Potentialausgleich Sat Schüssel

Alt 02.06.2011, 20:41   # 1
Cyan
 
Registriert seit: 02.06.2011
Beiträge: 1
Hallo,
ich wohne mit meinen Eltern in unser Haus und ich möchte auf Sat umsteigen,meine eltern wollen aber weiterhin bei Kabel Tv bleiben.
Nun wollten wir eine Sat Schüssel an die Hauswand montieren (braucht keine Erdung da 2 meter abstand vorhanden ist)und ein koaxkabel von lnb in mein Zimmer ohne Sat Dose zum Fernseher legen.
Nun ist die frage muss ich potentialausgleich machen oder geht das auch ohne, wenn ich den machen muss wie mach ist das denn am besten,da ja das kabel von außen unter der Regenrinne in mein Zimmer kommt.
Kann ich vl das Potenzialausgleichkabel vl an die Regenrinne machen?

MFG
Cyan
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Alt 03.06.2011, 05:58   # 2
elo22
 
Registriert seit: 03.10.2008
Beiträge: 219
Zitat:
Zitat von Cyan
Nun ist die frage muss ich potentialausgleich machen
Ja, das ist unabhängig von Standort der Schüssel.
Zitat:
Zitat von Cyan
Kann ich vl das Potenzialausgleichkabel vl an die Regenrinne machen?
Ja sicher kannst Du ein 4 mm² von der HauptErdungsSchiene am Fallrohr befestigen. Das Fallrohr ist in keinem Fall ein Erder bzw eine Erdungsleitung.

Lutz
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Alt 03.06.2011, 17:40   # 3
Dipol
Team SAT-Technik
 
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von elo22 Beitrag anzeigen
Ja, das ist unabhängig von Standort der Schüssel.
In diesem Monat tritt voraussichtlich die neue EN 60728-11 in Kraft. Nachdem mir vorliegenden Manuskript an dem sich nicht mehr viel ändern wird, wird der Potenzialausgleich nochmals aufgeweicht. Sofern die Antenne nur eine einzige Wohneinheit versorgt, wird der PA unabhängig von der Zahl der angeschlossenen Endgeräte völlig frei gestellt. In der abgelösten EN 50083-1 war das nicht ohne Grund auch für eine WE zwingend vorgeschrieben.
Zitat:
Zitat von elo22 Beitrag anzeigen
Ja sicher kannst Du ein 4 mm² von der HauptErdungsSchiene am Fallrohr befestigen. Das Fallrohr ist in keinem Fall ein Erder bzw eine Erdungsleitung.
Das sehe ich mal wieder völlig anders als Lutz.

Auch wenn ein Regenrohr oder eine Dachrinne nicht in eine Blitzschutzanlage integriert ist, kann dort ein Blitz einschlagen. Daher sind nach meiner Normauslegung der EN 62305 auch die üblichen Trennungsabstände einzuhalten.

Ist der Trennungsabstand zu einschlaggefährdeten Metallteilen oder Blechen nicht einzuhalten, muss zur Vermeidung möglicher Überschläge blitzstromtragfähig gebrückt werden. Damit würde dann eine im Schutzbereich montierte Antenne wiederum erdungspflichtig.

FAZIT: Nicht nur eine nicht erdungspflichtige Antenne selbst, sondern auch deren Antennenkabel und ebenso ein 4 mm² PA-Draht muss ca. 0,5 Meter Trennungsabstand von einem Regenfallrohr einhalten.
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Alt 06.06.2011, 22:12   # 4
i2x
 
Registriert seit: 16.04.2011
Ort: München
Beiträge: 7
Hallo,

vielleicht ein wenig zurück zum Ausgangsthema.
Potenzialausgleich halte ich generell für sinnvoll - bei den Eingängen -, ich frage mich jedoch warum ich die Ausgänge eines Multischalters ebenfalls an eine solche Schiene anschleßen soll, wenn ich stattdessen den Schalter selbst erde und sämtliche Ein- und Ausgänge über das Gehäuse sowieso galvanisch miteneinander verbunden sind. Oder ist das Erden des MS selbst nicht vorgesehen, in einem typischen Aufbau?

Außerdem artet das in einer Kurz-Kabel Odyssee aus (33 Stück!), wenn ich einen 17/16 MS verwende. Hat jemand eine praktikable Lösung dafür?

Dankeschön.
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Alt 06.06.2011, 23:14   # 5
Dipol
Team SAT-Technik
 
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von i2x Beitrag anzeigen
...ich frage mich jedoch warum ich die Ausgänge eines Multischalters ebenfalls an eine solche Schiene anschleßen soll, wenn ich stattdessen den Schalter selbst erde und sämtliche Ein- und Ausgänge über das Gehäuse sowieso galvanisch miteneinander verbunden sind.
Im Zeitalter von Schaltnetzteilen ist der ausgangsseitige PA als innerer Überspannungsschutz ebenso wichtig wie der eingangsseitige. Denn im Servicefall ist es schlicht unpraktikabel, dass alle Endgeräte vom Antennennetz getrennt werden.
  1. Wird die Sternleitung am Multischalter abgeschraubt, entsteht durch noch angeschlossene Endgeräte eine mehr oder weniger hohe Potenzialdifferenz, welche den Monteur gefährden kann.
  2. Diese Rückspannung noch angeschlossener Endgeräte kann auch einen Multischalter oder Verstärker killen, wenn -wie üblich- der Mittelleiter am F-Stecker zuerst Kontakt bekommt.
Zitat:
Zitat von i2x Beitrag anzeigen
Oder ist das Erden des MS selbst nicht vorgesehen, in einem typischen Aufbau?
Auch die metallischen Komponentengehäuse sind in den PA mit einzubeziehen.
Zitat:
Zitat von i2x Beitrag anzeigen
Außerdem artet das in einer Kurz-Kabel Odyssee aus (33 Stück!), wenn ich einen 17/16 MS verwende.
Das ist der Preis der Sicherheit.
Zitat:
Zitat von i2x Beitrag anzeigen
Hat jemand eine praktikable Lösung dafür?
Es gibt jedenfalls keine die auch normkompatibel ist.

In der neuen EN 60728-11 wurde der Begriff des temporären Potenzialausgleichs geschaffen. Den sollte man stets dann praktizieren, wenn Potenzialdifferenzen zu befürchten sind.

Dass mit den Potenzialdifferenzen nicht zu spaßen ist musste ich selbst bei einem 3.000,00 Euro-TV erleben. Dessen DVB-S2-Twintuner wurde allein durch Abnehmen und wieder Aufschrauben des Antennenkabels gemordet. Seitdem führe ich im Servicekoffer ein Patchkabel mit zwei Krokodilklemmen mit.
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Alt 06.06.2011, 23:25   # 6
polskafan
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Beiträge: 555
Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Es gibt jedenfalls keine die auch normkompatibel ist.
Was wurde denn aus den DCT Delta MSBE-8 und MSBE-12? Eine Google Suche danach ergibt nur noch deinen Beitrag in einem anderen Forum, der auf diese Neuvorstellung hinweist. Die Idee an sich finde ich aber nach wie vor sehr praktisch.

Gibt es denn kein Produkt a la Kathrein EMU 290 (selbstverständlich mit F-Buchse/F-Stecker, statt F-Stecker/F-Stecker) welches den Potentialausgleich herstellen könnte?

Gruß
- polskafan
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Alt 06.06.2011, 23:42   # 7
Dipol
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Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von polskafan Beitrag anzeigen
Was wurde denn aus den DCT Delta MSBE-8 und MSBE-12? Eine Google Suche danach ergibt nur noch deinen Beitrag in einem anderen Forum, der auf diese Neuvorstellung hinweist. Die Idee an sich finde ich aber nach wie vor sehr praktisch.
Die DELTA-Lösung vereinfacht den Multischalter PA extrem. Allerdings muss im Servicefall stets die ganze Schiene abgenommen werden. Der klassische Strippenzieher ohne Problembewusstsein wird eher nur die betroffene Sternleitung abschrauben, womit der PA-Schutz für den Monteur wirkungslos wird.
Zitat:
Zitat von polskafan Beitrag anzeigen
Gibt es denn kein Produkt a la Kathrein EMU 290 (selbstverständlich mit F-Buchse/F-Stecker, statt F-Stecker/F-Stecker) welches den Potentialausgleich herstellen könnte?
An der ANGA-Cable 2010 hatte ich ein entsprechendes Projekt initiiert und diverse Hersteller einschließlich DCT-DELTA mit ins Boot geholt.

DCT-DELTA hat dann klammheimlich einen Gebrauchsmusterschutz angemeldet und damit das Projekt torpediert. Lediglich AXING eiert mit zusätzlichen Überspannungsschutzgliedern mit alibihafter Impulsform 8/20 µs (Imax. 5 statt 100 kA) weiter um den Gebrauchsmusterschutz herum.
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Alt 07.06.2011, 00:51   # 8
King W.
Team SAT-Technik
 
Benutzerbild von King W.
 
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Beiträge: 9.170
Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
DCT-DELTA hat dann klammheimlich einen Gebrauchsmusterschutz angemeldet und damit das Projekt torpediert.
Eine Frechheit sondergleichen, anderer Leute Ideen zu klauen, um damit Geschäfte zu machen.

Arbeitet dort vielleicht ein Herr von und zu ex-Dr. Guttenberg? Wundern würde es mich nicht. Wieder eine Firma auf meiner Blacklist.
__________________
Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
Albert Einstein


Nokia? Nein danke!
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Alt 07.06.2011, 09:03   # 9
Dipol
Team SAT-Technik
 
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Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Eine Frechheit sondergleichen, anderer Leute Ideen zu klauen, um damit Geschäfte zu machen. .
DCT-DELTA hat die Quickerdungsschiene nicht bei mir abgekupfert. Die hatten selbst die gleiche Idee und ihre Quickerdungsschienen seit Januar 2010 im Programm. Somit ist die Gebrauchsmusterschutzanmeldung rechtlich einwandfrei. Jeder Hersteller will Exklusivität, die Vorgehensweise konnte aber keinem der anderen Beteiligten gefallen.

Kernpunkt des Projekts war ein Schirmungsmaß-Vergleich der verschiedenen Quick-Adapter. In der CoMet-Messröhre von Bedea hatte sich nämlich bereits auf der ANGA-Cable 2010 heraus gestellt, dass selbst teure HQ-Quickadapter eines renommierten dänischen Herstellers das Schirmungsmaß extrem verschlechtern.

Die Messung von bereits mehrfach benutzten Adaptern eines Ausstellers ergab sogar, dass deren Schirmungsmaß noch um 10 dB schlechter war. Das verwundert nicht, wenn man den Plott vom ANGA-Competenc-Center ansieht, wonach allein ein schlecht angezogener F-Stecker das Schirmungsmaß um 40 dB verschlechtern kann.
Angehängte Dateien
Dateityp: pdf EMV-Screening_F-Stecker-lose.pdf (172,0 KB, 18x aufgerufen)
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Alt 28.05.2012, 16:14 # --
News Flash
 
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