Sat-Anlage für EFH

Alt 23.03.2011, 21:42   # 1
roter Nöll
 
Registriert seit: 12.02.2011
Beiträge: 1
Hallo zusammen,
ich habe mich schon durch das Forum gelesen und viele gute Hinweise „abgeholt“, besten Dank.

Jetzt habe ich doch noch Fragen zur Planung einer SAT-Anlage für unser EFH:
Die Schüssel (eine 85er Fuba?, ist letztens sehr gut getestet worden, oder 85er Gibertini?, wird ja hier meistes empfohlen) soll mittels Dachsparrenhalter aufs Garagendach (welcher LNB? Alps quattro? Blitzschutz?, Erdung? ). Die Garage ist etwa 5m vom Haus entfernt, d.h. vom Garagendach bis in den Boden und dann in den Keller werden es gut und gerne 12-15 m. Hier sind ja dann „erdtaugliche“ Kabel notwendig(zB. Hirschmann Koka 110 HD Klasse A PE Kabel?). Da ich bei dieser Gelegenheit auch den Strom in der Garage neuverlegen möchte: kann ich Kabel und Strom im selben Erdschlitz verlegen?

Vom Keller, hier wird dann ja der Multischalter (passt der JRM0508T ?) sitzen, soll dann die Verteilung in die Zimmer vorgenommen werden: ein Anschluss im Erdgeschoss, drei Anschlüsse im Obergeschoss und einmal in den Dachboden. Leerrohre sind schon bei der Sanierung verlegt worden. Welche Kabel und welche Antennendosen und F-Stecker sind denn hier empfehlenswert?

Wenn ich alles verstanden habe brauche ich ein Kabel pro Anschluss zum schauen und ein weiteres wenn ich parallel aufnehmen möchte? Das sollte bei zwei Anschlüssen möglich sein. Gibt es hierfür spezielle „doppelte“ Antennendosen?

Wie sieht es denn mit Radio aus? Ein weiteres Kabel vom Verteiler, oder vom Sat-Receiver zum Audio-Receiver? Oder gibt es eine ganz andere Lösung fürs Digitalradio? Oder kann es die Antennendose aufsplitten?

Empfiehlt sich der Eli für die Verlegung oder reicht es wenn er zum Anschließen gerufen würde?

Schon einmal besten Dank vorab!!
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Alt 24.03.2011, 03:00   # 2
King W.
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Hallo und nw welcome

Zunächst mal zur Antenne: Die Fuba ist sicherlich nicht schlecht. Ich habe sie zwar bislang noch nicht verbaut, wohl aber eine sehr ähnliche Antenne, die WISI OA 85. Es gab keine Probleme. Eine Sache stört mich allerdings: Sowohl bei der Fuba wie auch bei der WISI befindet sich an der Rückseite ein dicker Kunststoff-Block. Ich mag keinen Kunststoff für Antennen, wo er der Witterung ausgesetzt ist. Es gibt Kunststoffe unterschiedlicher Qualität und ich denke, die Herstellerfirma verwendet gutes Material, aber dennoch kann der Kunststoff nach längerer Zeit durch Wettereinfluß verspröden und brüchig werden.

Die Gibertini ist ähnlich stabil wie die Fuba, der Hersteller verzichtet bei der SE aber völlig auf Kunststoff. Das läßt eine bessere Langzeitstabilität erwarten.

Als Dachsparrenhalter nimm bitte diesen hier, wenn du etwas besonders Stabiles willst, eventuell reicht auch dieser Halter. Der RECO-Halter ist ebenfalls recht gut brauchbar, er wird von innen gegen die Dachsparren geschraubt. Prüfe aber bitte vor einem Kauf, ob die Montage problemlos möglich ist. Die beiden Typen "Aufdach IV" und "Aufdach 60mm" sind mit dem Gewicht der Gibertini SE überfordert. Diese Halter bitte nicht kaufen. Der ebenfalls ganz gut geeignete "Aufdach II" ist zur Zeit nicht lieferbar.

Dazu eine Kunststoff- oder Bleipfanne, je nach vorhandener Eindeckung, und eine Dichtmanschette.

Die Empfehlung für das LNB ist eindeutig und lautet in der Tat Alps. Das LNB überzeugt durch gute technische Eigenschaften, einen sehr niedrigen Stromverbrauch und schon bald legendäre Langlebigkeit. Mir ist erst ein einziges mal ein kaputtes Alps untergekommen, gekillt durch einen Blitz-Volltreffer. Bemerkenswert auch der Wetterschutz: Zwar etwas fummelig zu montieren, aber perfekt geeignet, um jegliche Feuchtigkeit von den Steckern fernzuhalten. Der Preisunterschied zur Billigware aus Fernost ist nicht groß genug, um überhaupt einen Gedanken daran zu verschwenden, auf die Alps-Qualität zu verzichten.

Als Kabel kannst du selbstverständlich das schwarze, PE-isolierte KOKA 110 Kabel verwenden. Es verträgt zwar auch das Einbuddeln in die Erde, ich empfehle aber dennoch, ein stabiles Isolierrohr (Baumarkt) zu verwenden, schon allein deshalb, um eine zufällige Beschädigung beim Eingraben zu verhindern. Durch das Isolierrohr führen 5 Antennenkabel (4x SAT, 1x terrestrisch), das Stromkabel (bis zu 1000V darf es parallel zu den Antennenkabeln geführt werden) und noch eine einzelne grün-gelbe 4 oder 6 mm² Ader für den Potentialausgleich. Das Rohr muß also ausreichend dick sein. Gut geeignet wäre auch ein Regenfallrohr aus Kunststoff (kleinster zu bekommender Durchmesser), das ist innen glatt und die Kabel "flutschen" leicht hindurch.

Bei der Montage auf dem Garagendach ist die Antenne nicht mehr im Schutzbereich deines Hauses, mit der Konsequenz, daß sie erdungspflichtig wird. Zur Erdung nimmt man ein 16 mm² Kupferkabel, das mit der Antenne bzw. dem Mast verbunden wird und dessen anderes Ende an der Potentialausgleichsschiene im Keller angeschlossen werden muß. Dieses Kabel darf nicht mit durch das Leerrohr, weil sonst im Falle eines Blitzeinschlags der Blitz auf das Stromkabel oder eins der Antennenkabel überspringen könnte. Ein beträchtlicher Schaden an deiner Anlage wäre die Folge.

Das Blitzschutz-Kabel ist deshalb separat zu verlegen. Es sollte ebenfalls durch ein Leerrohr (hier genügt eins von 13 mm) geschützt werden, bevor es eingegraben wird.

Bei der Länge des KOKA 110, die du brauchst, nimm am besten eine ganze 100m Rolle. Den Rest kannst du bei der Innenverkabelung aufbrauchen.

Als Multischalter ist der JRM0508T sicher erste Wahl. Der Hauptvorteil: Er verbraucht außergewöhnlich wenig Strom, so daß kein eigenes Netzteil erforderlich ist. Dein Portemonnaie wird es freuen, den Energieversorger ärgern. Der Mehrpreis gegenüber Billig-Schaltern ist schnell amortisiert.

Zitat:
Zitat von roter Nöll
Leerrohre sind schon bei der Sanierung verlegt worden.
Ist doch ideal. Für die Bestückung der Leerrohre kannst du ebenfalls das KOKA 110 verwenden, die PE-Isolierung ist dabei nicht nötig. Das Kabel ist ja nicht der Witterung ausgesetzt. dieses Kabel ist ideal.

Je nach Dicke der Leerrohre könnte es aber Schwierigkeiten geben, zwei Kabel durchzuziehen, für die Twin-Receiver. In diesem Fall nimm einfach das Twin-Kabel. Es hat zwar eine höhere Signaldämfung, wodurch die einsetzbare Länge verkleinert wird (ca. 20m sind damit aber noch möglich). Auf die Empfangsqualität hingegen hat dieses Kabel keinerlei negativen Einfluß.

Als Antennensteckdosen nach einem Multischalter kommen Stichdosen zum Einsatz. Diese hier sind von sehr guter Qualität und werden der hohen Schirmdämpfung der Antennenkabel gerecht. Bitte spare nicht an der falschen Stelle und kaufe keine billigen Fernost-Schrottdosen, besonders dann nicht, wenn du ein DECT-Telefon im Einsatz hast.

Wenn irgend möglich, verwende zwei von den Axing-Dosen für die Twin-Receiver, es gibt zwar auch Twin-Dosen, jedoch läßt dabei die Qualität zu wünschen übrig (bei allen Anbietern übrigens). Möglicherweise funktionieren diese Dosen, aber guten Gewissens empfehlen kann ich sie nicht.

Für das Hirschmann-Kabel sind Kompressionsstecker ideal, jedoch ist zur Montage Werkzeug erforderlich. Dieses Set beinhaltet alles, was du brauchst: Einen Abisolierer, eine Kompressionszange und 100 Kompressionsstecker. Damit kann die Arbeit gut und schnell durchgeführt werden. Nach Gebrauch schickst du das Set einfach wieder zurück und bekommst den Kaufpreis erstattet, abzüglich der verbrauchten Stecker, versteht sich. Eine Leihgebühr wird nicht erhoben, der Kunde zahlt lediglich die Portokosten für die Rücksendung. Auf diese Weise ist es möglich, absolut professionelle Kabelverbindungen herzustellen, ohne das Werkzeug dafür kaufen zu müssen. Für das Twin-Kabel passen die Kompressionsstecker allerdings nicht. Hier kannst du auf Schraubstecker zurückgreifen.

Die Radio-Signale werden über das 5. Antennenkabel geführt, in den Multischalter eingespeist und von diesem verteilt. An den einzelnen Antennendosen steht das Signal dann zur Verfügung. Natürlich ist zum Empfang der Radioprogramme eine Antenne erforderlich, z.B. dieser Rund-Dipol für UKW. Er kann zusammen mit der SAT-Antenne am Dachsparrenhalter angebracht werden.

Welche Arbeiten du selbst machen kannst und welche du vergeben willst, kann ich von hier aus nicht beurteilen. Es hängt davon ab, wie schwierig die Arbeiten bei deinem Haus durchzuführen sind und wie viel Zeit und handwerkliches Geschick du hast. Bei guten handwerklichen Fähigkeiten läßt sich der Aufbau durchaus auch allein bewerkstelligen.
__________________
Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
Albert Einstein


Nokia? Nein danke!
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Alt 24.03.2011, 07:00   # 3
tom_ktom
 
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Beiträge: 200
Fällt mir nur noch ein, dass der Themenersteller nach Digitalradio gefragt hat.
Das liefe natürlich über die Satelliten-Anlage selbst, ohne die terrestrische Antenne.
Der Sat-Receiver stellt auch das Radioprogramm zur Verfügung. Um es hören zu können werden die Audioausgänge des Receivers an eine Stereo-Anlage angeschlossen und sind dann dort hörbar, so wie z.B. von einem externen CD-Player oder MP3-Player.
Um nicht immer den Fernseher dabei einschalten zu müssen, der einem anzeigt, welches Radioprogramm gerade eingeschaltet ist, empfielt sich hier ein Receiver mit einem eingebauten Display, auf dem die Programminformationen dargestellt werden.
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Alt 24.03.2011, 07:15   # 4
King W.
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Stimmt, du hast Recht. Habe ich im Eifer des Gefechts überlesen.
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Alt 28.05.2012, 16:00 # --
News Flash
 
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