Technirouter 5/2x4 G, max. Eingangspegel

Alt 01.04.2011, 23:14   # 1
bibi67
 
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Hallo,

laut Datenblatt gibt Technisat einen empfohlenen Eingangspegel von 70dBµV an, nach EN 50083-3 maximal 80dBµV.

Technirouter 5/2x4 G

Bei Fullband muß aber diese Angabe doch um 12dB reduziert werden oder liege ich da falsch?

Einen Ausgangspegel zwischen 97 - 102dBµV (Verstärkung 17-22dB) würde ich schon benötigen, da lange Leitungswege und viele Dosen, die zar nicht alle verwendet werden, vorhanden sind.

Viele Grüße
bibi67
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Alt 02.04.2011, 00:43   # 2
Dipol
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Hallo Bibi67, nw welcome

Zitat:
Zitat von bibi67 Beitrag anzeigen
Bei Fullband muß aber diese Angabe doch um 12dB reduziert werden oder liege ich da falsch?
Von einem Max.-Ausgangspegel mit 35 dB IMA wären tatsächlich 12 bis 13 dB für Vollband abzuziehen. Sich bei einem Eingangspegel mit der Fussnote auf IMA 35 dB zu beziehen ist totaler Humbug. Für 4 Kanäle wären von IMA 35-Ausgangspegeln 3 dB für 4 Kanäle und 6 dB für 8 Kanäle abzuziehen. Für die sehr breitbandigen Routerkanäle muss es wohl etwas mehr sein.

Aus diesem Datenblatt kann man somit nur entnehmen, dass der Eingangspegel beim 1x8 nicht höher als 80 dB(µV) + 18 dB = 98 dB(µV) und beim 2x4 102 dB(µV) betragen darf. Somit hat TechniSat den zulässigen max. Betriebspegel angeben und erst gleich gar nicht riskiert, dass irgendein Könner, der mit IMA nix anzufangen weiß, den für Überpegel anfälligen TechniRouter übersteuert.

Wie auch immer, bei 98 bzw. 102 dB(µV) ist Fini, diese Ausgangspegel sollte man mit Messgerät kontrollieren und nicht vollständig ausmosten. Für 80 dB(µV) Eingangspegel ist mit einem LNB mit normalen 55 dB Verstärkung ein 90er Reflektor erforderlich. Da die TechniRouter relativ schnell dicht machen, rate ich von messgerätelosen Experimenten mit High-Gain-LNB oder Vorverstärker ab.

Sofern der Router von der Antenne abgesetzt montiert werden kann, bietet sich eine Matrix mit ENTROPIC-Chip und Konstantausgangspegel an. Da spielt eine lange Zuleitung vom LNB praktisch keine Rolle, die Kabeldämpfung wird von der AGC ausgeregelt.
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Alt 02.04.2011, 01:24   # 3
King W.
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Leider gibt TechniSat überhaupt keinen maximalen Eingangspegel für den terrestrischen Eingang an.

Eine Verstärkung der Terrestrik geschieht im TechniRouter nicht, -1 dB bedeutet, daß das Signal nahezu ungedämpft auf den Ausgang weitergeleitet wird.

Kannst du mal die Topologie der Verkabelung ungefähr skizzieren? Angaben über die Länge der einzelnen Kabelstrecken und über die verwendete Kabelqualität wären ganz hilfreich. Dann können wir dir gern ausrechnen, mit welchem Pegel du in den terrestrischen Eingang hineingehen mußt, damit jeweils an der letzten Dose mindestens noch 47 dBµV ankommt. Vielleicht reichen die 80 dBµV Eingangspegel ja.

Welchen Ausgangspegel hat denn überhaupt dein Hausanschlußverstärker und hat die Terrestrik bis dahin einwandfrei funktioniert?

97 bis 102 dBµV ist übrigens schon eine Menge. Wir wollen mal kurz rechnen: Um an der 1. Dose nach dem Router keine Übersteuerung zu haben, dürfen dort nur 77 dBµV vorhanden sein.

Bei einer Frequenz von ca. 2 GHz kannst du mit den 102 dBµV rechnen, die Angabe "17 - 22 dB" bedeutet ja eine Anhebung der Verstärkung mit wachsender Frequenz (Schräglagenentzerrung).

Bei einem gängigen, guten Antennenkabel, dem Kathrein LCD 111 beträgt die Kabeldämpfung bei dieser Frequenz 28 dB auf 100m.

Wenn du eine gute Antennendose mit hoher Auskoppeldämpfung verwendest, z.B. die Axing SSD 5-18, so müßte noch eine Dämpfung von mindestens 14 dB durch das Antennenkabel erfolgen.

Macht nach Adam Riese eine Kabellänge von mindestens 50m zwischen Router und 1. Dose, bei schlechtem Kabel mit höherer Dämpfung etwas weniger. Das Problem beim TechniRouter ist selten ein zu niedriger Pegel auf der Teilnehmerleitung, sondern eine zu hohe Verstärkung des Routers. Manche Anwender machen dann auch noch den Fehler, ein hoch verstärkendes LNB zu nutzen, anstatt ein LNB mit sachgerechter Verstärkung von 50 - 55 dB (z.B. Alps). Das verschärft die Situation noch weiter.

Ich denke, wenn du das Signal aus deinem Hausanschlußverstärker auf den terrestrischen Eingang gibst, sollte es funktionieren. Eventuell muß aber die Verstärkung etwas nachgeregelt werden.

Vielleicht sagt auch Dipol noch etwas dazu, er kennt sich mit der Terrestrik viel besser aus als ich.

Edit: Zu spät, Dipol war schneller.
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Alt 02.04.2011, 18:28   # 4
Dipol
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Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Vielleicht sagt auch Dipol noch etwas dazu, er kennt sich mit der Terrestrik viel besser aus als ich.
Ich kann bloß kein Terrestrik-Problem erkennen.
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Alt 18.04.2011, 17:53   # 5
bibi67
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Hallo,

vielen Dank für eure Antworten!

Am Wochenende habe ich nun einen Testaufbau gestartet:

-Humax 75cm-Spiegel
-Alps Quattro mit 4x3m-Wisi Mk 96 zum
-Technirouter 5x4G


Messtechnik: Rover Digicube

Das ALPS liefert am Ausgang laut dem Digicube zwischen 78 und 86dBµV, dadurch ist der Technirouter mit teilweise ca. 106dBµV bereits überfahren.

An der ersten Dose (ESU 33) stehen ungedämpft ca. 80dBµV und an der vierten und letzten Dose(ESU 33) ca. 70dBµV an, je vier Dosen hängen noch an einem EBC 110.

Da ich keine Lust habe noch bis zu 8 Dämpfungsregler einzubauen möchte ich einen AGC-geregelten Schalter verwenden und deshalb schwanke ich zwischen Spaun SUS 5581 und Wisi DY 68 1x8.

Welchen empfehlt ihr von den beiden?

Vielen Dank und liebe Grüße
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Alt 18.04.2011, 18:41   # 6
King W.
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Weder noch. Die Schalter sind schon OK, besonders der Wisi, aber nach meinem Dafürhalten reichlich teuer.

Wie wäre es mit dem neuen JPS0501-8TN von Jultec? Der ist mit dem sowohl eingangs- wie auch ausgangsseitig geregelten Entropic-Chip aufgebaut und liefert zwischen 60 - 90 dBµV Eingangsspannung stets denselben konstanten Ausgangspegel von 95 dBµV.

Was mich allerdings etwas wundert ist der hohe Ausgangspegel des Alps. Die 78 dBµV sind durchaus noch nachvollziehbar, aber 86 an einer 75er Schüssel? Ist das Meßgerät richtig kalibriert?

Aber sei's drum. Der Jultec wird mit beiden Werten spielend fertig.
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Alt 18.04.2011, 19:29   # 7
Dipol
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Zitat:
Zitat von bibi67 Beitrag anzeigen
Da ich keine Lust habe noch bis zu 8 Dämpfungsregler einzubauen möchte ich einen AGC-geregelten Schalter verwenden und deshalb schwanke ich zwischen Spaun SUS 5581 und Wisi DY 68 1x8.

Welchen empfehlt ihr von den beiden?
In diesen Matritzen werkelt ebenfalls ein doppelt geregelter ENTROPIC-Chip, auch wenn die SPAUN-Matrix das ST-typische Userbankraster benutzt. Beide Matritzen sind externe Entwicklungen werden aber hausintern produziert.

Den UniCable-typischen Tücken entgeht man am besten mit kleinen Clustern, ein 1 x 8 Router ist weniger betriebsicher als eine 2 x 4 Matrix! Insoweit würde ich eine WISI DY 64 2410 bevorzugen. Auch mit JULTEC-Produkten sind kleinzelligere Lösungen denkbar.
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Alt 18.04.2011, 21:08   # 8
bibi67
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Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Was mich allerdings etwas wundert ist der hohe Ausgangspegel des Alps. Die 78 dBµV sind durchaus noch nachvollziehbar, aber 86 an einer 75er Schüssel? Ist das Meßgerät richtig kalibriert?
Das Digicube meines Bekannten ist relativ neu!

Hier noch einige Werte die ich am Samstag direkt am LNB gemessen habe:

10744 H: 82,4
11464 H: 86,9

11436 V: 87,3

11836 H: 84,8
11954 H: 83,7
12070 H: 86,3

12168 V: 87,1
12480 V: 83,1
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Alt 18.04.2011, 23:08   # 9
Dipol
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Für eine 75er Antenne + ALPS-LNB mit normalen max. 55 dB Verstärkung sind die Werte extrem überhöht.

Mit dem Rover Digicube habe ich keine eigene Messpraxis und kann auch aus der Bedienungsanleitung nicht entnehmen, wie man mit einem Bedienungsfehler derart durchgehend überhöhte Pegel generieren kann.

Bleiben eigentlich nur zwei Erklärungen:
  • Das neue Rover Messgerät zeigt falsch an
  • Der ALPS-LNB hat irregulär deutlich mehr als 55 dB Verstärkung
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Alt 19.04.2011, 23:25   # 10
bibi67
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Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
An einer zur TD 88 vergleichbaren fuba DAP 850 mit ALPS-Quatro-LNB hatte ich unlängst die Pegelspektren mit Spitzenwerten von deutlich über 80 dB(µV) gescannt.
Weißt Du noch, wie hoch die Werte genau waren?

Liebe Grüße
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Alt 20.04.2011, 01:00   # 11
Dipol
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Zitat:
Zitat von bibi67 Beitrag anzeigen
Weißt Du noch, wie hoch die Werte genau waren?
Ich hatte das Spektrum mit dem MSK 33 gescannt und vereinzelte Überschreitungen der 80 dB(µV)-Linie bis etwa 84 dB(µV) bemerkt. Beim MSK 33 kann man mit der MSZ 33 Mess-Software keine Sat.-ZF verwalten und seit dem letzten Firmware-Upgrade auf QAM 256 nicht mehr das volle Spektrum, sondern nur noch einzelne Screen-Shots ausdrucken. Solchen Fortschritt kann sich nur KATHREIN erlauben.

Wenn mir mal wieder solche Hochpegel auffallen, werde ich die Spektren mit dem Prodig 5 analog und digital exakt aufnehmen und im Data-Logger ablegen.
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Alt 20.04.2011, 01:46   # 12
King W.
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Tatsache ist aber, trotz der ungewöhnlich hohen Werte, daß die 90 dBµV, die ein Jultec-Router noch verträgt, nirgendwo erreicht werden.

Ich selbst habe erst vor ein paar Wochen eine Gibertini SE aufgebaut, in Verbindung mit einem Alps Quattro. Mit meinem Satlook habe ich dabei vereinzelte Spitzenpegel sogar knapp über 84 dBµV gemessen. Der Wert erschien mir auch reichlich hoch, habe mir aber keine großen Gedanken darüber gemacht. Für den nachfolgenden Jultec-Schalter war jedenfalls noch alles im grünen Bereich, die Anlage funktioniert absolut einwandfrei.

Irgendwie kommt es mir so vor, als hätte Alps während der laufenden Produktion die technischen Daten modifiziert, so daß die LNB's jetzt höher verstärken. Ziemlich übel, wenn das wirklich so wäre.

Wir sollten da mal die Augen aufhalten ...
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Alt 23.04.2011, 01:18   # 13
bibi67
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Der Jultec ist schon ein feines Teil, leider nicht lieferbar.

Eine Frage habe ich noch und zwar zu den technischen Daten vom Kathrein EXR 2581.

Da steht im Datenblatt ein Betriebspegel von 95dB der mit dem eingebauten Pegelsteller auf 78dB gesenkt werden kann und eine Teilnehmerverstärkung von 2-8dB. Ich denke mal nicht, daß dieser Schalter eine AGC hat, oder?

Liebe Grüße

bibi
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Alt 23.04.2011, 10:23   # 14
King W.
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Die Liefersituation bei Jultec entspannt sich im Moment wieder. Der JPS0501-8T ist in den nächsten Tagen wieder lieferbar, vermutlich Anfang Mai.

Der Kathrein hat keine herkömmliche AGC. Die Teilnehmerverstärkung von 2 - 8 dB kennzeichnet eine Schräglagenentzerrung, wobei die mit steigender Frequenz höheren Kabelverluste ausgeglichen werden. Eine derartige Schräglagenentzerrung haben andere gute Hersteller auch.

Der Pegelsteller des EXR 1581 (der 2581 ist ein Kaskadenbaustein und wird in Verbindung mit dem Grundgerät 1581 verwendet) dient dazu, den Ausgangsstrang einzumessen. Das ist bei einem Strang mit 8 Teilnehmern auch nötig.
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Alt 23.04.2011, 13:45   # 15
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Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
(der 2581 ist ein Kaskadenbaustein und wird in Verbindung mit dem Grundgerät 1581 verwendet)
Da die EXR 2581 den LNB nicht von den Receiver speisen kann, ist noch eine LNB-Spannungsversorgung über den Stamm HL erforderlich. Die kann auch von anderen Komponenten oder z. B. einem NCF 31 Netzteil übernommen werden. Dann lieber gleich eine EXR 1581 mit angedocktem Netzteil.

Mein oberster Planungsgrundsatz bei UniCable: Aus Gründen der Betriebssicherheit immer möglichst kleine Cluster bilden! Erst ein TechniRouter 5/2x4, warum also plötzlich eine weniger betriebssichere 8x1 Matrix? Auch KATHREIN hat 2x4 Matritzen im Programm.
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Alt 28.05.2012, 16:02 # --
News Flash
 
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