| | # 2 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Hallo Dominik, ![]() Mir kommt da ein böser Verdacht: Die neuen LNB's sind zwar digitaltauglich, aber wiederum Twin's. Jetzt habt ihr sicher gedacht, die werden einfach wieder, wie gehabt, an den Multischalter angeschlossen und dann funktioniert es. Ein 5x4 Multischalter hat ja nur 4 SAT-Eingänge. Für den Vollbandempfang eines einzigen Satelliten werden aber bereits 4 Anschlüsse, entsprechend den 4 "Bändern" benötigt. Ein digitaltaugliches LNB für mehr als 2 Teilnehmer hat deshalb stets 4 Ausgänge (von der wenig empfehlenswerten Sonderform Octo-LNB mal abgesehen). Ihr habt jetzt drei Möglichkeiten: 1) Ihr ersetzt das Astra-LNB durch dieses Quattro, der 2. Satellit entfällt. Die 4 Abgänge werden mit den 4 Eingängen des Multischalters verbunden. Kabel nicht verwechseln, sonst funktioniert es nicht. Horizontal und Vertikal Tiefband (H/L und V/L) kommen an die Anschlüsse, wo bislang das Twin für Astra gewesen ist, H/H und V/H entsprechend an die anderen Anschlüsse. Dann funktioniert alles, aber, wie gesagt, nur mit einem Satellit. Ebenso ist es möglich, auf den externen Multischalter ganz zu verzichten und dieses LNB zu verwenden. Dort ist bereits ein Multischalter eingebaut. 2) Ihr ersetzt beide LNB's durch je ein Quattro und baut einen neuen Multischalter ein. Es muß ein Multischalter für 2 Satelliten sein, z.B. dieser hier. Dann habt ihr Vollbandempfang für beide Satelliten, in diesem Fall für bis zu 8 Teilnehmer. Das ist besonders dann interessant, wenn mal die analogen Receiver ersetzt werden müssen und ihr stattdessen auf die praktischen Twin-Receiver zurückgreifen wollt. Ein solcher Receiver benötigt zwei Anschlüsse, da wird es mit 4 Strippen schnell eng. 3) Ihr möchtet zwar weiterhin beide Satelliten empfangen, wollt aber etwas sparen und könnt mehr als 4 Anschlüsse definitiv ausschließen. Dann werden die beiden LNB's durch je einen Quattro Switch ersetzt. Jeder liefert an jedem Anschluß Vollbandempfang für einen Satellit. Nun muß nur noch ausgewählt werden, welcher Satellit empfangen werden soll. Dazu gibt es diese DiSEqC-Schalter, die trotz ihres geringen Preises recht gut funktionieren. Die beiden Eingänge S1 und S2 werden mit je einem Ausgang beider LNB's verbunden, während der Ausgang zum Receiver führt. S1 sollte, wegen der Analogreceiver, Astra sein. Das Ganze macht ihr für alle Anschlüsse, braucht also 4 Schalter. Zum Schluß muß nur noch die DiSEqC-Steuerung bei den Digitalgeräten aktiviert werden. DiSEqC 1 wird Astra, DiSEqC 2 dem anderen Satelliten zugewiesen. Dann funktioniert alles.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! |
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| | # 5 |
| Threadstarter Registriert seit: 13.03.2011
Beiträge: 5
| Kann zu den verbauten LNB nichts sagen, hab sie nicht gekauft ![]() Habe nun gelesen, dass Quad-LNB (mit eingebautem Multischalter) nur mit max. 15m Kabel zwischen LNB und Receiver betrieben werden sollten und im Vergleich zu Quattro+Multischalter recht störanfällig sind. Ist das so? |
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| | # 6 | |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
| Zitat:
Aus einem LNB kommen mit normaler Verstärkung von 55 dB an einer 80er Offsetantenne Pegel > 77 dB(µV) raus. Dabei ist die Art des LNB völlig unerheblich. Nachdem der Norm-Mindestpegel für den Receiver 47 dB(µV) beträgt, reichen 30 dB Differenz für 100 Meter gutes Kabel aus. Die alten Dual-Outtput-LNB hatten vielleicht nur 50 dB Verstärkung und der Multischalter hat auch gedämpft. Bei schlechten Kabeln wirkt sich die höhere Dämpfung und bei billigen Kabeln auch der höhere Gleichspannungswiderstand aus. Wer sich nicht von physikalisch unmöglichen Rauschmaßangaben von 0,2 dB blenden lässt, kauft sich ein ALPS-LNB und wird z. B. nie eine defekte Feedkappe erleben. FAZIT: Mit einem beliebigen Quad-LNB sind keinerlei Pegelpropleme zu erwarten. Und wenn der bisherige Multischalter keine eigene Stromversorgung hatte, sind auch keine Umschaltprobleme durch zu hohen Gleichspannungswiderstand zu befürchten. Mit einem ALPS-LNB schon zweimal nicht. | |
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