mal wieder meldet sich hier ein umrüstungswilliger Hotelier zu Wort.
Zunächst vielen Dank für die Arbeit, die ihr euch hier macht. Ich habe hier im Forum schon viel lesen und lernen dürfen, was es bei der Umrüstung der Sat-Anlage eines Hotels mit 51 Zimmern von analog auf digital zu bedenken gibt - allerdings bleiben noch einige Fragen offen...
Die Ausgangssituation stellt sich momentan wie folgt dar:
Lage: Großraum Düsseldorf - DVB-T-Empfang so lala..
Bestehende Anlage (siehe auch angehängte Fotos):
- 100cm-Schüssel von Technisat
- 2 LNBs, durch mich nicht genauer zu identifizieren, aus einem gehen 4 Kabel ab, aus dem anderen 2
- Kopfstation bestehend aus 2 Basiseinheiten Technisat BS 3
- Bestückung mit Umsetzerkassetten QPSK nach PAL
- zusätzlich neben den BS 3 ein eingeschleifter Altbestand von 3 zumindest teilweise noch genutzten SAT-Umsetzern Techninet B und C
- 51 ältere Röhren-TVS
Verkabelung:
Anscheinend kommt im Verteilerschrank 1 Stockwerk unterhalb der Kopfstation von selbiger nur 1 Kabel an, dass über 2 Verstärker laufend in vier 6- bis 8-fach-Verteiler geht. Aus diesen gehen insgesamt 26 Stränge ab, an denen maximal 4 Zimmer hängen, oft nur eines.
Der Aufwand, mehr als 1 Kabel zum Verteilerschrank zu legen, dürfte sich dank abgehängter Odenwalddecke in Grenzen halten.
Die Signalqualität ist in den meisten Zimmern gut, wo dies nicht der Fall ist dürfte das an schlechter Dosenverdrahtung, überstrichenenen Buchsen etc. liegen.
Zur Planung:
Angeschafft werden sollen 51 neue LCD-TV-Geräte, die mit digitalem Signal versorgt werden sollen. Die LG-Modelle 22H250C etc. finde ich preislich ganz gut.
Was die Umsetzung des SAT-Signals angeht, dachte ich an Umsetzung QPSK nach QAM, also digitales Kabelsignal und TVs mit DVB-C-Tuner.
Ob Unicable eine interessante Alternative wäre, kann ich nicht beurteilen, da ich nicht weiss, wie hoch der Aufwand für 51 neue Dosen wäre.
Weiterhin bin ich mir aus den folgenden Gründen im Unklaren, welche Kopfstationmodelle in Frage kommen:
a) Dass die Polytron-Modelle teilweise über LAN fernprogrammiert werden können, gefällt mir neben dem Preis sehr gut.
b) dem Handbuch zur Technisat BS 3 habe ich entnommen, dass es auch dafür QPSK/QAM-Kassetten gibt - werden die noch hergestellt und ist es überhaupt sinnvoll, über eine solche Aufrüstung nachzudenken?
c) der örtliche Elektronikhändler hat mir die Tage Fuba-Katalog in die Hand gedrückt und deren Produkte empfohlen.
Was ist eure Meinung dazu?
Ich freue mich auf euer Feedback...
el-picador
12.07.2011, 12:06
#
2
Dipol
Team SAT-Technik
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
Hallo und
Zitat:
Zitat von el-picador
Die Ausgangssituation stellt sich momentan wie folgt dar:
Lage: Großraum Düsseldorf - DVB-T-Empfang so lala..
Wie das? Mit neuen Antennen sollte DVB-T einwandfrei empfangbar sein. Die Bildqualität von DVB-T reicht für Hotelbetrieb mit 26 Zoll-Screens völlig aus.
Zitat:
Zitat von el-picador
Bestehende Anlage (siehe auch angehängte Fotos):
- 100cm-Schüssel von Technisat
- 2 LNBs, durch mich nicht genauer zu identifizieren, aus einem gehen 4 Kabel ab, aus dem anderen 2
Beide UnySat-LNB können das Highband empfangen.
Zitat:
Zitat von el-picador
- Kopfstation bestehend aus 2 Basiseinheiten Technisat BS 3
- Bestückung mit Umsetzerkassetten QPSK nach PAL
- zusätzlich neben den BS 3 ein eingeschleifter Altbestand von 3 zumindest teilweise noch genutzten SAT-Umsetzern Techninet B und C
Der LNB mit vier Zuleitungen könnte schon BS 3-Kassetten speisen, welche digitale QUAM-Signale in PAL umsetzen.
Zitat:
Zitat von el-picador
- 51 ältere Röhren-TVS
Raus mit den Stromfressern, neue Flats amortisieren sich schon über den viel geringeren Stromverbrauch. Hinzu kommt die besser Optik und Wegfall der 16:9 auf 4:4 TV-Formatproblematik.
Zitat:
Zitat von el-picador
Verkabelung:
Anscheinend kommt im Verteilerschrank 1 Stockwerk unterhalb der Kopfstation von selbiger nur 1 Kabel an, dass über 2 Verstärker laufend in vier 6- bis 8-fach-Verteiler geht. Aus diesen gehen insgesamt 26 Stränge ab, an denen maximal 4 Zimmer hängen, oft nur eines.
Damit wäre auch eine Konzeption mit TV-Geräten mit DVB-S(2)-Tuner möglich. Die Stammleitungen mit mehreren Steckdosen müssten entweder auf Sternverteilung umgerüstet, oder die DVB-S-Tuner mit UniCable-Befehlsatz ausgestattet sein. Das schränkt die Geräteauswahl bei Schirmgößen < 32 Zoll erheblich ein.
Zitat:
Zitat von el-picador
Die Signalqualität ist in den meisten Zimmern gut, wo dies nicht der Fall ist dürfte das an schlechter Dosenverdrahtung, überstrichenenen Buchsen etc. liegen.
Ein Hotel mit analogen PAL-Signalen und guten Bildern stellt aus Fachbauleitersicht eine Rarität dar.
Zitat:
Zitat von el-picador
Zur Planung:
Angeschafft werden sollen 51 neue LCD-TV-Geräte, die mit digitalem Signal versorgt werden sollen. Die LG-Modelle 22H250C etc. finde ich preislich ganz gut.
Wenn die Zimmer nicht in der Schuhkarton-Kategorie sind, sollten netto € 300,00 + MWSt. für einen 26 Zöller noch drin sein.
Letztes Jahr habe ich 26H250C bei einer Hotel-Etagensanierung vermittelt, da konnte man -sehr ärgerlich- noch keine Mix-Liste aus umgesetzten PAL und Digitalsignalen anlegen. Die Programme waren nach ATV (analog) und DTV (digital) in zwei getrennten Listen abgelegt.
Letzten Monat konnte ich von dieser nicht mehr produzierten Type für eine Etage noch Geräte vermitteln. Und oh Wunder, man konnte die Programme in einer Favorite-Liste ablegen. Ein Firmware-Upgrade für die typengleichen Vorjahresgeräte: Fehlanzeige! Wenn man Pech hat, fängt man sich bei einer Lieferung auch noch die alte Version ein!
Beide Ausführungen können mit dem DVB-T-/DVB-C-Hybrid-Tuner nur eine Empfangsart wiedergeben. Im Klartext: Werden DVB-T-Programme über die Antenne eingespeist, muss in die DVB-T-Modulation OFDM umgesetzt werden. Während in QAM ein ganzer Satellitentransponder umgesetzt wird, ist man in OFDM auf vier SD- oder zwei HD-Programme beschränkt. Werden aber 12 oder mehr DVB-T-Programme eingespeist, kann auch diese Umsetzungsart -abhängig vom Programmbedarf- wirtschaftlich sein. OFDM ist wesentlich robuster als QAM und funzt auch noch in desolaten Netzen, die mit QAM überfordert sind.
Zitat:
Zitat von el-picador
Was die Umsetzung des SAT-Signals angeht, dachte ich an Umsetzung QPSK nach QAM, also digitales Kabelsignal und TVs mit DVB-C-Tuner.
Das schließt mit den LG-Flats die gleichzeitige Nutzung von DVB-T-Signalen aus.
Zitat:
Zitat von el-picador
Ob Unicable eine interessante Alternative wäre, kann ich nicht beurteilen, da ich nicht weiss, wie hoch der Aufwand für 51 neue Dosen wäre.
Das ist kein entscheidender Kostenfaktor, zumal ja auch Dosen schon dussligerweise mit Farbe überstrichen wurden.
Zitat:
Zitat von el-picador
Weiterhin bin ich mir aus den folgenden Gründen im Unklaren, welche Kopfstationmodelle in Frage kommen:
a) Dass die Polytron-Modelle teilweise über LAN fernprogrammiert werden können, gefällt mir neben dem Preis sehr gut.
Fernwartung ist kein POLYTRON-Privileg, solche Systeme sind für Hotel-TV-Profis Routine, der Eli um die Ecke ist damit überfordert. Wer dafür im Raum D in Betracht kommt weiß ich nicht.
Zitat:
Zitat von el-picador
b) dem Handbuch zur Technisat BS 3 habe ich entnommen, dass es auch dafür QPSK/QAM-Kassetten gibt - werden die noch hergestellt und ist es überhaupt sinnvoll, über eine solche Aufrüstung nachzudenken?
Man konnte, es gab außer Umsetzerkassetten in analog Sat in PAL auch die QQ 1 mit QPSK-QAM-Umsetzung. Wie ich soeben vom Leiter der Satellitenabteilung erfahren habe, wird die QQ 1 nicht mehr produziert. Ohne Digitalkassetten sind auch die Grundeinheiten nach dem 30.04.2012 wertlos und müssen ersetzt werden.
Zitat:
Zitat von el-picador
c) der örtliche Elektronikhändler hat mir die Tage Fuba-Katalog in die Hand gedrückt und deren Produkte empfohlen.
Was ist eure Meinung dazu?
Die alte fuba in Salzdefurt ist leider Geschichte. Die Namensrechte hat TELESYSTEM erworben, K1 hat Unterlizenz für Deutschland und vertreibt unter dem fuba Deutschland-Label OEM-Produkte verschiedener Hersteller, darunter auch solche von POLYTRON.
Ein Hotel welches sich einen Serverausfall durch Blitzschlag leisten kann, kann -wie in dieser Anlage- die Normen für Erdung und Potenzialausgleich missachten. Wo das aber nicht der Fall ist, sollte man die Antenne erden, den nicht mal ansatzweise ausgeführten Potenzialausgleich nachrüsten und überlegen, ob nicht auch Blitzschutzableiter in den Kabeln sinnvoll sind.
Nach dem EMV-Gesetz SchuTSEV ist der Betrieb von nur einfach geschirmten 60 Ohm-Altkabeln untersagt. Die Mindestanforderung ist doppelte Schirmung und ein Schirmungsmaß nach Class B > 75 dB.
Bei einer so grundlegenen Neuinstallation sollte man auch ein zeitgemäßes Hotel-Info mit individuell adressierbarem Begrüßungsmenü und evtl. Optimierungen der Internetanbindung bedenken.
12.07.2011, 13:42
#
3
el-picador
Threadstarter
Registriert seit: 11.07.2011
Beiträge: 5
Zitat:
Zitat von Dipol
Hallo und
Danke!
Zitat:
Wie das? Mit neuen Antennen sollte DVB-T einwandfrei empfangbar sein. Die Bildqualität von DVB-T reicht für Hotelbetrieb mit 26 Zoll-Screens völlig aus.
OK, vielleicht hat mich die Qualität eines probeweise in Betrieb genommenen TVs mit DVB-T-Zimmerantenne getäuscht...
Zitat:
Damit wäre auch eine Konzeption mit TV-Geräten mit DVB-S(2)-Tuner möglich. Die Stammleitungen mit mehreren Steckdosen müssten entweder auf Sternverteilung umgerüstet, oder die DVB-S-Tuner mit UniCable-Befehlsatz ausgestattet sein. Das schränkt die Geräteauswahl bei 26 Zoll erheblich ein.
Umrüstung auf Sternverteilung ist leider nicht mit vertretbarem Aufwand zu berwerkstelligen, da viel UP liegt.
Welche Geräte kommen denn da in Frage?
Zitat:
Ein Hotel mit analogen PAL-Signalen und guten Bildern stellt aus Fachbauleitersicht eine Rarität dar.
OK, zumindest hat ein Hotel-TV-Anbieter mal vor einiger Zeit im Rahmen eines Angebots einige Stränge zwischen Verteilerschrank und Enddose durchgemessen und eine akzeptable Dämpfung des Leitungsnetzes bescheinigt. Zahlen habe ich leider nicht mehr parat...
Zitat:
Im Klartext: Werden DVB-T-Programme über die Antenne eingespeist, muss in die DVB-T-Modulation OFDM umgesetzt werden. Während in QAM ein ganzer Satellitentransponder umgesetzt wird, ist man in OFDM auf vier SD- oder zwei HD-Programme beschränkt. Werden aber 12 oder mehr DVB-T-Programme eingespeist, kann auch diese Umsetzungsart -abhängig vom Programmbedarf- wirtschaftlich sein.
Das DVB-T-Angebot ist zwar schon ganz gut, doch wir haben einen großen Anteil ausländischer Gäste und hätten daher gerne noch ein paar fremdsprachige Programme. Bei unserer Planung ging ich bisher von 8-10 umzusetzenden Transpondern aus (inkl. diverse Radiosender).
Heisst das, würde man auf QFDM-Modulation setzen, könnte man DVB-T und ggf. weitere von SAT umgesetzte Programme gleichzeitig empfangbar einspeisen?
Zitat:
OFDM ist wesentlich robuster als QAM und funzt auch noch in desolaten Netzen, die mit QAM überfordert sind.
Wo fängt desolat an? Lässt sich das in db-Werten ausdrücken?
Zitat:
Man konnte, es gab außer Umsetzerkassetten in analog Sat in PAL auch die QQ 1 mit QPSK-QAM-Umsetzung. Wie ich soeben vom Leiter der Satellitenabteilung erfahren habe, wird die QQ 1 nicht mehr produziert. Ohne Digitalkassetten sind auch die Grundeinheiten nach dem 30.04.2012 wertlos und müssen ersetzt werden.
OK, dachte ich mir fast.
Zitat:
Die alte fuba in Salzdefurt ist leider Geschichte. Die Namensrechte hat TELESYSTEM erworben, K1 hat Unterlizenz für Deutschland und vertreibt unter dem fuba Deutschland-Label OEM-Produkte verschiedener Hersteller, darunter auch solche von POLYTRON.
Danke für die Info!
Zitat:
Ein Hotel welches sich einen Serverausfall durch Blitzschlag leisten kann, kann -wie in dieser Anlage- die Normen für Erdung und Potenzialausgleich missachten. Wo das aber nicht der Fall ist, sollte man die Antenne erden, den nicht mal ansatzweise ausgeführten Potenzialausgleich nachrüsten und überlegen, ob nicht auch Blitzschutzableiter in den Kabeln sinnvoll sind.
Hab verstanden. Obwohl ich überrascht bin, da die Anlage seinerzeit von einem "richtigen" Radio-Fernsehtechniker installiert wurde!?!
Zitat:
Bei einer so grundlegenen Neuinstallation sollte man auch ein zeitgemäßes Hotel-Info mit individuell adressierbarem Begrüßungsmenü und evtl. Optimierungen der Internetanbindung bedenken.
Tja, das ist so eine Sache. Ich habe bereits ein Angebot über ein solches System, richtig State-of-the-Art mit LG-TVs, auf denen Android mitsamt diverser Apps läuft, Internet kommt über hierbei über die bestehende Koax-Leitung, Interface zum PMS zwecks Gästebegrüßung etc...
Wir bieten zum Einen seit langer Zeit kostenlosen Internetzugang über WLAN an und zum Anderen ist der Pay-TV-Vertrag mangels Rentabilität (seit langem sinkende Einschaltzahlen) ausgelaufen, so dass diese beiden Einnahmequellen schon mal wegfallen.
Ob sich unter diesen Voraussetzungen durch Video-on-Demand oder ein besonderes Internetangebot die Mehrkosten von ca. 20.000 Euro für das interaktive System refinanzieren lassen, ist in unserer Kategorie (3-Sterne Stadthotel garni, 90% Geschäftsreisende) meines Ermessens zumindest fragwürdig...
12.07.2011, 17:35
#
4
Dipol
Team SAT-Technik
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von el-picador
Welche Geräte kommen denn da in Frage?
Alle teuren deutschen Hotel-TV-Anbieter, bei den Asiaten wird es wie erwähnt mit UniCable bei kleinen Screens eng. Laut einer Aussage der deutschen LG-Niederlassung ist die Implementierung von UniCable in Billiggeräten zu teuer. Dabei ist ein UniCable-Upgrade einzig eine Frage der Firmware und der hierin investierten Manpower.
Zitat:
Zitat von el-picador
OK, zumindest hat ein Hotel-TV-Anbieter mal vor einiger Zeit im Rahmen eines Angebots einige Stränge zwischen Verteilerschrank und Enddose durchgemessen und eine akzeptable Dämpfung des Leitungsnetzes bescheinigt. Zahlen habe ich leider nicht mehr parat...
Das DVB-T-Angebot ist zwar schon ganz gut, doch wir haben einen großen Anteil ausländischer Gäste und hätten daher gerne noch ein paar fremdsprachige Programme. Bei unserer Planung ging ich bisher von 8-10 umzusetzenden Transpondern aus (inkl. diverse Radiosender).
Das ist eine überschaubare Größenordnung bei der die DVB-T-Einspeisung und ergänzende Umsetzung in OFDM überlegenswert bleibt. Man sollte aber die Rentabilitätsberechnung ohne die Privatprogramme machen, denn es könnte weitere Abschaltungen wie in Nürnberg geben.
Zitat:
Zitat von el-picador
Heisst das, würde man auf QFDM-Modulation setzen, könnte man DVB-T und ggf. weitere von SAT umgesetzte Programme gleichzeitig empfangbar einspeisen?
In die DVB-T-Modulation OFDM umgesetzte Programme haben eine deutlich höhere Datenrate als die per Antenne empfangenen Signale. Die ist nur gerinfügig niedriger als in QAM.
Zitat:
Zitat von el-picador
Wo fängt desolat an? Lässt sich das in db-Werten ausdrücken?
Ich habe schon echte Schrott-Anlagen mit vorher üblen verrauschten PAL-Bildern voller Moirè erlebt, die hatten sogar mit DVB-T-Pegeln < 30 dB(µV) noch einen stabilen Empfang. Und digital gibt es bekanntlich nur zwei Zustände: geht, oder geht nicht.
Zitat:
Zitat von el-picador
Hab verstanden. Obwohl ich überrascht bin, da die Anlage seinerzeit von einem "richtigen" Radio-Fernsehtechniker installiert wurde!?!
Die meisten Fernsehtechiker sind als aussterbende Berufs-Spezies bezüglich Blitzschutz, Erdung und PA leider ebenso wenig normkundig wie die meisten 230 Volt-Strippenzieher. Und die Berufsgruppe der IT-ler bekommt in der Antennentechnik ohnehin nur noch eine Schnellbleiche.
Wer eine Hotelanlage derart schutzlos hinterlässt, dem fehlt es gehörig am Problembewusstsein. So eine Ausführung kann den Installateur die Existenz kosten. Selbst wenn die Oberkante der SATMAN 1000 von der Wand um zwei Meter überragt wird und damit nicht erdungspflichtig wäre, ist das ohne PA kein vertretbarer Standard.
In allen Anlagen mit gewerblicher EDV sollte ein Isolierter Blitzschutz + blitzstromtaugliche Ableiter in den Kabeln eine Selbstverständlichkeit sein. Siehe Anhang.
Zitat:
Zitat von el-picador
Tja, das ist so eine Sache. Ich habe bereits ein Angebot über ein solches System, richtig State-of-the-Art mit LG-TVs, auf denen Android mitsamt diverser Apps läuft, Internet kommt über hierbei über die bestehende Koax-Leitung, Interface zum PMS zwecks Gästebegrüßung etc...
Dann habe ich ja Eulen nach Athen getragen.
Zitat:
Zitat von el-picador
Wir bieten zum Einen seit langer Zeit kostenlosen Internetzugang über WLAN an und zum Anderen ist der Pay-TV-Vertrag mangels Rentabilität (seit langem sinkende Einschaltzahlen) ausgelaufen, so dass diese beiden Einnahmequellen schon mal wegfallen.
Alles muss sich rechnen, auch Sky-Hotel. Es gibt aber auch Häuser die SKY-Hotel kostenlos anbieten, weil sie davon ausgehen, dass sich dies durch höhere Auslastung rentiert.
Zitat:
Zitat von el-picador
Ob sich unter diesen Voraussetzungen durch Video-on-Demand oder ein besonderes Internetangebot die Mehrkosten von ca. 20.000 Euro für das interaktive System refinanzieren lassen, ist in unserer Kategorie (3-Sterne Stadthotel garni, 90% Geschäftsreisende) meines Ermessens zumindest fragwürdig...
Ich kenne kein Haus unter hundert Betten in dem sich IP-TV gerechnet hätte.
13.07.2011, 11:21
#
5
Dipol
Team SAT-Technik
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
Habe mir gerade mal die DVB-T-Versorgung von Düsseldorf angesehen. Im Vergleich zu meinem Standort Stuttgart für ein Hotel geradezu traumhaft.
Auch auf die reale Gefahr hin, dass die Privatsender eines Tages aus der DVB-T-Verbreitung aussteigen: Wer 24 über Antenne empfangbare Programme nicht nutzt, ist selbst schuld.
13.07.2011, 15:38
#
6
el-picador
Threadstarter
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Beiträge: 5
Zitat:
Zitat von Dipol
Auch auf die reale Gefahr hin, dass die Privatsender eines Tages aus der DVB-T-Verbreitung aussteigen: Wer 24 über Antenne empfangbare Programme nicht nutzt, ist selbst schuld.
OK, aber was jetzt die konkrete Schlussfolgerung für die Umsetzung wäre, überfordert mich nun ein wenig
- Die TVs müssten lediglich über einen DVB-T-Tuner verfügen, richtig?
- Die Anforderungen ans Antennennetz wären in etwa so hoch wie bei QAM-Umsetzung und deutlich höher als bei Unicable, richtig?
- Welche Kopfstation mit welchen Umsetzerkassetten kommen für dieses Szenario (DVB-T-Einspeisung und ergänzende Umsetzung in OFDM + evtl. später Einspeisung von Sky free-to-guest) in Frage?
13.07.2011, 17:55
#
7
Dipol
Team SAT-Technik
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von el-picador
- Die TVs müssten lediglich über einen DVB-T-Tuner verfügen, richtig?
Bei DVB-T-Empfang und ergänzender Umsetzung in OFDM: Ja!
Wenn man schon 24 Programme über die Hausantenne umsetzerfrei geliefert bekommt, kann man es auch verschmerzen, dass mit QPSK in OFDM nur halb so viele Programme wie mit QPSK in QAM umzusetzen sind.
Wobei DVB-T/DVB-C-Hybridtuner inzwischen Standard sind. Bei den Koreanern wie z. B. LG will gut Ding Weile haben, da wird es noch dauern bis man sowohl das eine wie das andere empfangen kann.
Zitat:
Zitat von el-picador
- Die Anforderungen ans Antennennetz wären in etwa so hoch wie bei QAM-Umsetzung und deutlich höher als bei Unicable, richtig?
Die Netzdämpfung ist in der Sat.-ZF am höchsten, somit wird UniCable stärker bedämpft. Für DVB-T und DVB-C ist sie gleich. Aber DVB-T-Signale und in OFDM umgesetzte Programme benötigen weniger Pegel als QAM-Signale.
Zitat:
Zitat von el-picador
- Welche Kopfstation mit welchen Umsetzerkassetten kommen für dieses Szenario (DVB-T-Einspeisung und ergänzende Umsetzung in OFDM + evtl. später Einspeisung von Sky free-to-guest) in Frage?
Alle renommierten Kopfstellen-Hersteller bieten Umsetzungen von und in jede Modulation einschließlich IP-TV an.
Und wie man an den verschiedenen Typenreihen z. B. von GSS sehen kann, tummeln sich die Hersteller auch in verschiedenen Qualitäts-Segmenten. Was nun letztlich zur Ausführung kommt hängt somit erstens von den Preisvorstellungen des Auftraggebers und zweitens davon ab, womit der Installateur am ehesten umgehen kann.
Welches System wurde denn schon angeboten?
14.07.2011, 13:00
#
8
el-picador
Threadstarter
Registriert seit: 11.07.2011
Beiträge: 5
Zitat:
Zitat von Dipol
Welches System wurde denn schon angeboten?
Mir liegen folgende Angebote vor (alle netto und gerundet):
Anbieter 1:
51 x LG 22h250C à EUR 250,- (wahrscheinlich mittlerweile günstiger zu haben)
Grundig GSS Standard Linie Basiseinheit EUR 760,-
Twin-Modul QPSK-COFDM HDTV ASI 1000 LAN je EUR 1100,-
alternativ 4 QAM-Module für 8 Transponder zu je EUR 870,-
zzgl. Installation EUR 1500,-
Anbieter 2:
hat leider ohne Modellbezeichnung angeboten:
Umsetzung nach QAM 8 Transponder pauschal EUR 5000,-
51 x LG 22h250C je EUR 220
Montage Anlage EUR 700,- pauschal
Montage + Installation TVs pauschal EUR 970,-
da sollte ich dann nochmal nachhören, um welche Kopfstation es sich handelt...
Und eben noch z.B. der Theunissen-Katalog mit auf den ersten Blick preisgünstigen Axing-Produkten, ob die auch Module für OFDM-Umsetzung haben, weiss ich nicht.
Wo liegen denn die Unterschiede in den verschiedenen GSS-Linien?
14.07.2011, 17:15
#
9
Dipol
Team SAT-Technik
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von el-picador
Mir liegen folgende Angebote vor (alle netto und gerundet):
Anbieter 1:
51 x LG 22h250C à EUR 250,- (wahrscheinlich mittlerweile günstiger zu haben)
Ich wiederhole die Bedenken gegen diese Mäusekino-Größe.
Zitat:
Zitat von el-picador
Grundig GSS Standard Linie Basiseinheit EUR 760,-
Twin-Modul QPSK-COFDM HDTV ASI 1000 LAN je EUR 1100,-
alternativ 4 QAM-Module für 8 Transponder zu je EUR 870,-
zzgl. Installation EUR 1500,-
Grundeinheit ohne Typenbezeichnung, vermutlich Eine STC 316 für 8 Twinkassetten??? Hervorragende Qualität der Kassette! Preise mit oder ohne MWSt.?
Zitat:
Zitat von el-picador
Anbieter 2:
hat leider ohne Modellbezeichnung angeboten:
Umsetzung nach QAM 8 Transponder pauschal EUR 5000,-
51 x LG 22h250C je EUR 220
Montage Anlage EUR 700,- pauschal
Montage + Installation TVs pauschal EUR 970,-
da sollte ich dann nochmal nachhören, um welche Kopfstation es sich handelt...
Unspezifizierte "Angebote" dieser Art gehören umgehend und ohne Nachfrage in den Schredder.
Und eben noch z.B. der Theunissen-Katalog mit auf den ersten Blick preisgünstigen Axing-Produkten, ob die auch Module für OFDM-Umsetzung haben, weiss ich nicht.
Dann kannst du auch gleich den Reigen ganz von vorne anfangen und dir noch POLYTRON und PROMAX anbieten lassen.
Zitat:
Zitat von el-picador
Wo liegen denn die Unterschiede in den verschiedenen GSS-Linien?
In der Signalgüte und dem Ausgangspegel.
Zwei Satellitenantennen sind für 6° Duofeed-Empfang kropfunnötig. In Hotels bis 50 Zimmer schreibe ich standardmäßig die KATHREIN CAS 90 und spätestens ab 100 Zimmern die CAS 120 aus. Kleiner und sparsamer als mit einer TRIAX TDS 110 oder einer GIBERTINI XP 100 würde ich nicht planen. Die TechniSat SATMAN 1000 kann man ebenfalls weiter verwenden. Die ist absolut rostfrei, alles aus Alu oder Edelstahl. Nur die asymmetrische fixe Duofeedhalterung ist für ASTRA und HotBird inzwischen nicht mehr angebracht.
Nachdem die Angebote auch von klassischen Hotel-TV-Anbietern stammen dürften, bin ich über die Dürftigkeit der Spezifizierung schon etwas erstaunt.
19.07.2011, 12:45
#
10
el-picador
Threadstarter
Registriert seit: 11.07.2011
Beiträge: 5
Zitat:
Zitat von Dipol
Preise mit oder ohne MWSt.?
Die genannten Preise wurden mir alle ohne Märchensteuer angeboten.
Zitat:
Unspezifizierte "Angebote" dieser Art gehören umgehend und ohne Nachfrage in den Schredder.
Hab ich nir auch gedacht...
Zitat:
Welche "Spiegel", welche QAM-Module?
Tja, wenn man das wüsste...
Zitat:
Dann kannst du auch gleich den Reigen ganz von vorne anfangen und dir noch POLYTRON und PROMAX anbieten lassen.
Lieber nicht...
Zitat:
Nur die asymmetrische fixe Duofeedhalterung ist für ASTRA und HotBird inzwischen nicht mehr angebracht.
Ok, wie lautet die Alternative?
Und um die schon früher gestellte Frage nach dem Budget zu beantworten: Die Obergrenze liegt bei EUR 5000,-, wenn wir deutlich darunter lägen, hätte ich auch nichts dagegen.
Ist das eine realistische Größenordnung?
Anders als bei QAM weiss ich nicht, wieviele Programme bzw. Transponder ich pro Kassette umsetzen kann, deshalb noch eine Verständnisfrage (sorry, falls diese in anderen Threads bereits beantwortet wurde, habe es nicht gefunden):
Kann ich bei Umsetzung in OFDM genauso aus dem Transponderangebot schöpfen wie bei Umsetzung in QAM? Und woran liegt es, dass dabei weniger Programme rausspringen - können die Kassetten technisch bedingt nicht mehr?
PS: Sorry für die diesmal späte Antwort - wünsche, ein schönes Wochenende gehabt zu haben...
19.07.2011, 16:19
#
11
Dipol
Team SAT-Technik
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von el-picador
Die genannten Preise wurden mir alle ohne Märchensteuer angeboten.
Die Aufstellung würde mich im Original interessieren. Ich schaue gerne mal drüber, wenn du mir per PN deine E-Mail-Adresse postest melde ich mich zurück. Ich behandle die Angebote natürlich vertraulich.
Zitat:
Zitat von el-picador
Ok, wie lautet die Alternative?
Entweder die SATMAN 1000 so zu lassen oder den Halter umzusetzen und den LNB für EUTELSAT 13° schielen zu lassen. Ich habe mal eine SATMAN 850 mit einem Eigenbauhalter optimiert, weil die damaligen rechteckigen UnySat-Gehäuse wie du sie hast, breiter als der Brennpunktabstand an der SATMAN 850 waren. Ich bin ja bekennender TechniSat-Fan und an der Antenne kann nix rosten, aber der Doppelfeedarm ist mir für zwei LNB zu labil. Bei gewerblicher Ausschreibungen nehme ich fast ausschließlich die CAS-Antennen.
Fixe Duofeedhalter können immer nur ein Kompromiss sein, mit feineinstellbaren ist eine teilweise erheblich bessere Systemgüte zu erreichen. Das hat ja nun endlich auch KATHREIN eingesehen und der CAS 90 eine Elevationswippe verpasst.
Der symmetrische Umbau eines TechniSat-Doppelrohr-Feedarms ist auch zeitaufwändig und blanke Liebhaberei.
Zitat:
Zitat von el-picador
Und um die schon früher gestellte Frage nach dem Budget zu beantworten: Die Obergrenze liegt bei EUR 5000,-, wenn wir deutlich darunter lägen, hätte ich auch nichts dagegen.
Ist das eine realistische Größenordnung?
Das kann man erst beurteilen wenn die umzusetzenden Transponder bestimmt sind. Selbst mit DVB-T-Einspeisung läuft das nicht auf High-End-Anlagen raus. Die Tücke liegt im Detail, schau dir mal bei Astra 1H/1KR/1L/1M/2C at 19.2 z. B. den Transponder 91, 12.226 MHz horizontal, mit EUROSPORT und EURONEWS an. Wer sich mit den Ösi-Ausgaben der anderen Programme begnügt, muss die schon nicht umsetzen.
Zitat:
Zitat von el-picador
Anders als bei QAM weiss ich nicht, wieviele Programme bzw. Transponder ich pro Kassette umsetzen kann, deshalb noch eine Verständnisfrage (sorry, falls diese in anderen Threads bereits beantwortet wurde, habe es nicht gefunden):
Mit einer QAM-Kassette kannst du einen kompletten Transponder umsetzen, für HD-Sender ist QAM 256 erforderlich. Mit den heute üblichen Twin- oder gar Quad-Kassetten kann eine Kassette zwei oder vier Transponder umsetzen.
Zitat:
Zitat von el-picador
Kann ich bei Umsetzung in OFDM genauso aus dem Transponderangebot schöpfen wie bei Umsetzung in QAM? Und woran liegt es, dass dabei weniger Programme rausspringen - können die Kassetten technisch bedingt nicht mehr?
Schöpfen kannst du, aber es passen eben nur zwei HD- oder vier SD-Programme in eine OFDM-Umsetzung rein. Die DVB-T-Modulation OFDM lässt nun mal nicht mehr Kompression zu. Mit DVB-T2 wird mal mehr gehen aber das ist nicht zu DVB-T abwärtskompatibel, auch wenn es bereits für das Ausland produzierte TV-Geräte gibt, die über Hybridtuner DVB-T und DVB-T2 empfangen können.
19.07.2011, 20:51
#
12
King W.
Team SAT-Technik
Registriert seit: 01.01.2006
Ort: mitten im Kohlenpott
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Bei dieser Größenordnung lohnt es sich vielleicht auch noch, über eine SAT-ZF Verteilung nachzudenken. Eine Umsetzung in QAM oder OFDM zieht aller Wahrscheinlichkeit im April 2012 Wartungsarbeiten nach sich, wenn die Analogprogramme abgeschaltet und neue Programme auf die dann freiwerdenden Transponder aufgeschaltet werden. Zudem verstehe ich den Sinn einer Astra/Hotbird-Anlage nicht, denn bei einer wie auch immer gearteten Umsetzung muß man ja schon eine ziemlich restriktive Auswahl vom Angebot nur eines einzigen Satelliten treffen.
Die Sache ist umso interessanter, da mittlerweile mit dem Dyon Omega 24" Fernseher (60 cm Diagonale) zu einem recht attraktiven Preis zur Verfügung stehen. Diese Fernseher sind sehr einfach zu programmieren, haben einen DVB-S2 tauglichen Tuner und beherrschen Unicable. Nach der Programmierung wird einfach das Einstellmenü gesperrt, damit der Gast nicht durch unbedachtes Probieren den Empfang auch anderer Gäste beeinträchtigt.
Vor Kurzem erst wurde in einem Hotel eine "gemischte" Anlage installiert, weil die Verkabelung dies nahelegte. 16 Zimmer werden über einen Multischalter (Jultec JRM0516) direkt versorgt, die übrigen 19 Anschlüsse werden über Unicable-Router, ähnlich den JPS0502-6 betrieben.
Die Anlage versorgt inzwischen ca. die Hälfte der Zimmer und läuft tadellos. Die andere Hälfte wird demnächst aufgeschaltet, sobald weitere Fernseher angeschafft wurden.
Eine etwas größere Anlage für 51 Zimmer dürfte auch kein Problem sein, zumal sich kleine Cluster von max. 4 Zimmern verwirklichen lassen. Einziges - wenn man so will - Problem und mit einiger Arbeit verbunden: Das Austauschen der Antennensteckdosen gegen SAT-taugliche Exemplare.
Die reinen Materialkosten bei einer derartigen Umrüstung würden ca. 3.500€ betragen, eventuell auch etwas weniger, wenn einzelne Geräte ohne Unicable direkt per Multischalter versorgt werden können.
Der Hauptvorteil dabei: Es ist stets das gesamte Programmangebot des Astra an jedem Gerät verfügbar. Im April 2012, wenn das große Abschalten und Frequenzrücken stattfindet, wird einfach ein neuer Suchlauf an den Fernsehern gestartet - das war's.
Und wenn vom Budget noch etwas Geld übrig bleibt, wäre es sinnvoll, selbiges in einen guten Blitzschutz zu investieren. Das sollte dir deine und die Sicherheit deiner Gäste schon wert sein.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein
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19.07.2011, 21:27
#
13
Dipol
Team SAT-Technik
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Zitat:
Zitat von King W.
Die Sache ist umso interessanter, da mittlerweile mit dem Dyon Omega 24" Fernseher (60 cm Diagonale) zu einem recht attraktiven Preis zur Verfügung stehen. Diese Fernseher sind sehr einfach zu programmieren, haben einen DVB-S2 tauglichen Tuner und beherrschen Unicable. Nach der Programmierung wird einfach das Einstellmenü gesperrt, damit der Gast nicht durch unbedachtes Probieren den Empfang auch anderer Gäste beeinträchtigt.
Erstaunlich, dass die UniCable-Funktion nicht beworben wird. Hast du auch einen Link in dem die UniCable-Funktion beschrieben ist und kann die Firmware des Dyon auch zwei Satelliten verwalten?
Im Service wird dieser Hersteller bei Defekten mit den gleichen Service-Sklavenwie LG und Co. arbeiten, der Support wird somit auch nicht schlechter sein.
Eine Kindersicherung ist aber kein gleichwertiger Ersatz für einen Hotelmode, auch wenn sich manche Kollegen nicht entblöden im Internet zu posten, wie man auch den knacken kann. Nichts ist älter als eine Vorprogrammierung, die schon häufig bei der Erstinstallation überholt ist.
Die Vielzahl der Sender ist zugleich Vorteil und Last. Im Hotel sollte man schon die Sender mit den Ruf-mich-an-Damen aus Gründen des Jugendschutzes ausblenden.
Selbst in deutlich kleineren Hotels sind daher für mich Flats mit Copy-Funktion über Stick ein unverzichtbares Feature. Ansonsten sind die bei Sat.-ZF-Einspeisungen auch ohne geknacktem Hotelmode anfallenden Umprogrammierungen irgendwann nervtötend zeitaufwändig.
19.07.2011, 22:11
#
14
King W.
Team SAT-Technik
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Zitat:
Zitat von Dipol
Erstaunlich, dass die UniCable-Funktion nicht beworben wird. Hast du auch einen Link in dem die UniCable-Funktion beschrieben ist und kann die Firmware des Dyon auch zwei Satelliten verwalten?
Vielleicht ist die Firmware noch so neu, daß das Update der Internet-Seite noch nicht erfolgt ist. Ich habe einfach zur Demonstration den erstbesten Link eingestellt, hatte keine Lust, lange zu suchen.
Aber dafür, daß der Fernseher Unicable kann, verbürge ich mich, denn ich habe mehrere dieser Fernseher auf Unicable-Betrieb eingestellt, genauer gesagt, 5 Stück. Die laufen jetzt alle an einem Strang aus einem Jultec JPS0501-6T und 5 Axing-Dosen: 18-18-14-10-07. Das Ganze völlig ohne Probleme.
Ob die Firmware auch 2 Satelliten verwalten kann, weiß ich nicht, denn darauf habe ich nicht geachtet. Aber einen Hotel-Mode soll das Gerät ebenfalls haben. Auch diesen habe ich bislang noch nicht ausprobiert. Kommt aber noch - und ich werde dann davon berichten.
Die Vorprogrammierung ist auch ganz gut: Nach dem ersten Einschalten wird lediglich die Sprache und das Land abgefragt, die Programme daraufhin vorsortiert. Zunächst ARD und ZDF auf 1 und 2, dann die Privaten und im Anschluß daran die Regionalprogramme. Ein (mutwillig oder versehentlich) verfummelter Fernseher läßt sich mittels Werksreset und erneuter Inbetriebnahme (Sprache wählen und bei Bedarf Unicable einstellen) in weniger als 5 Minuten wieder richten. Ob du da mit dem Stick schneller bist, ist die Frage ...
Möglich, daß das Erscheinen dieses Fernsehers in Verbindung mit den Jultec-Matritzen den Kopfstationen in Zukunft das Leben schwer machen wird. Ich hoffe es zumindest...
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19.07.2011, 23:21
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15
Dipol
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Zitat:
Zitat von King W.
Möglich, daß das Erscheinen dieses Fernsehers in Verbindung mit den Jultec-Matritzen den Kopfstationen in Zukunft das Leben schwer machen wird. Ich hoffe es zumindest...
Nicht nur in diesem Punkt sind wir uns ja völlig einig.
Große Häuser kommen um Fernwartung garnicht herum, auch wenn für jedes ferngeschaltete Upgrade zusätzliche Kosten anfallen. Wer mit solchen professionellen Systemen beruflich zu tun hat und die Häufigkeit der Programmumstellungen selbst bei IP-TV-Systemen oft genug erlebt hat, für den kommen naturgemäß auch bei Sat.-ZF-Einspeisung nur Hotel-TV-Geräte mit Copy-Funktion in Betracht.