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| Team SAT-Technik Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
| Hallo Alex, Zitat:
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Das sind die peruanischen Sender. Die spanischen Free- und Pay-TV-Programme auf ASTRA 19,2° und EUTELSAT HotBird sind relativ einfach zu empfangen, der Empfang von weit abgelegenen Satelliten wie z. B. dem Hispasat auf 30° West oder einem Intelsat erfordert eine zweite Sat.-Antenne. Bei Intelsat ein C-Band-LNB und wegen der geringen EIRP eine ca. 1,8 Meter große Monsterantenne, das hat seinen Preis. | |||||
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| | # 4 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Der Intelsat auf 55,5° W ist bei uns recht schwer zu empfangen. Er sendet einmal im Ku-Band, wie wir es gewohnt sind, aber nur nach Mittelamerika. Im C-Band strahlt er auch nach Europa, aber mit einer Leistung, die mindestens eine 150 cm Antenne und ein spezielles C-Band LNB erforderlich macht. Zweites Problem: Die Elevation beträgt nur zwischen 9° (im Westen) und 4° (im Osten von Deutschland). Es ist deshalb eine nahezu freie Sicht in südwestliche Richtung erforderlich. Zudem muß die Antenne sehr genau eingestellt werden. Ob sich das für gerade mal 2 Sender lohnt, sei dahingestellt. Hispasat auf 30° West macht hingegen keine Probleme. Den einen Sender vom Hotbird 9 (Bethel) kann man auch noch mitnehmen, indem man von Hispasat nur drei Bänder auf den (noch aufzubauenden) Multischalter legt und an den freien Eingang ein Single-LNB anbringt, welches an der Astra-Antenne angebracht wird, auf den Hotbird schielt und Bethel empfängt. Im Prinzip brauchst du zwei gute Antennen (z.B. die Gibertini SE), zwei Quattro-LNB und - bei Bedarf - einen Schielhalter (paßt auch an die SE) und ein Single-LNB für Bethel. Es ist ein Multischalter erforderlich, der 8 SAT-Eingänge und mindestens 16 Ausgänge besitzt. Hier würde ich dir gern den Giga-Switch von TechniSat empfehlen. Neben Eingängen für 2 Satelliten hat er auch noch einen Eingang für UKW, einen für VHF und einen für UHF (DVB-T). Daran kann alles, was du an Antennen hast, angeschlossen werden, ohne irgendwelche Zusatzgeräte, Weichen usw. Die technischen Daten dieses Schalters erfüllen jeden Qualitätsanspruch. Als Antennendosen nimm bitte nicht den üblichen, billigen Asienschrott. Die Dosen funktionieren zwar irgendwie, aber die Werte für die Abschirmung sind alles andere als gut. Könnte Probleme geben, wenn du ein DECT-Telefon (z.B. Siemens Gigaset) im Einsatz hast. Diese Dosen sind zwar etwas teurer, überzeugen aber mit perfekter Qualität. Da du das Kabel ohnehin wechseln mußt, nimm bitte auch hier gescheite Qualität: Gutes Kabel hat einen Innenleiter aus massivem Kupfer und ein Abschirmgeflecht aus dem gleichen Material, blank oder verzinnt. Die Abschirmfolie ist mit dem Dielektrikum verklebt (bonded Foil), das Dielektrikum selbst besteht aus physikalisch geschäumtem Polyethylen. Beispiele für solche Qualitätskabel sind das Kathrein LCD 111, das Spaun Spoax 111, das Preisner SK 2000 und das Hirschmann KOKA 110 (Aufzählung natürlich nicht vollständig). Als Stecker verwendet man, wenn man Wert auf gute Qualität legt, die passenden Push-On Stecker, oder Kompressionsstecker. Die bislang üblichen Aufschraubstecker verschlechtern unnötigerweise die Werte für die Schirmdämpfung des Kabels und sollten nicht mehr verwendet werden. Am besten läßt du dir dieses Set kommen. Es enthält 100 Kompressionsstecker und das nötige Werkzeug. Nach getaner Arbeit schickst du das Set einfach wieder zurück und bekommst postwendend dein Geld wieder, natürlich abzüglich der verbrauchten Stecker. Eine Leihgebühr wird nicht erhoben, es sind lediglich die Kosten für die Rücksendung zu tragen. Auf diese Weise ist es möglich, besonders hochwertige, professionelle Steckverbindungen zu fertigen, ohne das Werkzeug dafür kaufen zu müssen. Mit den genannten Komponenten kannst du eine Antennenanlage aufbauen, die ohne Wenn und Aber alle Anforderungen erfüllt und die euch viele Jahre unbeschwerten Fernsehgenuß liefert.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! |
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| Threadstarter Registriert seit: 14.03.2011
Beiträge: 4
| Erst einmal Danke an euch beide für die äußerst informativen und schnellen Antworten! Da werfen sich auch schon gleich neue Fragen für mich auf... @Beitrag von dipol "Warum einer mehr als Antennenbuchsen? " Ich habe noch keinen Multischalter gesehen, der 15 Ausgänge hat (?). Und ein Abschlusswiderstand kostet ja nur 35 cent. So hätte ich theoretisch noch einen Anschluss offen und ggf. die Möglichkeit für einen Twin-Receiver. Das war zumindest meine Überlegung hierbei.. Dann wieder allgemein: wir haben uns überlegt die spanischen Sender auf Astra und Hotbird zu nutzen - der Kosten-Nutzen-Faktor ist nicht so hoch, dass sich eine zweite Antenne rechnen würde. Macht ja auch nichts - deutschen TV ist qualitativ eh besser ![]() Damit wäre dann auch klar, dass wir zwei Quattro-LNBs brauchen. Die Einkaufsliste lautet dann bis jetzt: - 1x Gibertini SE - 2x Quattro-LNBs (Preis-Leistung scheint ja spitze zu sein) - mehrere Rollen Kabel + Kompressions-Set So jetzt zu dem Multischalter - der bereitet mir am meisten Kopfschmerzen. Die 3-Loch-Steckdosen haben doch einen SAT-Ausgang, einen (DVB-T) TV-Ausgang und einen UKW-Radio-Ausgang. Wie wird denn das Signal gesplittet? Oder sind die Anschlüsse dann blind? Was würde denn gegen diese Multischalter sprechen? (Wahrscheinlich Verständnisproblem meinerseits) Und welches davon wäre - falls möglich - das beste Gerät? seh1 - 9x16, NT 150-CP, DiSEqC 2.0 7792 seh1 - 9x16, Jultec, JRM0916T 10023 seh1 - 9x16, EMP, MS9/16PIU-6 Profiline 10048 Für die Dosen hatte ich ursprünglich mal die gedacht - kann aber mangels Fachwissen nicht beurteilen ob die qualitativ hochwertig bzw. vergleichbar sind mit Kings Vorschlag? Weiterhin vielen Dank! Alex |
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| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
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| Mit dem Multischalter hast du Recht, einen solchen gibt es mit 15 Anschlüssen nicht. Da hat Dipol sich wohl irgendwie vertan. Es spricht natürlich nichts gegen einen anderen 16er Multischalter anstelle des Giga-Switch zu nehmen, du müßtest dann die UKW- und die DVB-T Antenne mit einer Frequenzweiche vorher zusammenfrickeln. Grund: Außer dem Giga-Switch haben alle anderen Multischalter nur einen terrestrischen Eingang. Zudem hat der Giga-Switch 20 Ausgänge, da hast du etwas Reserve, falls mal Twin-Receiver zum Einsatz kommen. Deshalb meine Empfehlung für den Giga-Switch. Von den drei alternativen Schaltern ist der Jultec mit Abstand der beste. Er hat ausgezeichnete technische Daten, ein sehr robustes Druckgußgehäuse und einen beinahe lächerlich geringen Stromverbrauch. Das macht einen eigenen Stromanschluß entbehrlich. Kleines Problem nur: Jultec hat im Moment etwas Lieferschwierigkeiten, es ist (noch) eine kleine Firma, die an der Kapazitätsgrenze arbeitet. Ruf mal bei SEH an (02323/61887), Herr Hampel ist meist recht gut informiert, wie die Liefersituation gerade aussieht. Der Emp-Centauri Profi-Line hat eine deutlich geringere Teilnehmerentkopplung als die Schalter von Jultec oder TechniSat, eignet sich zum Empfang von zwei annähernd gleich starken Satelliten aber auch. Wenn du etwas sparen willst, oder mußt, kannst du den Schalter nehmen. Einen kleinen Vorteil bietet er übrigens auch, nämlich einen eingebauten terrestrischen Verstärker. Damit steht das UKW- und DVB-T Signal mit einem recht hohen Pegel an allen Dosen zur Verfügung. Wenn du aber jemals daran denkst, ein Kabelfernseh-Signal mit einzuspeisen, ist der Schalter überfordert. Der NT 150 CP ist der Vorgänger des Profiline und unterscheidet sich davon praktisch nur durch das Gehäuse. Die technischen Daten sind nahezu identisch. Den kannst du auch nehmen, er ist aber etwas teurer. Die verlinkten Dosen eignen sich nicht, es sind Durchgangsdosen und keine Stichdosen, wie sie in Verbindung mit einem Multischalter gebraucht werden. Wenn es denn Billigdosen sein müssen, nimm diese hier. Da ist die 3-Loch Abdeckung direkt mit bei. Die Dosen können auch Unterputz verwendet werden, einfach den Rahmen weglassen. Alle Billig-Dosen haben jedoch ein Problem: Die Schirmdämpfung ist nicht sonderlich hoch. Da ist ein Eintrag von Störungen möglich, z.B. durch Funktelefone. Nimm aber diese Dosen bitte nur, wenn du unbedingt sparen mußt und kein DECT-Telefon in unmittelbarer Nähe betreiben willst. Die Axing-Dosen sind jedenfalls deutlich besser.
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| Threadstarter Registriert seit: 14.03.2011
Beiträge: 4
| Ja gut - dann würde ich mich doch schon für die vorgeschlagene Dosen entscheiden, da wir neben W-Lan, DECT-Telefone, Handy auch noch weitere Funkgeräte verwenden, die dabei dann wahrscheinlich negative Auswirkungen hätten. Es hat sich allerdings ein Problem eröffnet - die eigentliche Sternverkabelung ist nur eine Baumverkabelung. Also wäre theoretisch ein Unicable-System vonnöten. So dann hab ich da mal recherchiert. Letztendlich kam ich zu dem Entschluss kein Unicable zu nehmen. Die Programmvielfalt ist eingeschränkt und die Kosten für ein derartiges System wären höher, als (selbst) neue Kabel durchzuziehen (momentan liegen ca. 110m Kabel in den Wänden auf drei Geschosse verteilt). Da wir damals beim Bau (leider) nur Leerrohre mit 1,8cm Durchmesser verbauten, und da max. drei Kabel in ein Rohr verlegt werden müssen. Folglich wäre eine Verkabelung mit drei Leitungen à je 6,8mm Außendurchmesser mit ca. 4mm Spielraum nicht unbedingt einfach. Deshalb kam mit der Gedanke "einfach" auf ein Kabel mit geringerem Durchmesser zurückzugreifen, z.B. dieses. Nebenbei - könntet ihr mir bitte erklären worauf ich bei Kabeln und Steckdosen für Merkmale achten muss um zu erkennen ob sie gut oder schlecht sind? Wäre hilfreich zu wissen...Dieses Kabel hat nur einen Durchmesser von rund 4,8mm und wäre somit einfacher zu verlegen. Ein weiterer Vorteil wäre, dass es bereits zwei Innenleiter integriert hat - da weiß ich persönlich nicht was ich davon halten soll. Und ob ich auch beide nutzen würde wäre fraglich. Wie sähe denn eine derartige Steckdose aus - sofern es sie überhaupt gibt? Mit 2Sat,DVB-T, Radio? Die längste Kabelstrecke wäre auch (leider) 30m. Dieser Fall tritt zwei Mal auf, wobei eine Steckdose davon sehr häufig genutzt wird. Müsste ich einen Signalverstärker (welchen?) zwischenschalten oder an ein Ende anschließen? So jetzt zu "King W."s Beitrag: Zitat:
Von den Mulitschaltern wäre der GigaSwitch natürlich echt gut - aber preislich doch deutlich über den anderen. Der Multischalter von Jultec ist auch in meinen Augen Favorit Nummer 1. Aber die anderen (mit Stromanschluss) verstärken das Signal doch oder? Wenn ja - dann könnte der Jultec auf Grund der Leitungslänge doch nicht ausreichen oder sehe ich das falsch?. So das waren hoffentlich all meine Gedanken. Ich liege doch richtig in der Annahme dass Unicable weniger Programme bietet und in meinem Fall die schlechtere Wahl ist oder (Arbeitsaufwand zählt bei einem Heimwerker nicht - Life is a challenge Liebe Grüße Alex PS: Kabel wird niemals unter unserem Dach angeschlossen! Pfui! | |
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| Team SAT-Technik Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
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Wenn das VHF-Band genutzt wird eine Weiche mit drei Eingängen für UKW, VHF und UHF, gebraucht, die wäre z. B. an einem GigaSwitch 11/20 schon dran. Und ohne VHF bzw. DAB-Empfang reicht eine Weiche mit zwei Eingängen. Zitat:
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[QUOTE=Peruanski;1400433]Ich liege doch richtig in der Annahme dass Unicable weniger Programme bietet...[QUOTE] Nein, für bis zu zwei Satelliten ist Vollbandempfang möglich. Da UniCable auch bei wohnungsinterner Installation Tücken hat, kann man das nicht pauschal sagen. Eine (Twin-)Sternleitungsinstallation ist grundsätzlich vorzuziehen. Abhängig vom Bedarf und den örtlichen Gegebenheiten kann auch ein reines UniCable-System oder ein Mischsystem sinnvoll sein. | ||||||||
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). Dafür müsste also eine Art "Weiche" an jede Steckdose angebracht werden (die wir allesamt austauschen würden).
