Schräger Mast

Alt 25.05.2011, 23:00   # 1
Purple-Racer
 
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Hallo Experten,
nachdem mich das Kabel Deutschland jetzt so lange getriezt, ist dieses Jahr im November Schluß.
Habe mir hier schon einiges erlesen, was zu beachten ist, die kleinen Stolperfallen halt.

Jetzt zu meinem Problem.
Die Schüssel soll auf unser fast Flachdach, ungefähr 10 Grad Neigung.
Kann ich den Mast einfach so schräg darauf befestigen oder sollte ich ihn so aufbauen, daß es senkrecht steht.

Verwenden will ich ein Dreibein: Standfuß 85cm, 3 ausklappbare Beine, Stahl verzinkt.
Als Schüssel: Hirschmann Fesat 85 HQ schiefergrau 85 cm
LNB: Alps Quattro LNB BSTE9-101B
Multischalter: Spaun SMS 5803 NF
Standort 91301 Forchheim 49,71 Breite 11,06 Länge

Zum ausrichten werde ich wohl so einen Satfinder brauchen, denn den Receiver will ich erst im Herbst kaufen.
Möchte die Anlage aber schon jetzt auf dem Dach fertig stellen.
Was sollte ich da eurer Meinung nehmen?

Den Multischalter möchte ich in meiner Wohnung befestigen, habe durch einen alten Kamin direkten Zugang aufs Dach. Entfernung ca. 13m bis Oberkante Kamin dann noch ca 3m zur Schüssel.
Am Kamin kann ich keinen Mast anbringen, da dort eine Solaranlage die Sicht versperrt.
Von Multischalter gehts dann sternförmig in die 4 Zimmer, das habe ich bei der Renovierung schon berücksichtigt.
Hauptreceiver wird wahrscheinlich ein Topfield. Dazu kommen 2 weitere einfachere.

Hoffe das ist genug Input für euch, um meine Fragen zu klären.
Danke Steve
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Alt 26.05.2011, 01:49   # 2
King W.
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Hallo Steve,

nw welcome

Zunächst zu deiner Frage mit dem "schrägen" Mast: Wenn dich die Optik nicht stört, könntest du zum Empfang eines einzelnen Satelliten den Mast tatsächlich direkt auf das Schrägdach schrauben. Bei 10° sehe ich da kein großes Problem. Es kommt auch darauf an, in welche Richtung das Dach geneigt ist. Wenn schon nicht gerade, dann wäre eine Neigung in Nordwest - Südost-Richtung optimal. Die Elevations-Skala an der Antenne stimmt dann natürlich nicht mehr, sondern sie muß um den Schrägstand des Mastes korrigiert werden. Der richtige, und bei einem senkrecht stehenden Mast einzustellende Wert wäre für Forchheim 32,5°. Er ist zu vermindern (erhöhen), wenn der Mast nach hinten (vorn) geneigt ist. Bei der von dir angedachten Antenne ist das kein Problem, der Einstellbereich reicht aus.

Zu den einzelnen Komponenten:

Antenne:
Die Fesat 85 HQ ist ein OEM-Produkt und wird original von Gibertini hergestellt. Gegen die Qualität gibt es nichts zu sagen - im Gegenteil.
Unverständlich, um nicht zu sagen, irreführend, ist aber die Typbezeichnung. Die Fesat gibt es als 85 HQ und als 95 HQ, wobei die 95 HQ bis auf den "Hirschmann" Aufkleber mit der Gibertini 85 SE identisch ist. Die 85 HQ ist deutlich kleiner, der Reflektor mißt nur ca. 75 cm im Durchmesser, die 85 cm beziehen sich offensichtlich auf die Gesamthöhe, einschließlich Feedarm. Leider hat diese "Mogelei" mittlerweile System: Die Kathrein CAS 75 ist z.B. größer, als die CAS 80 und die WISI OA 85, ebenfalls eine qualitativ sehr überzeugende Antenne, hat auch nur einen Reflektor von 75 cm Durchmesser.

Wenn du eine 85er Antenne willst - und es spricht technisch einiges dafür, z.B. eine hohe Schlechtwetterreserve - nimm entweder die Gibertini 85 SE ohne oder die (teurere) Hirschmann Fesat 95 HQ mit Aufkleber.

75 - 95 cm ist eine sinnvolle Größe für den einwandfreien Mehrteilnehmerempfang des Astra-Satelliten. Wenn dir 75 cm reichen, kannst du natürlich auch die Fesat 85 HQ nehmen. Die Qualität stimmt wenigstens.

LNB:
Gute Wahl, das LNB liefert eine hohe Empfangsqualität und ist sehr langlebig. So ziemlich das beste, was man bekommen kann.

Multischalter:
Nimm anstelle des Spaun lieber den Jultec JRM0508T.
Dafür gibt es u.a. zwei Gründe
  • Das äußerst robuste Gehäuse aus Alu-Druckguß, welches einmal einen hervorragenden mechanischen Schutz der eingebauten Elektronik bietet, zum anderen sehr gut gegen Störungen aller Art abschirmt und zudem noch als Kühlkörper für die eingebauten Teile fungiert.
  • Die fehlende Stromversorgung. Die Schalter der JRM-Rehe sind so sparsam daß sie kein eigenes Netzteil benötigen. Im Gegenteil: Durch eine trickreiche Schaltungstechnik hat es Jultec sogar geschafft, daß Multischalter + LNB weniger Strom verbrauchen, als der Multischalter allein!
    Klingt nach Münchhausen, stimmt aber wirklich. Ein moderner Schaltregler, der die Betriebsspannung des LNB auf 8V absenkt, macht's möglich. Dessen Empfangsleistung wird dadurch nicht beeinträchtigt, wohl aber der Stromverbrauch und damit die Wärmeentwicklung gesenkt. Dein Portemonnaie wird's freuen, deinen Energieversorger ärgern ...

Die beim Spaun vorhandenen Regler für den Eingangspegel sind beim Jultec nicht erforderlich. Bei der empfohlenen Antennengröße von 75 - 95 cm bekommst du in Verbindung mit einem Alps-LNB auf jeden Fall einen Pegel, mit dem der Schalter einwandfrei arbeiten kann.

Noch ein kleiner Hinweis: Sowohl beim Spaun, wie auch beim Jultec und auch bei allen anderen Multischaltern muß jeder Receiver eine eigene Anschlußleitung bekommen, die praktischen Twin-Receiver (ein Programm sehen, ein anderes aufnehmen usw.) benötigen 2 Anschlüsse. Daran sollte man, besonders im Wohnzimmer, denken. Ich gehe mal davon aus, daß das auch geschehen ist. Aber selbst wenn nicht, gibt es noch eine Lösung ohne Neuverlegung - mit einem anderen Schalter.

Dann brauchst du noch ordentliches Kabel und zwar 4 mal die Strecke vom LNB zum Multischalter. Auch beim Kabel übertreffen sich die Werbefuzzis mittlerweile gegenseitig - und werben mit überhöhten und für die Praxis völlig irrelevanten Schirmdämpfungen. Da wird mit "120 dB" und mehr geworben - für billiges China-Kabel. Andere Kriterien sind aber viel wichtiger: Der Kern sollte aus massivem Kupfer sein (kein "Staku", also Stahl, hauchdünn verkupfert), das Dielektrikum, also der Innenleiter, aus physikalisch geschäumtem PE (Billiganbieter schäumen chemisch, d.h. durch Zugabe irgendwelcher schaumbildender Substanzen), die Abschirmfolie sollte mit dem Dielektrikum verklebt sein und das Abschirmgeflecht aus verzinntem oder blankem Kupfer mit einer hohen Dichte. Und, last not least, sollte der Mantel aus einem stabilen, alterungsbeständigen Material sein. Für innen wäre PVC optimal während außen, wo das Kabel der Witterung ausgesetzt ist, ein PE-Isolierung besser ist.

Dieses Kabel ist zwar kein Sonderangebot, aber es erfüllt ausnahmslos alle Qualitätskriterien. Das Geld dafür ist jedenfalls gut angelegt.

Passend zu dem Kabel bekommst du besonders hochwertige Kompressionsstecker, in diesem Set. Mit dabei: Ein Abisolierer und eine Kompressionszange. Damit kann die Montage schnell und einfach durchgeführt werden. Nach getaner Arbeit kann das Set einfach wieder zurückgeschickt werden. Der Kaufpreis wird dann erstattet, abzüglich der verbrauchten Stecker, versteht sich. Eine Leihgebühr wird nicht erhoben, es sind nur die Portokosten für die Rücksendung zu übernehmen. So kommt man zu professionellen Verbindungen, ohne das Werkzeug dafür kaufen zu müssen.

Die Antennensteckdosen müssen SAT-tauglich sein. Falls normale Kabeldosen eingebaut sind, einfach gegen diese Dosen tauschen.

Zum Schluß noch ein Wort zu deiner Sicherheit: Auf dem Dach ist die Antenne erdungspflichtig und es ist ein Potentialausgleich herzustellen. Bitte, lies den entsprechenden Beitrag. Wenn die Solaranlage als Blitzschutz vernünftig geerdet ist, muß die Antenne in diese Erdung einbezogen werden, um optimal geschützt zu sein.

So, nun fällt mir nicht mehr viel ein.

Aus den genannten Komponenten bekommst du jedenfalls eine sehr langlebige und hervorragend funktionierende SAT-Anlage, welche dafür sorgt, daß du Kabel Deutschland sehr schnell vergessen wirst.
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Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
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Alt 26.05.2011, 23:33   # 3
Purple-Racer
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Wow, was für ein Roman, Vielen Dank für die ausführlichen Erläuterungen.

Dieses Dreibein hat Langlöcher an den Streben, sodaß ich den Mast wohl an die Schräge anpassen kann, wenn nicht mach ich die Langlöcher länger.
Ist glaub ich einfacher, weil die Winkeldaten dann wohl stimmen.

Als Kabel dachte ich an das hier:

Kathrein LCD 111
Im Freien wollte ich die Kabel durch ein Rohr schützen.

Der Multischalter ist wohl für mich ideal geeignet, weil er in einen Kasten soll.
Der produziert dann auch so gut wie keine Abwärme, das habe ich schon als Problem ausgemacht, weil er in einen separaten Sicherungkasten soll.
Hat so ein Netzteilloser Schalter auch Nachteile?
Hab ich das richtig verstanden, das ich z.B. einfach einen JRM0512A zwischen Spiegel und JRM0512T schalten kann, um die Anlage zu erweitern?
Eventuell werden sich bis zu 4 Parteien dazugesellen.
Ist etwas kompliziert bei uns, wir haben 3 Etagen und jede gehört einem Geschwister von mir.
Momentan sehen die Anderen 2 kein Sat.Bedarf, da sie die Wohnungen vermietet haben und ich als einziger Eigentümer selber drinn wohne.

Zu dem Spiegel:
wenn ich die technischen Daten des Spiegels vergleiche, erscheint mir die Fesat 85 HQ deutlich stabiler mit 2mm Wandstärke. Als Gilbertini 75 ist nur 1mm angegeben.
Die Gilbertini 85, die ja etwas größer ist, hat nur 1,2mm Stärke.
Ist in meinen Augen also nicht so verwindungsfest.
Spielt das nicht auch eine Rolle?
Noch mal zum Ausrichten: Was kannst du mir für Geräte empfehlen?
In Nürnberg könnte ich ein Kathrein MSK 115 ausleihen, weiß aber nicht was das kostet.
Gehts denn mit einem 25 EUR Gerät auch, oder sind die Schrott?

Wie funktioniert das denn mit dem Installationskoffer? Ich hab da nichts gefunden wegen dem Rückversand?

Mit der Erdung wende ich mich an meinen Schwager(Elektiker) und mit dem Potentialausgleich werde ich mich noch hier einlesen.

Wenn du, lieber Sat KingW, mir alle dies Fragen noch beantwortest, steht wohl alles fest und ich kann beginnen.
Danke schon mal Steve
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Alt 27.05.2011, 04:04   # 4
King W.
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Nun gut, wenn du den Mast gerade ausrichten kannst - um so besser. Das erleichtert das Einstellen. Aber wenn schon - denn schon, nimm bitte dann eine Wasserwaage.

Das Ausrichten geht in diesem Fall recht einfach - mit der Sonne als genau gehendem Kompaß. Montiere die Schüssel am Mast, stelle die Elevation an der seitlichen Skala ein und richte die Antenne grob nach Süden aus.

Befestige mit Tesafilm o.ä. einen Bindfaden am höchsten Punkt der Schüssel und an der Mitte des LNB. Der Faden wirft nun einen Schatten auf die Antenne (natürlich nur, wenn die Sonne scheint ). Genau um 12.52 Uhr (Sommerzeit, für Winterzeit eine Stunde abziehen) steht die Sonne in Forchheim genau hinter dem Satelliten. Drehe die Schüssel jetzt so, daß der Schatten genau symmetrisch zum Feedarm fällt. Mit etwas Glück ist der Satellit jetzt direkt gefunden. Wenn nicht, ist er jedenfalls ganz in der Nähe. Verbinde mit einem Kabel und zwei Steckern einen Receiver direkt mit dem Ausgang Hochband/Horizontal des LNB und den Receiver mit einem Fernseher. Natürlich kannst du dafür schon das endgültige Kabel nehmen, welches später zum Multischalter führt.

Empfange nun ZDF. Wenn du Glück hast, funktioniert es auf Anhieb, wenn nicht, drehe bitte die Schüssel ganz langsam, nur wenige cm, nach rechts oder links. Klappt das immer noch nicht, verstelle die Höhe um ca. 2°. Ob nach oben oder unten mußt du ausprobieren. Ist ZDF gefunden, ziehe die Schüssel fest, laß dir dabei vom Receiver die Signalqualität anzeigen. Die Schüssel steht dann optimal, wenn die Qualitätsanzeige - nicht die Signalstärke - zurückgeht, egal wie man die Schüssel bewegt.

Einen "SAT-Finder" brauchst du nicht, die Dinger taugen nicht viel und es ist schwierig, ohne ausreichende Erfahrung damit eine Antenne vernünftig einzustellen. Ein Meßgerät wie das MSK 115 ist natürlich ideal, aber auch damit muß man erst einmal vernünftig umgehen können, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Wenn man es bislang noch nie gemacht hat, ist die Methode mit dem Receiver m.E. am einfachsten und sichersten - und sie erfordert keine zusätzlichen Investitionen.

Zum Kabel: Das Kathrein LCD 111 ist ein sehr gutes Kabel, mit dem Hirschmann KOKA 110 auf Augenhöhe. Bei beiden Fabrikaten ist die Schirmdämpfung weit besser, als es die Klasse A Vorgabe erfordert. Von daher spricht nichts gegen den Einsatz dieses Kabels.

Kleines, aber vielleicht entscheidendes Problem: Das Dielektrikum ist beim LCD 111 um Millimeter-Bruchteile dicker als beim KOKA 110. Unschöne Konsequenz: Die Kompressionsstecker aus dem Set passen nicht (selbst schon ausprobiert, auch mit viel Kraft ist da nichts zu machen). Wenn du das LCD 111 verwenden willst, bleibt dir nichts anderes übrig, als dafür passende Stecker zu besorgen. Eine - allerdings technisch nicht wirklich optimale - Lösung wäre, auf herkömmliche Schraubstecker auszuweichen. Diese Stecker funktionieren zwar, verschlechtern aber die guten Werte des LCD 111 für die Schirmdämpfung.

Das Kabel gibt es übrigens auch mit besonders wetterfestem PE-Außenmantel, als LCD 115. Bei Außenverlegung sollte es bevorzugt werden.

Die Verlegung durch ein Rohr ist möglich, nimm aber bitte ein Metallrohr, welches auf dem Dach geerdet werden muß. Der Blitz ist unberechenbar und könnte sonst in das Kabel einschlagen. Üblicherweise nimmt man für diesen Zweck Kabelkanäle aus Metall, also z.B. so etwas. Eventuell sind auch Teile (Kabelkanäle) der vorhandenen Installation für die Solarzellen nutzbar.

Es stimmt:
Der Jultec erwärmt sich im Betrieb praktisch überhaupt nicht, mit knapp über 1W verbraucht er weniger, als eine Fahrradlampe. Der Einbau in einen separaten Sicherungskasten ist deshalb möglich.

Ein Nachteil wäre allenfalls bei sehr langem und/oder schlechtem Kabel zu befürchten. Man rechnet "Worst-Case" mit ca. 40m. Mit KOKA 110 oder LCD 111 sind aber auch deutlich größere Längen problemlos machbar. Ich denke mal, derartige Längen kommen bei dir nicht vor. Weitere Nachteile gibt es nicht.

Zitat:
Hab ich das richtig verstanden, das ich z.B. einfach einen JRM0512A zwischen Spiegel und JRM0512T schalten kann, um die Anlage zu erweitern?
Ja, das geht - völlig problemlos sogar.

Eventuell wäre aber zu überlegen, stattdessen den Schalter von Anfang an etwas größer zu wählen, also z.B. einen JRM0516T zu nehmen. Ist günstiger, als 2 8er und es ist weniger Verkabelungsaufwand erforderlich.

Zu der Antenne: Meines Wissens nach ist die Hirschmann Fesat 95 mit der Gibertini 85 SE identisch. Es kann natürlich sein, daß Hirschmann als "Materialstärke" für den Reflektor die Gesamtdicke angibt, also das Metall und dann beidseitig die Grundierung und die Pulverbeschichtung, während Gibertini die "nackte" Materialstärke nennt.

Tatsache ist jedenfalls, daß ich bereits mehrere Gibertini SE verbaut habe, ohne alle Probleme. Verwindung war bei keiner der Antennen auszumachen. Von mir aus gibt es weder gegen die SE noch gegen die Fesat Bedenken.

Da war da noch die Frage nach dem Koffer. Auf der Seite von SEH ist die Leihmöglichkeit nicht vermerkt. Den Verleih habe ich mit Herrn Hampel speziell für die Netzwelt-Leser ausgehandelt. Die Rückgabemöglichkeit wird auf der Rechnung vermerkt. Ebenso ist ein Rabatt von 5% auf den gesamten Warenwert für die Netzwelt-Leser mit SEH vereinbart. Am besten, telefonisch bestellen (02323/61887) und sich als Netzwelt-Leser zu erkennen geben.

So, wie du es darstellst, achtest du bei der Wahl der Komponenten auf eine gute Qualität. Das wird sich auszahlen und aus den gewählten Teilen wirst du eine tadellos funktionierende, langlebige SAT-Anlage aufbauen, die dir viele Jahre unbeschwerten Fernsehgenuß bietet.

Kleine Ergänzung:
Gegen die Topfield-Receiver gibt es nichts zu sagen - im Gegenteil. Die "Töpfe" funktionieren tadellos und haben eine gut durchdachte Menüführung für eine einfache Bedienung. Auch die Bildqualität kann überzeugen. Wenn dir der Receiver gefällt, nim ihn ruhig. Ich nehme an, du meinst für das Wohnzimmer diesen hier. Ein wirkliches Klasse-Gerät.
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Alt 27.05.2011, 09:16   # 5
Dipol
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Zitat:
Zitat von Purple-Racer Beitrag anzeigen
Dieses Dreibein hat Langlöcher an den Streben, sodaß ich den Mast wohl an die Schräge anpassen kann, wenn nicht mach ich die Langlöcher länger.
Das Detail sollte man aber mir dem Dachdecker besprechen, damit keine Wärmebrücken oder bei der geringen Neigung gar ein Bauschaden vorprogrammiert wird.
Zitat:
Zitat von Purple-Racer Beitrag anzeigen
Als Kabel dachte ich an das hier:

Kathrein LCD 111
Im Freien wollte ich die Kabel durch ein Rohr schützen.
Wogegen? Für Außenanwendung bietet sich ein uv-beständiges Kabel wie das LCD 115 an. Ein metallisches Schutzrohr muss -außerhalb des Schutzbereichs der Fassade- in den Blitzschutz einbezogen werden.
Zitat:
Zitat von Purple-Racer Beitrag anzeigen
Hat so ein Netzteilloser Schalter auch Nachteile?
Nicht bei guten Kabel mit überschaubarer Länge.
Zitat:
Zitat von Purple-Racer Beitrag anzeigen
Hab ich das richtig verstanden, das ich z.B. einfach einen JRM0512A zwischen Spiegel und JRM0512T schalten kann, um die Anlage zu erweitern?
Ja!
Zitat:
Zitat von Purple-Racer Beitrag anzeigen
Zu dem Spiegel:
wenn ich die technischen Daten des Spiegels vergleiche, erscheint mir die Fesat 85 HQ deutlich stabiler mit 2mm Wandstärke. Als Gilbertini 75 ist nur 1mm angegeben.
Die Gilbertini 85, die ja etwas größer ist, hat nur 1,2mm Stärke.
Die Reflektoren sind nach allen mir vorliegenden Datenblättern nicht nur vom Gewinn her identisch. Unterschiede ergeben sich lediglich dadurch, dass mal die wirksame Aperturfläche von 81,5 x 87,0 cm und mal die Außenmaße von 85 x 90,5 mm (bzw. mit Feedarm 100 mm) genannt werden. In bislang keinem offiziellen Datenblatt von TRIAX-HIRSCHMANN kann ich eine Angabe der Blechstärke entdecken. Soweit für OEM-Produkte wie die FaVal eine Blechstärke angegeben ist, beträgt sie stets 1,2 mm. Wo hast du die 2 mm her?
Zitat:
Zitat von Purple-Racer Beitrag anzeigen
Noch mal zum Ausrichten: Was kannst du mir für Geräte empfehlen?
Gehts denn mit einem 25 EUR Gerät auch, oder sind die Schrott?
Egal ob man die Satellitenfinder als Schätzeisen oder Schrott bezeichnet, diese Dinger stiften mit ihrer Summenanzeige oft genug mehr Verwirrung als Nutzen.
Zitat:
Zitat von Purple-Racer Beitrag anzeigen
Wie funktioniert das denn mit dem Installationskoffer? Ich hab da nichts gefunden wegen dem Rückversand?
Ein Anruf bei SEH und die Frage ist geklärt.
Zitat:
Zitat von Purple-Racer Beitrag anzeigen
Mit der Erdung wende ich mich an meinen Schwager(Elektiker) und mit dem Potentialausgleich werde ich mich noch hier einlesen.
Dann hoffen wir mal, dass die Normkenntnis des Schwager bezüglich der Blitzschutznorm EN 62305 und EN 60728-11 besser ist als bei der überwiegenden Mehrheit seiner Berufskollegen. Als Fachbauleiter ist man schon erstaunt, wenn ein Installateur diese Nummernbezeichnung oder auch die der gleichlautenden DIN VDE-Normen im Kopf hat.

EDIT: Wie ist denn die Solaranlage gegen Blitzschlag geschützt? Optimal ist isolierter Blitzschutz über Fangstange. Schon weniger gut aber noch normkompatibel (und meist teurer), wenn die einzelnen Strings mit SPZ 1-Überspannungsschutz versehen sind.

Die meisten Solaranlagen sind überwiegend durch Gottvertrauen geschützt.
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Alt 05.06.2011, 18:12   # 6
Purple-Racer
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Danke für die ganzen Ausführungen.

Das mit dem Mast hat sich erledigt, ich ersetze die vorhandene 60er Schüssel eines Mieter mit meiner und beziehe ihn mit in die Anlage ein.
Man muss nur mit den Leuten reden
Wollte eigentlich mein eignes "Süppchen" kochen.
Daher brauche ich dann auch 2 Multischalter: oben im Dach den JRM0508A für den Mieter, an den können dann auch die anderen Mieter.

Weiter gehts dann in meine Wohnung zu dem: JRM0508T

Kabel aussen wird das LCD115 bis zum Schalter.

Zitat:
Wo hast du die 2 mm her?
SatVision 4/11

Zitat:
Dann hoffen wir mal, dass die Normkenntnis des Schwager bezüglich der Blitzschutznorm EN 62305 und EN 60728-11
Er konstruiert Schaltanlagen für alle möglichen Anwendungen, die müssen ja entsprechenden Standards und Verodnungen genügen.
Er hat 2001 im Haus(BJ 1889) bei der Kernsanierung sich durch die Kellerplatte gearbeitet, um dort die Erdung anständig in den Boden zu bringen. Daher vertraue ich ihm schon, das er weiß was er tut.

Zum anderen wird die Blitzschutzanlage jährlich von einem Fachmann überprüft und durchgemessen.

Habe da noch Fragen zum Potenzialausgleich:
Muss an jedem Multischalter die an und ablaufenden Kabel an so einen Erdungsblock geklemmt werden oder reicht das am 1. oben im Dach?

Könnte man nicht ein dickes Blech direkt am Multischalter an den F-Anschlüssen angebracht werden, das dann mit den Muttern des Steckers festgezogen wird? Hätte dies nicht die gleich Funktion?

Bei beiden Multischaltern müssen die nicht verwendeten Anschlüsse mit Abschlusswiderständen versehen werden, richtig?
Ich dachte beim T-Modell wäre das nicht nötig?
Für was steht dann das terminiert beim JRM0508T im Vergleich zum JRM0508A?

So, ich glaub das war jetzt alles, wenn eure Antworten nicht wieder neue Fragen bei einem elektisch unbedarftem Werkzeugmacher aufwerfen.

Danke und einen schönen Sonntag noch, Steve.
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Alt 05.06.2011, 19:54   # 7
Dipol
Team SAT-Technik
 
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Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von Purple-Racer Beitrag anzeigen
SatVision 4/11
FaVal und GIBERTINI sind aber baugleich.
Zitat:
Zitat von Purple-Racer Beitrag anzeigen
Zum anderen wird die Blitzschutzanlage jährlich von einem Fachmann überprüft und durchgemessen.
Dann haben wir hier nicht nur die Ausnahme von der Regel, sondern sogar kürzere Wartungsintervalle als nötig.
Zitat:
Zitat von Purple-Racer Beitrag anzeigen
Habe da noch Fragen zum Potenzialausgleich:
Muss an jedem Multischalter die an und ablaufenden Kabel an so einen Erdungsblock geklemmt werden oder reicht das am 1. oben im Dach?
Bei erdungspflichtigen Antennen verhindert ein mastnaher PA auch Überschläge.

Nach EN 60728-11 muss der PA auch bei Komponentenausbau erhalten bleiben. In den Norm-Grafiken ist bei abgesetzt montierten Kaskadenstufen auch ein weiterer eingangsseitiger PA dargestellt. Man kann aber durch intelligente möglichst unterbrechungsfreie Führung des Erdungsdrahts sicher stellen, dass der PA auch erhalten bleibt, ohne dass nochmal eingangsseitig geerdet wird.
Zitat:
Zitat von Purple-Racer Beitrag anzeigen
Könnte man nicht ein dickes Blech direkt am Multischalter an den F-Anschlüssen angebracht werden, das dann mit den Muttern des Steckers festgezogen wird? Hätte dies nicht die gleich Funktion?
Wie bei DCT-DELTA, die liefern zum Multischalter gleich die Quickerdungsschienen mit. Aber was passiert im Servicefall? Man nimmt nicht die ganze Schiene, sondern nur die betroffene Sternleitung ab und schon kann man sich durch verschleppte Netzspannung wieder einen Schlag einfangen.
Zitat:
Zitat von Purple-Racer Beitrag anzeigen
Bei beiden Multischaltern müssen die nicht verwendeten Anschlüsse mit Abschlusswiderständen versehen werden, richtig?
Ich dachte beim T-Modell wäre das nicht nötig?
Für was steht dann das terminiert beim JRM0508T im Vergleich zum JRM0508A?
Da sind die 5 Stämme bereits intern terminiert und das muss auch sein, sonst bilden sich Stehwellen. Die Multischalter-Ports sind wie schaltbare Stichleitungen anzusehen, da bleibt eine unterlassene Terminierung zumeist folgenlos.
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Alt 28.05.2012, 16:11 # --
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