Umrüstung Bk-Anlage auf SAT

Alt 05.07.2011, 09:35   # 1
tom02
 
Registriert seit: 05.07.2011
Beiträge: 2
Hallo,
ich bin auf dieses Forum gestoßen, da ich für einern Bekannten ein sat-Problem lösen muss. Ich bin gelernter Radio- und Fernsehtechniker. Da ich jedoch nur noch selten mit der neueren Technik zu tun habe, dachte ich, ich frage mal bei den Experten nach hier im Forum nach.
Es handelt sich um ein Mietshaus mit drei Wohnungen und zwei Stammleitungen, an denen insgesamt 8 Anschlüsse hängen. Bisher läuft die Anlage als Bk-Anlage. Nun möchte der Eigentümer auf SAT umsteigen und die Leitungen so beibehalten. Ich dachte da an das Unicablesystem. Ein Problem ist noch, dass außer den 8 Anschlüssen ein Teilnehmer bereits eine Satantenne installiert hat und dies mit drei Anschlüssen nutzt. Diese Antenne soll jetzt auch gleichzeitig für Unicable benutzt werden. Folgende Fragen werfen sich mir auf:
-Kann man über 4 zweifach-Verteiler einen Multischalter und einen Unicableumschalter an ein Quattro-LNB anschließen?
-Welcher Hersteller hat sich für die Komponenten bewährt?
-Mit welchen Kosten muss ich ungefähr rechnen?

Für Eure Ratschläge möchte ich mich im Voraus herzlich bedanken.

Gruß
Tom
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Alt 05.07.2011, 17:16   # 2
Dipol
Team SAT-Technik
 
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
Hallo Tom und nw welcome

Zitat:
Zitat von tom02 Beitrag anzeigen
Ich bin gelernter Radio- und Fernsehtechniker. Da ich jedoch nur noch selten mit der neueren Technik zu tun habe, dachte ich, ich frage mal bei den Experten nach hier im Forum nach.
Löblich, mal eine Anfrage ohne Visier aus der aussterbenden Gilde der Fernsehtechniker. Die Kollegen aus der Starkstrom-Gilde fragen überwiegend als vorgebliche Laien an.
Zitat:
Zitat von tom02 Beitrag anzeigen
Es handelt sich um ein Mietshaus mit drei Wohnungen und zwei Stammleitungen, an denen insgesamt 8 Anschlüsse hängen.
Da bei UniCable pro Single-Receiver ein Routerkanal und je Twin-Receiver zwei erforderlich sind, muss für die Projektion der exakte Bedarf für jede Stammleitung angemeldet werden. UniCable bietet bei wohnungsübergreifender Installation einige Tücken, weshalb man man möglichst kleine Cluster bilden sollte. Idealerweise hat jede Wohnung eine eigene Zuleitung.
Zitat:
Zitat von tom02 Beitrag anzeigen
Bisher läuft die Anlage als Bk-Anlage. Nun möchte der Eigentümer auf SAT umsteigen und die Leitungen so beibehalten.
Nach EMV-Vorschrift ist nur noch der Betrieb von zweifach geschirmten Kabeln zulässig, die mindestens Schirmungsmaß nach Class B > 75 dB aufweisen. Ist für eine Pegel-/Dämpfungsberechnung noch eine Kabeltype abzulesen, bzw. haben die Kabel ein geschäumtes oder festes Dielektrikum?
Zitat:
Zitat von tom02 Beitrag anzeigen
Folgende Fragen werfen sich mir auf:
-Kann man über 4 zweifach-Verteiler einen Multischalter und einen Unicableumschalter an ein Quattro-LNB anschließen?
Das geht mit Kaskadenmatritzen einfacher, in denen solche Verteiler bereits integriert sind.
Zitat:
Zitat von tom02 Beitrag anzeigen
-Welcher Hersteller hat sich für die Komponenten bewährt?
Obwohl wir nicht fabrikatsblind sind, empfehlen wir aus Überzeugung meistens Lösungen mit JULTEC.
Zitat:
Zitat von tom02 Beitrag anzeigen
-Mit welchen Kosten muss ich ungefähr rechnen?
Sorry, aber ohne Details kommt die Gegenfrage: Was kostet ein Auto? Ein entscheidender Kostenfaktor ist der Aufwand für Erdung/Potenzialausgleich, siehe Erdungsthread. Und ohne überschlägige Pegelberechnung des Verteilnetzes streikt sogar meine allzeit gutwillige Glaskugel.

Also nun bist du wieder am Zug: Her mit einer Verteilnetzskizze mit ungefähren Längenangaben und Klassifizierung der Bestandskabel.
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Alt 07.07.2011, 12:20   # 3
tom02
Threadstarter
 
Registriert seit: 05.07.2011
Beiträge: 2
Hallo Dipol,
danke für die Antwort und sorry, dass ich mich erst heute melde, aber ich war gestern den ganzen Tag außer Haus.
Das Kabel, welches im Monet verlegt ist, ist noch nicht so alt und müßte 75 dB Schirmmaß haben.
Für jede Wohnung eine eigen Zuleitung klappt leider nicht, da nur zwei Leitungen vom ÜP hoch gehen.
Die genaue Aufteilung auf die Leitungen ist mir noch n ciht bekannt, da der Vermieter ein Bekannter ist und ich war noch nicht in den Wohnungen.
Evtl. möchte der Vermieter doch an die Kabelinstallation, damit eine herkömmliche SAT-Anlage installiert werden kann. Er will es sich noch überlegen.
Ein Diskussionspunkt waren die unikabeltauglichen Receiver. Ich hatte ihm empfohlen diese auf seine Kosten anzuschaffen und generell in den Wohnungen für den Nachmieter zu belassen.
Welchen Antennedurchmesser empfiehlt Ihr eigentlich bei 8 Tln?

Grüße
Tom
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Alt 07.07.2011, 12:50   # 4
Dipol
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Zitat:
Zitat von tom02 Beitrag anzeigen
Ein Diskussionspunkt waren die unikabeltauglichen Receiver. Ich hatte ihm empfohlen diese auf seine Kosten anzuschaffen und generell in den Wohnungen für den Nachmieter zu belassen.
Das ist natürlich ein Kostenfaktor, der nicht nur die Anschaffung betrifft. Damit kann man zwar die bei Mieterwechseln üblichen Irritationen reduzieren, der eine oder andere wird aber trotzdem nicht widerstehen können und im Installations-Menü herum spielen.

Von der Betriebs- und Manipulationssicherheit sind Sternleitungen oder separate Wohnungszuleitungen wesentlich besser als eine Baumnetzstruktur. Bevor ein Vermieter für eine UniCable-Anlage Receiver zur Verfügung stellt, würde ich die Installation der kanalselektiv programmierbaren JULTEC-/AXING-Steckdosen empfehlen.
Zitat:
Zitat von tom02 Beitrag anzeigen
Welchen Antennedurchmesser empfiehlt Ihr eigentlich bei 8 Tln?
Für Mehrteilnehmer-Empfang sollte man sich noch immer am analogen Mindest-C/N von 15 dB orientieren, das mit > 80 cm Durchmesser erreicht wird.

Gewinn und Durchmesser verhalten sich proportional, doppelte Fläche = vierfacher Gewinn.

Eine Antenne mit 90 cm Durchmesser hat 44 % mehr Fläche als eine mit 75 cm, eine mit 100 cm 56 % mehr als eine mit 80 cm.
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Alt 08.07.2011, 06:56   # 5
King W.
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Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Eine Antenne mit 90 cm Durchmesser hat 20 % mehr Fläche als eine mit 75 cm, eine mit 100 cm 25 % mehr als eine mit 80 cm.
Sorry, wenn ich mich einmische, aber da ist dir ein Rechenfehler unterlaufen. Bei einer Antenne mit 90 cm Durchmesser berechnet sich die Fläche wie folgt:

A = (D/2)² * π = (45cm)² * 3,14 = 6359 cm².

Eine 75er hat nach der gleichen Formel 4416 cm².

6359 von 4416 sind 144%, also hat eine 90er 44% mehr Fläche als eine 75er.

Man kann natürlich auch "von oben" rechnen:

4416 von 6359 sind 69%, also hat eine 75er 31% weniger Fläche als eine 90er.

Auf 20% kommt man aber in keinem Fall.

Der Vergleich mit der 80er und 100er stimmt auch nicht. Deine Rechnung stimmt aber für das Verhältnis der Durchmesser. Da ergeben sich die angegebenen Prozentzahlen.
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Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
Albert Einstein


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Alt 08.07.2011, 10:17   # 6
Dipol
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Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Sorry, wenn ich mich einmische, aber da ist dir ein Rechenfehler unterlaufen.
Danke für den Hinweis. Dann werde ich mal flugs die korrekten höheren Prozentangaben einsetzen.

Bei der nächsten Exel-Formeleingabe klicke ich auch wieder das richtige Fenster an.
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Alt 28.05.2012, 10:49 # --
News Flash
 
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