon genannten Alternativen eingegangen wird.
Zitat:
Zitat von thx001 Beitrag anzeigen
Grüße aus dem Südwesten Deutschlands,
thx001
Grüße zurück aus LE.
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Alt 20.07.2011, 05:58   # 3
thx001
Threadstarter
 
Registriert seit: 19.07.2011
Beiträge: 2
Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Du gibst Rätsel auf, ein aufbereitetes Signal und Matritzen passen nicht zusammen, bitte diesen Widerspruch mit Typenangaben oder Fotos aufklären.
Kann ich beides spontan nicht liefern. Ich denke, die Matritzen beziehen sich auf den 2. Signalweg, da ich (und einige andere) neben dem aufbereiteten Signal auch ein digitales Signal bekommen. Hier wurde (vor meiner Zeit) ein zusätzlicher Kabelstrank gezogen, der bei mir zB über den Keller mit sichtbarer "Strippe" ins Haus kommt, anders als das aufbereitete Signal, das "normal" unter Putz verteilt wird.

Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Eine Umsetzeranlage, auch nicht die UFO-compact von KATHREIN ist niemals wartungsfrei und auch Anlass für immerwährende Nachrüstungen.
20.000 € / 40 WE = 500,00 €/WE. Nicht wenig aber ohne Kenntnis der Gebäudestrukturen nicht einzustufen.
Welche Details werden benötigt?

Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Je nach Anlagengröße und Struktur sind andere Lösungen wirtschaftlich. Bei nur 40 WE neige ich spontan zur Ablehnung jedweder Kopfstellenaufbereitung.
... Wenn schon Sat.-ZF eingespeist wurde, erscheint eine Kopfstellenumsetzung als fachlicher Sündenfall. Kopfstellenumsetzung nutzt bei 40 WE dem Hersteller und Installateur mehr als den Endverbrauchern. Für die einen ein Arbeitsbeschaffungsprogramm, ist es für die anderen eine Kostenfalle.
Den Verdacht hatte ich bei dem Preis auch.

Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Dann lenke ich mal den Blick auf die Signalübertragung mit Glasfaser. Aber in blitzschlaggefährdeten Bereichen nicht mit den metallisch armierten INVACOM-Lichtwellenleitern, sondern Alternativen wie z. B. dem Clik!-System von Huber+Suhner oder dem Alberino-System von DIAMOND.
Speziell hierzu wird im nächsten Kriebels Sat.-Report Ausgabe 9 ein Artikel von Karsten Jungk erscheinen, in dem auf die Blitzschutzproblematik und die hier schon genannten Alternativen eingegangen wird.
Grüße zurück aus LE.
Dann werde ich dem Verwalter mal informieren, dass er sich um weitere Angebote kümmern soll.
Danke!
thx001
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Alt 28.05.2012, 10:51 # --
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