| | # 2 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 18.03.2009
Beiträge: 555
| Hallo und herzlich Willkommen im Netzwelt Forum. Zunächst mal zur Erdung: Sitzt die Schüssel auf dem Dach ist es egal wo sie dort sitzt. Die Erdungspflicht entfällt nur, wenn sie im Schutzbereich montiert wird, das heißt im Regelfall 2m unterhalb der Dachkante und maximal 1,5m von der Wand entfernt. Weitergehende Infos dazu im Erdungs und Potentialausgleichsthread, vor allem die weiteführenden Links zu Kleiske erklären die Sache eigentlich sehr gut. Wenn man die Schüssel eventuell an der Hauswand platzieren kann, kann man sich die Kosten für die Erdung sparen. Wenn die Leerohre allerdings vorhanden sind, sollte man eines davon für die Erdung opfern können. Nun zu den anderen fragen. Die Verkabelung ist ja bereits mehr als ausreichend dimensioniert und liegt bereits. Das ist schon ein Großteil der Arbeit. Wie du schon selbst gesagt hast, könntest du jetzt ein Twin bzw. Quattro-Switch LNB installieren. Empfehlenswert wie immer die verlinkten von Alps. Wirklich ein großer Verlust wäre das natürlich nicht, sollte das in ein paar Jahren nochmal getauscht werden. Wenn du aber eh vorhast vernünftige Qualität zu installieren, gilt normalerweise die Devise einmal installieren und vergessen. Octo LNB sind eigentlich nicht zu empfehlen. Der Stromverbrauch von den Dingern ist enorm und das führt oft zu Problemen mit der Fernspeisung der Receiver, weiß ich aus eigener Erfahrung. Außerdem fallen die häufiger auch mal aus. Solltest du etwas vernünftiges wollen, bleibt also nur Quattro LNB mit Multischalter oder die günstige Variante. Ich würde auf jeden Fall die Multischalter Variante bevorzugen. Kabel solltest du so viele vorsehen, wie du später Satelliten empfangen möchtest. Pro Satellit 4 Stück. Solltest du nur deutsche Programme wollen, würde Astra 19.2°E also 4 Kabel reichen. Interessant sind meiner Meinung nach vor allem noch die frei empfangbaren englischen Programme auf Astra 28.2°E. Ansonsten je nach Gusto. Entsprechend müsste man dann natürlich die Schüssel und auch den Multischalter auswählen. Sollte der Stromverbrauch eines aktiven Multischalters eine Rolle spielen, hier gibt es inzwischen sehr sparsame Modelle von Jultec, welche komplett vom Receiver ferngespeist werden können. Da brauchst du nicht mal einen Stromanschluss auf dem Dachboden. Genaue Empfehlungen gibt es, wenn der Bedarf an zusätzlichen Satelliten und deine Qualitätsansprüche geklärt sind. Gruß - polskafan |
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| Team SAT-Technik Registriert seit: 18.03.2009
Beiträge: 555
| Also schonmal 4 Kabel auf den Dachboden. Für eine DVB-T / UKW Antenne würde noch ein fünftes hinzukommen. Ob die Signale analog wie bei UKW Radio oder digital wie bei DVB-T sind, spielt keine Rolle. Für Kabel, welches direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist, rät man inzwischen zu schwarzem PE isolierten Kabel. Leider ist das ein wenig störrisch zu verbeiten, deshalb solltest du drinnen lieber das hier nehmen. Passende Stecker, um aus dem Kabel das Maximum rauszuholen wären diese. Nun zur Schüssel. 80cm ist schonmal ein guter Richtwert. Ich hab bei mir eine Triax TDA in Betrieb und kann mich nicht beklagen. Aufbau ist kinderleicht und die Antenne ist trotz des geringen Preises recht gut verarbeitet. Wenns noch etwas hochwertiger sein darf, sehr gut sind die Antennen von Kathrein. Leider setzt Kathrein auf eine andere LNB Bauform und lässt sich die eigenen teuer bezahlen. Etwas sparen kann man hier mit der ebenso guten Gibertini OP 85. Hierran passen die oben verlinkten Alps LNB in Standardbauform. Ist übrigens die gleiche Technik wie in den Kathrein LNB, nur das Gehäuse ist anders. LNB Halterung und Kabelfürung sollten bei beiden Antennen im Lieferumfang enthalten sein. Hier musst du nur bei Multifeed, sprich Mehrsatellitenempfang zusätzliche Bauteile bestellen. Der Receivergespeiste Multischalter von Jultec wäre der JRM0508T. Dieser besitzt 5 Eingänge (4x Sat für ein Satellit plus Terrestrisch für eine UKW/DVB-T Antenne) und 8 Ausgänge für Receiver. Allerdings ist der terrestrische Pfad passiv, also für eine UKW/DVB-T Antenne müsste ein seperater aktiver terrestrischer Verstärker vorgeschaltet werden. Jultec Multischalter zeichnen sich durch den niedrigen Stromverbrauch und durch überragende technische Werte sowie die Verarbeitung aus. Alleine das Druckgussgehäuse, dass gegen Störstrahlung abschirmt und das Gerät hervorragend kühlt ist ein Alleinstellungsmerkmal. Ist zwar ein wenig teurer, aber den Preis auf jeden Fall Wert. Da du aber nur einen 5x8 Multischalter brauchst, geht es eigentlich kaum günstiger. Die guten ebenfalls guten geräte von Spaun wären schon teurer. Ansonsten könnte ich nur noch guten Gewissens zu TechniSat raten. Der TechniSwitch 5/8 kann ebenfalls passiv betrieben werden. Hier ist der terrestrische Pfad sogar aktiv, wodurch sich ein zusätzlicher Verstärker für UKW/DVB-T erübrigt, allerdings nur solange ein Receiver die Fernspeisung übernimmt, ansonsten muss der TechniSwitch mit Netzteil betrieben werden. Der Jultec ist für mein empfinden allerdings noch einen Tick hochwertiger. Von den noch günstigeren Schaltern würde ich eigentlich abraten. Alleine die Stromkosten armotisieren den geringen aufpreis für die kleineren passiven Schalter doch recht schnell. Gruß - polskafan |
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| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Polskafan hat schon Recht mit dem Multischalter. Die Jultec-Geräte erfüllen sehr hohe Qualitätsanforderungen und sind so ziemlich die besten Schalter auf dem Markt. In Verbindung mit einem Alps Quattro wäre der JRM0508T ideal. Der außergewöhnlich niedrige Stromverbrauch macht ein Netzteil entbehrlich, die Receiver übernehmen die Stromversorgung einfach mit, neben dem LNB. Vorteil: Nachts, wenn alle Receiver aus sind, wird gar kein Strom verbraucht. Der gegenüber anderen Schaltern etwas höhere Preis amortisiert sich auf diese Weise relativ schnell. Kleines Problem nur: Im Moment hat Jultec etwas Lieferschwierigkeiten. Als Alternative wäre noch der TechniSwitch von TechniSat zu nennen, ebenfalls ein sehr guter und sparsamer Multischalter mit ähnlichen Daten wie der Jultec. Auch dieser Schalter harmoniert ganz hervorragend mit dem Alps-LNB und benötigt nur dann ein Netzteil, wenn eine terrestrische Antenne angeschlossen wird und diese auch dann verfügbar sein soll, wenn alle SAT-Receiver ausgeschaltet sind. SEH kann die TechniSat Schalter besorgen. Am besten mal anrufen (02323/61887), wie es um die momentane Lieferbarkeit bei Jultec aussieht und dann entscheiden. Wenn eine hohe Belastung durch Schnee zu erwarten ist, sollte eine robuste Schüssel gewählt werden. Die neue Gibertini SE ist da die richtige Wahl. Zum Befestigen kannst du diesen Dachsparrenhalter nehmen. Eventuell wäre auch noch dieser hier geeignet, die anderen angebotenen Typen eignen sich bei dem Gewicht der Antenne und der zu erwartenden Schneelast nicht. Natürlich ist auch eine herkömmliche Montage mit einem Mast und den entsprechenden Befestigungsteilen möglich, aber nicht sonderlich praktisch. Auch bei der Verkabelung solltest du auf das zu erwartende Wetter Rücksicht nehmen und für außen das besonders wetterfeste, PE-isolierte Hirschmann KOKA 100 verwenden. Für innen reicht natürlich das PVC-isolierte Kabel voll und ganz aus. Dazu die neuen Push-On Stecker. Sie werden einfach auf das Kabel aufgeschoben und sitzen dann bombenfest. Die technischen Daten sind ebenso gut, wie bei den (nur mit Werkzeug zu montierenden) Kompressionssteckern. Dann brauchst du noch eine Dachpfanne mit Mastdurchlaß, entweder aus Kunststoff oder Blei, je nach vorhandener Dacheindeckung, und eine Mastdichtung. Sonst fällt mir im Moment nichts mehr ein. Edit: Da war mal wieder jemand schneller ...
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! |
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| Team SAT-Technik Registriert seit: 18.03.2009
Beiträge: 555
| Ich les wohl schon zu lange hier mit, wenn unsere Empfehlungen sich inzwischen derart gleichen Hab übrigens gerade festgestellt, dass ich das angesprochene Alps Quattro LNB für die Multischalter Variante gar nicht verlinkt hatte. |
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| | # 8 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Na ja, daß sich unsere Links ähneln oder gleichen, hat einfach damit zu tun, daß sich gewisse Produkte als qualitativ besonders hochwertig herausgestellt haben. Es gibt da den Werbespruch eines nicht ganz unbekannten Lebensmittel-Discounters: "Qualität ganz oben - Preis ganz unten". Würden wir auch gern machen, funktioniert hier aber nicht (bei dem Discounter übrigens auch nicht). So haben wir uns stillschweigend auf "Soviel Qualität, wie möglich, soviel Geld, wie nötig" geeinigt. Du könntest z.B. als SAT-Spiegel die CAS 90 von Kathrein verwenden - und zahlst fast das Doppelte wie für die SE. OK, die Kathrein ist noch marginal besser (die Blechstärke ist vielleicht 1/10 mm mehr), aber das rechtfertigt zumindest meiner Meinung nach den stolzen Mehrpreis nicht. Bei vielen anderen Sachen (z.B. den LNB's) ist es genau so. Ausnahme sind die Multischalter: Etwas besseres als Jultec und TechniSat ist mir nicht bekannt und da der Preisunterschied zur Billigware erträglich ist und sich der Mehrpreis durch den geringeren Stromverbrauch recht schnell amortisiert, ist die Sache vollkommen klar. Also: TechniSat oder Jultec, fast alles andere ist für mich 2. Wahl. Beim Kabel ist die Sache weniger eindeutig: Es sollte schon einen Innenleiter aus massivem Kupfer, ein Abschirmgeflecht aus dem gleichen Material (blank oder verzinnt) und ein physikalisch geschäumtes Dielektrikum haben. Neben dem Hirschmann-Kabel wäre z.B. noch das Kathrein LCD 111, das Preisner SK 2000, das Spaun Spoax 111 und noch andere zu nennen. Hier haben wir uns auf das Hirschmann-Kabel eingeschossen, nicht zuletzt auch deshalb, weil es dafür dieses Set gibt, womit besonders hochwertige Kompressionsstecker montiert werden können. Das Set kannst du kaufen, oder leihen, indem du es nach getaner Arbeit einfach wieder zurückschickst. Daraufhin bekommst du auch dein Geld wieder (abzüglich der verbrauchten Stecker, versteht sich). Eine Leihgebühr wird nicht erhoben, es sind nur die Portokosten für die Rücksendung zu tragen. Bei anderem Kabel sind oft auch andere Stecker erforderlich, so passen z.B. die Hirschmann Kompressionsstecker nicht ans LCD 111. Die Push-On Stecker sind erst später auf den Markt gekommen und in ihren technischen Daten den Kompressionssteckern ähnlich. Sie können ohne Werkzeug montiert werden und machen dadurch das Set entbehrlich. Bei der Empfehlung für das Hirschmann-Kabel sind wir aber geblieben, es wird ja durch die Verwendung anderer Stecker nicht schlechter. Mach dir mal keine Sorgen wegen des Dachsparrenhalters. Der hält! Habe ich selbst schon mehrfach montiert, ohne jedes Problem. Das Gelenk unten hat eine Zweipunktbefestigung. Leider ist der Halter aus einer ziemlich doofen Perspektive fotografiert worden, so daß man das nicht sehen kann. In diesem Video ist zu sehen, wie eine Antenne mit einem Dachsparrenhalter montiert wird. Es handelt sich dabei um den Vorgänger des verlinkten Halters, den ich in Bargteheide montiert habe. Die Antenne steht jetzt schon fast 2 Jahre, ohne daß der Halter nachgegeben hätte - in einer ziemlich windigen Gegend, nicht weit von der Nordsee entfernt. Bei dem jetzigen Halter ist die Mastbefestigung noch weiter verbessert worden, die Schrauben müssen jetzt nicht mehr ganz so brutal festgezogen werden. Über SEH habe ich erst gestern etwas geschrieben, in diesem Beitrag. Eine wirtschaftliche Verflechtung zwischen Netzwelt und dem Shop besteht nicht, es ist auch nicht mein Shop. Mit dem Kabel gehe ich einfach unter der Dachpfanne hindurch. Bei Verwendung einer Bleipfanne kann man diese einfach so biegen, daß es paßt, eine Kunststoff-Pfanne schneidet man einfach am unteren Rand etwas auf. In der Regel funktioniert das ganz problemlos. Ein Sat-Finder ist nicht nötig, eher kontraproduktiv. Wenn du den Mast perfekt senkrecht stellst und die Elevation an der Antenne korrekt eingestellt hast (Faustregel für Deutschland und den Astra-Satellit: 82 - Breitengrad des Aufstellungsorts) richtest du die Antenne einfach grob nach Süden aus und drehst langsam ostwärts. Dabei die Anzeige der Signalqualität beobachten und auf den maximal möglichen Wert einstellen. Ist zwar etwas Fummelei, wenn man es noch nie gemacht hat, aber durchaus zu schaffen.
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| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Ja, für mich ist SEH der SAT-Shop des Vertrauens. Ich bin dort seit über 10 Jahren Kunde - und bislang immer zufrieden gewesen. Da ist es doch naheliegend, daß man diesen Shop auch witerempfiehlt, zumal es leider auch in diesem Bereich viele schwarze Schafe gibt, siehe z.B. hier. Da verkauft jemand einen kaputten Router (OK, kann bei technisch aufwendigen Produkten schon mal passieren), bezeichnet Dipols Analyse dann aber als "Vollquatsch", nur um den Router nicht umtauschen zu müssen. So etwas kann und wird bei SEH niemals passieren. Und mir ist sehr daran gelegen, daß jeder Ratsuchende hinterher auch, soweit wie möglich, zufrieden ist.
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