| | # 2 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Hallo und Die geduldige und (hoffentlich) professionelle Hilfe soll auch dir zuteil werden. Deine Anforderungen (4 Anschlüsse, zwei davon auch zum Aufnehmen, läßt sich am besten mit einem Jultec JRS 0504-2T verwirklichen. Es ist ein Unicable-Router mit 4 Ausgängen (für deine 4 Receiver) und 4 Eingängen (für die Signale vom LNB). Die Besonderheit: Der JRS0504-2T stellt an jedem seiner Ausgänge 2 Kanäle zur Verfügung, über nur ein Kabel. Daran kannst du jeweils einen Twin-Receiver anschließen und unabhängig vom gesehenen Programm ein anderes aufnehmen. Dieser Twin-Receiver muß unicable-tauglich nach EN 50494 sein (sind mittlerweile die meisten Receiver, daher keine große Einschränkung). Es können auch normale Single-Receiver angeschlossen werden, der JPS fällt dann automatisch in die normale Multischalter-Betriebsart zurück. Alternativ wäre auch ein JRM 0508T verwendbar, dabei handelt es sich um einen 8er Multischalter ohne Unicable-Funktionalität. In diesem Fall benötigt ein Twin-Receiver zwei Anschlußkabel, damit du aufnehmen und unabhängig davon fernsehen kannst. Welche Lösung für dich die bessere ist, hängt davon ab, ob es auf eine einfache Art möglich ist, zwei Kabel zu den Twin-Receivern zu verlegen. Ideal wäre es, wenn Leerrohre liegen würden, dann wäre die Sache einfach. Die Antenne selbst ist Standard: Ca. 85 cm sind optimal für einen Mehrteilnehmerempfang mit ausreichender Schlechtwetterreserve, ca. 75 cm sehe ich als Minimum an. Jetzt hast du die Qual der Wahl: Die 78er Triax ist bei halbwegs geschützter Montage nicht schlecht, die Gibertini XP ist etwas stabiler und größer, bei erträglichem Mehrpreis und die Gibertini SE ist noch einmal deutlich stabiler, allerdings auch teurer. Beim LNB ist die Wahl nicht schwer: dieses hier ist genau richtig. Der Preisunterschied zu irgendwelchen Billig-LNB's ist nicht so groß, als daß es sich lohnt, auf die hohe Alps-Qualität zu verzichten, oder auch nur darüber nachzudenken. Zum Befestigen kannst du einen ALU-Wandhalter verwenden, wenn du dich für die Triax oder die Gibertini XP entscheidest. Die SE ist, schon aufgrund ihrer hohen Stabilität, deutlich schwerer. In diesem Fall ist ein Halter aus verzinktem Stahl die bessere Wahl, siehe hier. Kann die Antenne so angebracht werden, daß sich ihre Oberkante mindestens 2m unterhalb der Dachkante befindet und sie nicht weiter als 1,50m von der Wand absteht (ist bei den angegebenen Haltern auch nicht der Fall) so ist sie nicht erdungspflichtig. Das vereinfacht die Installation. Den Multischalter bzw, den Router montierst du am besten dorthin, wo die Kabel in die einzelnen Zimmer abgehen. Dann kannst du die Kabel zunächst an einen Erdungsblock für den Potentialausgleich dort anschließen und dann geht es mit ein paar kleinen Kabelstücken weiter zu den Ausgängen des Multischalters. Die Eingänge werden, wiederum über einen Erdungsblock, durch 4 Kabel mit dem LNB verbunden. Näheres im Beitrag über Erdung und Potentialausgleich. Kleiner Hinweis noch: Gutes Antennenkabel hat seinen Preis. Dieses hier, in Verbindung mit vernünftigen Kompressions- oder Push-On Steckern ist optimal. Bitte ärgere dich nicht mit Billigkabeln und Aufschraubsteckern herum, du tust dir keinen Gefallen. Mit den angegebenen Komponenten bekommst du eine langlebige und perfekt funktionierende Sat-Anlage, die dir viele Jahre ungertübten Fernsehgenuß - fernab vom Kabel - bieten wird. Wenn du Sky abonnieren willst, ruf am besten mal bei SEH an (02323/61887) und laß dich beraten. Du benötigst außer dem Abo noch einen SKY-tauglichen Receiver. Oft hat SEH ein besonders günstiges Bundle aus Receiver und Abo. Einfach mal danach fragen. Bestell Herrn Hampel bei der Gelegenheit einen schönen Gruß von mir, er möchte dir 5% Rabatt geben. Er wird das tun.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! |
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| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Ein Receiver, mit dem du ein Programm anschauen und unabhängig davon ein zweites aufnehmen kannst, benötigt zwingend zwei Anschlüsse, wenn du aus Kostengründen nicht auf Unicable zurückgreifen möchtest. Da kommst du mit den 4 Anschlüssen eines Quad-LNB einfach nicht aus. Es hilft nichts, um einen Multischalter kommst du nicht herum. Allerdings muß es auch nicht mit aller Gewalt ein Jultec sein. Dieser hier, oder mit 2 Anschlüssen Reserve auch dieser, wären ebenfalls geeignet. Die Emp-Schalter sind deutlich günstiger in der Anschaffung, funktionieren aber auch. Der Unterschied besteht einmal im Stromverbrauch (da ist der Jultec etwas sparsamer) und in der etwas schlechteren Teilnehmerentkopplung. Bei reinem SAT-Betrieb stört das nicht, eine UKW-Antenne kannst du bei Bedarf auch anschließen, aber wenn irgendwann mal ein Kabelfernseh-Signal eingespeist werden soll, wäre der Schalter überfordert. Lange Rede, kurzer Sinn: Nimm den Schalter ruhig und spare etwas Geld. Ziehe zu jedem Teilnehmer ein Kabel und zu den Twin-Receivern zwei. Dann wird es funktionieren. Kleiner Tip noch: Es ist durchaus möglich, daß ein Blitz in die Dachrinne bzw, das Regenfallrohr einschlägt. Wenn du die Antenne zu nah am Regenfallrohr montierst, riskierst du bei Gewitter einen Überschlag. Es ist ein Mindestabstand von 50 cm einzuhalten! Von der Dachrinne nach unten beträgt der Mindestabstand 2m, ansonsten ist die Antenne erdungspflichtig. Ich habe dein Bild mal umgezeichnet, vielleicht kannst du die Antenne ja entsprechend anbringen. Dort wäre sie wesentlich sicherer (hoffentlich ist der Baum nicht im Weg). Denke bitte an deine Sicherheit. Im Beitrag über Erdung und Potentialausgleich findest du weitere Infos. Bitte beachten.
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| | # 5 |
| Threadstarter Registriert seit: 15.03.2011
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| Ok, das mit dem Multischalter ist soweit geklärt, sieht preislich auch viel angenehmer aus. Der neu eingezeichnete Punkt auf dem Bild macht ja lediglich den Abstand zum Fallrohr größer, direkt unterhalb der Rinne bleibe ich ja trotzdem. Bei 2 m unterhalb der Rinne wäre ich ja nur knapp über dem Fussboden, geht nicht. Kann ich das mit der Erdung auch selbst in die Hand nehmen oder benötigt man dafür einen Fachmann? Die Bäume von denen ich sprach sind übrigens nicht die auf dem Bild. Muss ich mir da Sorgen bzgl des Empfangs machen? Kannst Du das aufgrund der Angaben (Schüssel in 3 m Höhe, Bäume 6 m hoch und 10 m entfernt) sagen? |
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| | # 6 | |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Das Erden kannst du normalerweise auch selbst machen. Ein 16 mm² Erdkabel wird mit der Antennenhalterung verbunden. Das andere Ende kommt an die Potentialausgleichsschiene im Keller. Zitat:
Nach deinen Angaben mußt du auf 10m Entfernung 3m an Höhe gewinnen. Macht nach Adam Riese einen Winkel von 16,7°. Astra hat in Deutschland, je nach Standort der Antenne eine Elevation von 27 - 34°. Das paßt locker und hat auch noch etwas Reserve, wenn die Bäume wachsen. Werden sie allerdings höher als 8,70m (hier im Ruhrgebiet, im Norden etwas weniger, im Süden mehr), hilft nur noch so etwas:
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| | # 7 |
| Threadstarter Registriert seit: 15.03.2011
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| Klingt super, danke. Bevor ich es vergesse: Was wären für Receiver empfehlenswert? - 1 x Mit Festplatte (wegen Aufnehmen und was anderes schauen), Sky berücksichtigen fürs Wohnzimmer - 1 x Das Gleiche ohne Sky-Berücksichtigung für Eltern - 1 x ganz einfacher Receiver, ohne Schnick-Schnack fürs Schlafzimmer (denselben nehme ich dann später irgendwann wenn das Kind mal reif für nen eigenen TV ist |
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| | # 8 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
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| Bei den Receivern findet zur Zeit eine stürmische Entwicklung statt. Da kann ich selbst wenig zu sagen. Rufe mal bei SEH an (02323/61887), Herr Hampel hat eine gute Marktübersicht und kann dich optimal beraten.
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| | # 9 |
| Threadstarter Registriert seit: 15.03.2011
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| Ok. Zur Schüsselgröße nochmal. Ist nicht vllt eine 60 cm große aufreichend? Ist ja regen- und schneegeschützt. Ich frage, weil so ein großes Teil zwischen dem kleinen Fenster und der Tür in den Garten, nur wenig über Kopfhöhe vermutlich ein Optikproblem ist. |
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| | # 10 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Eher nicht. Von der Empfangsleistung her würde es zwar funktionieren, jedoch haben SAT-Schüsseln einen Öffnungswinkel, der umso größer ist, je kleiner ihr Durchmesser ist. Zwar befindet sich auf der Position 16°, direkt neben Astra, im Moment noch der altersschwache Eutelsat W2M, jedoch soll dieser Satellit bald ersetzt werden - und wäre es schon, wenn es nicht eine Panne beim Start gegeben hätte. Sobald Eutelsat dort einen starken Satellit positioniert hat, ist bei einer zu kleinen Schüssel mit Empfangsstörungen des Astra zu rechnen. Wenn du aus optischen Gründen keine zu große Schüssel willst, nimm die 78er Triax. In rot paßt sie auch ganz gut farblich zur Wand. Bitte nicht kleiner, wenn du dich nicht später ärgern willst.
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| | # 13 | |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
| Zitat:
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| | # 14 |
| Threadstarter Registriert seit: 15.03.2011
Beiträge: 31
| Dagegen spricht grundsätzlich, dass ich das nicht selbst machen kann. Das alles in die Hände einer Firma zu legen sprengt dann ganz sicher das Gesamtbudget. Hab nicht geahnt, dass das so kompliziert wird aufgrund von Vorschriften und Sicherheitsbestimmungen. |
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| | # 15 |
| Threadstarter Registriert seit: 15.03.2011
Beiträge: 31
| Muss die Halterung der Schüssel dann ausserhalb des Hauses geerdet werden? Ich wüsste gar nicht wo und wie. Oder führt man einfach einen Erdungsleiter irgendwo im Keller an so eine Potentialausgleichsschiene? So eine habe ich nämlich gefunden. Ansonsten geht das Fette Kabel, das den Strom ins Haus bringt in den Sicherungskasten, ohne das ich als Laie da irgendwas von Erdung sehen kann. Tut mir leid aber mit diesem ganzen Erdungsthema bin ich vollkommen überfordert wegen fehlenden Wissens. Gibt das Bild im Anhang evtl wieder wei ich es in etwa zu verstehen habe? |
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| | # 16 | ||
| Team SAT-Technik Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
| Zitat:
An dem Regenrohr läuft noch ein Kabel herunter, das kein Erdungsdraht sein kann. Wenn ein Blitz mit ca. 50 kA in die Dachrinne fährt, gibt es einen Überschlag und du hast Spannungen in der Größenordnung um 100 kV im Stromnetz. Da können nicht nur die Steckdosen aus der Wand hüpfen, schon bei deutlich niedrigeren Spannungen bekommt man evtl. auch einen ungehinderten Blick auf die eingeputzen Kabel. Es wäre auch nicht das erste Häuschen, das aus Fahrlässigkeit abgefackelt wurde. Zitat:
Die Erdung muss an die Haupterdungsschiene. Die muss aber blitzstromtragfägig sein und die Leitungsführung hat auch im Innern die Trennungsabstände einzuhalten. | ||
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| | # 17 |
| Threadstarter Registriert seit: 15.03.2011
Beiträge: 31
| Klar und daher werde ich auch nicht einfach sagen "Egal, mir zu kompliziert, ich bau es ohne Schutz". Soll schon alles seinen richtigen Weg gehen, dazu bedarf es aber im Moment noch vieler Erklärungen. Das Kabel ist irgendwas uraltes und ohne Funktion. Stand bis vor 15 Jahren mal ne Antenne auf dem Dachboden, muss damit zusammen hängen. Tja, Haupterdungsschiene... keine Ahnung, wo genau müsste die sitzen? |
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| | # 18 |
| Threadstarter Registriert seit: 15.03.2011
Beiträge: 31
| Wäre eine Montage an der Giebelwand, die man im Bild auch noch sehen kann, problemlos dann könnte ich dem ganzen Mist mit der Erdung entgehen. Aber die Rückseite des Hauses, da wo die Schüssel eben eigentlich hin soll, zeigt nach Südosten und zwar so grenzwertig, dass ich vermute, dass bei Montage am Giebel die Dachkante im Weg ist. Es ist zum verzweifeln |
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| | # 19 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Ob die Dachkante im Weg ist, kannst du mit Dishpointer feststellen. Einfach den Marker auf die richtige Stelle ziehen und als Satellit Astra 19° einstellen. Die grüne Linie gibt genau die Richtung des Satelliten an.
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| | # 20 | |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 19.03.2007
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| Zitat:
Wenn die Antenne auf der Giebelseite mit mindestens 2 Meter allseitigem Abstand zur Dachkante und maximal 1,5 Meter Ausladung montiert werden kann, ist sie nicht mehr erdungspflichtig. Dann kann der PA an beliebiger Stelle erfolgen. | |
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