| | # 2 | ||
| Registriert seit: 19.03.2011
Beiträge: 13
| Die gängige Installation besteht hier aus einem Quattro-LNB (z.B. so eins) (nicht zu verwechseln mit einem "Quad"- bzw. "Quattro-Switch"-LNB!) und einem Multiswitch/Multischalter, z.B. so einer. (Die Produkte in den Links sind natürlich nur Beispiele - ich würde hier evtl. etwas teureres, höherwertigeres bevorzugen) Vom LNB gehen vier Kabel zum Multiswitch, von dort aus jeweils eins zu jedem Receiver. Ebenso beherrschen Multiswitches in der Regel das "Mitschlüren" eines Signals von der terrestrischen Hausantenne über das Sat-Kabel, das sich später mit einer entsprechenden Dose wieder abgreifen lässt. Multiswitches gibt es mit unterschiedlich vielen Ausgängen - und mit unterschiedlich vielen Eingängen. Letzteres spielt aber eigentlich nur eine Rolle, falls du mehr als eine Satellitenposition auf einmal empfangen möchtest, z.B. Astra 19,2°E und Hotbird 13°E. Die "normalen" Multiswitches für Empfang und Verteilung eines Satelliten haben in der Regel 5 Eingänge: Vier vom Quattro-LNB (Lowband Horizontal, Lowband Vertikal, Highband Horizontal, Highband Vertikal) und einen von der terrestrischen Hausantenne. Die Bezeichnung der Switches setzt sich hier normalerweise aus zwei Zahlen zusammen: Anzahl Eingänge/Anzahl Ausgänge. Ein 5/8-Multiswitch hätte also fünf Eingänge (4 x vom LNB, 1 x von der terrestrischen Antenne) und acht Ausgänge, an denen jeweils ein Receiver betrieben werden kann. Zitat:
Zitat:
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| | # 3 |
| Threadstarter Registriert seit: 18.03.2011
Beiträge: 7
| Super vielen dank, hat mir schon mal ein stück weitergeholfen! Astra reicht vollkommen aus! Habe aber noch paar Fragen: Vom multiswitch/multischalter gehe ich dann einzeln mit jeweils einem kabel zu jedem Fernseher im Erdgeschoß ( bzw im Wohnzimmer dann mit 2)?! Würde dann bedeuten das ich 5 ausgänge belegt hätte, Richtig???!! Was mache ich dann mit dem 1 Stock und Dachgeschoß weil diese ja am "alten" Kabelnetz betrieben werden??? Brauche ich da dann diesen splitter?? seh1 - Splitter, SV-200F, 2-fach 51 Damit kann ich dann 4 Fernseher im 1 stock und Dachgeschoß mit dem alten kabelnetz (einkabelsystem) betreiben??? Oder liege ich damit falsch?? Sorry wenn ich soviele dumme fragen stelle, aber blicke mit dem einkabelsystem nicht durch! Bitte nochmal weiterhelfen! Danke |
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| | # 4 | |||
| Registriert seit: 19.03.2011
Beiträge: 13
| Zitat:
Zitat:
Zitat:
Beim (digitalen) Satellitenfernsehen gibt es (wie schon kurz erwähnt) vier "Betriebsmodi": Lowband horizontale Polarisation, Lowband vertikale Polarisation, Highband horizontale Polarisation und Highband vertikale Polarisation. Zwischen Low- und Highband wird mit einem 22kHz-Signal hin- und hergeschaltet, zwischen vertikaler und horizontaler Polarisation mit einer Spannung von 14 bzw. 18 Volt. Dieser Steuervorgang wird vom Receiver vorgenommen, das LNB stellt sich passend um und liefert anschließend das passende Signal. Benutzt du eine solche Weiche wie in deinem Link und hängst damit zwei Receiver z.B. an ein Single-LNB (also ein LNB mit nur einem Ausgang) funktioniert das nicht. Angenommen Receiver 1 versucht ein Programm auf einem Transponder mit vertikaler Polarisation im Highband zu empfangen, Receiver 2 eins auf einem Transponder mit horizontaler Polarisation im Lowband: Receiver 1 legt 14 Volt und ein 22 kHz-Signal an, gleichzeitig legt Receiver 2 18 Volt ohne 22 kHz-Signal an - das LNB schaltet (im günstigsten Fall - ich möchte nicht empfehlen, das absichtlich so auszuprobieren) auf horizontale Polarisation und Highband - keiner der beiden Receiver empfängt den gewünschten Transponder/Sender. Selbiges passiert, wenn du zwei Receiver mit einer solchen Weiche an einen Port eines "herkömmlichen" Multischalters hängst. Genau dieses Problem der Aufteilung bzw. des Parallelbetriebs löst ein normaler Multiswitch - er kann durch Quattro-LNB und entsprechende Schaltung permanent alle vier Schaltzustände auf allen Ports liefern (bzw. jeweils einen beliebigen pro Port, während mehrere Ports gleichzeitig belegt sind). "Einkabel-Systeme" bzw. "Einkabel-Lösungen" sind etwas anderes: Hier werden meines Wissens alle Sender/Transponder/Frequenzen mit einem entsprechenden (meist im Vergleich zu herkömmlichen Systemen deutlich teureren) System über ein einzelnes Kabel übertragen, das sich anschließend fast beliebig splitten/verteilen lässt. Da gibt es soweit ich mich erinnere unterschiedliche Systeme - ist aber eine halbe Ewigkeit her, dass ich mich damit zuletzt beschäftigt habe. Weitere Infos findest du z.B. bei Wikipedia. | |||
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| | # 7 |
| Threadstarter Registriert seit: 18.03.2011
Beiträge: 7
| das alte kabel (vom kabelfernsehen) geht vom keller in den ersten stock ins Wohnzimmer, dann ins schlafzimmer und von dort ins dachgeschoss in das kinderzimmer und dann ins Gästezimmer!! mit den geeigneten Receivern und den Antennen-Sat stichdosen die dc-durchgang haben und uncable tauglich sein müssen, weiß ich!! Ich kann da leider kein kabel neu verlegen!!! muß das alte verwenden!!! kann mann das jetzt irgendwie zu dem integrieren was du mir schon empfohlen hast, oder muß das alles nochmal anders werden??? Schon mal danke! |
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| | # 8 | ||
| Team SAT-Technik Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
| Hallo patwb, dann hole ich mal die Begrüßung nach Zitat:
Zitat:
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| | # 9 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Noch ein paar kleine Tips: Als LNB kannst du dieses hier verwenden. Das ist etwas günstiger als das Fuba-LNB, aber mit Sicherheit nicht schlechter. Bitte investiere aber etwas in die übrigen Komponenten. Gerade bei SAT gilt: wer billig kauft, kauft doppelt. Neben dem Alps-LNB empfehlen wir z.B. gern diese Gibertini-Antenne, sie erreicht nahezu Kathrein-Niveau, ist aber deutlich günstiger, als z.B. eine CAS 90. Zum Befestigen ist dieser Dachsparrenhalter optimal, er wird mit dem doch recht hohen Gewicht der SE spielend fertig. Die herkömmliche Montage mittels Mast, der nach innen ragt, und zugehöriger Befestigung dürfte bei ausgebautem Dachgeschoß auf Schwierigkeiten stoßen. Soviel zur "Außenanlage". Beim Kabel hast du dich ja schon entschieden. Hoffentlich hat dein Kabel neben einem Kupfer-Kern auch ein Abschirmgeflecht aus Kupfer, verzinnt oder blank. Ein Geflecht aus Alu wäre zwar billiger, aber aus diesem Material kann man kein Qualitätskabel produzieren. Und nun zu deinem Vorhaben: Möglicherweise lohnt es sich, zwei Unicable-Stränge vorzusehen und das DG von oben zu speisen. Das würde einiges an Kabel einsparen und du hättest kleinere Cluster. Das ist bei Unicable ohnehin empfehlenswert. Eine Mindestqualität beim Kabel ist aber auch bei Unicable unumgänglich. Wenn es mindestens doppelt geschirmt ist, d.h. über wenigstens eine Abschirmfolie neben dem Abschirmgeflecht verfügt, sollte es verwendbar sein. Als Schalter und Unicable-Router wären die Produkte von Jultec sehr gut geeignet, leider sind die Jultec-Geräte im Moment schlecht lieferbar. Immerhin gibt es eine gute Alternative: TechniSat. Ich skizziere mal, wie ich mir die Installation vorstelle: EG mit Versorgung durch einen Multischalter, DG und 1. Stock per Router - mit 2 Alternativen: Einmal mit der Versorgung des DG über einen Strang und den 1. Stock über einen anderen und zum anderen die Versorgung über nur einen Strang. Natürlich kannst du die Geräte auch im Keller anbringen, vielleicht ist das sogar bei der Variante mit einem Strang sinnvoll. Dann müßtest du mit 4 bzw. 5 Kabeln in den Keller. Alle angegebenen Komponenten sind bei SEH erhältlich, der TechniSwitch gehört jedoch nicht zum Standardsortiment. Wenn du dich dafür entscheidest, bitte telefonisch bestellen (02323/61887). Bei der Gelegenheit kannst du Herrn Hampel einen schönen Gruß von mir bestellen, er möchte dir 5% Rabatt geben. Er wird das tun.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! |
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| | # 10 |
| Threadstarter Registriert seit: 18.03.2011
Beiträge: 7
| Hallo King W.. Tausend dank für deine guten tipps und vorallem für die zeichnung, dadurch kann man sich alles viel besser vorstellen. Werde mich für zeichnung Antenne 23 a entscheiden. Habe aber trotzdem noch ein paar fragen an dich. Dieses kabel habe ich schon gekauft, kann ich es trotzdem benutzen oder lieber zurück schicken?? Sat-Kabel / Koax-Kabel 120 DB 4-fach geschirmt 100,00 meter Kupfer-innenleiter Innenleiter 1,02 mm Kupfer (kein Stahl oder StahlKupfer) Aussendurchmesser 7,50 mm Schirmungsmaß >120 dB Schirmung vierfach 1. Schirm AL-Folie 2. Geflecht 128 3. Schirm AL-Folie 4. Geflecht 96 Länge 100 m Verpackungsart Spule Impedanz 75 ohm Geeignet für HDTV / 3D-Fernsehen/Digitalfernsehen Kann ich denn statt mit dem Kabel vom Technirouter in den Keller zu gehen auch im Dachgeschoß an das alte kabel gehen (rot)?? Hätte dann einige meter kabel gespart! würde dann ja im Dachgeschoß mit 2xSSD 5-18 anfangen, im 1 stock mit SSd 5-14 weitermachen und dann die SSd 5-07. habe aber noch ne dose im 1 stock gefunden, diese wird aber nicht betrieben, trotzdem auswechseln?? gegen welche, sie liegt am anfang vom 1 stock??! Mit wievielen Kabeln muß ich denn vom TechniSwitch ins Erdgeschoß? 1?? Bräucht ich dann noch diesen Axing SPU 58-09 - Multischalter 5/8?? Brauche ja 5 Anschlüsse im Erdgeschoß.. Vielen dank schon mal für deine antwort King W. |
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| | # 11 |
| Threadstarter Registriert seit: 18.03.2011
Beiträge: 7
| Hallo nochmal King W. Habe noch was vergessen. Habe mir das alles mal wegen der Erdung und Potentialausgleich der Satschüssel auf dem Dach durchgelesen. Sau kompliziert das alles. Könnte ich dieses umgehen wenn ich die schüssel in den garten stelle?? Könnte dann alles im keller unterbringen ( TechniSwitch und TechniRouter) und bräuchte nicht so viel Kabel!?? Dann könnte ich ja wieder von da aus durch den TechniRouter das vorhandene "alte" kabel einspeisen und vom techniSwitch das Erdgeschoß. Danke! |
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| | # 12 | ||||
| Team SAT-Technik Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
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Wenn die Antenne aber im Schutzbereich der Fassade anzubringen ist, geht es einfacher. Das sollte auch bei Antennenmontage im Schutzbereich der Fassade möglich sein. Wenn der Mindestabstand zur Dachkante > 2 Meter und der Wandabstand max. 1,5 Meter, ist die Antenne nicht mehr erdungspflichtig. | ||||
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| | # 13 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Das ist grundsätzlich zwar möglich, aber das Problem mit der Erdung ist damit noch nicht ganz ausgestanden. Die Erdungspflicht entfällt nur, wenn die Schüssel mehr als 2m unterhalb der Dachkante ist und nicht mehr als 1,50m von der Hauswand entfernt. Anderenfalls befindet sie sich außerhalb des Schutzbereiches. Die Erdung ist in diesem Fall aber nicht allzu problematisch. Ich an deiner Stelle würde folgendermaßen vorgehen: Einfach einen längeren Mast (also z.B. so etwas) ca. 1m tief einbetonieren. Vorher in ca. 50 cm Höhe ein 16 mm² Kupferkabel befestigen. Dazu nimm am besten 2 Schellen und 4 Schrauben M8 x 40 oder 50. Das Kabel zu einer Öse biegen, und mit Hilfe einer Schraube zwischen den beiden Schellen einklemmen. Mit Hilfe der beiden übrigen Schrauben die Schellen am Mast befestigen. Auf der Seite, wo das Kabel ist, brauchst du 2 oder 3 Unterlegscheiben für die andere Schraube, um die Kabeldicke auszugleichen. Das Ganze zum Schutz gegen Feuchtigkeit isolieren, am besten mit Dachlack oder Bitumen-Spachtelmasse. Das Zeugs einen Tag trocknen lassen, dann ist es bombenfest und perfekt isoliert. Den Mast jetzt auf eine Tiefe von ca. 1m einbetonieren, einschließlich der Anschlußstelle. Das Erdkabel wird jetzt mit der Potentialausgleichsschiene im Keller verbunden. Wenn dann tatsächlich mal ein Blitz in die Antenne einschlägt, fließt ein Teil des Blitzstroms über den Antennenmast direkt in den Boden, ein anderer Teil wird über den Fundamenterder abgeleitet. Auf diese Weise wird ein einschlagender Blitz keinen größeren Schaden anrichten. Als Antennenkabel zwischen Schüssel und den Anschlüssen im Keller empfiehlt sich dieses Erdkabel. Es kann ohne weiteres direkt in die Erde eingegraben werden. Ebenfalls geeignet ist dieses PE-isolierte Hirschmann-Kabel. Es ist etwas dünner und nicht so sperrig bei der Verarbeitung. Wenn du dieses Kabel nimmst, wäre es am besten, die 4 bzw. 5 Adern in ein entsprechend dimensioniertes Isolierrohr zu ziehen, damit sie beim Eingraben nicht beschädigt werden. Bitte, die Kabel nicht zusammen mit der Erdleitung verlegen, es ist ein Schutzabstand von ca. 50 cm einzuhalten. Wird das versäumt, kann der Blitz auf das Antennenkabel überspringen. Was die Kabel im Haus betrifft, da ist die Anordnung der Schalter im Keller tatsächlich günstiger. Ich skizziere noch einmal, wie es funktionieren wird. Zwei Hinweise noch: 1) Den Potentialausgleich habe ich der Übersichtlichkeit wegen nicht mit eingezeichnet, aus Sicherheitsgründen ist er aber erforderlich. 2) Alle Steckdosen in dem Unicable-Strang müssen auch unicable-tauglich sein, selbst dann, wenn sie nicht benutzt werden. Nimm für die "tote" Steckdose eine SSD 5-18 oder eventuell eine 5-14, keine SSD 5-10.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! |
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| | # 14 |
| Threadstarter Registriert seit: 18.03.2011
Beiträge: 7
| Vielen dank für die antworten. Was wäre denn jetzt wenn ich die schüssel zwischen keller und ergeschoß an die hauswand mache? muß ich einen bestimmten abstand zum erdreich haben?? Dann wäre ich nämlich weit über 2 meter ( ca 12 meter) von der Dachkante weg und ich würde sie weniger als 1,50 meter von der hauswand weg anbringen. Hätte ich dann alles umgangen (Erdung und Potentialausgleich)??? Welches SatKabel soll ich denn nun eurer Meinung nach nehmen?? Danke! |
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| | # 15 | |||
| Team SAT-Technik Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
| Zitat:
Zitat:
Die Erdung ist dann nach EN 60728-11 nur noch eine Empfehlung. Hier einige Textpassagen: Zitat:
Das von King W. empfohlene HIRSCHMANN-Kabel ist Klassen besser als das Alu-Billigkabel. | |||
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