ich lese hier schon eine zeitlang mit und habe schon viele nützliche Tipps erhalten, nun stoße ich aber an meine Grenzen...
Folgende Situation: Ich bin umgezogen, in der neuen Wohnung ist jedoch nur eine Satdose mit analogem Sat vorhanden- auf dem Dach des Hauses ist ein Schüssel mit nem LNB angeschlossen. Die Kabel führen in den Dachstuhl. Dieser wird zum Wäsche trocknen benutzt und beheimatet die alten analogen-. Komponenten . Dort befindet sich ein Sat- Signalverstärker und ein Multischalter. Von diesem aus führt in jede Wohnung ( 7 insgesamt) ein Anschluss. In jeder Wohnung ist genau eine Sat- Dose vorhanden. Soweit ich weiß ist dies also nun eine sogenannte Baumverteilung.
Nun hat das alte analoge Ding aber seinen Geist aufgegeben- ein Glück, denn ich möchte Sky und die HD Sender über Satellit empfangen und die Vermieterin würde die Anlage gerne auf digital umrüsten.
Kostenvoranschlag einer hier in Dortmund ansässigen Firma war ihr mit ca 1050 Euro jedoch zu teuer...
Nun meine Frage:
Krieg ich das selber hin die Anlage umzurüsten?
Ich würde besorgen:
-4er Kathrein LNB
- Unicable Multischalter für 8 Anschlüsse
- neue Sat Dosen (?)
Die bereits verlegten Kabel kann ich beibehalten?
Ich tausche den LNB, den vorhandenen Multischalter bzw Verteiler und den Satverstärker aus und verbinde den neuen LNB mit dem Unicable Multischalter und schließe die bereits vorhandenen, in die jeweiligen Wohnungen führenden Kabel daran an? Dann muss ich jedoch noch die jeweilige Satdose austauschen oder?
So, an die Experten
Ist dies zu einfach gedacht oder ist dies im Prinzip durchführbar?
Was habe ich übersehen? Krieg ich so digitales Tv mitsamt Sky und den HD Sendern?
Die alte Anlage ist wohl an dem Antennenmast geerdet, der direkt neben der Schüssel ist (Dachbefestigung mit Mast).
Bin echt am verzweifeln und am hin- und herdenken und wäre über jeden Tipp oder Hinweis wirklich sehr dankbar!
Viele liebe Grüße
04.07.2011, 19:56
#
2
Goofy78
Registriert seit: 08.04.2007
Beiträge: 75
Moin Roy, also was ich dazu sagen kann ist, das die Dosen und die Kabel bleiben können. Neues LNB und neue Receiver werden benötigt. Haben hier im Haus auch von analog auf Digital umgestellt, gleiche Situation wie bei Dir mit Mehrfamilienhaus, allerdings steht die Schüssel vor dem Haus, was aber egal ist. Der Rest müsste aber normalerweise so passen. Hier gehts aus dem LNB auch in eine Verteiler/Verstärkeranlage die wurde aber behalten. Probier erst mal nur das LNB aus mit nem digitalen Receiver und belasse das andere erst mal, wenn es geht kannste wohl restliche Kosten sparen.
Was stören könnte bei digitalem Empfang sind die DECT-Schnurlostelefone, da kann evtl. ein Satkabel mit besserer Abschirmung nötig sein, meistens sind da die billigsten verbaut. Aber erst einmal testen.
04.07.2011, 20:52
#
3
King W.
Team SAT-Technik
Registriert seit: 01.01.2006
Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
Hallo und
Dortmund ist ja nicht weit, fast vor meiner Haustür. Ich komme aus Herne, nahe der Stadtgrenze Castrop-Rauxel. Es ist deshalb nicht unmöglich, daß ich die Firma sogar kenne.
Über 1000€ halte ich aber auch für reichlich viel. Im Prinzip sind ja nur Multischalter und LNB zu wechseln und ein paar neue Strippen zu ziehen. Bei der Gelegenheit wäre es wohl zu überlegen, ob ein einziger Anschluß pro Wohnung noch zeitgemäß ist. Mittlerweile gibt es aber auch für eure Situation Alternativen.
So bietet Jultec z.B. den JRS0504-2T an. Zwei von diesen, kaum postkartengroßen Geräten können das gesamte Haus versorgen, wobei jedem Teilnehmer zwei Anschlüsse zur Verfügung stehen. Weiterer Vorteil: Es ist kein Stromanschluß für die Geräte erforderlich, das spart bei den heutigen Strompreisen auf Dauer richtig Geld.
Vielleicht sollte man sich die Sache mal vor Ort ansehen ...
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein
Nokia? Nein danke!
04.07.2011, 20:52
#
4
roy_10
Threadstarter
Registriert seit: 04.07.2011
Beiträge: 7
hm, aber mindestens den unicable multischalter und das LNB brauche ich aber doch?
komm in meinen überlegungen weiter nicht großartig voran, die firma hat 1050eur veranschlagt ( neues lnb, unicable multischalter, massig kabel,satdosen usw usw), da glaub ich nicht das ich mitm austausch vom lnb hinkommen kann oder? - lasse mich natürlich gern eines besseren belehren
---------- Doppelpost zusammengeführt ----------
ah, da ist die erhoffte profi-antwort
ja, ein anschluss pro wohnung ist antürlich cnith zeitgemäß aber ich muss die ksoten gering halten, damit meine vermieterin nicht den kompletten kollaps kriegt
sie ist ich sag mal recht sparsam
sie möchte die umrüstung auch machen lassen, nur erscheint ihr das angebot recht teuer.
sind die strippen auf jeden fall zu ziehen?
da wäre meine "fachmännische" ahnung nämlich am ende
es sind wohl leerrohre verbaut, durch die auch die alten kabel laufen. aber wie und wo ich da kabel ziehen muss damit die jeweilige wohnung versorgt ist---das weiß ich nicht.
wie genau wären die jultec denn anzuschließen?
und wo kann man sie zu welchem preis beziehen?
was sagst du denn zu meiner überlegung mit dem unicable multi und dem neuen lnb ?
05.07.2011, 01:06
#
5
Goofy78
Registriert seit: 08.04.2007
Beiträge: 75
Wozu braucht man neue Strippen um Gottes Willen??? Wir haben nur LNB + Receiver ausgewechselt und es funktioniert in allen Wohnungen... Wird wohl ein Zufall sein
05.07.2011, 22:11
#
6
Dipol
Team SAT-Technik
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von Goofy78
Wozu braucht man neue Strippen um Gottes Willen??? Wir haben nur LNB + Receiver ausgewechselt und es funktioniert in allen Wohnungen... Wird wohl ein Zufall sein
Na ja, wer seine eigene Multischalter-Sternverteilung nicht von einem Baumnetz mit einer "Analogen Einkabellösung" unterscheiden kann, darf sein Unwissen auch frei jeglicher Zweifel mit einem posten.
Zitat:
Zitat von roy_10
ja, ein anschluss pro wohnung ist antürlich cnith zeitgemäß aber ich muss die ksoten gering halten, damit meine vermieterin nicht den kompletten kollaps kriegt
sie ist ich sag mal recht sparsam
sind die strippen auf jeden fall zu ziehen?
Leider liegt die Netzstruktur noch völlig im Dunkeln. Die Begriffe Baumnetz und Multischalter passen überhaupt nicht zusammen. Ein Foto der Kopfstelle wäre hilfreich. Wenn bereits doppelt geschirmte Kabel mit Schirmungsmaß nach Class B instaliert sind, können diese evtl. weiter verwendet werden. Ansonsten siehe EMV-Gesetz SchuTSEV.
Zitat:
Zitat von roy_10
es sind wohl leerrohre verbaut, durch die auch die alten kabel laufen. aber wie und wo ich da kabel ziehen muss damit die jeweilige wohnung versorgt ist---das weiß ich nicht.
Ohne Kenntnis der exakten Leitungsstruktur kann man keine optimale Projektion erstellen. In fast ausnahmslos allen Reihenverteilungen sammeln sich im Laufe der Jahre Netzfehler durch Manipulationen an. Deren Auswirkungen sind an einer nicht zukunftsicheren statischen 1 GHz Einkableanlage schon übel genug, bei einem zukunftssicheren UniCable-System wirkt sich das alles noch viel schlimmer aus. UniCable erfordert eine hohe Teilnehmerdisziplin, die oft genug bei einem Mieterwechsel über Bord geht. Oberstes Ziel einer UniCable-Planung muss daher sein möglichst wenig Wohnungen auf einem Matrix-Port zusammen zu schalten.
Zitat:
Zitat von roy_10
was sagst du denn zu meiner überlegung mit dem unicable multi und dem neuen lnb ?
Dass für den Umbau ein Universal-Quatro-LNB und vier Zuleitungen zu einer UniCable-Matrix gebraucht werden ist bislang die einzige bekannte Größe. Multischalter kommen nur zur Anwendung, wenn jede Steckdose über eine eigene Sternleitung zur Kopfstelle verfügt.
In Baumnetzen/Reihenverteilungen hat man bei der Digitalisierung nur die Wahl zwischen Pest und Cholera.
Entweder stellt man wieder auf ein statisches 1 GHz Einkabelsystem mit -dank digitaler Kompression- deutlich mehr Programmen um, muss aber laufend nachrüsten, da nur 1/4 der Vollbandbreite eines Satelliten übertragbar ist.
Oder man konzipiert zukunfstsicheren Vollbandempfang und muss entweder eine komplett neue Multischalter-Sternverteilung oder aber ein UniCable-System installieren.
Über zugfähige Leerrohre lassen sich normgerechte Kabel einziehen. und mit Midi-Kabeln evtl. auch kleinere Cluster aufbauen. Ohne Kenntnis der Leitungsstruktur sind aber unsere Glaskugeln überfordert.
Wenn du das Angebot anonymisiert einstellst, kann man daraus schon etwas entnehmen und dessen Zukunftssicherheit beurteilen.
05.07.2011, 23:09
#
7
roy_10
Threadstarter
Registriert seit: 04.07.2011
Beiträge: 7
danke erstmal für deine ausführliche antwort.
angebot der firma lautet wie folgt:
-kathrein uas 584 universal quatro lnb
- technisat techniswitch 5x8 G Switch für 8 Anschlüsse
-Fuba GAD 300 Sat Enddose 3 fach, 7 Stück
- fuba GKA 730 Koaxialkabel 100m
- fuba GKA 420 mini digital kabel 50m
25 f stecker, 2x verbindungsbrücke 4 fach, potentialausgleich, mastkappe + anlage neu ausmessen und 4 stammleitungen neu verlegen für insgesamt 1150euro
von der idee unicable bin ich dank walters hilfe abgekommen, nun soll eine sternförmige verteilung her....
ist das angebot okay oder preislich etwas zu hoch angemessen?
05.07.2011, 23:42
#
8
roy_10
Threadstarter
Registriert seit: 04.07.2011
Beiträge: 7
ist wohl ne unicablelösung...kommt ein kabel von oben zur satdose und führt auch eins weg...müssen dann wohl neue leitungen gezogen werden. dann dürfte aber dem multischalter nix mehr im wege stehen oder?
morgen kommen nochmal zwei firmen zwecks kostenvoranschlag, da wir nun die hardware (mit walters hilfe ) selber bestellen wollen udn dann "nur" jemand benötigt wird, der aufs dach geht,schüssel neu ausrichtet und die kabel zieht...
bin mal gespannt ob das so klappt wie erhofft:-/
05.07.2011, 23:44
#
9
Dipol
Team SAT-Technik
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von roy_10
-kathrein uas 584 universal quatro lnb
- technisat techniswitch 5x8 G Switch für 8 Anschlüsse
Wenn man von einem Baumnetz auf eine Multischalter-Sternverteilung umrüstet, sind selbstverständlich neue Kabel unabdingbar.
Zitat:
Zitat von roy_10
von der idee unicable bin ich dank walters hilfe abgekommen, nun soll eine sternförmige verteilung her....
ist das angebot okay oder preislich etwas zu hoch angemessen?
Summe € 1.050 : 7 WE = € 150,00/WE.
Das ist nach meinen hiesigen Auschreibungs-Vergleichwerten als Fachbauleiter für eine Multischalter-Sternverteilung ein geradezu verdächtig niedriger Preis. Allerdings kenne ich nicht die Einsparpotenziale durch Weiterverwendung von Bestandskabeln. Der Text "4 Stammleitungen neu verlegen" ist bei einer Sternleitungsinstallation Anlass für Irritation.
Offen ist auch noch die Frage ob die Antennenerdung normgerecht ist. Diesbezüglich bin ich skeptisch, da nur wenige Installationsbetriebe über eine ausreichende Normenkunde verfügen, ein VDE-Abo können sich die meisten in der Normenflut nicht leisten.
Aus der Passage in Beitrag 1 "Die alte Anlage ist wohl an dem Antennenmast geerdet, der direkt neben der Schüssel ist (Dachbefestigung mit Mast)" werde ich auch nicht recht schlau.
Zitat:
Zitat von roy_10
ist wohl ne unicablelösung...kommt ein kabel von oben zur satdose und führt auch eins weg...müssen dann wohl neue leitungen gezogen werden. dann dürfte aber dem multischalter nix mehr im wege stehen oder?
Aber nein, vom UAS 484 führen schon mal 4 Kabel zu einem Multischalter oder einer UniCable-Matrix. Ein TechniSwitch ist ein Multischalter und hat nix mit einer bei TechniSat TechniRouter genannten UniCable-Matrix zu tun!
05.07.2011, 23:50
#
10
roy_10
Threadstarter
Registriert seit: 04.07.2011
Beiträge: 7
Zitat:
Zitat von Dipol
Der Text "4 Stammleitungen neu verlegen" ist bei einer Sternleitungsinstallation Anlass für Irritation.
da ich noch dabei bin mich in die thematik einzulesen wäre ich dir dankbar mir zu sagen, weswegen dies zu irritationen führt?
Zitat:
Zitat von Dipol
Aus der Passage in Beitrag 1 "Die alte Anlage ist wohl an dem Antennenmast geerdet, der direkt neben der Schüssel ist (Dachbefestigung mit Mast)" werde ich auch nicht recht schlau.
ich hab null ahnung von erdung und für mich macht dies als laie den eindruck, als sei dies insofern geerdet, dass die leitungen durch den mast in den dachstuhl führen und dieser dann unten mit einem erdungskabel versehen ist(?)
---------- Doppelpost zusammengeführt ----------
Zitat:
Zitat von Dipol
Aber nein, vom UAS 484 führen schon mal 4 Kabel zu einem Multischalter oder einer UniCable-Matrix. Ein TechniSwitch ist ein Multischalter und hat nix mit einer bei TechniSat TechniRouter genannten UniCable-Matrix zu tun!
ich meine: werden von oben neue leitungen gezogen, sodass jeder haushalt hier dann mit einem seperatem kabel versorgt ist, dürfte einem multischalter nichts mehr im wege stehen oder? den unicable driss versuchen wir zu umgehen, daher müssen dann neue leitungen her.
falls ich hier erneut etwas durcheinanderbringe sei mir bitte verziehen
06.07.2011, 00:26
#
11
Dipol
Team SAT-Technik
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Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von roy_10
da ich noch dabei bin mich in die thematik einzulesen wäre ich dir dankbar mir zu sagen, weswegen dies zu irritationen führt?
In diesem Fall kann sich der Begriff Stammleitungen etwas unüblich nur auf die vier LNB-Zuleitungen beziehen. Ansonsten sind am TechniSwitch Multischalter lauter Sternleitungen angeschlossen.
Zitat:
Zitat von roy_10
ich hab null ahnung von erdung und für mich macht dies als laie den eindruck, als sei dies insofern geerdet, dass die leitungen durch den mast in den dachstuhl führen und dieser dann unten mit einem erdungskabel versehen ist(?)
Nach EN 60728-11 muss der Mast auf dem kürzestmöglichen Weg mit mindestens 16 mm² Cu-Einzelmassivdraht an die Haupterdungsschiene des Schutzpotenzialausgleichs verbunden sein.
Zitat:
Zitat von roy_10
ich meine: werden von oben neue leitungen gezogen, sodass jeder haushalt hier dann mit einem seperatem kabel versorgt ist, dürfte einem multischalter nichts mehr im wege stehen oder? den unicable driss versuchen wir zu umgehen, daher müssen dann neue leitungen her.
Über die separaten Wohnungszuleitungen kann man mittels UniCable auch absolut manipulationssicher je Anschluss bedarfsgerecht 1 bis 8 Receiver betreiben. Es wird todsicher nicht lange dauern bis der erste sich über die "Komfort"-Aaustattung von lediglich einem Single-Receiver pro Wohnung beklagt.
Zitat:
Zitat von roy_10
falls ich hier erneut etwas durcheinanderbringe sei mir bitte verziehen
Kein Anlass, das Know-How nimmt ja mit jedem Beitrag zu.
06.07.2011, 00:37
#
12
roy_10
Threadstarter
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ich bedanke mich vielmals für die nette und tolle hilfe hier!
ich werde morgen noch einmal berichten nachdem die beiden firmen da waren, sich alles angeschaut haben und ihren senf dazugegeben haben
momentan hab ich leider scheinbar noch zu wenig wissen um da entscheidungen treffen zu können
und dein hinweis, dass mit den neuen leitungen über unicable pro haushalt 1-8receiver angeschlossen werden können führt leider zu weiteren verwirrungen, denn davon hab ich auch noch nichts gehört
hört sich jedoch sehr gut an, weiß nur nicht inwiefern so etwas umsetzbar ist....und vor allem, welche hardware dann benötigt wird?
dabei möchte ich doch nur endlich satelliten tv nutzen können....ich spiel schon mit dem gedanken mir eifnach selber ne schüssel mit ner dachsparrenhalterung installieren zu lassen, falls sich hier keine gute lösung für das haus finden lässt...wobei vermieterin eben die meinung vertritt, dass die umrüstung ja bald erfolgt und sie dies daher nicht möchte...nur ob das mit der umrüstung was gibt, steht wohl in den sternen...
lg
06.07.2011, 01:02
#
13
Dipol
Team SAT-Technik
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Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von roy_10
und dein hinweis, dass mit den neuen leitungen über unicable pro haushalt 1-8receiver angeschlossen werden können führt leider zu weiteren verwirrungen, denn davon hab ich auch noch nichts gehört
Das ist doch ganz simpel: Mit UniCable kann man über ein Kabel max. 8 Receiver versorgen und ein bis zwei Satelliten empfangen.
Zitat:
Zitat von roy_10
hört sich jedoch sehr gut an, weiß nur nicht inwiefern so etwas umsetzbar ist....und vor allem, welche hardware dann benötigt wird?
Die Hardware ist nur ein Frage des Bedarfs.
Ich kann mich schon nicht mehr daran erinnern, wann ich zuletzt eine Planung mit nur einem Receiver pro Wohnung entworfen hatte. Als Mindeststandard sollte man Twin-Anschlüsse einplanen.
06.07.2011, 01:08
#
14
roy_10
Threadstarter
Registriert seit: 04.07.2011
Beiträge: 7
ok, dann gesetz dem falle das hier neue kabel gezogen werden und twin receiver als standard gesetzt werden sollen. was ist zu beachten? was wird benötigt? einfach multiswitch mit 16 anschlüssen ist sicher nicht die lösung, oder?
06.07.2011, 02:37
#
15
King W.
Team SAT-Technik
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Wenn genug Platz ist, in jede Wohnung 2 Kabel zu ziehen, ist diese Lösung sogar optimal. Der richtige Multischalter wäre dafür der Jultec JRM0516T. Vorteile: Der Schalter braucht keinen Stromanschluß und hat hervorragende technische Daten.
Die zweitbeste Lösung wäre, jede Wohnung mit einem eigenen Anschlußkabel zu versehen und 2 oder 3 Unicable-Kanäle darauf aufzuschalten. In diesem Fall (beispielsweise bei 2 Kanälen) wären je ein JRS0504-2A und ein JRS0504-2T erforderlich. Dann hättet ihr 8 Teilnehmerleitungen (eine als Reserve), woran jeweils entweder ein herkömmlicher Receiver oder ein unicable-tauglicher Twin-Receiver oder 2 unicable-taugliche Single-Receiver angeschlossen werden können.
Innerhalb einer einzelnen Wohnung wirkt sich der Nachteil einer Unicable-Anlage, nämlich mangelnde Manipulationssicherheit nicht aus. Wenn jemand gern einen fehlkonfigurierten Receiver anschließen möchte, kann er das tun, blockiert sich aber nur selbst damit.
Das Ganze, mit 3 Kanälen pro Wohnung geht auch, mit diesem Schalter. Dann allerdings ist der Strombedarf etwas höher und zur Versorgung des LNB ist ein kleines Netzteil erforderlich.
2 Wohnungen an einem Kabel wäre die drittbeste Lösung. Das reduziert den Verkabelungsaufwand und ist m.E. noch vertretbar, denn wenn dann mal etwas nicht funktioniert, ist der Störenfried schnell auszumachen. Dazu wären 2 von diesen Geräten erforderlich, eins als T und eins als A Ausführung. Damit stehen dann 4 Ableitungen mit je 6 Kanälen zur Verfügung, wobei sich je 2 Wohnungen 6 Kanäle teilen müßten. Eine Wohnung käme in den Genuß aller 6 Kanäle.
Die schlechteste und auf Dauer zu Problemen führende, technisch aber mit wenig Aufwand machbare Lösung wäre ein Router mit einem Ausgang zu 8 Kanälen, also der ursprünglich vorgeschlagene TechniRouter oder der Jultec JPS 0501-8. Guten Gewissens empfehlen kann ich so etwas allerdings nicht.
Es gibt bei diesem Projekt mehrere Lösungsmöglichkeiten, jede davon ein Kompromiß. Dabei sind unterschiedliche Aspekte zu berücksichtigen: Aufwand für die Verkabelung, gewünschte Zahl an Teilnehmeranschlüssen pro Wohnung, Kosten, Machbarkeit. Eine rundum zufriedenstellende Lösung erfordert etwas Überlegung - und Diskussion mit demjenigen der das bezahlen muß.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein
Nokia? Nein danke!
06.07.2011, 07:47
#
16
Dipol
Team SAT-Technik
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Zitat:
Zitat von King W.
Innerhalb einer einzelnen Wohnung wirkt sich der Nachteil einer Unicable-Anlage, nämlich mangelnde Manipulationssicherheit nicht aus. Wenn jemand gern einen fehlkonfigurierten Receiver anschließen möchte, kann er das tun, blockiert sich aber nur selbst damit.
Und wer trotz oder wegen fachlicher Ahnungslosigkeit keine Skrupel hat an der Anlage zu manipulieren oder gar Sonderwunschsteckdosen einzuschleifen, kann bei separaten Wohnungszuleitungen keinen anderen Teilnehmer schädigen.
08.07.2011, 22:33
#
17
Goofy78
Registriert seit: 08.04.2007
Beiträge: 75
@Dipol:
Dachte er wolle nur kostengünstig von analog auf digital umrüsten. Da dem aber nicht so ist, nehme ich alles zurück. Das bezog sich darauf, das hier das so einfach funktionierte wie ich schrieb. Kenne mich anscheinend mehr mit Satelliten aus als mit Schüßeltechnik... Nichts für ungut!
09.07.2011, 18:08
#
18
Dipol
Team SAT-Technik
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Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von Goofy78
Dachte er wolle nur kostengünstig von analog auf digital umrüsten.
Da dem aber nicht so ist, nehme ich alles zurück.
Ich gehe vom Gegenteil aus. Auch roy_10 möchte sicherlich seine Anlage möglichst kostengünstig umrüsten. Nur macht es eben einen Unterschied ob bereits in jede Wohnung oder gar zu jeder Sonderwunschsteckdose eine eigene Sternleitung vorhanden ist, oder ob die Hausantenne noch ein technisch veraltetes Baumnetz mit einer "Analogen Einkabellösung" ist.
Zitat:
Zitat von Goofy78
Das bezog sich darauf, das hier das so einfach funktionierte wie ich schrieb. Kenne mich anscheinend mehr mit Satelliten aus als mit Schüßeltechnik... Nichts für ungut!
Na dann bist du jetzt immerhin um die Erkenntnis reicher, dass man nach dem jeweils vorhandenen Verteilnetz differenzieren muss und die Digitalisierung nicht immer so einfach wie bei deiner Anlage zu machen ist.
Eine Single-Sternleitungen pro Wohnung ist zwar relativ einfach auf Digitalempfang umzustellen, aber es ist erfahrungsgemäß nur eine Zeitfrage, bis wann der erste auch einen Twin-Receiver oder gar noch weiterer Single-Receiver betreiben will. Wenn das eintritt, weißt du ja wo man sich fachkundigen Rat holen kann.
13.07.2011, 22:31
#
19
Goofy78
Registriert seit: 08.04.2007
Beiträge: 75
Zitat:
Na dann bist du jetzt immerhin um die Erkenntnis reicher, dass man nach dem jeweils vorhandenen Verteilnetz differenzieren muss und die Digitalisierung nicht immer so einfach wie bei deiner Anlage zu machen ist. ....
Ja, deswegen macht es auch Freude hier in diesem Forum zu lesen, man wird alt wie ne Kuh und lernt immer noch dazu
26.07.2011, 15:36
#
20
piccolo
Registriert seit: 26.07.2011
Beiträge: 3
Hallo ich bin auch neu hier....
Habe ein Problem, habe auch eine sehr alte Katherin Anlage (analog) auf underem Dach
möchte sie auch auf digital umrüsten.
Bin ein absoluter Neuling in diesem Gebiet
daher meine frage:
brauche ich dafür extra einen Techniker, der mir alles installiert und einstellt, oder kann man sowas selber machen?