Kabelproblem Sat-Anlage

Alt 12.06.2011, 15:21   # 1
rhophi
 
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Hallo liebe Forengemeinde,

nachdem der mir in einem anderen Thread empfohlene ALPS-Quattro-LNB gestern angekommen ist, wollte ich diesem bei dem schönen Wetter gleich in Betrieb nehmen.
Die Leiter angestellt, ohne die Schüssel zu verschieben und vorsichtig den LNB getauscht - das war der einfache Teil.
Eigentlich sollte an dem vorhandenen alten Analog-Receiver ja jetzt schon die bislang empfangbaren Kanäle in mindestens ausreichender Qualität zur Verfügung stehen. Das erste Kabel eingesteckt - o.k.
Dann das zweite Kabel anstelle des ersten angeschlossen - ganz kurz ein verrauschtes schwarz-weiß Bild, was nach wenigen Sekunden verschwand.
Fehlersuche: Stecker am Receiver und am LNB neu angeschlagen - kein Bild, dann Kabel am LNB gegeneinander getauscht-> Fehler beim gleichen Kabel geblieben. LNB und Receiver (der alte analoge) scheiden damit wohl als Fehlerquelle aus. Dann nur Receiver angeschlossen, am Stecker beim LNB die Spannung gemessen, beim funktionierenden Kabel ca. 17,5V beim fraglichen Kabel nur 2,5V stark schwankend. Da eine Durchgangsmessung (Ein F-Stecker kurzgeschlossen, Messung am anderen Stecker) sowohl mit angschlossenen als auch danach mit abgeschraubten Steckern fehl schlug, gehe ich von einer Unterbrechung in dem einen Kabel aus.

Dazu zwei Fragen:
1.) Kann man mit vertretbarem messtechnischen Aufwand die Fehlerstelle bestimmen um das Kabel dann da reparieren zu können (Ja, ich weiß daß man Sat-kabel nicht stückeln soll, aber ein schlechtes Kabel ist mit Sicherheit besser als gar keins, auch ist der Austausch bei über 20m unter Putz absolut unmöglich, wahrscheinlich ist dieses Kabel, welches absolut parallel zu dem zweiten liegt beim Neuverputz letztes Jahr beschädigt worden.)?
2.) wieso hatte ich beim ersten Versuch ganz kurz ein Bild und messe trotz einem unendlichen Kabelwiderstand (Meßbereich 20M-Ohm) noch eine Gleichspannung von ca. 2,5Volt (einfaches Multimeter, kein True-RMS). Wechselspannung konnte ich keine messen (22kHz sind für ein einfaches Multimeter da auch zu viel und sollten von einem analog-Receiver auch nicht anliegen??).

Ich hoffe, hier eine Unterstützung zu finden.

Gruß rhophi
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Alt 12.06.2011, 16:19   # 2
Isotrop
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Beiträge: 1.289
Dir wurde hier: [GELÖST] Umrüstung von Analog auf Digital
ein Quad/Quattro Switch LNB empfohlen, kein Quattro-Universal LNB...

Hoffen wir mal, dass es ein Schreibfehler war...
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Alt 12.06.2011, 21:26   # 3
rhophi
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Hallo Isotrop,

vielen Dank für Deine Nachricht. In dem von Dir angegebenen Thread bekam ich von King.W einen "Quad" von Alps empfohlen. Wenn ich aber auf den Link klicke erscheint bei seh1. de ein "LNB, Quattro, Switch".
Die Begriffe "Quad" und "Quattro" wirbeln nicht nur in diesem Forum wild umeinander.
Mir war schon klar, daß ich bei der von mir beschriebenen Situation einen LNB mit vier Ausgängen und integriertem Multiswitch (wie immer der LNB nun auch beim jeweiligen Anbieter bezeichnet werden mag) benötige.
Was ich laut Rechnung bekommen und auch eingesetzt habe ist ein "ALPS Rocket Feed BSTE4-101B" (die Ausführung für externem Multiswitch müsste nach meinen Recherchen die Alps-Art.-Nr. BSTE9-101B haben).

Das ist aber laut meiner Problembeschreibung völlig unerheblich. An zwei (die anderen beiden Ausgänge habe ich dann nicht mehr probiert) Ausgängen funktioniert ein Single-analog-Receiver (natürlich nicht gleichzeitig!) jeweils einwandfrei. Ein parallel dazu verlegtes Kabel (vor Jahren als Reserve verlegt, damals aber auch als funktionsfähig getestet) funktioniert an eben den gleichen beiden Ausgängen (natürlich wieder nacheinander) NICHT. Aufgrund der Gegenprobe mit dem andern Kabel und sonst unveränderten Bedingungen (der gleiche Empfangskanal am Receiver) dürfte es keinesfalls ein Problem mit dem LNB sein. Außerdem empfange ich mit dem funktionierenden Kabel und dem alten analogen Receiver (eins nach dem anderen, um den neuen Technisat Receiver wollte ich mich eigentlich morgen kümmern) alle bisherigen Programme ienwandfrei, also hotizontal/vertikal sowie high/low-Band.

Ach ja, noch eine kleine Korrektur zu meinem ersten Thread, den Isotrop da zitiert hat. Dort schrieb ich, daß es sich um eine Kathrein-Schüssel handeln würde. Wie ich heute auf der Leiter stehend dann feststellen musste, handelt es sich um eine von Zhender. Ich hatte bei meinem ersten post nur noch in Erinnerung, daß es sich um ein "deutsches" Markenfabrikat - aber kein Hirschmann - handelt und bin dann wohl fälschlicherweise auf Kathrein gekommen, weil mir Zehnder völlig entfallen war. Ich bitte um Entschuldigung.

Gruß rhophi
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Alt 12.06.2011, 22:11   # 4
Isotrop
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Ich kanns mir evtl so erklären...

Theorie:
Die Leitung wurde, wie du schon vermutet hast, beschädigt. So dass an einer Stelle an der Leitung entweder Innenleiter oder Geflecht quasi schon fast nicht mehr durchgehend vorhanden waren, Stichwort (Soll)Bruchstelle

Vielleicht waren nur mehr ein paar Äderchen des Geflechts vorhanden. Dann schliesst du am LNB den Receiver an, welcher eine Spannung auf die Leitung legt zur LNB Versorgung und zum Umschalten der Ebenen. Es entsteht ein Stromkreis. Der Stromabnehmer ist der LNB. Fliesst zuviel Strom über diese "angeschlagene" Stelle in der Koaxleitung, reagieren die paar Äderchen als Sicherung und "brennen" durch

Der BSTE4-101B ist schon der richtige LNB, das sollte schon passen

Um die Stelle exakt lokalisieren zu können, benötigt es eines guten Leitungssuchers, der selbst ein Signal generiert und aufs Koax gibt. Sowas ist für den Privatanwender in der Regel nicht wirtschaftlich

Da bist in der Regel günstiger beraten, nachträglich eine weitere Leitung zu verlegen
__________________
DM8000 - GI50-120 - TriaxTDS110 - GI 201 PlatinumX [85,2°E - 45°W]
DM8000 - V-BoxIII - ZAS 05/M - Kathrein CAS018 - Inverto IDLP-S Flange [66°E - 45°W]
more technical equipment
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Alt 13.06.2011, 12:59   # 5
rhophi
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Hallo Isotrop,

vielen Dank für Diene Nachricht.
An aktiven Leitungssuchern stehen mir zur Verfügung

Cable Tracker Leitungssucher für Netzwerk Telephone RJ | eBay
(davon allerdings nur das Vorgängermodell im Metallgehäuse)

Fluke. Intelli Tone 200 KIT Kabelsucher KIT | eBay

Dazu noch ein Eigenbau mit NE55 und BD139 als Leistungsverstärker (Der Cable-Tracker hat nur einen BF245 im Ausgang).

Leider habe ich mit allen diesen Teilen immer Schwierigkeiten mit geschirmten Kabeln.
Ist es eventuell möglich eine Unterbrechung im Schirm durch das parallel laufende Kabel zu ersetzen. Dazu müsste ich erst noch ausmessen, ob Schirm oder Seele unterbrochen sind. Falls der Schirm den Defekt hätte, könnte nach meiner Theorie der Schirm des zweiten Kabels die Rückleitung des LNB-Versorgungsstromes ebenso übernehmen wie die Schirmwirkung. Am Receiver liegen die beiden Schirme über die F-Buchsen in der regel sowieso auf gemeinsamen Potential (bei dem neuen Technisat habe ich es noch nicht verifiziert, es ist aber sehr wahrscheinlich, daß es da auch der Fall ist), am LNB müsste ich die Schirme dann nur verbinden. Damit wäre die "Masseverbindung" hergestellt. Für die Schirmwirkung ist es in aller Regel nicht erforderlich, daß der Schirm durchgehend ist - in Computernetzwerken haben wir sogar bei unklaren Schutzleiterverhältnissen bei geschirmten Netzwerkkabeln den Schirm einseitig aufgetrennt, um keine PEN-Verschleppung herbeizuführen.
Oder liegen da die Verhältnisse beim hochfrequenten Sat-Signal so sehr anders, daß ich diesen Lösungsansatz gleich verwerfen kann?

Gruß rhophi
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Alt 13.06.2011, 15:13   # 6
Dipol
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Zitat:
Zitat von rhophi Beitrag anzeigen
Falls der Schirm den Defekt hätte, könnte nach meiner Theorie der Schirm des zweiten Kabels die Rückleitung des LNB-Versorgungsstromes ebenso übernehmen wie die Schirmwirkung. Am Receiver liegen die beiden Schirme über die F-Buchsen in der regel sowieso auf gemeinsamen Potential (bei dem neuen Technisat habe ich es noch nicht verifiziert, es ist aber sehr wahrscheinlich, daß es da auch der Fall ist), am LNB müsste ich die Schirme dann nur verbinden. Damit wäre die "Masseverbindung" hergestellt.
Sorry, aber selbst falls diese abenteuerliche "Lösung" die DC und die DiSEqC-Signale übertragen sollte, ist das ein Riesenmurks.
Zitat:
Zitat von rhophi Beitrag anzeigen
Für die Schirmwirkung ist es in aller Regel nicht erforderlich, daß der Schirm durchgehend ist - in Computernetzwerken haben wir sogar bei unklaren Schutzleiterverhältnissen bei geschirmten Netzwerkkabeln den Schirm einseitig aufgetrennt, um keine PEN-Verschleppung herbeizuführen.
Oder liegen da die Verhältnisse beim hochfrequenten Sat-Signal so sehr anders, daß ich diesen Lösungsansatz gleich verwerfen kann?i
Beim Lesen dieses Vorschlags gefriert HF-Technikern die Netzhaut! An dieser Konstruktion würde ich zu gerne das Frequenzspektrum einschließlich der Stehwellen scannen. Die Wohnung sollte dann auch zur verbotenen EMV-Zone für alle DECT-Schnurlostelefone und E-Netz-Handys erklärt werden.
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Alt 13.06.2011, 19:49   # 7
rhophi
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Hallo Dipol,

vielen Dank für Deine Antwort, vielleicht sollte ich es dann mal genau so versuchen, damit den ewigen Handyklinglern mal der Boden unter dem Handy weggezogen wird...

Nun aber Spaß beiseite, das löst alles nicht das Problem - gibt es eine vernünftige Möglichkeit, die Schadstelle einigermaßen sicher einzugrenzen, denn wenn meine Eltern an die Neuverlegung dieses Kabels um das Haus denken müssten weiß ich nicht (oder vielleicht schon) was dann passieren würde.


Gruß rhophi
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Alt 14.06.2011, 01:17   # 8
Dipol
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Zitat:
Zitat von rhophi Beitrag anzeigen
--- gibt es eine vernünftige Möglichkeit, die Schadstelle einigermaßen sicher einzugrenzen, denn wenn meine Eltern an die Neuverlegung dieses Kabels um das Haus denken müssten weiß ich nicht (oder vielleicht schon) was dann passieren würde.
Mit einem Impulsreflektormeter kann man die Schadstelle von beiden Seiten her immerhin auf wenige Zentimeter genau einmessen.

Dann muss aber auch noch der Leitungsverlauf exakt nachverfolgt werden, wozu es z. B. von AMPROBE eine Sender-/Messempfänger-Kombination gibt. Ich besitze ein solches Spezialgerät mit dem man aber auch nicht mehr weiter kommt, sobald die HF z. B. in das Stromnetz übertritt.
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Alt 28.05.2012, 10:45 # --
News Flash
 
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