| | # 2 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 27.08.2010
Beiträge: 1.289
| Hallo und Willkommen im NW Sat Forum, wenn die Wände aufgehauen werden sollen, um Schlitze zu schaffen, daran denken, dass Leitungen für Multimedia/Netzwerk/Sat/Phone nicht direkt eingeputzt bzw im Mauerwerk verlegt werden dürfen und diese immer "auswechselbar" in Leerrohr mit ausreichender Dimension zu verlegen sind. Bestenfalls endet dieses Leerrohr in einer UP Schalterdose die gross genug ist, eine z.B. Kathrein ESD32 TwinSat Antennenanschlussdose zu verbauen Da du komplett neuinstallierst und du dadurch alle Wege und Möglichkeiten offen hast, gehe ich auf Kompromiss Lösungen wie Unicable etc nicht ein und rate dir zur klassischen Sat ZF Verteilung mit Multischalter und (je Satposition) Quattro LNB, und einem im Sternsystem aufgebauten Verteilnetz Die Verkabelung im Haus muss dazu sternförmig ausgeführt werden. Von jeden Raum aus 2 Leitungen an einen zentralen Ort unter dem Dach, dem Sternpunkt verlegen. Richtig gerechnet wären es insgesamt 12 Leitungen, die aus 6 Zimmern an diesen Sternpunkt verlegt werden. Vom Sternpunkt, wo der Multischalter montiert und angeschlossen wird, gehen je nach Anzahl der verwendeten Quattro LNB in der Schüssel 4 Leitungen nach draussen Richtung Ausseinheit (Schüssel + LNB) Als Sat Schüssel würde ich dir die neue Gibertini SE 85 ans Herz legen, fast so stabil wie CAS Antenne vom Platzhirsch Kathrein. Ein quasi unkaputtbares, frequenzstabiles ALPS Quattro und einen hochwertigen Multischalter, der sehr wenig Strom "frisst" Für den reinen Astra 19.2°E Empfang würden dann benötigt: 1x Satspiegel 85cm 1x Quattro LNB 1x Multischalter 5/12 Ferner: Ein paar Meter Sat Leitung Eine Handvoll F-Stecker Zum Einstieg sind diese Infos ganz hilfreich: http://www.netzwelt.de/forum/sat-tec...ischalter.html Denke im eigenen Interesse an eine "betriebssichere" Satanlage. Das schliesst die Antennenerdung der Antenne/Mastes und den Potentialausgleich des Verteilnetzes mit ein. Mehr dazu hier: Erdung und Potentialausgleich bei einer Antennenanlage
__________________ DM8000 - GI50-120 - TriaxTDS110 - GI 201 PlatinumX [85,2°E - 45°W] DM8000 - V-BoxIII - ZAS 05/M - Kathrein CAS018 - Inverto IDLP-S Flange [66°E - 45°W] more technical equipment |
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| | # 4 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Das meiste hat Isotrop schon gesagt, bleibt noch eine kleine Erklärung auf deine Frage: Die Sache ist recht einfach zu erklären, ohne allzu sehr auf technische Einzelheiten eingehen zu müssen: Ein Satellit (in Wirklichkeit sind es mehrere) strahlt die Radio- und Fernsehprogramme im Frequenzbereich 10,7 bis 12,75 GHz ab. Der Grund: In diesem Frequenzbereich ist die Atmosphäre für elektromagnetische Wellen durchlässig. Das Koax-Kabel kann allerdings derart hohe Frequenzen nicht übertragen. Deshalb wird die Frequenz direkt im LNB um einen bestimmten Betrag heruntergesetzt. Normales Fernsehen (DVB-T und auch Kabel, also DVB-C) spielen sich im Frequenzbereich bis 862 MHz ab. Aus diesem Bereich muß sich die SAT-Technik heraushalten, damit kein heilloses Durcheinander entsteht. Mit etwas Sicherheitsabstand geht es bei 950 MHz los. Eine einfache Rechnung ergibt nun: 10,7 GHz - 950 MHz = 9,750 GHz. Genau um diese 9,750 GHz setzt das LNB die empfangene Frequenz herab. Das ist aber nur 1/4 Wahrheit. Am oberen Frequenzende ergäbe die Rechnung nämlich 12,75 GHz - 9,750 GHz = 3 GHz. Diese 3 GHz müßte das Koax-Kabel übertragen. Das funktioniert zwar noch, aber bei derart hoher Frequenz ist die Kabeldämpfung bereits so beträchtlich, daß nur noch besonders hochwertige Kabel undauch nur auf kurzen Strecken (nicht viel mehr als 10m) eingesetzt werden könnten. Zudem würden sich z.B. schlechte Stecker, kleine Montagefehler oder sonstiges Ungemach sehr viel stärker auf den Empfang auswirken, als dies jetzt der Fall ist. Konsequenz: Der Frequenzbereich von 10,7 bis 12,75 GHz wird empfangsmäßig unterteilt. Nur Frequenzen bis 11,7 GHz werden um 9,750 GHz herabgesetzt, bei höheren Frequenzen setzt man um 10,6 GHz herab. Jetzt haben wir empfangstechnisch 2 Bänder, 10,7 - 11,7 und 11,7 - 12,75 GHZ. Man spricht dabei von Hoch- und Tiefband. Dies ist jetzt die halbe Wahrheit. Um den Frequenzbereich besser nutzen zu können, werden die Wellen mit verschiedener Polarisation ausgestrahlt. Vereinfacht gesagt, die Schwingungsebene ist einmal waagerecht (horizontal) und einmal senkrecht (vertikal). Für den Receiver ergibt sich nun die Konsequenz, daß er das passende Band am LNB (bei einer Einzelanlage) oder am Multischalter (bei einer Mehrteilnehmeranlage) anfordern muß. Soll zum Beispiel ZDF empfangen werden (11,954 H), so muß der Receiver zunächst "Horizontal / Hochband" anfordern und kann erst dann das Programm auf den Bildschirm bringen. Bei einer Einzelanlage schaltet das LNB selbst auf den passenden Bereich, ein Twin-LNB kann man sich so vorstellen, wie zwei Einzel-LNB's in einem Gehäuse und ein Quad-LNB wäre dann eine Kombination aus 4 Einzel-LNB's. Einen Sonderfall bildet das Quattro-LNB. Dieses ignoriert sämtliche Schaltanforderungen und liefert an jedem seiner 4 Ausgänge immer ein bestimmtes Band. Ein solches LNB ist zum Betrieb mit einem Multischalter vorgesehen, es wird folgerichtig mit 4 Kabeln an den Multischalter angeschlossen. Dieser macht nun nichts weiter, als an jedem seiner Ausgänge die Schaltanforderung des angeschlossenen Receivers entgegenzunehmen und den betreffenden Ausgang mit dem passenden Eingang zu verbinden. Auf diese Weise kommt jeder Receiver zu "seinem" Band. Er merkt von dem Multischalter gar nichts sondern "denkt", er wäre mit einer Einzelanlage verbunden. Auf diese Weise ist es möglich, durch Wahl eines passenden Multischalters so viele Anschlüsse bereit zu stellen, wie man im konkreten Fall braucht. Als Beispiel sei mal die Bezeichnung dieses Multischalters aufgedröselt. Es handelt sich hierbei um einen hoch-qualitatives Gerät z.B. um ein Eigenheim mit SAT-Fernsehen zu versorgen. J steht für den Hersteller Jultec Der zweite Buchstabe steht für die Technologie: A heißt aktiv, d.h. mit eigenem Netzteil und eingebautem Verstärker, P bedeutet passiv und dient zur Erweiterung eines Aktivgerätes und R bedeutet "receivergespeist". Ein receivergespeister Schalter verbraucht außergewöhnlich wenig Strom und kommt ohne eigenes Netzteil aus. Den Besitzer freut's, den Energieversorger ärgerts. Der dritte Buchstabe steht für einen Unicable-Router, wenn es ein S ist, während M für Multischalter steht. Die Funktionsweise eines Unicable-Routers ist anders, als bei einem Multischalter und wurde hier nicht erklärt. Die erste Zahl, in diesem Fall 05, steht für die Anzahl der Eingänge. 4 davon sind die 4 Bänder des Satelliten, an den 5. Eingang kann z.B. eine UKW-Antenne angeschlossen werden. Der Multischalter verteilt dieses Signal, quasi nebenbei, mit. So kann man z.B. eine Stereoanlage daran anschließen. Die 2. Zahl, also 12, bedeutet, daß man bis zu 12 Receiver (oder 6 Twin-Reciver oder eine entsprechende Kombination) anschließen kann. Dann kommt wieder ein Buchstabe: T steht für "terminiert", d.h. die 4 "Bänder" und der 5. Eingang enden im Schalter und werden nicht herausgeführt. A kann man als "Ausgänge" interpretieren. Bei diesen Schaltern werden die Bänder (man spricht jetzt von "Stammleitungen") wieder herausgeführt, so daß man einen zweiten Multischalter oder Router anschließen kann. Schließlich gibt es noch den Buchstaben N am Ende. Der bedeutet nichts anderes als "Netzteil". Fehlt der Buchstabe, wird kein Netzteil mitgeliefert. Bei einem receivergespeisten Gerät fehlt der Buchstabe immer - logisch. Ich hoffe, mit dieser Hintergrundinformation jetzt ein bißchen zum Verständnis der Technik beigetragen zu haben.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! |
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