Sat-Anlage für 36 Parteien

Alt 20.06.2011, 16:42   # 1
Berliner3000
 
Registriert seit: 20.06.2011
Beiträge: 1
Hallo Forum,

zunächst ein Kompliment für die unaufgeregten und kompetenten Beiträge! Echt wohltuend im Vergleich zu anderen Foren.
Jetzt aber zum Problem.
Wir, eine Eigentümergemeinschaft, wollen unser Mehrfamilienhaus mit 36 Parteien von Kabel auf Sat umrüsten.
Bislang sind wir trotz Google nicht so richtig schlau geworden, was alles technisch machbar ist. Und bevor uns ein Fernsehtechniker was vom Pferd erzählt...
Wir wissen nur, was wir wollen: Das Senderangebot soll nicht schlechter sein als bislang im Kabel, sprich es sollen auch HD-Sender und das verschlüsselte Sky-Signal zugeliefert werden. Außerdem soll es ein Grundbouquet geben, das auch ohne Receiver empfangbar ist - für die Sparfraktion oder die weniger Technikaffinen. Und zwei TV-Anschlüsse je Wohnung sollten drin sein. Alle Leitungen müssen vermutlich neu verlegt werden, weil die Anlage dem Kabelbetreiber gehört
Und was meint Ihr? Sind unsere Vorstellungen utopisch? Was würdet Ihr vorschlagen?
Schon mal vielen, vielen Dank fürs "Hirnen" im Voraus!
  Mit Zitat antworten
Alt 20.06.2011, 17:47   # 2
Dipol
Team SAT-Technik
 
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
Hallo und nw welcome

Zitat:
Zitat von Berliner3000 Beitrag anzeigen
Wir wissen nur, was wir wollen: Das Senderangebot soll nicht schlechter sein als bislang im Kabel, sprich es sollen auch HD-Sender und das verschlüsselte Sky-Signal zugeliefert werden. Außerdem soll es ein Grundbouquet geben, das auch ohne Receiver empfangbar ist - für die Sparfraktion oder die weniger Technikaffinen.
Bei nur 36 WE gleicht das Anforderungsprofil der Quadratur des Kreises!

Wer sich in einer so überschaubaren Anlage eine reanalogisierte PAL-Grundverorgung mittels Kopfstellenumsetzern aufbaut, der "spart" nichts, sondern verbrennt reichlich Geld in Hardware, Wartungs- und Stromkosten. Je PAL-Programm ist dann eine teure Umsetzung erforderlich.

Die für Flachbildfernseher ab 81 cm (32 Zoll) unansehnlichen PAL-Bilder werden auch Omas und Opas in einigen Jahren nicht mehr haben wollen, die sich bislang weder an den schwarzen Streifen der 16:9 Breitbildsignale gestört haben, noch dem hohen Strombedarf ihres 4:3 Röhrengeräts Beachtung schenken.

Den Luxus einer technisch überholten Re-Analogisierung kann sich ein großer BK-Netzbetreiber mit einer zentralen Kopfstelle leisten, die eine ganze Regionen versorgt. Bei 36 WE kommt eure WEG langfristig billiger weg, wenn man den wenig Technikaffinen einen Flachbildfernseher mit DVB-S-Tuner spendiert.
Zitat:
Zitat von Berliner3000 Beitrag anzeigen
Und zwei TV-Anschlüsse je Wohnung sollten drin sein. Alle Leitungen müssen vermutlich neu verlegt werden, weil die Anlage dem Kabelbetreiber gehört
Und was meint Ihr? Sind unsere Vorstellungen utopisch? Was würdet Ihr vorschlagen?
In jedem Fall ein zukunftssicheres Planungskonzept mit Vollbandempfang von ASTRA.

Das ist entweder über eine Twin-Sternverteilung, oder ein UniCable-System umzusetzen. Aus Gründen der Betriebsicherheit sollte man unbedingt eigene Wohnungszuleitungen vorsehen und möglichst wenig wohnungsübergreifend installieren.

Ein Twin-Anschluss pro Wohnung mag für Einzimmer-Appartements zukunkunftssicher sein. Für Wohnungen mit mehrereren Zimmern kommt man sehr schnell an den Punkt, bei dem nur ein Twin-Anschluss in Defizite führt.
  Mit Zitat antworten

Antwort
Themen-Optionen



Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 10:46 Uhr.