Unicable- 2 Satelliten

Alt 27.04.2011, 14:36   # 1
mene
 
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Beiträge: 8
Guten Tag,

ich habe viel gelesen über die angebotenen Unicable-Lösungen, aber ich habe trotzdem eine Frage.

Ein Händler vor Ort(Technisat)möchte mir lieber ein "normale Lösung" verkaufen, da er von unicable nicht so überzeugt sei,ausserdem zu teuer.

Ich möchte 2 Satelliten empfangen(Astra 19,2 +28,5), benötige also 2 LNB.
Dann sollen die Signale auf einen Multischalter(welchen?) geführt und von dort auf 4 Leitungen verteilt werden, an denen am Ende eine Anschlussdose montiert wird.
An der Leitung ins WZ hätte ich gerne einen Twinreceiver angeschlossen.

Die Leitungen in die Räume wurden vor 6 Jahren leider in den Estrich verlegt ohne Leerrohre, so dass eine weitere Leitung zu legen sehr aufwändig ist.

Ausserdem möchte ich möglichst wenige Leitungen von der Schüssel ins Haus führen, da es sich um einen Holzrahmenbau handelt. Eine fachgerechte Bohrung durch die wärmegedämmten Wände ist relativ kostenintensiv, durch den Rahmen am Dachbodenfenster relativ leicht. Die Schüssel kann unter das Dach an einer Wand motiert werden, so dass der Blitzschutz keine Rolle spielt. Auf dem Dachboden enden die 4 Leitungen aus den jeweiligen Zimmern.

Also z.B. Gibertini Schüssel, 2 LNB von Inverto oder Technisat?,
1 Multischalter (Jultec?),einen Stacker und Destacker für die WZ-Verbindung, 1 Twinreceiver(Technisat oder Humax) und 3 einfache Receiver, alle Unicable-tauglich.

Liege ich richtig oder sehr daneben?

Für konstruktive Kritik bin ich stets offen.

Mene
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Alt 27.04.2011, 15:20   # 2
Dipol
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Hallo Mene,nw welcome

Sorry, aber dein erster Beitrag ist uns irgendwie unbeantwortet durchgerutscht.
Zitat:
Zitat von mene Beitrag anzeigen
Ein Händler vor Ort(Technisat)möchte mir lieber ein "normale Lösung" verkaufen, da er von unicable nicht so überzeugt sei,ausserdem zu teuer.
Bei Neuinstallationen sollte eine Sternleitungsinstallation meistens Priorität haben. UniCable ist bevorzugt für Nachrüstungen prädestiniert, aber keine Regel ohne Ausnahme.
Zitat:
Zitat von mene Beitrag anzeigen
Ich möchte 2 Satelliten empfangen(Astra 19,2 +28,5), benötige also 2 LNB.
Dann sollen die Signale auf einen Multischalter(welchen?) geführt und von dort auf 4 Leitungen verteilt werden, an denen am Ende eine Anschlussdose montiert wird.
An der Leitung ins WZ hätte ich gerne einen Twinreceiver angeschlossen.
Über eine Multischalter-Sternleitung ist aber nur ein Twin-Betrieb im Master-Slave-Mode möglich.
Zitat:
Zitat von mene Beitrag anzeigen
Die Leitungen in die Räume wurden vor 6 Jahren leider in den Estrich verlegt ohne Leerrohre, so dass eine weitere Leitung zu legen sehr aufwändig ist.
Womit für den Twin-Anschluss im Wohnzimmer entweder an einem Stacker/Destacker oder UniCable kein Weg vorbei führt.
Zitat:
Zitat von mene Beitrag anzeigen
Ausserdem möchte ich möglichst wenige Leitungen von der Schüssel ins Haus führen, da es sich um einen Holzrahmenbau handelt.
Zaubern klappt nicht. Entweder muss man 3 Single- und 1 Twin-Kabel (= 5) bis zu einer außen angebrachten Einkabelmatrix, oder je LNB à 4 Kabel zu einer innenliegenden Matrix führen.
Zitat:
Zitat von mene Beitrag anzeigen
Eine fachgerechte Bohrung durch die wärmegedämmten Wände ist relativ kostenintensiv,
Das erfordert Fachkunde, das ist aber kein größeres Kostenproblem.
Zitat:
Zitat von mene Beitrag anzeigen
...durch den Rahmen am Dachbodenfenster relativ leicht.
Sorry, aber das ist Murks!
Zitat:
Zitat von mene Beitrag anzeigen
Die Schüssel kann unter das Dach an einer Wand motiert werden, so dass der Blitzschutz keine Rolle spielt.
Von wegen! Luft ist ein besserer Isolator als jeder feste Stoff! Das gilt auch für Dachüberstände!

Potenzialausgleich und Blitzschutzgesichtspunkte spielen stets eine sehr wichtige Rolle. Jede Antenne außerhalb der Schutzzone der Fassade (> 2 m Abstand unterhalb der Dachkante, Wandausladung max. 1,5 m) ist aus gutem Grund erdungspflichtig. Ich halte die Befreiung von der Erdungspflicht nach EN 60728-11 für die Schutzzone viel zu großzügig und insbesondere ohne Schutzabstand von den Hausecken sogar für hochgradig riskant.
Zitat:
Zitat von mene Beitrag anzeigen
Also z.B. Gibertini Schüssel, 2 LNB von Inverto oder Technisat?,
1 Multischalter (Jultec?),einen Stacker und Destacker für die WZ-Verbindung, 1 Twinreceiver(Technisat oder Humax) und 3 einfache Receiver, alle Unicable-tauglich.
An einem Multischalter ist kein Receiver mit Befehlssatz nach EN 50494 erforderlich. Anstatt einem Stacker/Destacker kann an einem 9/8er Multischlater auch z. B. ein weniger voluminöser und technisch vorzuziehender TechniSat TechniRouter Mini für Twin-Betrieb angeschlossen werden. Umgekehrt kann man auch für alle 4 Kabel zukunftssicher Twin-Betrieb mit einer JULTEC-Matrix vorsehen, die im Legacy-Betrieb auch als Multischalter für je einen beliebigen Single-Receiver nutzbar ist.

Wegen Erdung und Potenzialausgleich der Kabel verweise ich auf den entsprechenden Thread.
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Alt 27.04.2011, 17:19   # 3
mene
Threadstarter
 
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Hallo Dipol,
vielen Dank für die prompte Antwort.
Ich war bisher der Meinung, wenn ich ein UniCable-taugliches LNB seh1 - Inverto Black Unicable IDLB-QUDL41 UNI2L-OP, 0.2dB 9430 oderseh1 - TechniSat EinkabelSat-LNB 17 nehme, habe ich nur eine Leitung vom LNB zum Empfänger. Auf dieser einen Leitung wären alle Frequenzbänder enthalten. Also wenn ich einen Receiver direkt anschliesse, dann könnte ich mit diesem alle Programme des Satelliten empfangen. Wenn ich an diese eine Leitung 2 bis 4Receiver anschliesse, dann werden diese bei der Unicable-Lösung mit betimmten Codierungen versehen, damit jeder für sich ein Programm seiner Wahl empfangen kann. Also ein Unicable-tauglicherTwin-Receiver wäre dazu fähig.
Nur wenn ich zwei Unicable-LNB für 2 Satelliten haben möchte, dann benötige ich einen Multischalter, der mir die angebotenen Frequenzen beider Satelliten zur Verfügung stellt, so dass ggf. alle 4 Teilnehmer auf alle Programme beider Satelliten gleichzeitig und unabhängig voneinander zu greifen könnten. Aber dies ist wohl verkehrt gedacht?

"Über eine Multischalter-Sternleitung ist aber nur ein Twin-Betrieb im Master-Slave-Mode möglich."
Diese Aussage verstehe ich nicht.

"Das erfordert Fachkunde, das ist aber kein größeres Kostenproblem."
Ich habe bei dem Bauunternehmen nachgefragt und er möchte für diese Bohrung ~ 200 € (Anfahrt/Zeit/Material/Garantie)von mir.

Meiner Frau ist eine Bohrung schon eine zuviel, eigentlich.

Die Schüssel wird unter dem Dachüberstand angebracht, mehr als 2 m von allen Dachrinnen oder ähnlichem entfernt. Der Dachüberstand ist fast größer als die Schüssel samt Feedarm von der Wand absteht und unter 1,5 m. Daher ist die Erdung hier kein Thema, denke ich.


Der Hinweis auf die LNB hat leider nicht so elegant geklappt, wie ihr es macht. Auch die Zitate sollten so schön gekennzeichnet werden, aber ich übe weiter.
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Alt 27.04.2011, 18:06   # 4
Dipol
Team SAT-Technik
 
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Zitat:
Zitat von mene Beitrag anzeigen
Ich war bisher der Meinung, wenn ich ein UniCable-taugliches LNB seh1 - Inverto Black Unicable IDLB-QUDL41 UNI2L-OP, 0.2dB 9430 oderseh1 - TechniSat EinkabelSat-LNB 17 nehme, habe ich nur eine Leitung vom LNB zum Empfänger.
Soweit richtig, sofern der Bedarf auf vier Single-Receiver und einen Satelliten beschränkt ist. Es gibt keine Technik um zwei Einkabel-LNB zusammen zu schalten. Für 3 Single- und 1 Twin-Receiver ist bereits ein Einkabel-LNB für einen Satelliten und die Nutzung von einem Legacy-Anschluss (mit einem zweiten Kabel!) erforderlich.
Zitat:
Zitat von mene Beitrag anzeigen
Diese Aussage verstehe ich nicht.
Ein Twin-Receiver ist nix anderes als zwei Single-Receiver in einem Gehäuse. An einer Multischalter-Sternleitung oder einem Legacy-Anschluss ist Tuner B als Slave stets auf die Sat.-Ebene beschränkt, die Tuner A als Master angewählt hat.

Ist der Twin-Receiver auf dem Unicable-Port, haben beide Twin-Tuner Vollbandempfang, es können aber nur noch zwei Single-Receiver auf dem gleichen Kabel betrieben werden.
Zitat:
Zitat von mene Beitrag anzeigen
"Das erfordert Fachkunde, das ist aber kein größeres Kostenproblem."
Ich habe bei dem Bauunternehmen nachgefragt und er möchte für diese Bohrung ~ 200 € (Anfahrt/Zeit/Material/Garantie)von mir.
Meiner Frau ist eine Bohrung schon eine zuviel, eigentlich.
Es ist immer wieder das gleiche planerische Elend. Die Häuser stehen und dann fehlt die problemlos möglich gewesene Anschlussfahne an den Fundament- oder Ringerder für die Antennenerdung, oder wie hier ein einfaches Loch in der Wand, bevor das WDV-System aufgebracht ist.

Und dann kommt als Patentlösung eine lediglich unter der Dachdeckung zum Dachflächenfenster verlegte Leitung ins Spiel. Die ist für jeden Blitz eine Einladung und damit ist es dann auch ziemlich unerheblich, ob die Antenne innerhalb oder außerhalb des fiktiven Schutzbereichs der Fassade installiert ist.
Zitat:
Zitat von mene Beitrag anzeigen
Die Schüssel wird unter dem Dachüberstand angebracht, mehr als 2 m von allen Dachrinnen oder ähnlichem entfernt. Der Dachüberstand ist fast größer als die Schüssel samt Feedarm von der Wand absteht und unter 1,5 m. Daher ist die Erdung hier kein Thema, denke ich.
Wenn die lichte Distanz zur Dachkannte -auch schräg gemessen- > 2 Meter und die max. Ausladung nicht 1,5 Meter überschreitet, ist die Antenne nach EN 60728-11 nicht erdungspflichtig. Wenn das auch der Blitz berücksichtigt, reicht ein Potenzialausgleich der Kabel mit 4 mm² Cu-Draht als innerer Blitzschutz aus!

Für reinen ASTRA-Empfang würde der MTI-Einkabel-LNB mit einem Kabel auf dem UniCable-Ausgang und ein bis zwei Kabel auf Legacy-Anschlüssen für max. 1 Twin- und 3 bzw. 4 Single-Receiver ausreichen.

Der Telewire-LNB von TechniSat hat eine problematische verwürfelte ID, der funktioniert nicht mal mehr mit aktuellen Reveiver-Typen von TechniSat!
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Alt 27.04.2011, 21:19   # 5
mene
Threadstarter
 
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Beiträge: 8
Hallo Dipol,

d.h. dann wenn ich die Antworten zusammenfasse, ich muss doch 2 LNB mit je 4 Ausgängen und damit 8 Kabeln installieren, wenn ich die angestrebte Lösung möchte, 2 Satelliten für jeden Teilnehmer. Der angedachte Twin-Receiver kann aber, da er nur über eine Leitung verfügt, ein anderes Programm gleichzeitig aufnehmen, wenn dies auf dem gleichen Satelliten ausgestrahlt wird, wie auf dem angesehen Bild.Dann wird es sinnvoller sein, die Aufnahme an einem anderen Anschluss zu machen und eben keinen Twin-Anschluss herzustellen.
Bei soviel Kabeln, werde ich mich doch mit dem Gedanken anfreunden müssen, ein Loch durch die Wand bohren zu lassen. Damit wird das Angebot des Technisat-Händlers, ohne Unicable zu arbeiten, wieder interessant. Denn er hat das Gerät für eine fachgerechte Bohrung und anschliessende Dämmung/Verschluss zur Verfügung.

Zitat:
Es ist immer wieder das gleiche planerische Elend. Die Häuser stehen und dann fehlt die problemlos möglich gewesene Anschlussfahne an den Fundament- oder Ringerder für die Antennenerdung, oder wie hier ein einfaches Loch in der Wand, bevor das WDV-System aufgebracht ist.

Und dann kommt als Patentlösung eine lediglich unter der Dachdeckung zum Dachflächenfenster verlegte Leitung ins Spiel. Die ist für jeden Blitz eine Einladung und damit ist es dann auch ziemlich unerheblich, ob die Antenne innerhalb oder außerhalb des fiktiven Schutzbereichs der Fassade installiert ist.
Unter die Dachdeckung wird nichts verlegt, denn das Bodenfenster liegt relativ tief, die Schüssel kommt aussen noch tiefer an die Wand, so dass die Abstände kein Problem sind.

Zitat:
Wenn die lichte Distanz zur Dachkannte -auch schräg gemessen- > 2 Meter und die max. Ausladung nicht 1,5 Meter überschreitet, ist die Antenne nach EN 60728-11 nicht erdungspflichtig. Wenn das auch der Blitz berücksichtigt, reicht ein Potenzialausgleich der Kabel mit 4 mm² Cu-Draht als innerer Blitzschutz aus!
Ob ein Blitz je auf andere Gedanken kommt, werde ich zur gegebenen Zeit mitteilen, aber ich hoffe es wird nie so sein.

Zitat:
Der Telewire-LNB von TechniSat hat eine problematische verwürfelte ID, der funktioniert nicht mal mehr mit aktuellen Reveiver-Typen von TechniSat!
Wahrscheinlich ist dies der Grund, warum der (Technisat-)Händler von Unicable nicht so viel hält.

Aber gegen die "normale" Schüssel, LNB, Multischalter ist doch nichts
zu sagen oder gibt es dort auch Spezifikationen, von denen ich die Finger lassen sollte?
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Alt 27.04.2011, 22:10   # 6
Dipol
Team SAT-Technik
 
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Zitat:
Zitat von mene Beitrag anzeigen
...d.h. dann wenn ich die Antworten zusammenfasse, ich muss doch 2 LNB mit je 4 Ausgängen und damit 8 Kabeln installieren, wenn ich die angestrebte Lösung möchte, 2 Satelliten für jeden Teilnehmer.
So ist es!
Zitat:
Zitat von mene Beitrag anzeigen
Der angedachte Twin-Receiver kann aber, da er nur über eine Leitung verfügt, ein anderes Programm gleichzeitig aufnehmen, wenn dies auf dem gleichen Satelliten ausgestrahlt wird, wie auf dem angesehen Bild.
Die Beschränkung betrifft nicht den Satelliten, sondern die Satellitenebene. Anders ausgedrückt: Von 4 Ebenen ist immer nur eine nutzbar, eben die welche vom Master angesteuert wurde.
Zitat:
Zitat von mene Beitrag anzeigen
Dann wird es sinnvoller sein, die Aufnahme an einem anderen Anschluss zu machen und eben keinen Twin-Anschluss herzustellen.
Mit Einkabel-LNB ist nur ein Satellit möglich. Da der Empfang von zwei Satelliten nur einer UniCable-Matrix klappt bringt, ist das auch nur eine Alternative für einen Satelliten..
Zitat:
Zitat von mene Beitrag anzeigen
Wahrscheinlich ist dies der Grund, warum der (Technisat-)Händler von Unicable nicht so viel hält.
Ich kenne genug Installateure die vor dieser Technik fremdeln, weil sie von der überfordert sind.
Zitat:
Zitat von mene Beitrag anzeigen
Aber gegen die "normale" Schüssel, LNB, Multischalter ist doch nichts
zu sagen oder gibt es dort auch Spezifikationen, von denen ich die Finger lassen sollte?
Es gibt große Qualitätsunterschiede. Mit TechniSat machst du bei Multischaltern keinen Griff ins Klo.
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