Analog BK auf Uni-Kabel

Alt 21.06.2011, 15:39   # 1
solar
 
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Beiträge: 5
Wir verwalten ein Appartementhaus mit 57 Appartements. Es soll von analog auf digital umgestellt werden.
Normalerweise kein Problem, aber es sind einige Appartements in Reihe geschaltet.
Ich habe zuerst an QAM gedacht aber eine Einzelkabel/Unikabel-Lösung erscheint mir preisgünstiger und sinnvoller.

Ist dies bei der vorhandenen Verkabelung möglich?
Welche Geräte (Multiswitch, Router, Receiver etc.) sind hierbei zu empfehlen und was wäre zu beachten ?

Vielen Dank vorab schon mal für Eure Bemühungen.

Hier sind einige Daten:
Gebäude: 36 x 14 m , Geschoßhöhe ca. 3.5m, 4 Geschosse

Die vorhandene BK Anlage (Bj. 1996, 10 Astro HSA100 Kassetten und 3 x HSA-X) befindet sich im DG in der Mitte des Gebäudes
Kanäle: 10 auf VHF, 15 auf UHF


Bei den in Reihe verbunden Dosen beträgt der Abstand max. 4 - 6m
Verteiler in jedem Geschoss.

Aufteilung der Dosen:
DG 2 x 3 in Reihe + 7 sternförmig
2. OG 2 x 3 in Reihe + 9 sternförmig
1. OG 2 x 3 in Reihe + 9 sternförmig
EG 2 x 3 + 2 x 4 in Reihe
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Alt 21.06.2011, 16:04   # 2
Dipol
Team SAT-Technik
 
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Hallo und nw welcome

Zitat:
Zitat von solar Beitrag anzeigen
Ich habe zuerst an QAM gedacht aber eine Einzelkabel/Unikabel-Lösung erscheint mir preisgünstiger und sinnvoller.
Bei 57 WE ist ASTRA-Vollbandempfang über Kopfstellenumsetzer nicht finanzierbar, Beschränkungen des Programmangebots unumgänglich. Dieses Konzept ist für den Hersteller und Installateur durch ständige Nachrüstungen und die anfallenden Wartungen ein verlässliches Arbeitsbeschaffungsprogramm.
Zitat:
Zitat von solar Beitrag anzeigen
Ist dies bei der vorhandenen Verkabelung möglich?
Dazu müsste man die Güte der Kabel kennen. Doppelt geschirmt mit Schirmdämpfung nach Class B sollte sie schon sein, siehe SchuTSEV.
Zitat:
Zitat von solar Beitrag anzeigen
Welche Geräte (Multiswitch, Router, Receiver etc.) sind hierbei zu empfehlen und was wäre zu beachten ?

Hier sind einige Daten:
Gebäude: 36 x 14 m , Geschoßhöhe ca. 3.5m, 4 Geschosse
Eine Skizze der Verteilung und Fotos der Kopfstelle bzw. Etagenverteilung wären hilfreich.
Zitat:
Zitat von solar Beitrag anzeigen
Bei den in Reihe verbunden Dosen beträgt der Abstand max. 4 - 6m
Verteiler in jedem Geschoss.
Wie sind denn die Steigleitungen verlegt? Nach aktuellen Brandschutzbestimmungen sind nämlich Kunsstoff-Kabelkanäle in Treppenhäusern nicht mehr zulässig. Zwischen Multischaltern und Matritzen sind aber je Satellit 4 und für Terrestrik ein 5. Kabel erforderlich.
Zitat:
Zitat von solar Beitrag anzeigen
Aufteilung der Dosen:
DG 2 x 3 in Reihe + 7 sternförmig
2. OG 2 x 3 in Reihe + 9 sternförmig
1. OG 2 x 3 in Reihe + 9 sternförmig
EG 2 x 3 + 2 x 4 in Reihe
Das eingeschränkte Programmangebot einer Kopfstellenumsetzung lässt sich -notfalls durch Nachverstärkung- auf nahezu beliebig viele Steckdosen verteilen. Bei Vollbandempfang ist jedoch entweder je Receiver eine eigene Multischalter-Sternleitung (Twin-Receiver zwei!), oder im UniCable-System eine Matrix erforderlich, welche über Routerkanäle nach Bedarf verfügt. Für eine Planung ist somit die Kenntnis des Bedarfs erforderlich.

UniCable hat einige Tücken, weshalb man möglichst wenig wohnungsübergreifend installieren sollte. Das System ist auf den Empfang von max. zwei Satelliten und max. 8 Receiver je Stammleitung beschränkt. Das neue JESS-System lässt 4 Satelliten und 12 Receiver pro Kabel zu, hierfür gibt es aber noch kaum Receiver und keinen im TV integrierten DVB-S-Tuner.
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Alt 21.06.2011, 17:36   # 3
solar
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Beiträge: 5
Hallo Dipol,

vielen Dank für die superschnelle Antwort !!

Das Kabel dürfte ausreichen, es hat eine doppelte Abschirmung.
Ich müßte die meisten aber vermutlich verlängern damit sie im DG an der Router/Multiswitch Kaskade enden.
Ist eine Länge von max. 40m von dort bis zur äußersten Dose möglich ?

Alternnativ könnte man die Router/Switches der Kaskade in den jeweiligen Etagen unterbringen und diese über neu zu verlegende Leitungen verbinden.
Wäre dies sinnvoller ?

Die Leitungen verlaufen in einem begehbaren Schacht neben dem Aufzug, von dort geht es in die einzelnen Appartements bzw. in die genannten Gruppen von Appartements.
Zwischen den Etagen sind Stahlrohre zur Durchführung.


Nochmals vielen Dank für die schnelle und informative Antwort.

solar
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Alt 21.06.2011, 18:26   # 4
Dipol
Team SAT-Technik
 
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von solar Beitrag anzeigen
Das Kabel dürfte ausreichen, es hat eine doppelte Abschirmung.
Ich müßte die meisten aber vermutlich verlängern damit sie im DG an der Router/Multiswitch Kaskade enden.
Ist eine Länge von max. 40m von dort bis zur äußersten Dose möglich ?
Das kommt darauf an wie hoch die relative Kabeldämpfung ist und viele Steckdosen in Reihe geschaltet sind. Hochfrequenz ist nicht mit dem 230 Volt Stromnetz zu vergleichen, der Pegel sinkt mit der Kabellänge und jeder Dose ab.

Hyperdämpfungsarme Kabel mit 6,8 mm Durchmesser und geschäumten Dielektrikum lassen wesentlich mehr Länge zu als Mini-Schrottkabel mit 4 mm Durchmesser und festem Dielektrikum. Die Dämpfung kann man anhand der Kabeltype feststellen. Für einen routinierten Fachplaner sind auch hohe Kabeldämpfungen zu bewältigen, wenn erforderlich muss mit Linienverstärkern nachverstärkt werden.
Zitat:
Zitat von solar Beitrag anzeigen
Alternnativ könnte man die Router/Switches der Kaskade in den jeweiligen Etagen unterbringen und diese über neu zu verlegende Leitungen verbinden.
Wäre dies sinnvoller ?
Das hängt von den örtlichen Gegebenheiten und dem Bedarf an Routerkanälen ab. Die Frage ist nur auf Basis einer Leitungsskizze seriös zu beantworten.

Mit zentraler Multischalter-Anordnung kann man wesentlich einfacher auf den Empfang eines weiteren Satelliten erweitern. Eine Etagenverteilung erfordert meist weniger Kabel. Diesem Kostenvorteil steht allerdings der Mehraufwand für einen normgerecht ausgeführten Potenzialausgleich entgegen.

Mit zentral angebrachten UniCable-Matritzen ist man wiederum wesentlich flexibler als mit Matritzen auf den Etagen um auch unterschiedlichen Bedarf der einzelnen Wohnungen an Routerkanälen gerecht zu werden.
Zitat:
Zitat von solar Beitrag anzeigen
Die Leitungen verlaufen in einem begehbaren Schacht neben dem Aufzug, von dort geht es in die einzelnen Appartements bzw. in die genannten Gruppen von Appartements.
Zwischen den Etagen sind Stahlrohre zur Durchführung.
Womit das Brandschutzproblem zumindest minimiert ist und die Nachinstallation der 4 bis 5 Kabel kein unlösbares Problem sein dürfte.
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Alt 28.05.2012, 10:47 # --
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