Das Problem einer Großfamilie

Alt 14.03.2011, 16:42   # 1
Peruanski
 
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Beiträge: 4
Hi,

Primo: ich habe selten so ein aktives und produktives Forum gesehen! Kompliment dafür! Schön zu sehen, dass mentale Herausforderungen für einige doch auch ein Ansporn sind!

secundo: ich bin absoluter Neuling auf dem Gebiet SAT-Technik. Aber bereits als wir unser Haus vor ca. 30 gebaut haben, wollte ich eine anständige SAT-Anlage - die sich aber bis heute noch nicht realisiert hat.

Bis heute - Überleitung zu Tertio:

Das Vorhaben

Einleitende Informationen

Da es sich bis vor einigen Jahren (meiner Meinung nach) noch nicht wirklich rentiert hat von der bestehenden DVB-T -Anlage zu SAT zu wechseln, steht auf unserem Hausdach (höchster Dachgiebel in der Umgebung - Kirchturm 100m Luftlinie Nord-Ost entfernt) eine stinknormale analoge Antenne. Klingt total exotisch - ist es auch im Vergleich zu den umliegenden Dächern.

Die Antenne (sind eigentlich zwei; eine UKW und eine für das frühere analoge TV) steht auf einem extrem massivem (und anständig geerdeten) Masten wie man ihn auch für Hochleitungen für Elektrizität nutzt/genutzt hat. Der ist also wirklich robust und belastbar.

Da nun auch unsere eigentliche Hochleitung abmontiert wurde steht auch noch ein zweiter Mast zur Verfügung (gleiches Fabrikat).

Im Anbetracht der Tatsache, dass HDTV scheinbar süchtig macht und sich in unserem Haus langsam aber sicher die schönen Flat-Screens einschleichen, wollen wir jetzt endlich auf SAT umrüsten.

Das Problem

Vorab: die bisherige Verkabelung der Antennenleitung verläuft sternförmig. Die Kabelkanäle sind leicht zugänglich und es müsste kein neues Leerrohr für einen neue Leitung her - Kabeldurchziehen wäre also nicht schwer (zumal wir das wirklich gut geübt sind).
Es läuft ein Kabel durch den Masten in den Dachboden - nicht in den Keller (das liegt daran, dass das ein Gewölbekeller ist). Aber letztlich müsste es ja egal sein, wo der Ursprung der Leitungen sind).



Wir haben uns überlegt, dass wir den Spiegel an den Masten montieren (unter die bestehende Antenne; die kämen sich von der Ausrichtung nicht in die Quere und der Mast ist groß genug).
Von dem Spiegel aus verläuft dann eine Leitung in den Dachboden.

Insgesamt sind 15 Antennenbuchsen im Haus, die weiterhin alle aktiv sein sollen.

Folglich müssten wir also einen Multischalter für 16 Receiver haben (?).

Da aber nicht alle TV-Geräte in der Lage sind HDTV zu empfangen (sich SAT also eigentlich nicht wirklich lohnt) muss weiterhin die Möglichkeit bestehen DVB-T über die bisherigen Antennenkabel zu empfangen (also das normale Antennenkabel anschließbar sein, damit wir nicht alle Receiver tauschen müssen). UKW muss auch verfügbar bleiben (so ist das in einer Großfamilie - kompliziert ). Dafür müsste also eine Art "Weiche" an jede Steckdose angebracht werden (die wir allesamt austauschen würden).

Jetzt zu dem eigentlichen Problem:
Die vorhandenen Leitungen sind ja keine Koaxial-Kabel für den SAT Gebrauch.
Gestern habe ich bei einem Freund probiert, diesen Kabeltyp bei seiner SAT-Anlage anzuschließen um zu beurteilen ob es zu Qualitätseinbußen kommt oder nicht - kam es nicht.

Müsste ich die vorhandenen Leitungen denn wirklich austauschen oder ließen diese sich weiter verwenden?

Da wir damit liebäugeln auch spanisches Fernsehen empfangen zu wollen, werden wir wahrscheinlich ein zweites LNB an den Spiegel anbringen. Was bräuchten wir dafür?
Kann man denn peruanisches Fernsehen (abgesehen von bithel.tv) in unseren Breitengraden empfangen?



Vielen Dank im Voraus!!


Liebe Grüße
Alex
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Alt 14.03.2011, 17:49   # 2
Peruanski
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... ein Problem habe ich wahrscheinlich selbst schon gelöst:

das bisherige Antennenkabel hat scheinbar nur eine 1-fache Abschirmung (nur ein Drahtgeflecht). In einem älteren Beitrag aus diesem Forum habe ich gelesen, dass man diese für solche Zwecke nicht mehr verwenden darf.

Da liege ich doch nicht falsch oder?

Wenn ja liegt eine riesige Investition vor uns Das wird eine gewaltige Menge an neuem Kabel sein - und die sind teilweise gut teuer...
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Alt 14.03.2011, 18:17   # 3
Dipol
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Hallo Alex,nw welcome

Zitat:
Zitat von Peruanski Beitrag anzeigen
das bisherige Antennenkabel hat scheinbar nur eine 1-fache Abschirmung (nur ein Drahtgeflecht). In einem älteren Beitrag aus diesem Forum habe ich gelesen, dass man diese für solche Zwecke nicht mehr verwenden darf.
Dann fange ich mal von hinten an: Das hast du völlig richtig ermittelt. 60 Ohm Altkoaxkabel sind nach SchuTSEV weder für BK- noch Sat.-Einspeisung zulässig. Wer sich darum nicht schert, muss erst mal die hohe Altkabeldämpfung überwinden und läuft Gefahr Ärger mit der Bundesnetzagentur zu bekommen.
Zitat:
Zitat von Peruanski Beitrag anzeigen
Die Antenne (sind eigentlich zwei; eine UKW und eine für das frühere analoge TV) steht auf einem extrem massivem (und anständig geerdeten) Masten wie man ihn auch für Hochleitungen für Elektrizität nutzt/genutzt hat. Der ist also wirklich robust und belastbar.
Es kommt für die Windlastberechnung aber nicht nur auf die Dicke des Masts, sondern auch seine Einspannlänge an. Die anständig = normgerecht geerdeten Antennen sind leider so selten, dass ich keinem blinden Optimismus folge. Wegen neuer aber falsch installierter Blitzschutzanlage wurden sogar schon Kirchen abgefackelt.
Zitat:
Zitat von Peruanski Beitrag anzeigen
Es läuft ein Kabel durch den Masten in den Dachboden - nicht in den Keller (das liegt daran, dass das ein Gewölbekeller ist). Aber letztlich müsste es ja egal sein, wo der Ursprung der Leitungen sind).
Wir haben uns überlegt, dass wir den Spiegel an den Masten montieren (unter die bestehende Antenne; die kämen sich von der Ausrichtung nicht in die Quere und der Mast ist groß genug).
Von dem Spiegel aus verläuft dann eine Leitung in den Dachboden.
Je Satellit sind aber 4 Zuleitungskabel erforderlich!
Zitat:
Zitat von Peruanski Beitrag anzeigen
Dafür müsste also eine Art "Weiche" an jede Steckdose angebracht werden (die wir allesamt austauschen würden).
Die Einspeisung erfolgt völlig problemlos am Multischalter, die Signaltrennung ebenso einfach in Dreiloch-Steckdosen.
Zitat:
Zitat von Peruanski Beitrag anzeigen
Da wir damit liebäugeln auch spanisches Fernsehen empfangen zu wollen, werden wir wahrscheinlich ein zweites LNB an den Spiegel anbringen. Was bräuchten wir dafür?
Kann man denn peruanisches Fernsehen (abgesehen von bithel.tv) in unseren Breitengraden empfangen?
Siehe Free TV from Peru - LyngSat
Das sind die peruanischen Sender. Die spanischen Free- und Pay-TV-Programme auf ASTRA 19,2° und EUTELSAT HotBird sind relativ einfach zu empfangen, der Empfang von weit abgelegenen Satelliten wie z. B. dem Hispasat auf 30° West oder einem Intelsat erfordert eine zweite Sat.-Antenne. Bei Intelsat ein C-Band-LNB und wegen der geringen EIRP eine ca. 1,8 Meter große Monsterantenne, das hat seinen Preis.
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Alt 14.03.2011, 19:19   # 4
King W.
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Der Intelsat auf 55,5° W ist bei uns recht schwer zu empfangen. Er sendet einmal im Ku-Band, wie wir es gewohnt sind, aber nur nach Mittelamerika. Im C-Band strahlt er auch nach Europa, aber mit einer Leistung, die mindestens eine 150 cm Antenne und ein spezielles C-Band LNB erforderlich macht. Zweites Problem: Die Elevation beträgt nur zwischen 9° (im Westen) und 4° (im Osten von Deutschland). Es ist deshalb eine nahezu freie Sicht in südwestliche Richtung erforderlich. Zudem muß die Antenne sehr genau eingestellt werden.

Ob sich das für gerade mal 2 Sender lohnt, sei dahingestellt.

Hispasat auf 30° West macht hingegen keine Probleme.

Den einen Sender vom Hotbird 9 (Bethel) kann man auch noch mitnehmen, indem man von Hispasat nur drei Bänder auf den (noch aufzubauenden) Multischalter legt und an den freien Eingang ein Single-LNB anbringt, welches an der Astra-Antenne angebracht wird, auf den Hotbird schielt und Bethel empfängt.

Im Prinzip brauchst du zwei gute Antennen (z.B. die Gibertini SE), zwei Quattro-LNB und - bei Bedarf - einen Schielhalter (paßt auch an die SE) und ein Single-LNB für Bethel.

Es ist ein Multischalter erforderlich, der 8 SAT-Eingänge und mindestens 16 Ausgänge besitzt. Hier würde ich dir gern den Giga-Switch von TechniSat empfehlen. Neben Eingängen für 2 Satelliten hat er auch noch einen Eingang für UKW, einen für VHF und einen für UHF (DVB-T). Daran kann alles, was du an Antennen hast, angeschlossen werden, ohne irgendwelche Zusatzgeräte, Weichen usw. Die technischen Daten dieses Schalters erfüllen jeden Qualitätsanspruch.

Als Antennendosen nimm bitte nicht den üblichen, billigen Asienschrott. Die Dosen funktionieren zwar irgendwie, aber die Werte für die Abschirmung sind alles andere als gut. Könnte Probleme geben, wenn du ein DECT-Telefon (z.B. Siemens Gigaset) im Einsatz hast. Diese Dosen sind zwar etwas teurer, überzeugen aber mit perfekter Qualität.

Da du das Kabel ohnehin wechseln mußt, nimm bitte auch hier gescheite Qualität: Gutes Kabel hat einen Innenleiter aus massivem Kupfer und ein Abschirmgeflecht aus dem gleichen Material, blank oder verzinnt. Die Abschirmfolie ist mit dem Dielektrikum verklebt (bonded Foil), das Dielektrikum selbst besteht aus physikalisch geschäumtem Polyethylen.

Beispiele für solche Qualitätskabel sind das Kathrein LCD 111, das Spaun Spoax 111, das Preisner SK 2000 und das Hirschmann KOKA 110 (Aufzählung natürlich nicht vollständig). Als Stecker verwendet man, wenn man Wert auf gute Qualität legt, die passenden Push-On Stecker, oder Kompressionsstecker. Die bislang üblichen Aufschraubstecker verschlechtern unnötigerweise die Werte für die Schirmdämpfung des Kabels und sollten nicht mehr verwendet werden.

Am besten läßt du dir dieses Set kommen. Es enthält 100 Kompressionsstecker und das nötige Werkzeug. Nach getaner Arbeit schickst du das Set einfach wieder zurück und bekommst postwendend dein Geld wieder, natürlich abzüglich der verbrauchten Stecker. Eine Leihgebühr wird nicht erhoben, es sind lediglich die Kosten für die Rücksendung zu tragen. Auf diese Weise ist es möglich, besonders hochwertige, professionelle Steckverbindungen zu fertigen, ohne das Werkzeug dafür kaufen zu müssen.

Mit den genannten Komponenten kannst du eine Antennenanlage aufbauen, die ohne Wenn und Aber alle Anforderungen erfüllt und die euch viele Jahre unbeschwerten Fernsehgenuß liefert.
__________________
Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
Albert Einstein


Nokia? Nein danke!
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Alt 14.03.2011, 22:58   # 5
Peruanski
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Erst einmal Danke an euch beide für die äußerst informativen und schnellen Antworten!

Da werfen sich auch schon gleich neue Fragen für mich auf...

@Beitrag von dipol

"Warum einer mehr als Antennenbuchsen? "
Ich habe noch keinen Multischalter gesehen, der 15 Ausgänge hat (?). Und ein Abschlusswiderstand kostet ja nur 35 cent. So hätte ich theoretisch noch einen Anschluss offen und ggf. die Möglichkeit für einen Twin-Receiver.

Das war zumindest meine Überlegung hierbei..





Dann wieder allgemein:
wir haben uns überlegt die spanischen Sender auf Astra und Hotbird zu nutzen - der Kosten-Nutzen-Faktor ist nicht so hoch, dass sich eine zweite Antenne rechnen würde. Macht ja auch nichts - deutschen TV ist qualitativ eh besser

Damit wäre dann auch klar, dass wir zwei Quattro-LNBs brauchen.

Die Einkaufsliste lautet dann bis jetzt:

- 1x Gibertini SE
- 2x Quattro-LNBs (Preis-Leistung scheint ja spitze zu sein)
- mehrere Rollen Kabel + Kompressions-Set


So jetzt zu dem Multischalter - der bereitet mir am meisten Kopfschmerzen.

Die 3-Loch-Steckdosen haben doch einen SAT-Ausgang, einen (DVB-T) TV-Ausgang und einen UKW-Radio-Ausgang.
Wie wird denn das Signal gesplittet? Oder sind die Anschlüsse dann blind?


Was würde denn gegen diese Multischalter sprechen? (Wahrscheinlich Verständnisproblem meinerseits) Und welches davon wäre - falls möglich - das beste Gerät?

seh1 - 9x16, NT 150-CP, DiSEqC 2.0 7792

seh1 - 9x16, Jultec, JRM0916T 10023

seh1 - 9x16, EMP, MS9/16PIU-6 Profiline 10048



Für die Dosen hatte ich ursprünglich mal die gedacht - kann aber mangels Fachwissen nicht beurteilen ob die qualitativ hochwertig bzw. vergleichbar sind mit Kings Vorschlag?


Weiterhin vielen Dank!
Alex
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Alt 15.03.2011, 02:08   # 6
King W.
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Mit dem Multischalter hast du Recht, einen solchen gibt es mit 15 Anschlüssen nicht. Da hat Dipol sich wohl irgendwie vertan. Es spricht natürlich nichts gegen einen anderen 16er Multischalter anstelle des Giga-Switch zu nehmen, du müßtest dann die UKW- und die DVB-T Antenne mit einer Frequenzweiche vorher zusammenfrickeln. Grund: Außer dem Giga-Switch haben alle anderen Multischalter nur einen terrestrischen Eingang. Zudem hat der Giga-Switch 20 Ausgänge, da hast du etwas Reserve, falls mal Twin-Receiver zum Einsatz kommen. Deshalb meine Empfehlung für den Giga-Switch.

Von den drei alternativen Schaltern ist der Jultec mit Abstand der beste. Er hat ausgezeichnete technische Daten, ein sehr robustes Druckgußgehäuse und einen beinahe lächerlich geringen Stromverbrauch. Das macht einen eigenen Stromanschluß entbehrlich. Kleines Problem nur: Jultec hat im Moment etwas Lieferschwierigkeiten, es ist (noch) eine kleine Firma, die an der Kapazitätsgrenze arbeitet. Ruf mal bei SEH an (02323/61887), Herr Hampel ist meist recht gut informiert, wie die Liefersituation gerade aussieht.

Der Emp-Centauri Profi-Line hat eine deutlich geringere Teilnehmerentkopplung als die Schalter von Jultec oder TechniSat, eignet sich zum Empfang von zwei annähernd gleich starken Satelliten aber auch. Wenn du etwas sparen willst, oder mußt, kannst du den Schalter nehmen. Einen kleinen Vorteil bietet er übrigens auch, nämlich einen eingebauten terrestrischen Verstärker. Damit steht das UKW- und DVB-T Signal mit einem recht hohen Pegel an allen Dosen zur Verfügung. Wenn du aber jemals daran denkst, ein Kabelfernseh-Signal mit einzuspeisen, ist der Schalter überfordert.

Der NT 150 CP ist der Vorgänger des Profiline und unterscheidet sich davon praktisch nur durch das Gehäuse. Die technischen Daten sind nahezu identisch. Den kannst du auch nehmen, er ist aber etwas teurer.

Die verlinkten Dosen eignen sich nicht, es sind Durchgangsdosen und keine Stichdosen, wie sie in Verbindung mit einem Multischalter gebraucht werden. Wenn es denn Billigdosen sein müssen, nimm diese hier. Da ist die 3-Loch Abdeckung direkt mit bei. Die Dosen können auch Unterputz verwendet werden, einfach den Rahmen weglassen.

Alle Billig-Dosen haben jedoch ein Problem: Die Schirmdämpfung ist nicht sonderlich hoch. Da ist ein Eintrag von Störungen möglich, z.B. durch Funktelefone. Nimm aber diese Dosen bitte nur, wenn du unbedingt sparen mußt und kein DECT-Telefon in unmittelbarer Nähe betreiben willst. Die Axing-Dosen sind jedenfalls deutlich besser.
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Alt 15.03.2011, 07:39   # 7
tom_ktom
 
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Zitat:
Zitat von Peruanski Beitrag anzeigen
"Warum einer mehr als Antennenbuchsen? "
Ich habe noch keinen Multischalter gesehen, der 15 Ausgänge hat (?). Und ein Abschlusswiderstand kostet ja nur 35 cent. So hätte ich theoretisch noch einen Anschluss offen und ggf. die Möglichkeit für einen Twin-Receiver.
Vielleicht meinte Dipol auch "warum NUR eine mehr als Antennenbuchsen?"?!
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Alt 15.03.2011, 09:18   # 8
Dipol
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Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von tom_ktom Beitrag anzeigen
Vielleicht meinte Dipol auch "warum NUR eine mehr als Antennenbuchsen?"?!
Eigentlich sollte das die Einleitung zur Nachfrage sein, ob keine Twin-Anschlüsse gebraucht werden. Hab den Satz gelöscht, ein Twin-Anschluss ist mit 16 Ausgängen möglich.
So gehts wenn zu viele Forumsbeiträge neben einer anspruchsvollen und umfangreichen Anlagenplanung bearbeitet werden.
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Alt 16.03.2011, 01:05   # 9
Peruanski
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Ja gut - dann würde ich mich doch schon für die vorgeschlagene Dosen entscheiden, da wir neben W-Lan, DECT-Telefone, Handy auch noch weitere Funkgeräte verwenden, die dabei dann wahrscheinlich negative Auswirkungen hätten.

Es hat sich allerdings ein Problem eröffnet - die eigentliche Sternverkabelung ist nur eine Baumverkabelung. Also wäre theoretisch ein Unicable-System vonnöten. So dann hab ich da mal recherchiert.
Letztendlich kam ich zu dem Entschluss kein Unicable zu nehmen. Die Programmvielfalt ist eingeschränkt und die Kosten für ein derartiges System wären höher, als (selbst) neue Kabel durchzuziehen (momentan liegen ca. 110m Kabel in den Wänden auf drei Geschosse verteilt).

Da wir damals beim Bau (leider) nur Leerrohre mit 1,8cm Durchmesser verbauten, und da max. drei Kabel in ein Rohr verlegt werden müssen.
Folglich wäre eine Verkabelung mit drei Leitungen à je 6,8mm Außendurchmesser mit ca. 4mm Spielraum nicht unbedingt einfach. Deshalb kam mit der Gedanke "einfach" auf ein Kabel mit geringerem Durchmesser zurückzugreifen, z.B. dieses.
Nebenbei - könntet ihr mir bitte erklären worauf ich bei Kabeln und Steckdosen für Merkmale achten muss um zu erkennen ob sie gut oder schlecht sind? Wäre hilfreich zu wissen...
Dieses Kabel hat nur einen Durchmesser von rund 4,8mm und wäre somit einfacher zu verlegen. Ein weiterer Vorteil wäre, dass es bereits zwei Innenleiter integriert hat - da weiß ich persönlich nicht was ich davon halten soll. Und ob ich auch beide nutzen würde wäre fraglich. Wie sähe denn eine derartige Steckdose aus - sofern es sie überhaupt gibt? Mit 2Sat,DVB-T, Radio?


Die längste Kabelstrecke wäre auch (leider) 30m. Dieser Fall tritt zwei Mal auf, wobei eine Steckdose davon sehr häufig genutzt wird. Müsste ich einen Signalverstärker (welchen?) zwischenschalten oder an ein Ende anschließen?




So jetzt zu "King W."s Beitrag:

Zitat:
Es spricht natürlich nichts gegen einen anderen 16er Multischalter anstelle des Giga-Switch zu nehmen, du müßtest dann die UKW- und die DVB-T Antenne mit einer Frequenzweiche vorher zusammenfrickeln. Grund: Außer dem Giga-Switch haben alle anderen Multischalter nur einen terrestrischen Eingang.
Was wäre denn eine entsprechende Frequenzweiche? Und müsste ich dann dieses Signal an den Steckdosen wieder auftrennen oder reicht das so?



Von den Mulitschaltern wäre der GigaSwitch natürlich echt gut - aber preislich doch deutlich über den anderen. Der Multischalter von Jultec ist auch in meinen Augen Favorit Nummer 1. Aber die anderen (mit Stromanschluss) verstärken das Signal doch oder? Wenn ja - dann könnte der Jultec auf Grund der Leitungslänge doch nicht ausreichen oder sehe ich das falsch?.


So das waren hoffentlich all meine Gedanken.
Ich liege doch richtig in der Annahme dass Unicable weniger Programme bietet und in meinem Fall die schlechtere Wahl ist oder (Arbeitsaufwand zählt bei einem Heimwerker nicht - Life is a challenge )?


Liebe Grüße
Alex



PS:
Kabel wird niemals unter unserem Dach angeschlossen! Pfui!
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Alt 16.03.2011, 10:00   # 10
Dipol
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Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von Peruanski Beitrag anzeigen
Letztendlich kam ich zu dem Entschluss kein Unicable zu nehmen. Die Programmvielfalt ist eingeschränkt und die Kosten für ein derartiges System wären höher, als (selbst) neue Kabel durchzuziehen (momentan liegen ca. 110m Kabel in den Wänden auf drei Geschosse verteilt).
UniCable bietet Vollbandempfang, da liegt wohl eine grundlegende Verwechslung mit statischen 1 GHz-Einkabelsystemen vor.
Zitat:
Zitat von Peruanski Beitrag anzeigen
Da wir damals beim Bau (leider) nur Leerrohre mit 1,8cm Durchmesser verbauten, und da max. drei Kabel in ein Rohr verlegt werden müssen.
Folglich wäre eine Verkabelung mit drei Leitungen à je 6,8mm Außendurchmesser mit ca. 4mm Spielraum nicht unbedingt einfach. Deshalb kam mit der Gedanke "einfach" auf ein Kabel mit geringerem Durchmesser zurückzugreifen, z.B. dieses.
18 mm sind doch schon recht viel. Je dünner der Kabelquerschnitt, umso höher ist (bei gleicher Güte des Dielektrikums) die Dämpfung. Mein Midikabel-Favorit ist das WISI MK 75 oder MK 76, mit für ein 5 mm Midikabel vergleichsweise sehr niedrigen Dämpfungswerten von unter 40 dB/100 m auf 2.150 MHz. 4,8 mm Durchmesser können bei engen Leerrohren von Vorteil sein, haben aber auch zwangsläufig eine höhere Dämpfung. Ohne Daten des SEH-kabels sind die Güte und max. mögliche Leitungslänge nicht zu berechnen.
Zitat:
Zitat von Peruanski Beitrag anzeigen
Nebenbei - könntet ihr mir bitte erklären worauf ich bei Kabeln und Steckdosen für Merkmale achten muss um zu erkennen ob sie gut oder schlecht sind? Wäre hilfreich zu wissen...
Schlicht auf Qualität und die schlägt sich im Presi nieder. Das SEH-Twinkabel hat schon mal ein dichtes Geflecht und eine geklebte Folie.
Zitat:
Zitat von Peruanski Beitrag anzeigen
Dieses Kabel hat nur einen Durchmesser von rund 4,8mm und wäre somit einfacher zu verlegen. Ein weiterer Vorteil wäre, dass es bereits zwei Innenleiter integriert hat - da weiß ich persönlich nicht was ich davon halten soll.
Ein Twinkabel ist einfacher einzuziehen als zwei Single-Kabel.
Zitat:
Zitat von Peruanski Beitrag anzeigen
Und ob ich auch beide nutzen würde wäre fraglich. Wie sähe denn eine derartige Steckdose aus - sofern es sie überhaupt gibt? Mit 2Sat,DVB-T, Radio?
Genau, entweder ein Vierlochdose oder zwei Dreilochdosen, die es auch in besserer Qualität gibt.
Zitat:
Zitat von Peruanski Beitrag anzeigen
Die längste Kabelstrecke wäre auch (leider) 30m. Dieser Fall tritt zwei Mal auf, wobei eine Steckdose davon sehr häufig genutzt wird. Müsste ich einen Signalverstärker (welchen?) zwischenschalten oder an ein Ende anschließen?
Beim MK 76 ergeben sich für 30 Meter unproblematische 12 dB Dämpfung auf 2.150 MHz. Da vermutlich auch noch Luft für das 4,8 mm Kabel.

Zitat:
Zitat von Peruanski Beitrag anzeigen
Was wäre denn eine entsprechende Frequenzweiche?
Wenn das VHF-Band genutzt wird eine Weiche mit drei Eingängen für UKW, VHF und UHF, gebraucht, die wäre z. B. an einem GigaSwitch 11/20 schon dran. Und ohne VHF bzw. DAB-Empfang reicht eine Weiche mit zwei Eingängen.
Zitat:
Zitat von Peruanski Beitrag anzeigen
Und müsste ich dann dieses Signal an den Steckdosen wieder auftrennen oder reicht das so?
Selektive Signalzuführung ist immer gut und umgeht mögliche Störungen. An den Vierlochdosen wird auf dem rechten F-Aausgang das gesamte Spektrum ungefiltert ausgekoppelt, was gelegentlich Problem verursacht.
Zitat:
Zitat von Peruanski Beitrag anzeigen
Von den Mulitschaltern wäre der GigaSwitch natürlich echt gut - aber preislich doch deutlich über den anderen. Der Multischalter von Jultec ist auch in meinen Augen Favorit Nummer 1. Aber die anderen (mit Stromanschluss) verstärken das Signal doch oder? Wenn ja - dann könnte der Jultec auf Grund der Leitungslänge doch nicht ausreichen oder sehe ich das falsch?
Ein terrestrisch passiver Multischalter braucht bei niedrigen Eingangssignalen eine Verstärkung. In dem Fall nimmt man einen Mehrbereichsverstärker, die Weiche entfällt dann.
[QUOTE=Peruanski;1400433]Ich liege doch richtig in der Annahme dass Unicable weniger Programme bietet...[QUOTE] Nein, für bis zu zwei Satelliten ist Vollbandempfang möglich.
Zitat:
Zitat von Peruanski Beitrag anzeigen
... und in meinem Fall die schlechtere Wahl ist oder (Arbeitsaufwand zählt bei einem Heimwerker nicht - Life is a challenge )?
Da UniCable auch bei wohnungsinterner Installation Tücken hat, kann man das nicht pauschal sagen. Eine (Twin-)Sternleitungsinstallation ist grundsätzlich vorzuziehen. Abhängig vom Bedarf und den örtlichen Gegebenheiten kann auch ein reines UniCable-System oder ein Mischsystem sinnvoll sein.
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Alt 28.05.2012, 15:57 # --
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