Kein TV Signal, trotz heiler Leitung etc.

Alt 27.06.2011, 13:49   # 1
miweo
 
Registriert seit: 27.06.2011
Beiträge: 2
Hallo,

ich habe ein Problem das mich wirklich wahnsinnig macht. Ich habe im Schlafzimmer und im Wohnzimmer je einen Fernseher stehen. Bis vor kurzem liefen auch beide wunderbar. Doch dann auf einmal hatte ich im Schlafzimmer keinen Empfang mehr. Da ich mir dachte das wird ja nichts großes sein, weil der Fernseher im Wohnzimmer ohne Probleme läuft, habe ich dann einiges versucht...

1. Ich habe die Reciever aus beiden Räumen getauscht. Beide Ok, aber nur im Wohnzimmer, im Schlafzimmer kein Signal.

Also bin ich davon ausgegangen das es vielleicht an dem Verteiler liegt...

2. Ich habe beide Eingangskabel mal getauscht. Im Wohnzimmer weiterhin Bild und im Schlafzimme immer noch nichts...

Also konnte es ja nur ein Leitungsbruch sein dachte ich mir...

3. Das Kabel mit einem Messgerät auf durchgang geprüft. Alles ok, kein Bruch.

Darum mal versucht zu testen ob es einen Verlust gibt...

4. Eine 1,5V Batterie (gemessen 1,6V) zwischen die Leitung geklämmt und mal an den Leitungsenden gemessen.. Es lagen die 1,6V an.

5. Ich habe dann einfach ein anderes Kabel genommen und es angeschlossen. Damit lief auf einmal alles... allerdings liegt das Kabel erstmal nur provisorisch rum und müsste dann aber unterputz gebracht werden, was ich mir natürlich ersparen möchte.. Denn das Kabel in der Wand ist ja heil und es gibt keine Verluste, aber mit dem Kabel habe ich keinen Empfang, mit dem anderen schon...

Hat vielleicht wer eine Idee woran es dann liegen kann ???
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Alt 27.06.2011, 15:13   # 2
elo22
 
Registriert seit: 03.10.2008
Beiträge: 219
Zitat:
Zitat von miweo
allerdings liegt das Kabel erstmal nur provisorisch rum und müsste dann aber unterputz gebracht werden, was ich mir natürlich ersparen möchte..
Das kommt davon wenn nicht nach DIN installiert wird.

Lutz
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Alt 27.06.2011, 15:19   # 3
Dipol
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Hallo Miweo und nw welcome
Zitat:
Zitat von miweo Beitrag anzeigen
Hat vielleicht wer eine Idee woran es dann liegen kann ???
Gleichspannungsmäßig scheint das Kabel in Ordnung zu sein, es hat jedenfalls keinen Kurzschluss und ohne Strombelastung auch keine Unterbrechung. Über die Dämpfung der Hochfrequenzen sagt dieser Test aber nichts aus.

Somit bleiben nur folgende Ursachen:
  • Unter Belastung mit LNB-Strom (150 bis ? mA) wird die 13/18 Volt-Spannungszuführung unterbrochen.
  • Es wurde ein Katastrophenkabel mit chemischer Schäumung installiert, dessen HF-Dämpfung inzwischen so hoch ist, dass am Receiver nicht mehr genug Antennenpegel ankommt.
  • Die Bestandsleitung endet in einer Asiensteckdose, bei welcher die typische Unterbrechung des Mittelleiters vorliegt. Test durch Direktanschluss am Kabel, bei Parallelspeisung über das Wohnzimmer sollte wenigstens die vertikale Ebene empfangbar sein.
Wer am Kabel spart und das entgegen DIN 18015 auch noch normwidrig einputzt, spart an der falschen Stelle.

Falls eine Steckdose installiert ist, würde ich erst mal bei der ansetzen. In meinem Asservatenkabinett befindet sich ein Murks-Kabel, bei dem selbst nach Kürzung auf 7 Meter Länge noch kein Empfang möglich war.
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Alt 27.06.2011, 18:00   # 4
miweo
Threadstarter
 
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Beiträge: 2
Zitat:
Zitat von elo22 Beitrag anzeigen
Das kommt davon wenn nicht nach DIN installiert wird.

Lutz
es wurde alles nach din installiert, da ich das haus neu bauen lassen habe und die installationen von fachfirmen gemacht wurden. nur mein versuchskabel hängt nun provisorisch rum...

schnell meckern können sie alle, ja ja...
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Alt 28.06.2011, 11:49   # 5
Dipol
Team SAT-Technik
 
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Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von miweo Beitrag anzeigen
es wurde alles nach din installiert, da ich das haus neu bauen lassen habe und die installationen von fachfirmen gemacht wurden.
Ein eingeputztes Kabel ist aber ein Verstoß gegen die DIN 18015! Als Fachbauleiter wundert man sich auf fremden Baustellen nur, wenn bei Blitzschutz, Erdung und Potenzialausgleich alles normgerecht ist. Hier meine Hitliste alltäglicher Norm-Missachtungen:
  • Die Antennenkabel sind entgegen DIN 18015 nicht zugfähig in Leerrohren und Kabelkanälen verlegt, sondern eingeputzt.
  • Der Erdungsdraht ist kein 16 mm² Cu-Einzelmassivdraht, sondern entgegen alter EN 50083-1 von 1994 (!) und aktueller EN 60728-11 mehrdrähtig.
  • Die Ableitung des Erdungsdrahts erfolgt innen mit gefährlichen Näherungen zu anderen Elektroleitungen.
  • Der Potenzialausgleich der Kabel fehlt (inzwischen in der neuesten EN 60728-11[2011] gegen den Stand der Technik liberalisiert).
  • Die Erdungsdrahtklemmen und die Haupterdungsschiene sind nicht für 100 kA Blitzstrom ausgelegt.
  • Der Fundamenterder wurde entgegen DIN 18014 und DIN 18015 vom Rohbauunternehmer selbst und nicht einer Elektrofachkraft verlegt und dokumentiert.
Sorry, aber dein Haus wäre die Ausnahme von der Regel, wenn alles normgerecht wäre. Die Liste lässt sich verlängern, wie viele Punkte davon sind bei dir normgerecht?

Aber zurück zum eigentlichen Problem. Steckdose ja/nein und welche Kabeltype?
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Alt 28.05.2012, 10:47 # --
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