Kostenvoranschlag Satellitenanlage / Einschätzung u. Ergänzungen

Alt 11.06.2011, 20:22   # 1
godlike81
 
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Hallo an alle Sat-Cracks,

tolles Forum habt ihr hier und ich habe durch viel Stöbern und Lesen schon einiges in Sachen Sat-Technik gelernt. Ganz besonders möchte ich mich vorab bei King W. und all den anderen Schreibern hier bedanken, die wirklich eine tolle Arbeit abliefern .

Nun zu meinem Vorhaben:

Mitte August bis Anfang September diesen Jahres werde ich in meinen fertiggestellten Neubau einziehen. Dazu brauche ich natürlich auch wieder eine neue Satellitenanlage auf meinem Dach. Die ausführende Fertighausfirma montiert die Antenndosen in den gewünschten Räumen und zieht alle Koaxialkabel von den Dosen in meinen dann vorhandenen Spitzboden unter dem Dach. Dort soll dann auch der Multischalter montiert werden. Außerdem legt die Fertighausfirma ein Erdungskabel für den Blitzschutz in den Keller und schließt es an den Fundamenterder an.

Soweit zu meiner Ausgangsposition. Nun habe ich einer ortsansässigen Fachfirma für Elektroinstallation eine Ausschreibung für die Montage meiner Satellitenanlage geschickt und die hier im Forum hochgepriesenen Komponeten als Orientierung angegeben. Empfangen möchte ich nur die Programme von Astra 19,2 ° Ost.

Im Anhang habe ich euch den Kostenvoranschlag der Fachfirma angehängt. Die gewünschte Sat-Antenne von Gibertini und das LNB von Alps kann durch die Firma geliefert werden. Den gewünschten Multischalter von Jultec JRM 0516T hat die Firma nicht im Angebot und hat mir stattdessen eine Alternative von Spaun vorgeschlagen. Dieser Schalter ist allerdings aktiv und nicht receivergespeist, wie der Jultec.

Nun hätte ich einige Fragen bzw eine Bitte an die Sachkundigen hier im Forum:

1. Wie würdet ihr die einzelnen Positionen des Kostenvoranschlages preislich einschätzen ? Sind die aufgeführten Preise noch in Ordnung oder aus der Erfahrung heraus überteuert ? Wie ist der Gesamtpreis schlussendlich zu bewerten / ist das Angebot marktüblich und fair ?

2. Sind die aufgeführten Komponenten aus eurer Sicht in Ordnung oder gibt es noch bessere Alternativen / Vorschläge ? Ist der angebotene Multischalter von Spaun als Alternative ok oder wäre der receivergespeiste Jultec die bessere Wahl ?

3. Die Fachfirma hat in ihrem Angebot die Montage einer UKW-Antenne in den Kostenvoranschlag aufgenommen. Ist eine derartige Antenne sinnvoll oder kann man darauf verzichten ?

4. Funtioniert beim Einsatz einer UKW-Antenne die terrestrische Einspeisung beim Multischalter von Jultec problemlos oder müsste man noch einen Verstärker vorschalten ? Beim aktiven Schalter von Spaun wäre das ja kein Problem.

5. Gibt es eine Möglichkeit sich die Komponenten für die Satanlage über das Internet selber zu besorgen (da natürlich billiger) und die Fachfirma dann nur noch mit der Montage zu beauftragen ? Habt ihr Erfahrungen mit einer solchen Vorgehensweise bzw. könnt ihr mir Tipps geben ? Ich wohne in der Nähe von Stuttgart, falls die Angabe nützlich ist.

Selbst kann ich die Anlage leider nicht montieren, da ich erstens nicht schwindelfrei bin und ich zweitens keinerlei Erfahrung mit der Montage einer Sat-Anlage habe

Die Position vom Auflegen der Cat7-Kabel könnt ihr im Kostenvoranschlag natürlich vergessen, hat nichts mit der Sat-Anlage zu tun. Dabei geht es um mein Netzwerk und das Auflegen an einem Patchfeld.

So das wars soweit von mir. Ich hoffe ihr könnt mir in den genannten Punkten helfen und bedanke mich schon mal vorab für eure Mühe.

Grüße Sascha
Angehängte Dateien
Dateityp: pdf Kostenvoranschlag Satelilitenanlage 1.pdf (461,8 KB, 99x aufgerufen)
Dateityp: pdf Kostenvoranschlag Satellitenanlage 2.pdf (375,9 KB, 52x aufgerufen)
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Alt 12.06.2011, 22:04   # 2
godlike81
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Hallo,

will meine Anfrage nicht unnötig pushen, aber ich wäre den Sachkundigen hier sehr dankbar, wenn sie mir meine Fragen beantworten könnten bzw. eine Einschätzung zum Kostenvoranschlag geben würden.

Vielen Dank.

Grüße Sascha
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Alt 13.06.2011, 00:37   # 3
Dipol
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Hallo und
nw welcome

Zitat:
Zitat von godlike81 Beitrag anzeigen
Außerdem legt die Fertighausfirma ein Erdungskabel für den Blitzschutz in den Keller und schließt es an den Fundamenterder an.
Und aus Kostengründen wird vermutlich weder nach dem Stand der Technilk ein Isolierter Blitzschutz, noch eine Ableitung auf der Außenseite ohne gefährliche Näherungen installiert. Wie es sinnvoll ist, kann man hier nachsehen:

Blitzschutz ohne Näherungen
Video Dehncon-h
Video Isolierter Blitzschutz mit Fangstangen für ein EFH mit Antenne

Immerhin ist ein nach EN 60728-11 normgerechter Potenzialausgleich mit Erdung der Multischalter-Sternleitungen vorgesehen. Siehe auch Thread Erdung und PA.

Konventionelle Erdung erfordert bei Blitz- und Überspannungs-Bausteinen ein engergetisch abgestuftes Konzept. Ein Überspannungsschutz mit den SZU 6-02 von AXING ist nur bei isolierter Erdung nach dem linken Bild der ersten Folie sinnvoll. Bei konventioneller Erdung gehören vor den Multischalter ausschließlich SPZ 1 Blitzstromableiter mit Stoßstrom 10/305 µs (PDF 4: Impulsform 1) wie die Kombination KAZ 12 und KAZ 11 von KATHREIN oder DGA GF TV und DGA FF TV von DEHN.
Zitat:
Zitat von godlike81 Beitrag anzeigen
1. Wie würdet ihr die einzelnen Positionen des Kostenvoranschlages preislich einschätzen ?
Der Preis des SPAUN SMS 51603NF mit einem EVP von € 309,50 (inkl. MWSt.) ist normal kalkuliert. Aus Stuttgarter Fachbauleitersicht erscheinen die meisten restlichen Netto-Preise wie Brutto-Preise im Angebots-Wettbewerb.
Zitat:
Zitat von godlike81 Beitrag anzeigen
2. Sind die aufgeführten Komponenten aus eurer Sicht in Ordnung oder gibt es noch bessere Alternativen / Vorschläge ? Ist der angebotene Multischalter von Spaun als Alternative ok oder wäre der receivergespeiste Jultec die bessere Wahl ?
Ich empfehle den JULTEC.
Zitat:
Zitat von godlike81 Beitrag anzeigen
3. Die Fachfirma hat in ihrem Angebot die Montage einer UKW-Antenne in den Kostenvoranschlag aufgenommen. Ist eine derartige Antenne sinnvoll oder kann man darauf verzichten ?
Nur du kannst beurteilen ob du UKW- oder DVB-T-Einspeisung brauchst. Die Mehrkosten hierfür sind überschaubar.
Zitat:
Zitat von godlike81 Beitrag anzeigen
4. Funtioniert beim Einsatz einer UKW-Antenne die terrestrische Einspeisung beim Multischalter von Jultec problemlos oder müsste man noch einen Verstärker vorschalten ? Beim aktiven Schalter von Spaun wäre das ja kein Problem.
Ob der Pegel ausreicht ist eine Frage der Entfernung zu den Ortsendern auf dem Frauenkopf, dem Fernsehturm und auch Münster. Ein aktiver Verstärker ist in Sendernähe überflüssig und kann sogar schädlich sein.
Zitat:
Zitat von godlike81 Beitrag anzeigen
5. Gibt es eine Möglichkeit sich die Komponenten für die Satanlage über das Internet selber zu besorgen (da natürlich billiger) und die Fachfirma dann nur noch mit der Montage zu beauftragen ?
Immer, sofern die Fachfirma da mitmacht. Falls in der Gewährleistungszeit etwas kaputt geht, hast du nur einen Gewägrleistungsanspruch gegen den Shop, der Aufwand für eine Reparatur + Anfahrt ist dann dem Monteur zu vergüten.
Angehängte Dateien
Dateityp: pdf rmm-6Folien_Blitzschutz-Erdung-PA.pdf (1,01 MB, 35x aufgerufen)
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Alt 13.06.2011, 14:35   # 4
godlike81
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Erstmal ein großes Dankeschön für Deinen Beitrag und für die Änderungen noch tief in der Nacht

Werde mich heute Abend näher mit der gesamten Blitzschutzproblematik aus Deinem Beitrag beschäftigen, dazu habe ich dann sicherlich auch noch ein paar Fragen.

Vorab erstmal vielen Dank.
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Alt 15.06.2011, 23:04   # 5
godlike81
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Hallo nochmal

Habe heute von meiner Fertighausfirma die Liste der verbauten Komponenten bekommen. Die Kabel zu den Dosen sind von Preisner und wurden hier im Forum schon als gut bewertet.

Bei den Antennendosen bin ich jetzt leider etwas überfragt. Laut Liste werden folgende Dosen verbaut:

Antennen-Stichleitungsdose Multiline SAT 4100 SW 3-Loch-Dose

Ich habe schon gegoogelt und irgendwie keine Infos zu den genannten Dosen gefunden.

Sind die Dosen empfehlenswert ?

Wie sind diese qualitativ zu bewerten ?

Mein ausführender Elektriker hat mir auch schon gesagt, dass ich mir auf Wunsch auch andere Komponenten aussuchen könnte. Allerdings kostet das Aufpreis und die Preise bei der Bemusterung des Fertighauses waren schon gepfeffert und wir wollen eigentlich keine weiteren Mehrkosten auf uns nehmen, wenn es nicht nötig ist.

Welche Antennendosen würdet ihr empfehlen, wenn die oben genannten aus eurer Sicht nicht so gut sind ?

Verbaut werden 7 x Twinsat und 4 x Singelsat.

Danke für eure Hilfe.

Gruß Sascha
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Alt 16.06.2011, 00:12   # 6
Dipol
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Zitat:
Zitat von godlike81 Beitrag anzeigen
Welche Antennendosen würdet ihr empfehlen, wenn die oben genannten aus eurer Sicht nicht so gut sind ?
Alle Dosen aus europäischer Fertigung sind besser als klassische Asiendosen wie die SAT 4100 SW von TRANSMEDIA. AXING lässt seine Dosen auch in Asien produzieren, ist aber ein ganze Klasse besser.
Zitat:
Zitat von godlike81 Beitrag anzeigen
Verbaut werden 7 x Twinsat und 4 x Singelsat.
Zu den Twin-Vierlochdosen gibt es leider keine vergleichbare Alternative. Alternativ nur zwei Dreilochdosen oder Twin-Dosen mit 3 Anschlüssen.
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Alt 16.06.2011, 12:12   # 7
godlike81
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Danke Dipol

Dann werde ich mit der Fertighausfirma ein ernstes Wort reden müssen. Die gesamte Verkabelung von Sat u. Netzwerk inkl. der Dosen hat ein Haufen Geld gekostet. Eine Singeldose mit Kabelverlegung und Montage hat knapp 130 € gekostet und für eine Twin-Sat inkl. aller Kabel u. Montage ca. 200 €.

Für diesen stolzen Preis kann man mit Sicherheit mehr Qualität verlangen, als so billigen Asienschrott. Komischerweise sind alle anderen Komponenten sehr hochwertig. Koaxialkabel von Preisner SK2000 Plus, die Netzwerkdosen von BTR Cat. 6a und die Verlegekabel dazu von Kerpen. Alles sehr hochwertig und in der Oberklasse anzusiedeln. Nur die Dosen sind so ein Murks

Noch eine Frage zu den Leerrohren, die hier als must-have angesehen werden. Auch diesen Wunsch habe ich bei der Bemusterung klar und deutlich geäußert. Nach Rücksprache mit dem Elektriker können jetzt lt. seiner Aussage bei einem Fertighaus keine Leerrohre verlegt werden.

Aussage: Bei ihrem Fertighaus können keine Leerrohre eingesetzt werden. Die Leitung liegt in der Decke (Hohlraum) und in einer Holzständerwand (Hohlraum). Sollten Sie eine Leerrohrverkabelung wünschen, müsste hier ein anderer Wandaufbau bestellt werden, die Winddichtigkeit entfällt jedoch.

Was ist von so einer Aussage zu halten ?

Gibt es Alternativen zu den Leerrohren, um zukünftig noch Änderungen bzw. ein Austausch der Kabel zu gewährleisten ?

Gruß Sascha
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Alt 19.06.2011, 13:10   # 8
Dipol
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Zitat:
Zitat von godlike81 Beitrag anzeigen
Was ist von so einer Aussage zu halten ?
Das ist ein Vorwand. Es gibt auch keine Unterscheidung der Normanforderungen für Massiv- und Fertighäuser. Die EnEV und die DIN 18015 gelten für beide Bauweisen.

Schädlich für den Blower-Door-Test sind auch nur Leerrohre die nach außen führen. Innerhalb der winddichten Gebäudehülle haben Leerrohre keine negative Auswirkung.
Zitat:
Zitat von godlike81 Beitrag anzeigen
Gibt es Alternativen zu den Leerrohren, um zukünftig noch Änderungen bzw. ein Austausch der Kabel zu gewährleisten ?
Nicht nach DIN 18015 wonach alle Antennenkabel zugfähig verlegt sein müssen und auch zwischen UG und DG ausreichende dimensionierte Leerrohre zu installieren sind.

Die Zukunft gehört der Glasfaser, im privaten Inhouse-Bereich reicht u. U. auch POF aus. Die Vorgaben der DIN 18015 werden so oft missachtet, dass Bedea in Anpassung an die normwidrige Ausführungspraxis ein Koaxkabel mit einem angedockten dünnen Leerrohr für nachträgliche Glasfaserinstallation anbietet.
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Alt 19.06.2011, 21:10   # 9
godlike81
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Hallo Dipol,

das mit dem Vorwand habe ich mir schon gedacht. In der Zwischenzeit habe ich mich auch mal in den Foren der Fertighausanbieter umgesehen und dort nachgefragt. Fast überall wurden Leerrohre verlegt und wenn es nicht in der Grundausstattung enthalten war, konnte der entsprechende Bauherr durch Zuzahlung eine Leerrohrverlegung in Auftrag geben.

Ich werde mich jetzt mal an meinen Kundenbetreuer bei der Fertighausfirma wenden und um eine Aussage zum Thema Leerrohr verlangen. Dem entsprechenden Elektriker traue ich langsam nicht mehr über den Weg, da er mir plötzlich Zusatzkosten für Koaxialkabel berechnen will, obwohl ich die gesamte Elektroinstallation bereits bezahlt habe. Außerdem hat er mir, wie oben bereits beschrieben, die Dosen von Multiline zur Montage vorgesetzt. Auch da gibt es momentan Dissonanzen, weil mir bei der Bemusterung Dosen eines Premiumherstellers, nämlich Kathrein oder Hirschmann, versprochen wurden. Als hätte man als Bauherr nicht genügend andere Probleme, muss man sich wg. so "Kleinigkeiten" jetzt auch noch rumärgern

Welche Dosen würdet Ihr mir denn empfehlen ?

Es sollen nur 3-Loch Dosen verbaut werden, da ich schon mehrfach gelesen habe, dass 4-Loch Dosen qualitativ eher schlecht sind.

Da keine UKW-Antenne montiert werden soll, brauche ich den Radio-Anschluss an den Dosen auch nicht und somit kann ich ohne Probleme auf 3-Loch Dosen zurückgreifen.

Für Singlesat habe ich beim Googeln folgende Dosen gefunden:

Kathrein ESD 30, Hirschmann FS 302F, Axing SSD 5-00

Für Twin-Sat dann folgende Dosen:

Kathrein ESD 32, Hirschmann EDS 322F, Triax EDS 322F (Baugleich Hirschmann ?), Hirschmann EDA 322F

Welche Dosen würdet ihr mir von den oben genannten empfehlen, also einaml für Singelsat und einmal für Twin-Sat ?

Habt ihr bessere Empfehlungen für die Dosen, die qualitativ noch besser sind ?

Was ist der Unterschied zwischen der EDA 322F und der EDS 322F von Hirschmann und ist die Triax EDS 322F baugleich dazu ?

Vielen Dank für eure Antworten. Das Forum ist wirklich Klasse

Gruß Sascha
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Alt 19.06.2011, 22:28   # 10
Dipol
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Zitat:
Zitat von godlike81 Beitrag anzeigen
Als hätte man als Bauherr nicht genügend andere Probleme, muss man sich wg. so "Kleinigkeiten" jetzt auch noch rumärgern
Ich hoffe für dich, dass das die einzigen Beanstandungen sind und ausnahmsweise mal die üblichen Elementarfehler nicht begangen wurden:
  • Nach DIN 18014 darf der Fundamenterder nur noch von oder unter Aufsicht einer Elektrofachkraft verlegt werden. Das ganze muss nachvollziehbar dorkumentiert werden.
  • Der Erdungsdraht muss von anderen Elektrokabeln einen Trennungsabstand einhalten. Ein Innenableitung ist prinzipiell zulässig, in der Praxis aber meist nur eine Außenableitung möglich.
  • Dafür sollte bei einem Neubau sinnvollerweise eine Anschlussfahne an den Fundament- oder Ring-Erder vorhanden sein.
  • Die Koaxkabel müssen in den Potenzialausgleich einbezogen werden.
Zitat:
Zitat von godlike81 Beitrag anzeigen
Welche Dosen würdet Ihr mir denn empfehlen ?

Für Twin-Sat dann folgende Dosen:

Kathrein ESD 32, Hirschmann EDS 322F, Triax EDS 322F (Baugleich Hirschmann ?), Hirschmann EDA 322F

Was ist der Unterschied zwischen der EDA 322F und der EDS 322F von Hirschmann und ist die Triax EDS 322F baugleich dazu ?
Seit TRIAX den Bereich HIRSCHMANN Antennentechnik übernommen hat, werden die Steckdosen nicht mehr am aufgegebenen HIRSCHMANN-Standort Neckartenzlingen, sondern in Dänemark bei TRIAX produziert.

Die Dosen sind alle okay. Bei der EDA 322F hast du dich vermutlich vertippt. Je nachdem ob man später noch DVB-T oder eher Radio einspeisen will, sollte man darauf achten, dass man einen entsprechenden Buchsen- oder Stecker-Ausgang hat.

Die FS 302F ist eine Single-Filterdose die auf den Anschlüssen Radio und TV selektiv auskoppelt, hat deshalb auch nur 1,5 dB Auskoppeldämpfung. Die EDA 302 ist eine Singledose deren TV-Anschluss breitbandiger ausgelegt ist. Die braucht man wenn die digitalen BK-Kanäle S 02 und S 03 in die Sat.-Anlage mit eingespeist werden. Deshalb betragen die Dämpfungen 2,5 dB auf dem TV-Ausgang und auf der Rundfunkbuchse 6,5 dB.
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Alt 19.06.2011, 22:32   # 11
godlike81
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Hallo,

habe den Tag über ganz vergessen, meine Mails abzurufen. Der zuständige Elektriker hat mir auf meine Nachfrage bezüglich der Leerrohre so geantwortet:

Es gibt grundsätzlich immer eine Lösung. Es ist aber bei einer Holzständerlösung von einer Leerrohrverlegung abzuraten, da die Winddichtigkeit nicht gewährleistet werden kann.

Lösung 1:Diese Lösung bedarf mehrere Zugdosen in Wände und Decken. Es kann ein Leerrohr M16 verwendet werden. Bei dieser Lösung gibt es dann mehrere unschöne Dosendeckel. Das Leerrohr kann max. 2 Biegungen erhalten, danach ist eine Zugdose zu setzen (Viereckig 100x100mm).

Lösung 2: Es muss eine Vorwand angebracht werden. In diese Vorwand sollten die Leerrohre verlegt werden. D.H. es werden die Leerrohre auf der Rohdecke verlegt und mit 2 Bögen in die Hohlwanddose eingeführt bis zur Vorwand. In dieser können die Leitungen Stockwerksübergreifend verlegt werden.

Wie bewertet ihr die Aussagen ? Blödsinn und Vorwand oder sind die Vorschläge ok. Mir kommt das alles sehr dubios vor.

Edit:

Danke Dipol für die Bewertung der Dosen.

Grundsätzlich: Würdest Du dann eher zu Kathrein oder den genannten Hirschmann / Triax-Dosen raten ?
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Alt 19.06.2011, 23:00   # 12
Dipol
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Zitat:
Zitat von godlike81 Beitrag anzeigen
Es gibt grundsätzlich immer eine Lösung. Es ist aber bei einer Holzständerlösung von einer Leerrohrverlegung abzuraten, da die Winddichtigkeit nicht gewährleistet werden kann.
Unsinn, die verklebten Folien machen dicht, nicht die Holzständer. Und in der DIN 18015 sind auch für Fertighäuser keine Ausnahmen vorgesehen.
Zitat:
Zitat von godlike81 Beitrag anzeigen
Lösung 1:Diese Lösung bedarf mehrere Zugdosen in Wände und Decken. Es kann ein Leerrohr M16 verwendet werden. Bei dieser Lösung gibt es dann mehrere unschöne Dosendeckel. Das Leerrohr kann max. 2 Biegungen erhalten, danach ist eine Zugdose zu setzen (Viereckig 100x100mm).
Exakt so muss es immer sein, damit die Kabel nicht zu stark gezogen werden! Das ist eine fachliche Selbstverständlichkeit und wiederum keine spezifische Vorschrift für Fertighäuser.
Zitat:
Zitat von godlike81 Beitrag anzeigen
Lösung 2: Es muss eine Vorwand angebracht werden. In diese Vorwand sollten die Leerrohre verlegt werden. D.H. es werden die Leerrohre auf der Rohdecke verlegt und mit 2 Bögen in die Hohlwanddose eingeführt bis zur Vorwand. In dieser können die Leitungen Stockwerksübergreifend verlegt werden.
In einem ausreichend dimensionierten Zugkasten kann man durchaus mehrere Leerrohre zusammen fassen. Allerdings sollten bei einem Neubau in der Hohlwanddose keine Leitungen für andere Teilnehmerdosen durchlaufen.
Zitat:
Zitat von godlike81 Beitrag anzeigen
Grundsätzlich: Würdest Du dann eher zu Kathrein oder den genannten Hirschmann / Triax-Dosen raten ?
Bei den Singledosen habe ich keinen Favoriten. Die Schrauben der KATHREIN-Dosen an den Dosenkrallen sind etwas stabiler und werden nicht so schnell krumm. Das spielt aber bei Montage in Hohlwanddosen keine Rolle, weil da die Steckdosen mit Schrauben statt mit den Spreizkrallen befestigt werden.

Bei den Twin-Dosen kommt es wie schon erwähnt darauf an, ob man bei der Terrestrik einen Steckerausgang für DVB-T, oder eine Buchse für Rundfunk bevorzugt.
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Alt 19.06.2011, 23:02   # 13
godlike81
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Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Ich hoffe für dich, dass das die einzigen Beanstandungen sind und ausnahmsweise mal die üblichen Elementarfehler nicht begangen wurden:
  • Nach DIN 18014 darf der Fundamenterder nur noch von oder unter Aufsicht einer Elektrofachkraft verlegt werden. Das ganze muss nachvollziehbar dorkumentiert werden.
  • Der Erdungsdraht muss von anderen Elektrokabeln einen Trennungsabstand einhalten. Ein Innenableitung ist prinzipiell zulässig, in der Praxis aber meist nur eine Außenableitung möglich.
  • Dafür sollte bei einem Neubau sinnvollerweise eine Anschlussfahne an den Fundament- oder Ring-Erder vorhanden sein.
  • Die Koaxkabel müssen in den Potenzialausgleich einbezogen werden.
Der Fundamenterder wird auf alle Fälle durch eine Elektrofachmann installiert, daher dürfte es in diesem Bereich kein Problem geben.

Bezüglich dem Erdungsdraht habe ich schon nachgefragt und es wurde mir eine Außenverlegung versprochen, da dies der Norm entspricht. daher scheint das auch zu klappen.

Eine Anschlussfahne wird gelegt.

Ob die koaxkabel in den PA einbezogen werden, weiß ich nicht. Darauf werde ich den Elektriker noch ansprechen. Danke für den Hinweis.

Gruß Sascha

---------- Doppelpost zusammengeführt ----------

Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Bei den Twin-Dosen kommt es wie schon erwähnt darauf an, ob man bei der Terrestrik einen Steckerausgang für DVB-T, oder eine Buchse für Rundfunk bevorzugt.
Eher DVB-T. Wie würde dann die Empfehlung aussehen ? Eher Kathrein ESD 32 oder Hirschmann / Triax EDS 322F ?
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Alt 20.06.2011, 10:15   # 14
Dipol
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Zitat:
Zitat von godlike81 Beitrag anzeigen
Eher DVB-T. Wie würde dann die Empfehlung aussehen ? Eher Kathrein ESD 32 oder Hirschmann / Triax EDS 322F ?
Die Dosen mit Buchse entfallen damit. Somit ist die Asiendose SVT 500 von TechniSat und auch die Schwaiger DSE 652 (auch nur 15 dB Entkopplung Sat.-Sat.) außen vor.

Die Achillesferse nicht nur der Vierloch-Twindosen ist die Entkopplung zwischen den Anschlüssen. Leider schweigen sich sowohl KATHREIN als auch TRIAX-HIRSCHMANN über die Entkopplung aus.

Bleibt als Entscheidungskriterium nur persönliche Vorliebe. Auch wenn ich mit den Federklemmen der HIRSCHMANN-Dosen noch nie Probleme hatte, sind mir die Schraubverbindungen des Mittelleiters der KATHREIN-Dosen sympathischer.
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Alt 20.06.2011, 12:55   # 15
godlike81
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Danke Dipol.

Dann werden es für Singelsat die Kathrein ESD 30 und für Twin-Sat die ESD 32. Jetzt muss ich dem Eli nur noch verklickern, dass dies ohne Aufpreis zu den Asiendosen geschehen muss, da mir Premiumqualität bei den Dosen versprochen wurde.

Außerdem muss ich mich jetzt um die Leerrohrverlegung kümmern und das durchdrücken. Falls ich noch Fragen habe, melde ich mich wieder.

Vorab vielen Dank für Deine Unterstützung
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Alt 29.06.2011, 13:15   # 16
godlike81
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Bezüglich der Leerrohre gibt es wieder eine neue Aussage meines Fertighausherstellers. Natürlich wieder dahingehend, dass eine Leerrohrverkabelung nicht geht.

Hier die Aussage, langsam bekomme ich einen Hals :

"Bezüglich Ihres Anliegen der Leerrohre betreffend kann ich Ihnen nachfolgende Antwort geben:

Durch Leerrohre kann Konvektion entstehen und dann kann Kondensatausfall drohen. Wir führen die Installation nach anerkannten Regeln aus, dies bedeutet ohne Leerohre."

Dazu hat man mir noch geschrieben, dass DIN, VDE bzw. EnEV keine bindennde Vorschrift sei und man daher auch ohne Lerrohr verlegen dürfte.

Was ist unter der neuen Aussage wg. Konvektion zu verstehen ?

Gruß Sascha
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Alt 30.06.2011, 20:38   # 17
Dipol
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Zitat:
Zitat von godlike81 Beitrag anzeigen
Durch Leerrohre kann Konvektion entstehen und dann kann Kondensatausfall drohen. Wir führen die Installation nach anerkannten Regeln aus, dies bedeutet ohne Leerohre."
Was für eine Rechtsauslegung, die dürfte jeden Juristen erheitern: Wurde vertraglich eine Ausführung nach den Anerkannten Regeln der Technik vereinbart, schuldet der Auftragnehmer selbstverständlich eine Ausführung unter Beachtung der Normen. Die Gerichte gehen in Streitfällen teilweise sogar darüber hinaus, wenn nach dem Stand der Technik eine bessere Ausführung geboten war. Das war jahrelang beim Schallschutz der Fall.

Dein Fertighaushersteller will ausschließlich die Kosten der teureren Leerrohrverlegung einsparen.
Zitat:
Zitat von godlike81 Beitrag anzeigen
Dazu hat man mir noch geschrieben, dass DIN, VDE bzw. EnEV keine bindennde Vorschrift sei und man daher auch ohne Lerrohr verlegen dürfte.
Richtig DIN und VDE sind Empfehlungen, die bei jedem seriösen Bauträger oder Fertighaushersteller zu den vertraglich zugesicherten Eigenschaften gehören. Wegen einer unterlassenen Leerrohrinstallation fällt zum Glück kein Haus ein.

Verstöße gegen die EnEV können behördlich geahndet werden. Hoffen wir mal, dass diese Firma wenigstens die DIN-Normen für die Statik für verbindlich hält.
Zitat:
Zitat von godlike81 Beitrag anzeigen
Was ist unter der neuen Aussage wg. Konvektion zu verstehen ?
Innerhalb beheizter Räume spielt das keine Rolle. Wenn die Temperaturdifferenzen zu einem unbeheizten Raum im Keller oder in der Bühne zu groß sind, dichtet man die Rohröffnungen ab und schon gibt es weder Konvektion noch Kondensat.
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Alt 01.07.2011, 14:12   # 18
godlike81
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Hallo Dipol,

erneut einen großen Dank für Deine Antwort.

Sieht wohl so aus, dass ich jetzt mal richtig Tacheles mit der Fertighausfirma reden muss. Problem an der Geschichte ist nur, dass mir die Zeit langsam davon rennt. Am 19.07 beginnt der Hausaufbau und nur 3 Tage später folgt die Elektroinstallation.

Die Fertighausfirma spielt auf Zeit und gibt mir tägliche einen anderen Grund, um die Leerrohre nicht legen zu müssen. Winddichtigkeit, Kondensataustritt etc. etc. etc.

Herr schmeiß Hirn ra, wie man im Schwabenland sagt

Momentan könnte ich an die Decke gehen vor Wut

Bin weiter am Durchdrücken der Leerrohre, momentan sieht es aber eher Mau ist. Dazu muss man ja noch einer geregelten Arbeit nachgehen und andere Bauthemen abarbeiten.

Ich werde berichten, wie die gesamte Sache ausgegangen ist.

Gibt es einen Tipp, wie ich noch Pro-Leerrohrverlegung argumentieren kann ?

Vielen Grüße aus dem momentan vom Unwetter befallenen Schwabenländle
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Alt 01.07.2011, 21:32   # 19
Dipol
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Zitat:
Zitat von godlike81 Beitrag anzeigen
Gibt es einen Tipp, wie ich noch Pro-Leerrohrverlegung argumentieren kann ?
Ein Werk ist nur dann mängelfrei, wenn es nach den Anerkannten Regeln der Technik ausgeführt ist. Und dafür sind nun mal nicht nur die Normen maßgeblich, die der Fertighausfirma gerade in den Kram passen. Schau in deinen Werkvertrag, da hat der Hersteller sicherlich auch noch die VOB zur Vertragsgrundlage gemacht.

Und achte insbesondere darauf, dass der Fundament- oder Ringerder nur von oder unter Aufsicht einer Elektrofachkraft verlegt wird. Darüber ist eine nachvollziehbare Dokumentation mit Messwerten und Fotos anzulegen. Nur so ist es korrekt, ansonsten dürfte auch kein Anschluss an das E-Netz erfolgen.

Wenn das versäumt wird kann sich daraus ein langwieriger Streitfall ergeben.
Zitat:
Zitat von godlike81 Beitrag anzeigen
Vielen Grüße aus dem momentan vom Unwetter befallenen Schwabenländle
Sooo schlimm war das auf den Fildern gar nicht.
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Alt 28.05.2012, 10:45 # --
News Flash
 
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