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| Registriert seit: 11.01.2011
Beiträge: 4
| Hallo liebes Netzwelt-Team, erst einmal ein großes Lob an euch, daß ihr euch stets für uns Sat-Noobs so viel Mühe macht, uns zu helfen. Ich habe hier im Forum schon eine ganze Weile gelesen, um die passenden Komponeten für eine kleine hochwertige Satellitenanlage mit 4 Anschlüssen zu finden die bei meinen Eltern auf dem Dach eines RH mit einer Dachsparrenhalterung angebracht werden soll. Empfangen werden soll Astra 19,2° mit HD-, sind sie nicht von abzubringen... Dabei ist die längste Strecke von Schüssel zum Reciever ca. 50 Meter (bis in den Keller und dann per Leerrohr wieder hoch in die erste Etage bzw Wohnzimmer im Erdgeschoss) Bei der Sat-Anlage soll die Qualität und Langlebigkeit im Vordergrund stehen, der Preis ist eher zweitrangig. Nun wollte ich euch bitten, meine bisherige Zusammenstellung zu kontrollieren und zu korrigieren: Alps Quattro-Switch, 0.3 dB typ. 0,85m, Gibertini, OP 85 SE, Alu, anthrazit Ca. 200m Koaxkabel, 110dB, 7.0mm, 4xSchirm., HDTV Eine Menge F-, 7.0mm, FF-0, vergoldet Cam-Modul für integrierten HD+-Satreciever im TV Steckdose fürs Wohnzimmer Erdungsschiene und kabel bzw. Potenzialausgleich, Mastdichtung, Abschlußwiderstände, ggf. selbstverscheißendes Klebeband o.ä. Jetzt fehlt nur noch die Dachsparrenhalterung, aber welche eignet sich am besten und welche Rolle spielt der Durchmesser? Die Dachpfannen sind Typ Braas Taunus, welcher Dachziegel ist die beste und vor allem dichteste Lösung? Kann das 16mm2 Erdungskabel durch das Treppenhaus im gleichen Kabelkanal wie die Antennenkabel in den Keller an den Banderder/Hauptpotenzialausgleichschiene geführt werden, oder besser durch ein freies M20er Leerrohr ? Wenn alles passt wird bald bestellt und dann gehts erst einmal mit meinem Vater an die neue Verkabelung durchs Treppenhaus, da durch das Leerrohr leider nur maximal zwei 6,5er Kabel durchpassen, aber ich freue mich schon auf die Arbeit. Meint ihr das passt alles? Für eure Hilfe bin ich sehr dankbar... lieber Scholli... |
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| | # 2 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Hallo und ![]() Das Überprüfen machen wir doch gerne. Einen wirklich groben Fehler kann ich zwar nicht entdecken, aber wie sagt man so schön: Das Bessere ist des Guten Feind. Ein paar Kleinigkeiten kannst du noch verbessern. Antenne: OK LNB: OK. Das Kabel würde zwar funktionieren, aber der übertrieben hohe Wert für die Schirmdämpfung ist vollkommen überflüssig. Klasse A beginnt bereits bei 85 dB. Leider ist dieser Wert von den Werbefuzzis entdeckt worden, die mit Angaben von 120 oder 130 dB auch das mieseste Kabel aufwerten wollen. Ein wirklich gutes Kabel sollte neben einem massiven Kupferkern auch ein Abschirmgeflecht aus Kupfer (blank oder verzinnt) haben, dazu ein Dielektrikum aus physikalisch geschäumtem Polyethylen und eine mit dem Dielektrikum verklebte Abschirmfolie. Wenn dann noch die Schirmdämpfung 90 - 100 dB oder besser ist, ist alles in Ordnung. In deinem Fall - Kabelwege von 50m ist das Material Kupfer sowohl für den Innenleiter wie auch für das Abschirmgeflecht besonders wichtig. Der Grund: Die elektrische Leitfähigkeit von Kupfer ist besser, als von allen anderen Materialien (ausgenommen Silber, aber das wird aus Kostengründen nie für die Herstellung von Koax-Kabel genommen). Lange Rede, kurzer Sinn: dieses Kabel wäre in deinem Fall besser geeignet. Das gleiche Kabel bekommst du auch mit einer besonders wetterfesten Außenisolierung aus schwarzem PE, siehe hier. Es ist so robust, daß es selbst problemlos im Erdboden verlegt werden könnte. Genau die richtige Wahl, wenn du Wert auf extreme Langlebigkeit legst (20 Jahre und mehr). Zu einem guten Kabel gehören aber auch gute Stecker. Die vergoldeten Stecker sind zwar besser als die Standardware, noch deutlich besser sind aber Kompressionsstecker. SEH bietet ein Set an, bestehend aus 100 Steckern und dem zugehörigen Werkzeug. Es ist genau auf das Hirschmann-Kabel abgestimmt und erlaubt eine leichte und schnelle Montage. Nach getaner Arbeit schickst du das Set einfach wieder zurück und bekommst postwendend auch dein Geld wieder, abzüglich der verbrauchten Stecker, versteht sich. Eine Leihgebühr wird nicht erhoben, außer dem Porto für die Rücksendung entstehen keine weiteren Kosten. Auf diese Weise ermöglicht SEH seinen Kunden, absolut professionelle Kabelverbindungen herzustellen, ohne das Werkzeug dafür kaufen zu müssen. Die Steckdose ist falsch, du hast ein Exemplar für eine Einkabellösung erwischt. Diese hier ist in Verbindung mit einem Quad-LNB richtig. Allerdings wärst du von SEH angerufen und gefragt worden, wenn du die falsche Dose bestellt hättest. Herr Hampel überprüft grundsätzlich alle Bestellungen auf Plausibilität. Das gehört zu einem guten Kundendienst. Das Modul müßte passen, aber die Enttäuschung wird groß sein. Es handelt sich bei den "Privaten" nicht etwa um "echtes" HD, sondern um das gleiche Programm, wie sonst auch, nur elektronisch hochskaliert. Das kann jeder gute HD-Receiver auch. Rausgeschmissenes Geld, wenn du mich fragst. Normalerweise dürfte es mit dem Modul auch keine besonderen Schwierigkeiten geben, frag aber vorsichtshalber mal bei SEH (02323/61887) ob es mit eurem Receiver keine Kompatibilitätsprobleme gibt. Ob es für die "Taunus"-Pfanne Kunststoff-Pfannen gibt, ähnlich wie für die "Frankfurter", ist mir nicht bekannt. Von Braas, dem Hersteller der Taunus-Pfannen gibt es unter der Bezeichnung "Durovent" eine Durchgangspfanne und einen Satellitenaufsatz dazu. Die Pfanne kann jeder Dachdecker besorgen. Eine Selbstklebemanschette ist nicht nötig, diese Mastdichtung tut es genau so gut. Als Dachsparrenhalter nimm bitte diesen hier. Da ist die mechanische Verbindung zwischen Mast und Rahmen besonders gut ausgeführt. Die SE ist ein ziemliches Schwergewicht, da spielt die Stabilität der Halterung eine wichtige Rolle. Nicht ganz so stabil aber auch noch brauchbar wäre diese Halterung, von den anderen Modellen rate ich ab. Das 16 mm² Erdkabel (es muß laut Vorschrift eindrähtig sein) darf keinesfalls im gleichen Kabelkanal wie das Antennenkabel verlegt werden. Die Gefahr des unkontrollierten Überschlags bei einem Blitz wäre viel zu groß. Nimm lieber das freie Leerrohr. Grundsätzlich gilt, daß der Abstand des Blitzschutz-Kabels von normalen Strom- und Antennenkabeln so groß wie möglich gewählt werden sollte. Vielleicht wäre es auch eine Möglichkeit, die 4 Antennenkabel durch das 20er Leerrohr zu ziehen und das Erdkabel separat zu verlegen. So, im Moment fällt mir nicht mehr viel ein, wenn dir noch etwas einfällt, frag einfach. Viel Erfolg beim Aufbau!
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! |
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| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Zitat:
Dabei ist es völlig irrelevant, ob ein LNB 0,1 oder 0,8 dB Rauschmaß hat. Letzterer Wert ist früher von Kathrein für seine UAS-LNB's angegeben worden. Unterstellen wir mal für einen Moment, der Wert von 0,1 dB, den manche chinesischen Bastelbuden für ihre Produkte angeben, sei wahr. Bei Kathrein gibt es nichts zu unterstellen, der Wert stimmt. Macht zunächst mal eine Differenz von 0,7 dB "zugunsten" des China-Produktes. Die Signalqualität wird aber nicht nur von der Rauschzahl des LNB beeinflußt, sondern unter anderem auch von der Schüsselgröße. Hier sind die Angaben von Gibertini für seine XP-Serie. Die Angaben für die SE's fehlen leider noch, aber sie dürften nahezu identisch sein. Vergleiche mal den Gewinn einer 65er mit einer 75er oder eine 75er mit einer 85er Antenne. Der Unterschied macht jeweils mehr als 1 dB aus. Auf gut Deutsch: 10 cm mehr Blech bewirken deutlich mehr, als der Unterschied vom schlechtesten (Kathrein) zum besten (China) LNB. Absurd. Ein anderes Wort dafür fällt mir nicht ein. :vogel: Tatsache ist jedenfalls, daß andere Parameter weit wichtiger und für die Empfangsqualität viel entscheidender sind: Das Phasenrauschen (Jitter), die Polarisationsentkopplung und - bei langen Kabeln besonders wichtig - der niedrige Stromverbrauch. Und gerade in diesem Punkt ist das Alps-LNB nicht zu toppen. Angenehmer Nebeneffekt: Das LNB hält länger und die Stromrechnung wird (etwas) niedriger. Also nimm das LNB ruhig, ein besseres bekommst du nicht. Zitat:
Zitat:
Zitat:
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| Threadstarter Registriert seit: 11.01.2011
Beiträge: 4
| Dank euch beiden für die wertvollen Tipps .So wie ich das verstanden habe ist also ein gecrimpter Stecker von der Dämfung her viel besser als ein aufgedrehter, selbst wenn er fachmännisch angebracht wird. Eben aus diesem Grund möchte ich auch lieber eine Erdungsschiene benutzen als einen Masseblock, tut mir nämlich irgendwie in der Seele weh, das schöne lange Kabel zu stückeln. Muß der Schirm auf der Erdungsschiene wirklich so stark gequetscht werden, daß es die Signalqualität beeinträchtigen kann? Es muß doch nur ein elektischer Kontakt bestehen... Also diese Braas Durchgangspfanne mit Sataufsatz gibts im Netz für 50 + 20 Versand zu bestellen. Mein Vater hat aber heute von Klöber eine etwa gleichwertige Durchgangspfanne typ Taunus samt passender Dichtung beim Dachdecker erstanden. |
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| Team SAT-Technik Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
| Zitat:
Zitat:
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| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Zitat:
Das Dach selbst hält auch nicht ewig. Wenn nach 15 - 20 Jahren mal eine neue Dachpfanne fällig ist, so denke ich, kann man das akzeptieren. Wenn die Lebensdauer des Kabels in etwa gleich lang ist (ist ja auch aus Kunststoff), so wäre die Reparatur "ein Abwasch". Blei hat natürlich als Metall noch eine längere Lebensdauer, dafür ist eine paßgenaue Kunststoff-Pfanne schneller montiert und immer dicht. Muß halt jeder selbst entscheiden, was ihm wichtiger ist.
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| Threadstarter Registriert seit: 11.01.2011
Beiträge: 4
| Ok, wenn der Profi sagt, daß ein Masseblock besser ist, wirds ein Masseblock mit gecrimpten Hirschmann-Steckern.Praktischer Weise brauche ich so nur für die Strecke vom Masseblock zum LNB das schwarze Hirschmann-Kabel. Was mich noch interessieren würde ist, wieviel Verlust durch solch einen Masseblock entsteht, oder durch eine F-Steckerkupplung, oder an der Steckdose ? |
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| Team SAT-Technik Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
| Zitat:
Selbst > 1 dB spielt das pegeltechnisch keine Rolle. Im Regelfall hat man schon mit 55 dB LNB-Verstärkung mehr Probleme mit kritisch hohen als zu niedrigen Pegel. Dreiloch-Sat.-Steckdosen haben typenabhängig unterschiedliche Filterungen und daher stark abweichende Durchgangsdämpfungen auf den einzelnen Anschüssen. Bis zu 6 dB (= Faktor 1/2) auf dem Radio-Anschluss einer Einzel-/Stich-Dose sind üblich. | |
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