Unicable und vorhandene Verkabelung

Alt 21.05.2011, 00:11   # 1
Alumini
 
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Hallo zusammen, ich bin der Neue. Ich bin auf der Suche nach einer Lösung für mein Problem auf dieses Forum und die Unicablegeschichte gestoßen und bin sehr begeistert davon, wie gut hier geholfen und beraten wird.

Wir haben also ein Einfamilienhaus erworben. Der Vorbesitzer hatte Kabelanschluss, ich will SAT. Es gibt keine Rohre und Leerrohre schon gar nicht... Nachdem ich mich bei der Chefin endlich grundsätzlich mit SAT durchgesetzt hatte, musste ich mir die schlimmsten Hauswand- und Deckenbohrungenszenarien ausmalen und war schon fast wieder dabei, doch Kabel anzumelden. Nun hab ich hier über Unicable gelesen, und im Grundsatz auch den Anlagenaufbau begriffen. Ich würde gerne meine Situation schildern und hoffe auf einige Tipps.

Vorhandene Anlage:
- Kabel-TV-HÜP im Keller
- HÜP --> Hausanschlussverstärker VOS 20/F 230250 --> 2fach-Verteiler FUBA OLV 601
- 2 Stränge (EG bis Keller, OG bis Spitzboden), nur Reihe, keine Stichdosen, keine Verteiler
- Strang 1: 3 Dosen (bzw. Räume), Strang 2: 4 Dosen (bzw. Räume)
- jeweils Durchgangsdosen: Kathrein ESD 44, Enddosen: ESD 84
- Installationsdatum: 1996

Auf den Dosen steht noch "SAT", heißt das, es sind eigentlich SAT-Dosen? Warum könnten die dann in einer BK-Anlage drin sein (der Vorbesitzer hat sicher nichts selbst installiert, sondern machen lassen)?

- Auf dem Kabel steht nichts drauf, die Stecker sind aufgedreht. Wenn ich einen abdrehe, sehe ich umgeschlagenes (vermutlich) verzinntes Kupfergeflecht, innen auch nochmal, und einen Kupferleiter.

Ich möchte gerne anschließen:
- Strang 1: 1xTwin (2 Abnehmer), dann folgen noch 2 Dosen, an die vermutlich nichts drankommt, oder max. je 1x Single. Gesamt also maximal 5 Abnehmer.
- Strang 2: Muss aktuell nichts dran, Möglich sein soll auf 1-2xTwin (also 2-4 Abnehmer) und 2-3x Single. Gesamt also maximal 5-6 Abnehmer.

Dafür habe ich mir ausgeguckt:
- Schüssel und Quattro-LNB: Noch nicht entschieden, evtl. Technisat SATMAN 65/85 plus mit Quattro-LNB (kein Switch)
- Kabel von Schüssel ins Haus (durch Flexrohr und KG-Rohr bis zum HÜP): Qualitätskabel, z.B. Hirschmann
- Multischalter: JULTEC JPS0502-6T(N?), also 2 Stränge á 6 Umsetzungen/Abnehmer
- Dosen: Alte Dosen weiterverwenden (ist das möglich, falls SAT-Dosen?), ansonsten die Axing? Welche? SSD 5-18, dann 10er, und am Ende -07er?
- Receiver: Aktuell nur einer geplant, wird wohl der Technisat HD2 S2 plus als erster Abnehmer an Strang 1.

Fragen:
- Passt das so?
- Wie kann ich vor Kauf und installation von der ganzen Technik festellen messen (lassen?), ob die vorhandene Verkabelung Unicable, also gleichspannungstauglich ist?
- Kann ich die Dosen weiterverwenden? Ansonsten Axing?
- Benötige ich mit nur 1 Receiver ein Netzteil für den Jultec MS?
- Kann ich am MS, an den terrestrischen Anschluß, einfach das vorhandene BK-Kabel anlegen, und so (falls in Zukunft mal irgendwann gewünscht), Kabel-TV zusätzlich, oder z.B. UnityMedia 2play (Teflon+Inet) darüber nutzen? Die Axing-Dosen und der Jultec sollen ja Rückkanalfähig sein...

Wenn ich etwas falsch gemacht, falsch oder nicht bedacht habe, bitte gerne Hinweise auf die korrekte Lösung. Vielen Dank an alle im Voraus!
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Alt 21.05.2011, 01:25   # 2
polskafan
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Erstmal Hallo und herzlich Willkommen im Netzwelt Forum!

Von mir gibts an deinem Vorschlag nur eins zu kritisieren: Es gibt nichts zu kritisieren! Die Komponenten sind perfekt ausgewählt und werden hervorragend funktionieren. Aber nun mal zu deinen noch offenen Fragen.

Zitat:
Zitat von Alumini Beitrag anzeigen
- Passt das so?
Kurz und knapp: Das passt.

Zitat:
Zitat von Alumini Beitrag anzeigen
- Wie kann ich vor Kauf und installation von der ganzen Technik festellen messen (lassen?), ob die vorhandene Verkabelung Unicable, also gleichspannungstauglich ist?
Im Kabelbereich ist das zulässige Pegelfenster noch enger als bei Satellit. Wenn also bisher alles funktioniert hat, sollte es auch danach noch funktionieren. Außerdem sind die Stränge mit nur vier Dosen eher kurz um Pegeltechnisch kritisch zu werden.

Zitat:
Zitat von Alumini Beitrag anzeigen
- Kann ich die Dosen weiterverwenden? Ansonsten Axing?
- Kann ich am MS, an den terrestrischen Anschluß, einfach das vorhandene BK-Kabel anlegen, und so (falls in Zukunft mal irgendwann gewünscht), Kabel-TV zusätzlich, oder z.B. UnityMedia 2play (Teflon+Inet) darüber nutzen? Die Axing-Dosen und der Jultec sollen ja Rückkanalfähig sein...
Die Dosen kannst du so verwenden, benötigen aber, um als Satdose verwendet zu werden, einen Adapter von F-Buchse auf IEC Stecker (weiblich oder männlich).

Ein Fehler wurde allerdings bei der Installation gemacht - ans Ende einer Stammleitung gehört keine ESD84. Das ist eine Einzelanschlussdose für den Anschluss nach einem Abzweiger bzw. direkt am Multischalter. Am Ende einer Stammleitung würde eine ESD84 aber eine viel zu geringe Entkopplung bieten und an den Dosen davor eventuell Störungen durch Stehwellen verursachen.

Da gehört entweder ebenfalls eine ESD44 mit Abschlusswiderstand oder eine Axing SSD 5-14 mit Abschlusswiderstand hin. Du kannst aber auch die Stränge komplett neu aufbauen und hast dann Dosen mit F-Buchsen für die du keine Adapter benötigst.

Wenn noch BK eingespeist werden soll muss aber noch die Entkopplung zwischen den Dosen beachtet werden. Da wird sicher ein Kollege, der sich mit Terrestrik besser auskennt, nochmal dazu äußern.

Der Jultec Multischalter ist allerdings terrestrisch passiv, sprich der BK Verstärker muss bleiben. Dafür ist aber, wie du schon festgestellt hast, auch ein rückkanalfähiger BK-Verstärker und damit Kabel Internet möglich. Ob Unity Media aber eine hybride Installation mit Sat zulässt müsste erstmal geklärt werden. Meist ist es einfacher für Kabel Internet noch eine zusätzliche Dose zu installieren und in den Multischalter nur die TV Signale mit Rückwegsperrfilter einzuspeisen. Getrennte Netze für Kabel Internet und Sat sind meist zu bevorzugen. Alles andere bereitet mehr Kopfschmerzen, als es der spätere Nutzen Wert ist. Eventuell kann man die Multimedia Dose und das Kabelmodem auch im Keller installieren und dann per Ethernet weiter verteilen.

Zitat:
Zitat von Alumini Beitrag anzeigen
- Benötige ich mit nur 1 Receiver ein Netzteil für den Jultec MS?
Nein. Die Multischalter sind komplett Receivergespeist. Ein einziger genügt bereits um das System fernzuspeisen. Sollte es dennoch Probleme geben, kannst du jederzeit ein Netzteil nachrüsten. Dann arbeitet der Schalter wahlweise im stromsparenden Stand-by Betrieb bzw. im Dauermodus, obwohl letzteres bei deiner Installation wohl Unsinn ist.

Gruß
- polskafan
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Alt 21.05.2011, 18:54   # 3
Dipol
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Auch meinerseits nw welcome
Zitat:
Zitat von Alumini Beitrag anzeigen
- jeweils Durchgangsdosen: Kathrein ESD 44, Enddosen: ESD 84
- Installationsdatum: 1996
Nur zur Vermeidung von Begriffsverwirrung. Die ESD 84 ist eine "Breitband-Einzelanschlussdose, für BK und Satellit mit DC-Durchlass.

Mit dem Begriff Enddose wird leider geschludert. Eine Stichdose ist keine Enddose, das trifft bei korrekter Bezeichnung nur auf zurzeit drei intern mit Abschlusswiderstand terminierte Duchgangsdosen zu.

Wie Polskafan schon festgestellt hat, darf eine Einzel- oder Stichdose nicht am Ende einer Stammleitung eingesetzt werden. Die ESD 84 ist für Stichabzweiger oder für eine Multischalter-Sternleitung konzipiert, weshalb auch die Bezeichnung Stichdose stimmt.

Die ESD 44 ist zwar Sat.-ZF-tauglich, aber mangels eines DC-Pfads nur in technisch überholten statischen 1 GHz Einkabelsystemen. UniCable-Dosen benötigen auch eine Schottky-Diode, damit die Kommandos störungsfrei übermittelt werden.
Zitat:
Zitat von Alumini Beitrag anzeigen
Auf den Dosen steht noch "SAT", heißt das, es sind eigentlich SAT-Dosen? Warum könnten die dann in einer BK-Anlage drin sein (der Vorbesitzer hat sicher nichts selbst installiert, sondern machen lassen)?
Es ist ja nichts dagegen einzuwenden, wenn eine Steckdose über die BK-Bandgrenze von 862 MHz hinaus auch noch Sat.-ZF bis 2.150 oder sogar 2.400 MHz überträgt.
Zitat:
Zitat von Alumini Beitrag anzeigen
- Dosen: Alte Dosen weiterverwenden (ist das möglich, falls SAT-Dosen?), ansonsten die Axing? Welche? SSD 5-18, dann 10er, und am Ende -07er?
Die Auskoppeldämpfung stets so abstufen, dass die Dosen ein möglichst gleiches Pegelniveau haben. Da ist auch die Länge der Kabel und ihre Dämpfung zu berücksichtigen.

Bei 4 Dosen in Reihe bietet sich die Kombination 18 >> 18 (oder 13) >> 13 >> 10 dB + kapazitiv getrennter Widerstand an. Bei knappen Pegeln kann man auch 18 >> 13 >> 10 >> 7 dB kombinieren. Dass mit der echten Unicable-Enddose SSD 5-07 die terrestrische Normanforderung von 42 dB verfehlt wird, hat Polskafan bereits dargestellt.
Zitat:
Zitat von Alumini Beitrag anzeigen
- Wie kann ich vor Kauf und installation von der ganzen Technik festellen messen (lassen?), ob die vorhandene Verkabelung Unicable, also gleichspannungstauglich ist?
Das ist sie, wenn alle BK-Dosen und Verteiler ausgewechselt wurden und auch kein Kurtzschluss oder eine Unterbrechung eingebaut wurde.
Zitat:
Zitat von Alumini Beitrag anzeigen
- Kann ich die Dosen weiterverwenden? Ansonsten Axing?
- Benötige ich mit nur 1 Receiver ein Netzteil für den Jultec MS?
Siehe oben bzw. Polskafan.
Zitat:
Zitat von Alumini Beitrag anzeigen
- Kann ich am MS, an den terrestrischen Anschluß, einfach das vorhandene BK-Kabel anlegen, und so (falls in Zukunft mal irgendwann gewünscht), Kabel-TV zusätzlich, oder z.B. UnityMedia 2play (Teflon+Inet) darüber nutzen? Die Axing-Dosen und der Jultec sollen ja Rückkanalfähig sein...
Richtig, ein Argument mehr für normgerechte Entkopplung. Der Rückkanalverstärker wird dann neu eingepegelt.
Zitat:
Zitat von Alumini Beitrag anzeigen
Wenn ich etwas falsch gemacht, falsch oder nicht bedacht habe, bitte gerne Hinweise auf die korrekte Lösung. Vielen Dank an alle im Voraus!
Für Fehler tut sich bei Erdung und Potenzialausgleich ein weites Feld auf. Siehe Erdungsthread.
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Alt 21.05.2011, 19:44   # 4
polskafan
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Huch. Da die ESD44 und die ESD84 im gleichen Datenblatt standen, bin ich davon ausgegangen, dass beide einen DC Pfad haben. Dann müssen natürlich alle Dosen raus. Hätte ich mir allerdings denken können, da die ESU33 ja die Kathrein Unicable Dose ist.
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Alt 21.05.2011, 22:03   # 5
Dipol
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Das kann vorkommen und irgendwann unterläuft jedem mal so ein kleiner Lapsus.
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Alt 21.05.2011, 23:05   # 6
Isotrop
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Ich sehe da auch einen Kleinen...

Zitat:
Die ESD 84 ist zwar Sat.-ZF-tauglich, aber mangels eines DC-Pfads...
ESD 84:
Breitband-Einzelanschlussdose für Stichleitungs- und
Sternverteilsysteme. Mit Gleichspannungsdurchlass über den
TV-Anschluss (max. 24 V/400 mA, 22-kHz- und DiSEqC-Signal)
__________________
DM8000 - GI50-120 - TriaxTDS110 - GI 201 PlatinumX [85,2°E - 45°W]
DM8000 - V-BoxIII - ZAS 05/M - Kathrein CAS018 - Inverto IDLP-S Flange [66°E - 45°W]
more technical equipment
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Alt 21.05.2011, 23:25   # 7
polskafan
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Da irrte im Gegensatz zu meiner Behauptung aber nur die Hand, da kommen wir noch mit dem §119 i 2 BGB davon

Die ESD84 ist gleichspannungstauglich und würde zum Beispiel nach einem Unitap funktionieren. Ich habe aber fälschlicherweise behauptet, die ESD44 könnte auch bleiben. Diese hat aber keinen Gleichspannungsdurchlass.

Daher müssen alle Dosen rausfliegen.
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Alt 22.05.2011, 12:37   # 8
Dipol
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Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Wie Polskafan schon festgestellt hat, darf eine Einzel- oder Stichdose nicht am Ende einer Stammleitung eingesetzt werden. Die ESD 84 ist für Stichabzweiger oder für eine Multischalter-Sternleitung konzipiert, weshalb auch die Bezeichnung Stichdose stimmt.

Die ESD 84 ist zwar Sat.-ZF-tauglich, aber mangels eines DC-Pfads nur in technisch überholten statischen 1 GHz Einkabelsystemen. UniCable-Dosen benötigen auch eine Schottky-Diode, damit die Kommandos störungsfrei übermittelt werden.
Was doch eine vertippte Ziffer ausmacht. Schon wird aus der Durchgangsdose eine Einzeldose. Beitrag von ESD 84 in ESD 44 berichtigt.

Bevor jetzt auch noch SMART eine Änderung des festgepinnten Threads reklamiert: Der Einbau von Stichdosen in eine Stammleitung wird von mir auch weiterhin nicht befürwortet.
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Alt 22.05.2011, 19:17   # 9
Alumini
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Vielen Dank für die Antworten! Mit dem Austausch der Dosen kann ich leben, das ist ja überschaubarer Aufwand.

Dieser FUBA-Splitter kann bleiben? Zu dem finde ich im Netz nichts.

Allerdings bin ich etwas stutzig geworden, weil ihr bei der ESD84 von Stichabzweigen redet. Da ich bei mir zwei Stammleitungen habe und nur zwei Dosen mit nur einem ankommenden Kabel (die anderen haben je ein ankommendes und ein abgehendes), kann es sich doch nur um die Strangenden handeln, oder? Wenn ich eine Stichleitung hätte, müsste ja noch irgendwo eine Dose mit nur einem Kabel zu finden sein. Hat dann der Elektriker 1996 schlicht falsche Dosen montiert?

Zum Thema Potenzialausgleich, die Schüssel wird voraussichtlich an der Garagenwand montiert. Muss man sich so vorstellen:

....^
..[__]
[____]
[Haus].....[Garage]..... EG-Niveau
[____].....[______].....Garten/Kellerniveau

Die Garage steht auf EG-Niveau und ist zum Garten hin unterkellert. Die Schüssel würde nach hinten raus an die Garagenwand (also nicht auf's Dach) und damit ziemlich genau auf Mitte des EG-Niveaus hängen. Der Dachfirst vom Haus ist ist noch 1 Stockwerk + Spitzboden höher. Vielleicht 5 meter rechts von der Garage steht ein Nachbarhaus, gleiche Höhe wie unseres. Muss an die Schüssel eine Erdung dran? Wenn so ein Fall in einem anderen Thread erklärt ist, bitte gerne einen Link.

Danke schonmal.
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Alt 22.05.2011, 20:37   # 10
Alumini
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(Kann man nur 1x editieren?)

Zum Thema Erdung noch eine Frage.

Im Erdungsthread steht, soweit ich das verstehe, dass die Schüssel (der Mast) geerdet werden muss. Da ich die Schüssel aber abseits vom Haus installieren will (siehe "Zeichnung" oben), und sie damit nicht an der "Hauserde" hängt, müsste ich dann einen eigenen Erdspieß setzen lassen, und dann vom HÜP (wo der MS installiert wird) ein Cu-Erdungskabel bis zur Schüsselerdung zurückführen? Wenn ich das "Schleifenverbot" richtig verstehe, dürfte ich den MS+die Masseblöcke ja nicht an die "Hauserde" anlegen.

Oder kann ich die Schüssel vernachlässigen, weil in der Nähe höhere Gebäude als die Garage stehen, und dann die Masseblöcke einfach an die Hauserde legen?
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Alt 22.05.2011, 21:41   # 11
Alumini
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(Ich finde die Edit-Funktion nicht...)

Zitat:
Zitat von Alumini Beitrag anzeigen
Dieser FUBA-Splitter kann bleiben?
Schon selbst gemerkt, ich benötige ja gar keinen Splitter.
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Alt 23.05.2011, 01:24   # 12
Dipol
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Zitat:
Zitat von Alumini Beitrag anzeigen
(Kann man nur 1x editieren?)
Irgendwann ist das Zeitlimit überschritten
Zitat:
Zitat von Alumini Beitrag anzeigen
Im Erdungsthread steht, soweit ich das verstehe, dass die Schüssel (der Mast) geerdet werden muss.
Es sei denn, die Antennen befindet sich im Schutzbereich der Fassade.
Zitat:
Zitat von Alumini Beitrag anzeigen
Da ich die Schüssel aber abseits vom Haus installieren will (siehe "Zeichnung" oben), und sie damit nicht an der "Hauserde" hängt, müsste ich dann einen eigenen Erdspieß setzen lassen, und dann vom HÜP (wo der MS installiert wird) ein Cu-Erdungskabel bis zur Schüsselerdung zurückführen? Wenn ich das "Schleifenverbot" richtig verstehe, dürfte ich den MS+die Masseblöcke ja nicht an die "Hauserde" anlegen.
Abgesetzte Montage verursacht einen immensen Erdungsaufwand.

Alle Erdungspunkte müssen miteinander blitzstromtragfähig verbunden sein. Ansonsten entsteht bei einem Einschlag eine umso höhere Potenzialdifferenz (Schrittspannung), je weiter die Erder auseinander leigen. Umgekehrt fängt man sich damit bei Einschlägen bis in 1 km Entfernung ein höheres Spannungspotenzial ein.

Es ist auch völlig illusorisch ohne Vibrationshammer einen 2,5 Meter langen, oder auch zwei 1,5 Meter lange Vertikalerder bis 0,5 Meter unter Grund eintreiben zu wollen..
Zitat:
Zitat von Alumini Beitrag anzeigen
Oder kann ich die Schüssel vernachlässigen, weil in der Nähe höhere Gebäude als die Garage stehen, und dann die Masseblöcke einfach an die Hauserde legen?
Nur wenn die Antenne von einer Mauer um > 2 Meter überragt wird und der Max.-Abstand < 1,5 Meter beträgt, ist sie nicht erdungspflichtig.
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Alt 23.05.2011, 13:07   # 13
Alumini
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Danke für die Antwort. Durch die Unterkellerung der Garage wäre eine Montage mit Dachabstand 2m wohl möglich. Mal sehen...
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Alt 30.05.2011, 17:42   # 14
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Hallo,

auch ich bin neu hier und verfolge mit Interesse die immer freundlichen und kompetenten Ratschläge und Beiträge (was lange nicht in anderen Foren der Fall ist).

Bei mir besteht eine ähnliche Situation wie hier beschrieben: Umstellung von Unitymedia Kabel-TV auf SAT-TV; vom Keller aus gehen zwei Stränge zu jeweils 3 Dosen. Die Anlage sollte zwei Satelliten und DVB-T empfangen; vier Empfänger/Dosen reichen definitiv aus. Natürlich sollte die Anlage zukunftssicher in Bezug auf HD, 3D usw. sein. Ich würde allerdings gute, aber preisgünstigere Produkte bevorzugen.

Meine Ideen:

85 cm Alu-Schüssel ?
TechniSat, EMP, NT, Spaun ?
Zwei Quattro-LNB ?
Vier Receiver ?
Vier Dosen ?
Kabel vom LNB zum Multischalter und dann zum Keller
... und was ich noch vergessen habe.

Ich freue mich auf Eure Empfehlungen.
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Alt 31.05.2011, 00:30   # 15
King W.
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Auch dir ein nw welcome

Zitat:
... was lange nicht in anderen Foren der Fall ist ...
Danke für deine netten Worte.
Bei uns im Forum hat die Freundlichkeit Tradition. Hier geht es um die Sache, nichts Anderes. Das ist oftmals schwierig genug, da wollen wir uns die Arbeit nicht noch zusätzlich durch Unfreundlichkeit oder irgendwelche Querelen belasten. Kostet ja nur Nerven und bringt nichts.

So, genug Off-Topic, jetzt zu deinem Anlegen:

Der "Knackpunkt" in deiner Beschreibung ist der Satz:
Zitat:
vom Keller aus gehen zwei Stränge zu jeweils 3 Dosen.
Du benötigst 4 Anschlüsse, die Frage ist aber, an welchem Strang und ob die Dosen wechselweise genutzt werden. Normalerweise benötigt beim SAT-Empfang jeder Teilnehmer (Receiver) seinen eigenen Anschluß an den Multischalter. Ist das nicht möglich, kann mittels Unicable für Abhilfe gesorgt werden.

Ich gehe also mal davon aus, daß die beiden Stränge zu versorgen sind und an jedem Strang jede Dose genutzt werden kann.

Für diesen Verwendungszweck bietet sich der TechniRouter 5/2x4Gan. Er verfügt über 2 Ausgänge, an jedem Ausgang können bis zu 4 Receiver betrieben werden (Twin-Receiver zählen doppelt, werden aber auch nur mit einem Kabel angeschlossen). Das ist mehr als ausreichend. Der Router wird einfach anstelle des jetzigen Verteilers gesetzt, die beiden Stränge daran angeschlossen.

Die vorhandenen Kabel, wenn es sich nicht gerade um einfach geschirmte Uralt-Ware handelt, können bleiben. In der Regel wird beim Anschluß des Kabelfernsehens aber mindestens doppelt geschirmtes Kabel verlegt, oder sofern bereits Kabel liegt, darauf geachtet, daß es doppelt geschirmt ist. Ich denke, das ist bei dir auch so.

Allerdings müssen die Antennensteckdosen gewechselt werden, Kabelfernseh-Dosen sind meist nicht SAT-tauglich. Wechsle bitte die Dosen gegen gute Exemplare mit abgestimmter Auskoppeldämpfung aus. Am besten nimmst du als erste Dose nach dem Router eine SSD 5-18 von Axing, als 2. Dose ebenfalls und als 3. Dose eine 5-14. In jeweils die letzte Dose kommt ein Abschlußwiderstand. Die recht hohe Auskoppeldämpfung von 18 bzw. 14 dB ist nötig, da der Router das Signal hoch verstärkt und sonst die Gefahr besteht, daß die Receiver übersteuert werden. Der Abschlußwiderstand sorgt dafür, daß auf den Leitungen keine Stehwellen entstehen und eine normgerechte Teilnehmerentkopplung erzielt wird.

Das gewährleistet unter allen Umständen einen störungsfreien, sicheren Empfang.

Als Antenne hat sich die Gibertini SE bestens bewährt, sie kommt qualitativ dem "Platzhirsch", der Kathrein CAS 90 bereits sehr nahe, kostet aber nur die Hälfte. Wenn es billiger sein muß, kannst du auch die Triax TDA 88 verwenden, eine solide und durchaus brauchbare Mittelklasse-Antenne.

Als Empfangsteil benötigst du ein Quattro-LNB. Hier ist die Empfehlung eindeutig: Alps. Der Preisunterschied zu billigeren Produkten ist nicht so groß, daß es sich überhaupt lohnt, an ein anderes Fabrikat zu denken und auf die hohe Alps-Qualität zu verzichten.

Dann brauchst du Kabel, und zwar 4x die Strecke vom LNB zum Multischalter bzw. Erdungsblock. Vorzugsweise ist hier das besonders wetterfeste, PE-isolierte KOKA 110 von Hirschmann zu verwenden. Es ist zwar etwas teurer, als manche anderen Angebote, aber das Geld ist gut angelegt. An Spar-Kabel, mit einem Kern aus Stahlkupfer (STAKU-Leitung), d.h. Stahl mit einer hauchdünnen Verkupferung, und Abschirmdrähtchen aus Alu anstelle verzinntem Kupfer hast du wahrscheinlich nicht lange Freude.

Dann brauchst du noch etwas zur Befestigung der Antenne: Wenn sie aufs Dach soll, ist ein Dachsparrenhalter die richtige Wahl. Bei der recht schweren Gibertini SE sollte es schon dieser Halter sein. Er wird mit der Last spielend fertig. Für die leichtere Triax TDA tut es auch dieser Halter. Eine herkömmliche Montage mittels Mast und Masthalter ist natürlich auch möglich. Dann brauchst du noch eine Dachpfanne, Kunststoff oder Blei, je nach vorhandener Dacheindeckung und eine Mastdichtung.

Auf dem Dach ist die Antenne erdungspflichtig. Bitte, lies den Beitrag über Erdung und Potentialausgleich, es dient deiner Sicherheit.

An der Wand, mindestens 2m unterhalb der Dachkante und höchstens 1,5m von der Wand abstehend, entfällt die Erdungspflicht und es ist "nur" der Potentialausgleich erforderlich.

Für die Wandmontage nimm am besten einen herkömmlichen Wandarm. Für die SE sollte er, wiederum wegen des Gewichts, aus Stahl sein, für die TDA genügt auch Alu. In beiden Fällen ist eine sehr stabile Befestigung nötig. Minimal erforderlich sind gute 10mm Dübel, z.B. Fischer UX 10x60 in Verbindung mit 8x70 Schrauben. Bitte nicht weniger, sonst liegt die Antenne irgendwann unten.

Ach so - Stecker für das Kabel brauchst du auch. Zur Not kannst du Schraubstecker verwenden.
Deutlich besser sind aber Kompressionsstecker, allerdings ist zur Montage Werkzeug erforderlich. Dieses Set beinhaltet alles, was du für eine professionelle Montage brauchst. Nach getaner Arbeit kannst du es einfach wieder an SEH zurückschicken und bekommst den Kaufpreis erstattet, abzüglich der verbrauchten Stecker, versteht sich. Eine Leihgebühr gibt es nicht, es sind lediglich die Portokosten für die Rücksendung zu tragen. So kommst du zu erstklassigen, professionellen Verbindungen, ohne das Werkzeug dafür kaufen zu müssen.

Ich habe dir jetzt Produkte von hoher Qualität empfohlen. Es ist eine Binsenweisheit: Gute Produkte kosten auch etwas, das gilt auch - und gerade bei SAT-Anlagen. Sicher, es gibt auch Ware für einen Bruchteil des Preises, aber das lohnt sich allenfalls dann, wenn du nur noch für kurze Zeit, höchstens wenige Jahre, dort wohnen willst. Der Frust über das Loch im Portemonnaie ist mehr oder minder schnell vergessen, der Ärger über eine SAT-Anlage, die nicht so funktioniert, wie sie soll, dauert länger - garantiert.

Schreib mal zurück, ob du mit den Tips etwas anfangen kannst, es interessiert mich.
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Alt 31.05.2011, 12:21   # 16
ANM-Junior
 
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Vielen Dank für die ausführliche Info. Genau so werde ich es planen und nach Vollendung Ende Anfang Juli berichten.

Ich habe mir überlegt, gleich zwei Satelliten, Asta und Hotbird, anzupeilen. Wäre TechniSat dann auch die Empfehlung und ergeben sich weitere Änderungen ?
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Alt 31.05.2011, 14:36   # 17
King W.
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Dann müßtest du einen Router mit 8 Eingängen haben. Die gibt es zwar, aber sie sind ziemlich teuer. Es handelt sich dabei um den TechniSat 9/2x4 G, ähnlich dem 9/1x8 G. Der 2x4 wird nicht so häufig verlangt wie der 1x8 und gehört nicht zum Standardprogramm von SEH, kann aber innerhalb weniger Tage besorgt werden. Wenn du diesen Router möchtest, einfach telefonisch bestellen (02323/61887).

Aber warum willst du Hotbird? Dort gibt es keine deutschen Programme, die nicht auch auf Astra zu finden wären. Wenn du allerdings neben den deutschen auch u.a. an französischen, spanischen und arabischen Programmen interessiert bist, wäre dieser Satellit schon eine Option.

Du könntest auch mal bei Lyngsat dich über die Sender auf Astra und Hotbird informieren und danach deine endgültige Entscheidung treffen. Einfach auf die grünen Felder "19,2" und "13" klicken, um die Sender aller auf der Orbitposition vorhandenen Satelliten angezeigt zu bekommen.
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Alt 02.06.2011, 21:10   # 18
Alumini
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Hallo zusammen, und auch ein herzliches Willkommen an den "Trittbrettfahrer" ANM-Junior.

In den nächsten Wochen will ich die Umsetzung dann mal angehen. Im Idealfall läuft alles ab 1.07., aber zunächstmal ist noch einiges wichtigeres zu erledigen.

Wenn ich meine Antenne wie weiter oben beschlossen, nicht-erdungspflichtig montiere, sollte/muss/darf ich dann noch einen 6mm² Kupferdraht für den Potenzialausgleich über die gut 25m bis zum Multischalter mit den Masseblöcken führen?

Die Koax sollen in ein Flexrohr, da sie teils über-, teils unterirdisch bis zum MS geführt werden. Kann ich den Cu-Draht zusammen mit den (4) Koaxkabeln ins Flexrohr legen? Außenlang nebenher?

Danke nochmal.
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Alt 02.06.2011, 21:44   # 19
King W.
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Trittbrettfahrer werden hier gern geduldet, sofern die Fragestellung einigermaßen zu dem Thread paßt. Ein reger Meinungsaustausch ist hier ausdrücklich erwünscht, wenn es freundlich und sachlich geschieht - und da kann ich mich nicht beklagen.

Nun zu deinem Problem: Der PA ist erforderlich und das PA-Kabel kann durchaus zusammen mit den 4 Koax-Kabeln in ein Flexrohr gelegt werden. Probleme sind da nicht zu erwarten. Nur Erdkabel bei erdungspflichtigen Antennen dürften nicht zusammen mit den Koax-Kabeln verlegt werden. Das aber trifft für dich ja nicht zu. Den PA kannst du an der Haupterdungsschiene im Keller anbringen.

Nimm für das Flex-Rohr eine ordentliche Qualität, wenn es unter die Erde kommt und als Kabel bitte eins mit PE-Außenmantel. Bei 25m Länge ist das Hirschmann-Kabel optimal. Es gibt auch spezielles Erdkabel, nämlich dieses hier. Mit über 10mm Durchmesser ist es aber recht sperrig und nicht einfach zu verarbeiten. Der besondere Vorteil dieses Kabels, nämlich die ausgesprochen geringe Signaldämpfung, spielt erst bei Längen von 100m und mehr eine Rolle.
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Nokia? Nein danke!
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Alt 14.06.2011, 13:32   # 20
Alumini
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Danke für die Antwort.

Die PA-Schiene vom Haus liegt (vom HÜP bzw. MS aus) ungünstig platziert einen Raum weiter. Das PA-Kabel (möglichst unsichtbar) dort hin zu führen ist machbar, wäre aber recht aufwändig. Kann ich den PA auch an die Erde in einer Steckdose anlegen, oder ist das Pfusch? Es liegt eine Aufputzdose recht günstig, die würde sich rein von der Lage her anbieten, wenn das denn erlaubt ist...
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