Frage zur Einkabellösung für EFH

Alt 16.06.2011, 09:50   # 1
Cender
 
Registriert seit: 16.06.2011
Beiträge: 1
Hallo. Erst einmal ein Lob an dieses Forum und seine User für die tolle Hilfe die hier schon eininge Leute erhalten haben. Ich lese nun schon einige Zeit weil mich das Thema Umstieg auf Sat beschäftigt. Speziell die Einkabellösung die hier schon mehrfach besprochen wurde.

Trotzdem hab ich noch ein paar Fragen...

Wie ist es mit der Störungssicherheit von diesen Einkabelsystem. Habe schon gehört das Störungen auftreten wegen Telefonen, Stromleitungen etc...

Dann würde ich noch gern wissen welche Teile ihr mir für mein vorhaben empfehlen könnt?! Das jetzige analoge Kabel-TV fängt im Keller an und wird dort jeweils mit einem Kabel pro Stockwerk verteilt, d.h EG, 1.OG und 2OG mit jeweils 3 Dosen. Wobei im 2.OG noch alles offen ist da es noch nicht komplett ausgebaut ist. Außerdem würde ich in geraumer Zukunft gerne noch eine Benachbarte Wohnung mit Sat versorgen. Also quasi 4 Wohnung mit jeweils 3 Dosen. Die Dosen sind meiner Meinung nach alle durchgeschliffen. Die Schüssel soll aufs Dach. Falls ich ein paar Infos vergessen habe, bitte drauf hinweisen.... Die Materie ist mir noch neu
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Alt 16.06.2011, 15:50   # 2
polskafan
Team SAT-Technik
 
Registriert seit: 18.03.2009
Beiträge: 555
Erstmal Hallo und herzlich Willkommen im Netzwelt Forum!

Da, um eine hohe Teilnehmerentkopplung zu gewährleisten, bei mehreren Receivern auf einer Stammleitung Dosen mit recht hoher Auskoppeldämpfung zum Einsatz kommen, wird das Signal vom Router ausgehend ordentlich verstärkt. Daher wirken sich Störungen wie durch DECT Telefone nur bedingt aus. Außerdem werden im Vergleich zur normalen Sat Blockverteilung nur ein paar, relativ störungsarme, Frequenzen benutzt. Bei Routern mit 8 oder 12 Umsetzungen ist zwar die DECT Frequenz auch dabei, da man diese aber typischerweise am Anfang der Stammleitung verwendet und hier das Nutzsignal noch sehr stark ist, ist das auch relativ harmlos. Bei gutem Koaxkabel in Verbindung mit hochwertigen F-Steckern mit gutem Massekontakt sind solche Überlegungen durch die Schirmung eigentlich auch zu vernachlässigen.

Wenn die Schüssel aufs Dach kommt ist natürlich erstmal der Hinweis auf den Erdungsthread nötig. Sollte nicht bereits eine alte fachmännisch geerdete Antenne installiert sein, dürfte das der größte Aufwand werden. Eventuell wäre eine Wandinstallation im Schutzbereich eher ratsam. Bei zwei Wohneinheiten wird auch der Potentialausgleich zur Pflicht, auch wenn ich diesen bei 12 Abnehmern in der ersten Wohneinheit dringend empfehlen würde.

Für den Empfang eines Satelliten brauchst du dann schonmal eine vernünftige und stabile Schüssel, wie die Gibertini OP 85 SE und ein gutes Quattro LNB. Hier hat sich das verlinkte Alps bewährt.

Vom LNB gehts mit 4 Kabeln erstmal auf den ersten Erdungsblock. Für diese Strecke kannst du wetterfestes PE Kabel, wie das Hirschmann Koka 110 PE verwenden. Das ist besonders gegen UV Einstrahlung geschützt. Für den Rest der Installation wäre das Hirschmann Koka 110 PVC geeignet.

Zu diesem Kabel passen am Besten die hochwertigen Self Install oder noch besser Kompressionsstecker. Letztere gibt es mit dem nötigen Werkzeug leihweise in diesem Set. Das kannst du nach getaner Arbeit zurücksenden und erhälst dann den Betrag, abzüglich der vebrauchten Stecker erstattet. Dann brauchst du Dir nicht selbst das Werkzeug kaufen und hast trotzdem perfekte und wasserdichte Verbindungen.

Wir waren am ersten Erdungsblock stehen geblieben. Von hier aus gehts mit vier Kabeln in den Unicable Verteiler. Wenn du pro Strang alle 3 Dosen nutzen willst, wäre also mindestens einer mit 3 Umsetzungen nötig. Sollte noch ein Twin Receiver gewünscht sein, eventuell mehr.

Für 3 Umsetzungen pro Strang wäre der Jultec ideal. Solltest du doch 4 oder mehr Umsetzungen brauchen, müsste man mehrere kleinere Matrizen kombinieren. Zum Beispiel einen Jultec JPS0502-6A mit einem Jultec JPS0502-6T für 4x6 oder einen Wisi DY 64 2410 mit einem Wisi DY 64 2400 für 4x4. Hier musst du also noch den Bedarf an Umsetzungen pro Strang klären, dann kann man das noch genauer Planen.

Die Ausgänge der Matrix führen dann wieder auf einen Erdungsblock und von dort auf die alte Verkabelung.

Die Dosen müssen auch noch getauscht werden. Bei einem Strang mit 3 Dosen sind die Pegel eher unkritisch. Du kannst also mit einer SSD 5-18, dann einer weiteren SSD 5-14 und zu guter letzt noch einer SSD 5-14, in deren Ausgang ein Abschlusswiderstand kommt, planen.

Ich hoffe das hilft dir schonmal ein wenig weiter. Wenn du möchtest kannst du gerne noch eine Skizze bekommen, wenn du dich für oder gegen die Dachmontage entschieden hast und den genauen Bedarf an Receivern pro Strang festgelegt hast. Wenn das 2. OG noch umgebaut wird, wäre es übrigens auch möglich, eine kleine Unicable Matrix mit einem normalen Multischalter zu kombinieren. Dann könntest du im 2. OG auf Unicable verzichten und dort eine Sternverteilung nutzen. Dann müsstest du dich dort nicht unbedingt auf Unicable festlegen.

Gruß
- polskafan
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Alt 16.06.2011, 22:34   # 3
Dipol
Team SAT-Technik
 
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
Je größer der Unterschied zwischen einem Nutz- und einem Störsignal ist, umso kleiner ist das Störrisiko.

DECT-Telefone senden vorzugsweise auf oder um 1.880 MHz. Bislang ist mir noch kein einziger Fall bekannt geworden, dass die Userbänke 1.864 MHz (ST-Raster) oder 1.893 MHz (ENTROPIC-Raster) durch DECT-Telefone gestört wurden.

Dies ist relativ verwunderlich, sind doch noch immer nur einfach geschirmte 60 Ohm-Altkabel und auch Steinzeitmaterialien wie ungeschirmte Winkelstecker oder Kabelverbinder aus Plastik in Betrieb.
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Alt 28.05.2012, 10:46 # --
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